Offenbarung
vom 8. August 2020
Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den
Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen,
geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen
in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttlichen Grundaspekte der
Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Liebe und der
Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das
Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger
aller Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung
Meine
Söhne und Töchter, Ich höre den einen oder anderen von euch fragen: „Warum
enthalten die Offenbarungen immer wieder Aufklärungen und
Hintergrundinformationen? Reicht es nicht, einfach nur von der Liebe zu hören?“
Wer sich darum bemüht, Mein Liebesgebot in seinem
Alltag umzusetzen, und wem dies mit Meiner Hilfe auch immer besser gelingt, der
wird in seinem Inneren so stark, dass er aufgrund seiner gewachsenen
Sensibilität die Vorgehensweise der negativen Kräfte mehr und mehr durchschaut.
Denn gelebte Liebe fördert nicht nur dein Heilwerden und lässt nicht nur dein
Seelenlicht wachsen, sie schult gleichzeitig auch dein Bewusstsein. So bist du
in der Lage, die raffiniert aufgestellten Fallen der Gegenseite in den meisten
Fällen zu erkennen.
Wobei, wenn Ich von negativen Kräften spreche, sowohl
die personifizierten Fallwesen als auch die durch sie bewusst geschaffenen
„unpersönlichen“ Energiefelder gemeint sind, die den ganzen materiellen Kosmos
durchziehen. Dennoch können viele mit den Begriffen Finsternis, Dunkelheit oder
Gegensatzkräfte wenig oder nichts anfangen. Sie tun das Wirken der gefallenen
Geistwesen als Märchen ab oder halten alles, was mit dem Begriff „Teufel“
zusammenhängt, für übertrieben oder abstrakt.
Wer noch mehr oder weniger seinen Menschen lebt und
sich nicht mit geistigen Fragen beschäftigt, der kann auf vielerlei Arten
verführt und manipuliert werden, selbst dann, wenn er guten Willens ist. Dann
wird es oft sehr schwer, eine echte Wahrheit von einer Schein-Wahrheit zu
unterscheiden. Damit ihr dies aber lernt, gebe Ich euch Hilfen, die dazu
dienen, euren Weg zu und mit Mir problemloser gehen zu können und nicht so oft
vor Fragen stehen zu müssen, die ihr euch selbst – noch – nicht beantworten
könnt. Ihr seid dann nicht darauf angewiesen, das ungeprüft glauben zu müssen,
was man euch vorsetzt, sondern ihr seid in der Lage, selbstverantwortlich und
eigenständig zu denken.
Dies war schon immer eine wichtige Voraussetzung, um
nicht auf falsche Fährten gelockt zu werden. Denkt nur an die nicht mehr
original-getreue Wiedergabe Meiner Lehre, die Ich als Jesus von Nazareth brachte.
Die Menschen – bis auf die wenigen, die nachdachten – waren eine „leichte
Beute“ für die Gegenseite, zumal dann, wenn mit der Angst gearbeitet wurde.
Heute, wo das Mittel der Manipulation und Verführung durch die Gegensatzkräfte
zur Perfektion entwickelt wurde, ist ein Tiefer-schauen-Können und
Besser-hinhören-Können wichtiger denn je.
Dass ihr, oberflächlich gesehen, in einer relativ
friedvollen Zeit lebt, dass es den meisten von euch finanziell nicht so
schlecht geht, dass sie hungern müssen, dass ihr euch viele Wünsche erfüllen
könnt und so manches mehr – das hat euch eingelullt und in einer falschen
Sicherheit gewiegt. Die Finsternis hat niemals ihren Kampf gegen Mich
und alle, die Mir nachfolgen, aufgegeben. Sie hat im Gegenteil ihre
Anstrengungen verstärkt, und was ihr jetzt erlebt, steuert auf einen
vorläufigen Höhepunkt zu. Kann es da wirklich die einfachere Lösung
sein, nicht darum wissen und sich nicht davor schützen zu wollen
An
dem Ziel der Dunkelheit, die Rückführung aller gefallenen Geister zu
verhindern, hat sich nichts geändert. Die Unwissenheit der Menschen macht es
ihr leicht, die vielen – im Sinne der Liebe – wenig entwickelten Seelen in
ihrem Machtbereich zu halten. Denn das Wissen darüber, dass das Erdenleben dazu
dient, die Seele durch das Befolgen des Liebesgebotes reifen zu lassen, weil
dies entscheidend für ihr weiteres Leben im Jenseits ist, wurde erfolgreich
unterdrückt. Weitgehend unbekannt ist daher die Tatsache, dass ein geistiges
Wesen aufgrund eigener Entscheidung bei der Geburt in einen menschlichen Körper
eintritt. Ebenso weiß kaum jemand darum, dass jede Seele immer eine
„Rückfahrkarte im Gepäck“ hat, die sie unweigerlich wieder in die
feinstofflichen Welten zurückbringt, wo dann ihr Leben weitergeht. Es
gibt also keinen Tod, wie ihr ihn seht oder kennt. Eine Inkarnation auf Erden
ist ebenso ein Teil eures ewigen Lebens, wie es der in aller Regel länger
dauernde Aufenthalt zwischen zwei Inkarnationen im Jenseits ist.
Euer wahres Leben findet – Ich wiederhole Mich der
Wichtigkeit wegen – jenseits der Materie statt. Das, was ihr hier als Leben
wahrnehmt, ist nur ein Teil eurer ewigen Existenz, nicht mehr als eine
Momentaufnahme, ein Abklatsch eures wirklichen Lebens. Es hat den Sinn, dass
ihr euch vorbereitet auf euer Dasein in feinstofflichen Welten; und das hängt
davon ab, wie ihr hier lebt.
Das alles hat mit einem Glauben an Mich wenig zu tun,
vor allem dann nicht, wenn es ein toter Glaube ist, bei dem die Umsetzung
Meines Liebesgebotes nicht an erster Stelle steht. Um diese Wahrheit zu
verhindern, musste alles darangesetzt werden, dass ihr euch hier so verhaltet,
dass ihr bei eurem Eintritt ins Jenseits – bei dem Vorgang, den ihr den Tod
nennt – nach wie vor gebunden seid an eure Wünsche und Vorstellungen und damit
nicht in der Lage seid, lichte Welten zu erreichen.
Ob es zu weiteren Inkarnationen kommt, was vielfach
der Fall ist, hängt also davon ab, wie weit die Seele im Menschen entwickelt
ist. Wenn sie sich beim Tod wieder vom Körper löst, wird sie von den Welten
angezogen, die ihrer Beschaffenheit, ihrer seelischen Potenz, entsprechen, die
sie zu Lebzeiten selbst geschaffen und damit selbst zu verantworten hat. Hat
sie schon eine höhere Strahlkraft, ein erweitertes Bewusstsein erlangt, dann
geht sie in Sphären mit einer so hohen Schwingung, dass sie von der Finsternis
nicht mehr erreicht werden kann. Damit ist sie für die Gegenseite endgültig
verloren.
Auf diese Weise wird der dunkle Herrschaftsbereich
schwächer und schwächer: Nämlich durch Menschen, die sich bemühen, die Liebe zu
leben, und deren Seelenkraft dadurch zugenommen hat; die licht und stark
geworden sind und nun in den jenseitigen Welten weitergeführt werden können
durch ihre Schutzengel und viele geistige Helfer. So finden alle Meine
Kinder, auch die gefallenen, Schritt für Schritt in ihre himmlische Heimat
zurück, und die sich durch den Fall gebildeten außerhimmlischen Bereiche lösen
sich nach und nach auf – ein Vorgang, der zeitlich mit euren Worten nicht zu bemessen
ist. Er stellt die Wiedereinbringung in die Himmel und damit das Ende alles
Bösen dar.
Ich habe euch dies in Erinnerung gerufen, um euch den
Zusammenhang deutlich zu machen, der zwischen dem Vorgehen der satanischen
Kräfte und dem Unheil und dem Unfrieden in eurer Welt besteht. Das, was seit
vielen Jahrtausenden auf der Erde geschieht, kann von denjenigen, die etwas
tiefer schauen wollen, ohne dieses Wissen nicht eingeordnet werden. Deshalb ist
es für euch so wichtig, geistige Gesetze zu kennen, sie zu akzeptieren und zur
Grundlage eures Denkens und eurer Entscheidungen zu machen. Wer dazu bereit
ist, dem enthüllt sich problemlos die Wahrheit. Wer, aus welchen Gründen auch
immer, die Augen davor verschließt, der bleibt unwissend, gerät in Gefahr, Mich
abzulehnen und schadet sich selbst.
Mit Meiner Inkarnation in Jesus von Nazareth verfolgte
Ich die Absicht, allen Menschen und Seelen eine zusätzliche Energie – den
sogenannten Christusfunken – zu schenken als eine Kraft, die euch die Rückkehr
ins Vaterhaus erleichtert. Ich setzte diese Absicht um; seitdem stellt Mein
Opfergang die Erlösung aller dar, weil es nun jedem möglich war und ist, wieder
die Heimkehr anzutreten. Von Anfang an war es das Bestreben der
Gegensatzkräfte, diese Tat aus den zuvor geschilderten Gründen zu verhindern.
Sie erkannten die Gefahr, die ihnen und ihrer Macht durch Mich, die Liebe,
drohte. Welche Möglichkeiten hatten sie?
An
diesem Punkt kommt etwas ins Spiel, das kaum einer bedenkt, wenn davon die Rede
ist, dass Einfluss auf den Menschen genommen wird. Alles, was nicht
feststofflich ist, hat sein Zuhause im Feinstofflichen, im für euch
Unsichtbaren. Wenn etwas im Materiellen bewirkt werden soll, muss der „Umweg“
über geistig-energetische Impulse genommen werden, die dem Menschen übermittelt
werden, um bei ihm die gewünschte Reaktion hervorzurufen. So kann euer
Schutzengel – wie ihr es ausdrückt – „ein Lied davon singen“, wie viele seiner
Impulse und Anstöße nicht wahrgenommen oder beachtet werden, weil beispielsweise
eure geistigen Antennen anders ausgerichtet sind.
Es gilt also immer, im Guten wie im Bösen, für die
geplante Absicht Menschen zu finden, die empfänglich sind für das, was ihnen
eingegeben wird. Was bedeutet: Immer sind es feinstoffliche Kräfte, die unbemerkt
beeinflussen und, wenn es sich um Verwerfliches, Bösartiges, Unsittliches,
insgesamt um gegen das Liebesgebot Gerichtetes handelt, auch manipulieren. Bei
der Anstachelung, Meinen Kreuzestod auf Golgatha zu fordern, hat dieses
Vorgehen ebenso funktioniert wie bei dem Versuch, durch die Verfolgung der
ersten Christen die junge Bewegung schon im Keim zu ersticken.
Es waren zwar Menschen, die entsprechend lügnerisch
oder gewalttätig handelten; aber immer auch waren es die Kräfte der Finsternis,
die sich dieser Menschen aufgrund deren Charakterschwächen bedienen konnten. An
dieser Vorgehensweise, die sich als sehr effektiv erwiesen hat, hat sich bis
heute nichts geändert.
Würdet ihr, hättet ihr die gleichen teuflischen
Absichten, anders vorgehen? Es verspricht keinen Erfolg, beispielsweise bei
kleinen, namenlosen Brüdern oder Schwestern in der Seelsorge, die mit einem
nächstenliebenden Herzen für ihre Mitmenschen da sind, einen Versuch zu
starten, die Menschheit zu täuschen. Das Gleiche gilt für die Bereiche der
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jeder, der „sein Geschäft versteht“, wird
auf die Führer zielen, also auf diejenigen, die etwas in seinem Sinne bewegen
und bewirken können, die Einfluss und Macht haben, um entsprechende
Vorstellungen und Vorgaben der Gegenseite umzusetzen.
Kurz gesagt: Die Finsternis braucht Menschen, die für
sie auf der Erde die Arbeit übernehmen. Das mag für viele ernüchternd sein.
Aber würde es euch weiterhelfen und euch schützen, die Augen vor der
Wirklichkeit und dem zu verschließen, was seit langem in gut aufeinander
abgestimmten Phasen vorbereitet wird? Wenn ihr mutig seid, findet ihr in Meinen
Worten die Antwort auf viele bisher unbeantwortete Fragen. Vielen wird sie
nicht passen und deshalb nicht angenommen werden.
Ein weiterer Versuch wurde mit der Verfälschung Meiner
Lehre unternommen, wofür wiederum Menschen gebraucht wurden, die – oftmals
unwissend, absichtslos und ohne Böswilligkeit – der Gegenseite zu Diensten
waren. Die Verfälschung an sich hatte schon schwerwiegende Folgen; sie war
jedoch nur ein weiterer Schritt auf ein viel größeres Ziel zu: Die Zerstörung
eures Lebensraumes, der dann den lernwilligen Seelen nur noch eine
eingeschränkte Möglichkeit bietet, auf der „Schulungsstätte Erde“ zu
inkarnieren.
Bei der Durchführung dieser Absicht konnte ein
moralisch hochstehendes Verhalten der Menschen nur hinderlich sein. Eine
verwässerte Lehre mit der Folge des Fehlens großer Teile der Wahrheit sollte
sie dazu bringen – und hat sie dazu gebracht –, einen Weg einzuschlagen, auf
dem mehr und mehr negative Ursachen gesetzt wurden. Immer mehr böse Saat wurde
ausgebracht, und kaum jemand war noch in der Lage, ein Unrecht zu erkennen oder
etwas dagegen zu unternehmen.
Zu sehr hatte sich eine falsche Vorstellung von Mir
und Meiner Liebe im Unterbewusstsein der Menschen festgesetzt; und so war ein
kindlich-demütiges, sich selbst hinterfragendes Verhalten, das Meinem
Liebesgebot entspricht, in Vergessenheit geraten. Da gleichzeitig die Kenntnis
über das so wichtige Gesetz von Saat und Ernte unterdrückt wurde, hatte die
Dunkelheit nach diesen Vorbereitungen leichtes Spiel:
Nun konnte sie schalten und walten, in schlimmsten
Auswüchsen ihrem Tun sogar einen christlichen Anstrich geben, in jedem Fall
aber das Gespür für Gut und Böse verwischen. War ein Mensch einmal zu einem
auch nur halbwegs gottlosen Verhalten verführt worden, war es leichter, ihn bei
der nächsten Inkarnation zu beeinflussen; denn auf den Charakterschwächen, die
im Vorleben entstanden waren, und die in eine neue Inkarnation mitgebracht
wurden, konnte aufgebaut werden, sofern es nicht bei der Seele zu einer
gravierenden Einsicht und Umkehr im Jenseits gekommen war.
Auch die Frage nach der Ernte einer im Sinne der Liebe
gesetzwidrigen Saat, die über Jahrtausende ausgebracht worden ist, wurde von
den Menschen nicht mehr gestellt. Als Antwort auf die Frage nach dem „Warum?“
wurde der Zufall eingeführt, denn das Wissen, dass alles seine
geistige Ursache hat, war nicht mehr vorhanden. Und die Bereitschaft, über
jegliches Geschehen, auch und besonders im persönlichen Bereich, nachzudenken,
hatte in einer Welt keinen Platz mehr, in der es nur noch um Größe, Ansehen,
Macht und Geld ging und geht. Zudem haben inzwischen die Oberflächlichkeiten
und Ablenkungen aller Art einen Platz eingenommen, der die Notwendigkeit
jeglichen Hinterfragens oder Nachhakens in die hinterste Ecke des Nachdenken
verbannt hat, zumal dabei die Gefahr besteht, mit entsprechenden Überlegungen
ausgelacht zu werden.
Das ist die Bilanz. Doch was immer auch von unwissender
Seite aus versucht wird, um die sich abzeichnende Ernte zu verhindern: Keine
Macht der Welt kann Meine Gesetze, die auch das Prinzip von Ursache und Wirkung
beinhalten, außer Kraft setzen!
So
mancher von euch wird Meinen Worten keinen Glauben schenken. Ihr habt den
freien Willen. Doch auch dann, wenn ihr Mir nicht glaubt, werde Ich euch nicht
durch Beweise zum Glauben bewegen, denn Ich werde die Fähigkeit des
eigenständigen Denkens in euch nicht dadurch unterbinden, dass Ich euch
vorsage. Im Gegenteil: Meine Absicht ist es, euch zu aufmerksamen Söhnen und
Töchtern Meiner Liebe zu erziehen, die die Schachzüge der Finsternis
durchschauen, sich entsprechend verhalten und dabei gleichzeitig lernen, auch
ihre sogenannten Feinde zu lieben. Erst dann seid ihr in der Lage, eure eigenen
Entscheidungen zu treffen und eurem Nächsten eine echte Hilfe zu sein.
Eine Aufklärung derart, wie Ich sie euch jetzt gebe,
war zu Meiner Zeit, das heißt vor zweitausend Jahren, nicht erforderlich, weil
es die ideologischen Fallen, wie sie heute aufgestellt sind, damals noch nicht
gab. Wenn Ich davon sprach, dass es als die höchste Form der Liebe gilt, auch
seine Feinde zu lieben, dann waren damit in erster Linie diejenigen
Menschen gemeint, die andere an Leib und Leben schädigen und deren Hab und Gut
rauben. Die Bedrohung durch eure unsichtbaren Feinde, an die kaum
geglaubt wird, weil sie nicht wahrgenommen werden, hat inzwischen eine andere,
wesentlich gefährlichere Form angenommen als eine nur äußere Gefährdung; zudem
ist Mein und euer Gegenspieler heute in der Lage, aufgrund der technischen
Möglichkeiten weltweit eine Unzahl von unaufgeklärten Menschen zu erreichen.
Ein Feind, der euch manipuliert und damit eurer
seelischen Entwicklung schadet, ohne dass ihr es bemerkt, ist ein weitaus
gefährlicherer Gegner als jemand, der euch beispielsweise lediglich materiell
schädigt. Er setzt schon im Vorfeld an, weil er weiß, dass damit die
Voraussetzungen für einen sehr viel größeren Schaden in der Zukunft geschaffen
werden. Dabei bedient er sich, wie zu allen Zeiten, des Mittels der Furcht und
Unsicherheit. Und so schafft er es vielfach, als Retter angesehen und gerufen
zu werden, während er doch in Wirklichkeit derjenige ist, der die verängstigten
Menschen erst in diese Situation gebracht hat.
Auf eurem Weg zu Mir werdet ihr in den jenseitigen
Bereichen ohnehin lernen, die Spreu vom Weizen unterscheiden zu können. Warum
also wollt ihr nicht schon hier auf Erden damit beginnen? Es würde euch viele
Probleme und Schwierigkeiten ersparen und auch euer Verstehen dafür vergrößern,
wie Ich in eurer Welt und in jedem wirke und Schutz und Schild demjenigen Bin,
der sich Mir anvertraut. In Meiner letzten Offenbarung sprach Ich ausführlich
darüber. *)
Nicht umsonst lehre Ich euch die Herzenslogik, die die
Kunst des Hinterfragens beinhaltet. Sie kann euch davor bewahren, eine nur
scheinbar gute Absicht für eine wirklich gute Absicht zu halten. Wenn ihr sie
immer wieder anwendet, seid ihr einigermaßen gewappnet gegenüber den vielen
undurchschaubaren Winkelzügen, mit denen die Dunkelheit durch die Beeinflussung
ihrer menschlichen Vasallen arbeitet.
Ich nehme euch mit auf einen kleinen Gedankengang,
dessen Überlegungen euch auch in vielen Alltagssituationen eine Hilfe sein
können:
Angenommen, du hast ein Ziel vor Augen, das du
erreichen möchtest. Eine direkte und sofortige Erreichung deines Zieles ist in
den wenigsten Fällen zu bewerkstelligen. Es bedarf unter Umständen einiger oder
vieler Vorbereitungen, um das zu realisieren, was du dir vorgenommen hast. Ein
guter Planer wird sich die Frage stellen, welche Voraussetzungen zuerst
geschaffen werden müssen, damit der Plan Erfolg hat. Er wird die Hauptvoraussetzungen
festlegen, und einer davon wird er Priorität einräumen. Der nächste Schritt
wird darin bestehen, durch „Rückwärtsdenken“ herauszubekommen, was zuvor
eingeleitet oder vorhanden sein muss, worauf er also aufbauen kann, um die
angestrebte Voraussetzung zu schaffen. Und so weiter …
Nehmt nur als Beispiel ein geplantes Bauvorhaben, dann
wisst ihr, was Ich meine. Glaubt ihr – und hier bitte Ich euch, euren Verstand
zu gebrauchen –, dass die Gegenseite anders vorgeht? Dass sie bei der
überragenden Intelligenz, die ihr zu eigen ist, einfach hier und da anfängt zu
stören, zu zerstören, zu verführen oder zu manipulieren? Einfach so, ohne Plan?
Wenn ihr es nicht für möglich haltet, dass sie planlos
vorgeht, dann seid ihr auf einem guten Weg, das Spiel zu durchschauen. Und
nicht nur das, dann erkennt ihr in all Meinen Offenbarungen auch die
unvergleichliche Hilfe, die Ich den Menschen gebe. Denn bei all ihrer
Raffinesse kann die Dunkelheit doch niemals einen Schutz verhindern, den Ich
denjenigen zukommen lasse, die Mich darum bitten – und das nicht nur mit
Worten, sondern durch die Umsetzung Meiner Liebeslehre in ihrem Alltag.
Nachdem
ihr wisst, dass es keine Inkarnation ohne Rückfahrkarte gibt, könntet ihr euer
Leben und euer Verhalten ein wenig näher betrachten. Einerseits bringt dieses
Wissen eine große Erleichterung mit sich, weil damit alle Zweifel und
Unsicherheiten aus dem Weg geräumt sind, was ein Leben nach dem Tod betrifft:
Es gibt keinen Tod, euer Leben währt ewig! Andererseits taucht die Frage auf,
an welchen Ort euch eure Rückfahrkarte bringen wird? Wird es der Platz sein,
von dem ihr geträumt habt? Auf den ihr euch gefreut habt? Oder werden es
Bereiche sein, die nicht so ganz euren Vorstellungen entsprechen, euch
vielleicht unzufrieden oder gar unglücklich sein lassen, weil alles so ganz
anders ist, als man es euch bisher vermittelt hat; einschließlich des
Irrglaubens, dass mit dem Tod alles aus und vorbei ist?
Eines ist, so wie ihr es formuliert, sicher „wie das
Amen in der Kirche“: Die Rückfahrkarte wird eingefordert. Wann, das entzieht
sich aus gutem Grund eurer Kenntnis. Dieses Unwissen wird von der Finsternis
dazu benutzt, dass ihr diesen Prozess des Hinübergehens verdrängt. Das aber
wird keinem von Nutzen sein. Es wird ihm im Gegenteil schaden, denn er wird
völlig überrascht vor einer Situation stehen, auf die ihn keiner aufmerksam
gemacht hat. Im allerschlimmsten Fall kommt dann das große Zittern; wenn es
weniger schlimm ist, dann entstehen tausend Fragezeichen und ein Unverständnis
darüber, wieso und in welcher Form das Leben nun weitergeht.
In jedem Fall aber werden euer Schutzengel und weitere
eurer geistigen Freunde zur Stelle sein, um euch zu leiten, soweit ihnen das
möglich ist. Sie werden versuchen, euch aufzuklären, was ihnen aber nur in dem
Maße gelingt, wie ihr das zulasst. Wobei ihr bedenken müsst, dass sich euer
Bewusstsein nicht automatisch verändert oder vielleicht sogar klärt, nur weil
ihr die Materie hinter euch gelassen habt. Ihr denkt „drüben“ ebenso wie hier.
Ihr glaubt auch in eurem neuen Lebensabschnitt nichts anderes als das, was ihr
hier gelernt und gepflegt habt. Das nehmt ihr mit hinüber.
Erkennt an dieser Wahrheit, wie wichtig es ist, schon
zu Lebzeiten damit anzufangen, die Dinge ein wenig genauer zu betrachten – auch
wenn das mit Arbeit verbunden ist –, um nicht in die so zahlreich aufgestellten
Fallen der Gegenseite zu laufen. Wenn ihr fragt: „Und wo bist du, Gott?“, dann
sage Ich euch: „Ich war und Bin immer da. Aber wenn du Mich zu Lebzeiten nicht
in dein Leben einbezogen hast, dann wird es dir schwer fallen, Mich und Meine
Wahrheit zu erkennen, auch wenn du deinen materiellen Körper abgelegt hast.
Dennoch werde Ich im gleichen Moment an deiner Seite sein, wenn du Mich
ehrlichen Herzens rufst. Wirst du Mich erkennen?“
Unter dem Gesichtspunkt des Gesagten bekommt das Wort
„Sammelt euch keine Schätze auf Erden …“ eine leicht verständliche Bedeutung.
Es weist auf die Notwendigkeit hin, Schätze für das Jenseits zu sammeln. Prüft
euch selbst. Und dann schaut in die Welt, in welchem Ausmaß diese Anweisung
missachtet worden ist. Wird sich alles von alleine wieder richten? Kommt alles
wieder ins Lot, so als wenn nichts gewesen wäre? Wer davon ausgeht, kennt Meine
Gesetze nicht oder hat sie nicht verstanden. Eines der vornehmsten Ziele der
Gegensatzkräfte war und ist es, ein geistiges Wirken als Phantasie oder Lüge
darzustellen. Doch Meine Gesetze können nicht ausgehebelt werden. Sie gelten
absolut und für ewige Zeiten; dennoch enthalten sie für alle, die sich besinnen,
Meine Handreichung, die in Meiner Liebe und Barmherzigkeit gegründet ist.
Aber Ich werde sie nicht außer Kraft setzen, denn sie
dienen einzig und allein dazu, Meine Menschen- und Seelenkinder zur Umkehr zu
bewegen. Der Zeitpunkt ist nahe, da dies geschieht. Deshalb sage Ich euch:
Es wird die Zeit kommen, und sie ist nicht mehr fern,
da werden die Menschen händeringend nach Hilfe rufen. Die, die im Äußeren
suchen, werden diese Hilfe nicht finden. Viele werden sich schließlich daran
erinnern, dass es einen Gott gibt. Das Mittel, das ihnen einfällt, um mit Mir
in Verbindung zu treten, ist das Gebet. Aber da sie nicht mit Mir leben, rufen
sie in ihrer Not und Angst lediglich mit Worten nach Mir und nicht wirklich mit
dem Herzen.
Wie kann eine Führung dort erfolgen, wo keine in die
Tat umgesetzte Bereitschaft vorhanden ist, an Mich zu glauben, Mich zu lieben
und dies durch das tägliche Leben zum Ausdruck zu bringen? Sie alle werden
enttäuscht sein, weil sie Meine Handreichungen nicht verstehen und Meine Hilfe nicht
erkennen. Sie wird nicht in der Form auf sie zukommen, wie sie sich das
erhoffen oder erwarten: nämlich dass Ich die von Menschen verursachten, selbst
gemachten Plagen einfach hinwegnehme.
Die Kirchen werden zwar wieder voller werden, und das
Klagen und Weinen wird zunehmen, aber die einzige Lösung aller Probleme wird
nicht angeboten werden können, da sie dort nicht praktiziert wird: Die
bedingungslose Hingabe an Mich und Meine Liebe, die Hinwendung an den
allmächtigen Geist, der im Menschen wohnt und in keiner
Kirche und keinem Tempel zu finden ist.
Doch was immer auch geschehen wird: Wer zu Mir kommt,
nicht aus Angst oder um von den Geschehnissen verschont zu werden, dem werde
Ich Meine schützende Hand nicht versagen, auch wenn Meine Hilfe und Unterstützung
manchmal anders aussehen wird, als sich ein Kind das vorstellt.
Amen