Bertha Dudde, Offenbarung Nr. 3603 vom 15.11.
Aus Liebe zu Gott
Offenbarung vom 13. April 2021
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Meine
geliebten Söhne und Töchter, als Ich vor undenkbar langer „Zeit“ die
Schöpfung ins Leben rief, tat Ich dies aus dem Wunsch heraus, Meine
Liebe zu teilen mit Wesen, die aus Mir – aus Meiner Liebe –
hervorgingen. Wahre Liebe braucht den Austausch, das Miteinander, das
Geben und Nehmen, das Empfinden, den Ausdruck tiefster und innigster
Gefühle. Sie gründet in dem Wissen, dass es ein Gegenüber gibt, mit dem
man engstens verbunden ist, mit dem man eins ist. Und sie schöpft immer
wieder neue Kraft aus der Tatsache, dass dieses unbeschreibliche Gefühl
des Glücklichseins – das im Himmel um ein unendlich Vielfaches stärker
ist – erlebt wird; erlebt wird als eine ununterbrochen sprudelnde Quelle neuer Inspiration und ständigen Wachstums.
Eine
solche Liebe zu erfahren, stellt eine nicht mit Worten auszudrückende
Empfindung dar. Von dieser Liebe erschaffen worden zu sein, in ihr in
alle Ewigkeit zu leben, ja selbst diese höchste Energieform des Kosmos
in sich zu tragen und sogar ein Teil dieser Liebesenergie zu sein, das
überfordert euer menschliches Empfinden und Denken. Und dennoch: Du
hast, als du noch bei Mir warst, diese Erfahrung nicht nur gemacht – du
hast ohne Anfang und ohne Ende in und mit ihr gelebt.
Du
bist Liebe, Mein Sohn, Meine Tochter: Liebe in einem individuellen
Wesen, wie es kein zweites gibt, und mit einer von Mir geschenkten
Freiheit, deren Ausmaß du ungläubig bestaunen würdest, könntest du es
jetzt schon erkennen.
Du bist aus Mir, und so wird es für alle Ewigkeiten bleiben!
Ich
sage euch dies nicht zum ersten Mal, und Ich wiederhole es auch nicht
zum ersten Mal. Weil es aber für euer Leben auf der Materie von so
großer Wichtigkeit ist, dass ihr nicht nur darum wisst, sondern dieses
Wissen auch lebt, das heißt es in eurem Alltag zum Ausdruck bringt,
komme Ich immer wieder auf diesen Punkt zurück und stelle ihn auch
dieses Mal in den Mittelpunkt Meiner Offenbarung.
Und
darüber hinaus ist es für euch von entscheidender Bedeutung zu
begreifen, dass der Widersacher genau hier angesetzt hat mit dem Ziel,
Mir Meine Kinder zu entfremden. Diese Entfremdung wird in eurer heutigen
Zeit mit allen nur erdenklichen Mitteln auf die Spitze getrieben. Durch
wen? Ist dies so schwer zu erkennen?
Die
Hölle braucht Mitstreiter, denn nur durch diese – also indirekt – kann
sie ihre Pläne auf der Materie durchsetzen. Doch glaubt nicht, dass das
für sie einen Schwachpunkt darstellt. Das Gegenteil ist der Fall: Sie
selbst bleibt auf diese Weise unsichtbar und für die allermeisten
unerkannt im Hintergrund, wobei ihr zugutekommt, dass ein Großteil der
Menschen ohnehin von ihrer Existenz nicht überzeugt ist und es nicht für
möglich hält, dass satanische Kräfte permanent in euer Weltgeschehen
hineinspielen. Und diejenigen, die Mein und euer Gegenspieler „ins
Rennen schickt“, verstehen sich sehr gut auf die Kunst des Tarnens und
Täuschens …
Habt
ihr, und damit sind in erster Linie die Kundigen eurer Schrift gemeint,
das Wort vergessen: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“? – wobei
ihr den Begriff „falsche Propheten“, der in diesem Zusammenhang
gebraucht wird, nicht zu eng auslegen solltet. Ein falscher Prophet kann
auch einer sein, der euch unter Missachtung Meiner Gebote Fortschritt
und Wohlstand verspricht. Und was sind die Früchte derjenigen, auf die
ihr hört, denen ihr einen Teil eurer eigenen Verantwortung übertragen
habt? Ist es das Bemühen um Rechtschaffenheit und Ehrlichkeit, das
Bestreben, Meine Lehre umzusetzen? Dann habt ihr gut gewählt. Im anderen
Fall tun sich ein paar Fragen für die auf, die sich das Hinschauen und
Nachdenken noch nicht haben abgewöhnen lassen. Sie werden sich nicht so
leicht dazu verführen lassen, Rettung an falscher Stelle zu suchen.
Wenn
Ich von „Meine Kinder“ spreche, so sind damit sowohl die gefallenen
Wesen als auch die Getreuen gemeint, die in dieser schweren Zeit aus dem
Licht inkarniert sind, um Mich und alle guten Kräfte zu unterstützen. Für dich ist es einzig und allein wichtig, dass auch du damit angesprochen bist, weil du es in der Hand hast, in freier Willensentscheidung für dich die Weichen für deine Zukunft zu stellen.
Ist
es nicht das Natürlichste und Selbstverständlichste der Welt, dass
Liebende voneinander wissen, dass sie sich vertrauen und austauschen?
Die dringlichste Aufgabe sah die Finsternis daher darin, einen Keil
zwischen Schöpfer und Geschöpfe zu treiben, um damit eine tiefe und in
ihren Augen möglichst dauerhafte und endgültige Spaltung zu erreichen.
Würdet
ihr beabsichtigen, die Beziehung zwischen zwei Liebenden zu
beeinträchtigen, ernsthaft zu stören und sogar bis zur Unkenntnis zu
verunstalten: Wo würdet ihr ansetzen? Nehmt euch, so ihr wollt, einen
Augenblick Zeit für die Überlegung. Eine selbst gewonnene Erkenntnis
bringt euch immer größeren Nutzen als eine schnelle Antwort …
Das
Wissen um das innige Vater-Kind-Verhältnis musste aus den Herzen und
Köpfen der Menschen entfernt und durch ein Pseudo-Wissen ersetzt werden.
Der „Wegweiser in den Himmel“ musste um einige Grade verdreht werden,
so dass der Weg nun am Ziel vorbeiführte. Tand und Blendwerk, bunt und
interessant aufbereitet, mussten schon früh an die Stelle wahrer Werte
und notwendiger Ernsthaftigkeit treten. Alle Bestrebungen des Schöpfers,
Seine Kinder aufzuklären, mussten torpediert werden. Die Menschen
durften nicht auf die Idee kommen, zu suchen oder gar zu finden. Vage
Erinnerungen daran, dass es wohl mehr geben muss als das Streben nach
weltlichem Glück, konnten bei den meisten ausgeschaltet werden. Und
gleichzeitig konnten sie auf diese Weise arm im Geiste gehalten werden,
wobei ihr Blick sich immer mehr darauf fixierte, alles mitzunehmen, was
ihnen an ablenkender Kurzweil und fragwürdigem Genuss angeboten wurde.
Zuerst
hat man euch jahrhundertelang durch eine veränderte Lehre in die Irre
geführt. Dies konnte deshalb gelingen, weil ihr keine oder kaum
Möglichkeiten hattet, durch äußeres Prüfen Wahrheit von Unwahrheit und Irrtum zu unterscheiden. Im Inneren
die Wahrheit zu erkennen, dazu waren nur wenige in der Lage. Die
überwiegende Mehrheit war auch nicht willens, sich dieser Mühe zu
unterziehen. Eure Schrift, die euch eine Hilfe hätte sein können, konnte
diese Aufgabe nur bedingt erfüllen, denn auch sie enthielt nicht mehr
Mein unverfälschtes Wort.
Als
ihr dann schließlich die Freiheit hattet – weil diejenigen, die Mich im
Wahn ihres Hochmutes für ihre Zwecke einverleibt hatten, mehr und mehr
an Macht und Einfluss verloren –, hat man euch zugemüllt mit den
„Annehmlichkeiten des Lebens“, so dass euch für ein Suchen und Finden
Meiner Wahrheit keine Zeit blieb. Nutzen für ein sinnvolles Hinterfragen
der wirklich wichtigen Dinge des Lebens brachte euch eure Freiheit
nicht, die in Wirklichkeit nur ein Laufen-Lassen an einer langen Leine
ist.
Heute
ist die Verführung auf ihrem Scheitelpunkt angelangt, ebenso wie die
Einschränkungen des Bewusstseins Meiner Menschenkinder, was sich durch
verschlagene und ausgekochte Methoden und von den meisten unbemerkt
vollzog.
Wo
das alles nichts fruchtete, blieb immer noch ein Verstärken der Angst;
was bei vielen deshalb so leicht möglich war und ist, weil das Wissen
darum, dass Ich im Menschen lebe – also auch, seit Ich dich geschaffen habe, in dir –,
nicht mehr verbreitet wurde und heute völlig fehlt. Ich wurde in einen
fernen, nicht näher zu bestimmenden Himmel verbannt. Und damit nimmt
Mich so gut wie keines Meiner Menschenkinder mehr in seinen Alltag
hinein und bedient sich Meiner Liebeskraft, die ihm selbstlos und
bedingungslos ununterbrochen zur Verfügung steht. Und zwar in allen
Bereichen des – deines – täglichen Lebens, bei allen Fragen, die dich
beschäftigen, bei allen Aufgaben, die das Leben dir stellt, bei allen
Schwierigkeiten, die dir begegnen.
Das
Ergebnis: Durch die empfundene Hilfslosigkeit gleicht der Mensch einem
Treibgut. Falls er schließlich doch Hilfe sucht, wendet er sich in den
seltensten Fällen an Mich. Meistens läuft er direkt in die Arme
derjenigen, die für seine Situation verantwortlich sind, die sie zumeist
gewollt, aber auch ungewollt geschaffen haben; an der er aber nicht
unbeteiligt ist, weil er stillschweigend, unüberlegt und kritiklos
vieles hingenommen oder mitgemacht hat. Die Unwissenheit hat ihren
Höhepunkt erreicht, wenn der Mensch den Ratschlägen derjenigen glaubt
und ihre Lösungsvorschläge umsetzt, die ihn erst in diese Zwickmühle
gebracht haben.
Ihr
sucht Rettung an falscher Stelle! Und das nicht zum ersten Mal. Mein
Gesetz steht über allem und ist nicht auszuhebeln! Ihr wendet euch
aufgrund mangelnder Seelentiefe, bedingt durch eure Unwissenheit,
Ungläubigkeit und Furcht, an „Heilsbringer“, die nicht auf dem Boden der von Mir als Jesus von Nazareth verkündeten Botschaft stehen.
Wer sein Glück und sein Heil im Äußeren sucht, der wird scheitern.
Oder, wie es in eurer Schrift heißt: „Denn wer sein Leben behalten will,
der wird es verlieren“ – was von denjenigen verstanden wird, die es
verstehen wollen.
Aus
Sicht der Gegensatzkräfte ist deren Vorhaben gelungen; zumindest stellt
sich die heutige Situation auf eurer Erde für sie so dar. Denn, und
auch das sage Ich euch nicht zum ersten Mal: Das Fass hat begonnen überzulaufen! Die
Zeiten von Milch und Honig, die trotz ihrer inneren Leere und ihrer
Tünche vielen als erhaltenswert erschienen und noch erscheinen, sind
vorbei. Viele Seher und Propheten haben das, was kommen wird, als „die
Zeit der Trübsal“ angekündigt. Ihr glaubt es nicht, zumindest die
Mehrheit will diese Worte nicht lesen oder hören; selbst viele
derjenigen nicht, die ansonsten nicht schnell genug entsprechende
Bibelstellen zitieren können.
Aber
Mein und euer Gegner täuscht sich dennoch. Er kennt noch nicht das Ende
der Geschichte oder will es – noch – nicht wahrhaben.
Aufklärung
tut Not, Meine Geliebten, und zwar mehr denn je. Das wissen natürlich
auch die satanischen Kräfte und setzen ein bewährtes Gegenmittel ein:
die Angst. Schaut in eure Nachrichten, und ihr werdet in den meisten
Beiträgen einen Angst verbreitenden Unterton finden, der sich, wird er
nur oft genug unreflektiert aufgenommen, in euer Unterbewusstsein
einschleicht und viele von euch daran hindert, die Dinge noch mit der
nötigen Klarheit sehen zu können.
Wer
Angst hat, der ist nicht mehr Herr seiner selbst. Negative Kräfte haben
ihn regelrecht „gekapert“. Die Türe zur Manipulation hat sich geöffnet,
und schnell sind alle guten Vorsätze dahin. Das, was zuvor noch bejaht
wurde, was als wichtig und richtig bekräftigt wurde, schmilzt dahin wie
Schnee in der Sonne. Wer nicht aufpasst, wird schnell zu einer
Schachfigur, die nach Belieben hin- und hergeschoben werden kann.
Ich
sage euch damit nichts, was ihr nicht schon wisst. Aber trotz eures
Wissens darum seid ihr gefährdet, denn Wissen allein schützt euch nicht
davor, in die Angstfalle zu gehen. Ich habe euch des Öfteren auch schon
darauf hingewiesen, dass die Dunkelheit mit einer Raffinesse vorgeht,
die ihr nie durchschauen werdet. Dazu gehört auch eine Planung, die sich
über sehr lange Zeiträume erstreckt und mit einer „Salamitaktik“
scheibchenweise umgesetzt wird, so dass ihr die Zusammenhänge nicht
erkennen könnt. Zu schnell hat sich der Mensch an eine neue, veränderte
Situation gewöhnt, die für ihn schon bald zur Normalität wird. Darauf
baut dann der nächste, unbemerkt verführende Schritt oder eine nicht
wahrnehmbare Richtungsänderung auf.
Wie
wollt ihr ein solches Vorgehen durchschauen und ihm mit einem „Nein“
entgegentreten, wenn ihr nicht euer ganzes Vertrauen auf Mich und Mein
Wort setzt?
Ich
Bin euch Vater und Mutter und noch viel mehr. Ich Bin euch alles.
Zwischen Mir und euch oder – damit es dein persönliches Empfinden, deine
Liebe stärkt – zwischen Mir und dir besteht ein Band, das durch nichts und niemanden jemals zerstört werden kann.
Ich sage dir das, weil Ich die Angst oder noch vorhandene Reste davon
in deinem Herzen endgültig umwandeln will in ein unerschütterliches
Vertrauen. Auch wenn es eine Aussage ist, die in ihrer Konsequenz hart
klingen mag, so enthält sie doch die Wahrheit:
Angst und Vertrauen vertragen sich nicht. Sie können nicht auf dem gleichen Feld gedeihen.
Das
heißt nicht, dass euch keine Gefühle dergestalt mehr anfliegen werden
oder dürfen. Doch es geht darum, ob ihr davon mehr und mehr frei werden
wollt. Ob ihr die Innere Arbeit leisten möchtet, die darin besteht,
sofort zu Mir zu kommen, wenn die Nebelschwaden der Verzagtheit und des
Zitterns euch bedrängen. Ob ihr, genauer als bisher, hinschauen wollt
auf das, was euch durch eure Medien präsentiert wird, auch wenn ihr dazu
vielleicht den Mut aufbringen müsst, alteingefahrenes Denken und lieb
gewordene Gewohnheiten zu lassen. Und ob ihr auch bereit seid, in die
Tiefe eurer Gefühle zu schauen, auch wenn ihr dort vielleicht etwas
entdecken werdet, das noch bearbeitet und umgewandelt werden möchte.
Schlussendlich
bedeutet es: Wollt ihr euch mit allem, was dazu gehört, der Tatsache
voll bewusst werden, dass ihr Kinder Meiner Liebe seid? Und daraus
resultierend: Ob ihr bereit seid, eure Gotteskindschaft anzunehmen und
den Weg zu gehen, der euch wieder zu der Liebe werden lässt, von der Ich zu Anfang Meiner Offenbarung sprach?
Zu
Meiner Aufklärung gehört auch, dass Ich euch immer wieder daran
erinnere, dass ihr mit eurer Inkarnation den Herrschaftsbereich der
Finsternis betreten habt. Hier auf eurer Erde tobt sich das Böse aus.
Wenn ihr nicht einen „Grundschutz“ durch Mich bekommen hättet, wäre es
euch kaum möglich, ohne größere körperliche und seelische Schäden durch
die ersten Jahre eures Lebens zu gehen. Spätestens aber dann, wenn ihr
anfangt, euren Eigenwillen zu entwickeln, sind stets gute Mächte, aber
auch böse Einflüsse an eurer Seite, um euch in die von ihnen gewünschte
Richtung zu bewegen: die guten Kräfte auf eine Art, die euren freien
Willen achtet, die bösen mit unzähligen Schlichen ohne Rücksicht auf
das, was für euch gut ist.
Wer
um diese Dinge nicht weiß, der wird zum Spielball der Gegenseite. Auf
diese Weise ist eure Welt zum Spielfeld und sind die meisten Menschen zu
Spielbällen geworden. Meine Liebeslehre, gegeben und vorgelebt durch
Jesus von Nazareth, sollte dies verhindern. Das Mitmachen vieler
Menschen durch das Umsetzen Meines Gebotes in ihrem Alltag hätte, einem
Dominoeffekt gleich, dies möglich gemacht. Es ist – vorerst – anders
gekommen.
Eine
Möglichkeit, in eure Gotteskindschaft mehr und mehr hineinzuwachsen,
besteht darin, dass ihr ein anderes Bild von euch, euren Möglichkeiten
und Aufgaben bekommt. Jahrhundertelang ist das Bild des Menschen im
Verhältnis zu Mir, seinem Gott, geprägt gewesen – und ist es bei den
allermeisten immer noch – von der Vorstellung, der „große Schöpfer da
oben“ und „ich als der kleine Mensch hier unten“. Das, Meine Söhne und
Töchter, ist eurer nicht würdig. Denn wenn Ich auch der universelle,
einzige Erbauer und Erhalter Bin, so ist es doch keineswegs so, dass Ich
in Ehrfurcht angesehen, angesprochen und angebetet werden möchte. Was
Ich Mir wünsche ist eure Liebe.
Jedes
Geschöpf ist Mein Kind, und weil alles Leben aus Mir hervorgeht, ist es
ohne Mich nicht lebensfähig. Ja, du wärest nicht, wenn Ich auch nur für
den Bruchteil einer Sekunde das Beatmen Meiner Schöpfung mit Meinem
ewigen Liebesstrom unterbrechen würde. Insofern Bin Ich das Alpha und
Omega. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei der Beziehung zwischen
Mir und dir um eine Abhängigkeit handelt, wie eure Welt sie kennt. Ich
habe Wesen geschaffen, die Mir zwar nicht gleich, aber dennoch ähnlich
sind, und die über Fähigkeiten verfügen, die euch aufgrund ihres
Umfangs, ihrer Komplexität und ihrer schier unendlichen Möglichkeiten,
sie anzuwenden, nicht vermittelt werden können.
Als
schönste und kraftvollste Seite ihres Wesens habe Ich Meine Liebe in
jedes Meiner Kinder hineingelegt. Und nun beantwortet euch eine Frage
selbst: Wünscht ihr euch als Eltern, dass eure Kinder euch loben, euch
Hosianna singen und kniend ihre Hochachtung euch gegenüber zum Ausdruck
bringen – oder dass sie euch lieben? Wenn eure Antwort ehrlich ist, dann
wisst ihr auch, womit Meine Kinder Mir eine Freude machen können …
Womit du Mir eine Freunde machen kannst.
Wenn
ihr euch mit diesem Bild, das für den einen oder anderen von euch neu
sein wird, anfreunden könnt, dann versucht, in eurem Zwiegespräch mit
Mir etwas zu verändern. Über Jahrhunderte ist die Einstellung gewachsen,
aus der Situation des Sünders und des schwachen Menschen heraus Mich um
Beistand, Kraft, Unterstützung und vieles mehr zu bitten. Das drückt
sich in Bitten verschiedenster Art aus, in denen es immer darum geht,
dass Ich etwas in die Wege leiten oder dieses oder jenes euch gegenüber
tun oder lassen möge.
Das ist nicht grundsätzlich falsch, doch es bringt euch dort nicht weiter oder keinen Gewinn, wo ihr
gefordert seid, entweder selbst zu handeln, etwas zu verändern oder
eure Bereitschaft zum Ausdruck zu bringen, wie ihr euch Mir gegenüber
verhalten möchtet. Ein paar Beispiele können verdeutlichen, was Ich
meine.
Viele
eurer Gebete oder Anrufungen sprecht ihr aus der Position eines
Bittstellers heraus. Es ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, da die
Menschen noch weit davon entfernt waren – und größtenteils auch heute
noch sind –, sich als freie Geschöpfe Meiner Liebe zu erkennen, die ein
großes, geistiges Potenzial in sich tragen. Ihre Aufgabe, sich auf Mich hin zu bewegen,
war und ist ihnen nicht bewusst, so dass es meistens darum ging und
geht, Mich zu bitten oder etwas Mir zu überlassen und abzuwarten, was
daraufhin wohl geschehen würde.
„Vater,
lass mich nicht im Stich“, ist ebenso ein Beispiel wie „Herr, öffne
Dein Herz für mich“, „Jesus, tue doch bitte dieses oder jenes für mich“
oder „Lieber Gott, vergiss mich nicht.“ Ihr werdet, wenn ihr nachdenkt,
viele weitere finden.
Nun
wandelt einmal in der Erkenntnis, dass ihr euren Willen zum Ausdruck
bringen wollt, Mir näherzukommen, eure Bitten in ehrliche
Absichtserklärungen um und sprecht aus der Situation eines sich bewusst
werdenden Gotteskindes zu Mir. Das könnte sich dann so anhören:
„Vater, ich lass Dich nicht im Stich“,
„Herr, ich öffne mein Herz für Dich“,
„Jesus, ich tue dieses oder jenes für Dich“ oder
„Lieber Gott, ich vergesse Dich nicht.“
Jeder
von euch wird den Unterschied verspüren. Er besteht darin, aus der
passiven Haltung „Ich bin ja nur ein schwacher Mensch“ herauszukommen
und etwas zu tun, sich etwas vorzunehmen, vielleicht sogar etwas zu
versprechen, in jedem Fall aber aktiv zu werden. Wenn ihr dies
praktiziert, dann macht ihr einen wichtigen Schritt in eure Geistigkeit
hinein: Ihr erkennt an, dass ihr mehr seid als hilflose Sünder; ihr
bejaht, dass eine Kraft – Meine Kraft – in euch lebendig werden will,
die euch in Bewegung setzen kann und wird, so dies auch euer Wille ist.
So wird die Nachfolge, von der Ich in Meiner letzten Offenbarung sprach, in eurem Leben für euch selbst und für andere sichtbar.
Nachfolger
werden in der vor euch liegenden Zeit dringender gebraucht als je
zuvor. Es werden Menschen sein, die liebevoll und mitfühlend sind, die
sich aber auch ihre Klarheit bewahrt haben, und deren Vertrauen stark
und stärker geworden ist. Sie werden, so es sein muss, auch bereit sein,
um der Ehrlichkeit und Redlichkeit willen Nachteile in Kauf zu nehmen.
Wenn
du möchtest, dann frage dich, ob du vielleicht zu denen gehörst, deren
Aufgabe es ist, anderen in Zeiten des Leidens, der Drangsal und der
Furcht Mut zu machen. Denn es ist ja nicht so, dass nur die Finsternis
ihren Plan hat und ihre Vasallen in die Materie geschickt hat. Oder
glaubt ihr, der Himmel schaut tatenlos zu, wenn die Gegenseite die ihr
Hörigen in Stellung bringt?
Aus
dem Licht sind Heerscharen von Mir Getreuen inkarniert, deren ordnende
und schützende Hände überall zum Einsatz kommen, mag es auch so
scheinen, als hätte die Finsternis die Herrschaft übernommen. Es gibt
keine Macht, die Mir Meine Kinder auf Dauer nehmen kann. Es gibt keine
Kraft, die die Liebe überwinden und den Sieg davontragen kann. Und vor
allem gibt
es keinen Tod, so dass die Angst davor, mit der auf vielerlei Weise
subtil und offen gearbeitet wird, völlig sinnlos, ja abwegig ist. 1)
Du
bist aus Mir, und was Ich geschaffen habe, das wird in Ewigkeiten nicht
vergehen. Es gibt zwar unterschiedliche Formen des Lebens, die auch
sehr wohl unterschiedliche Qualitäten haben können, aber das Leben eines
jeden Geschöpfes – also auch dein Leben – kann niemals beendet oder
vernichtet werden.
Du
kamst aus dem Licht, und du wirst wieder ins Licht eingehen. Zwischen
Weggang und Wiedereintritt liegt die Zeit, die dir gegeben ist, um zu
reifen, um Erfahrungen zu sammeln und um lieben zu lernen – mal hier auf
der Materie, mal drüben in feinstofflichen Bereichen. Aber immer ist es
dein ureigenes Leben, das dir niemand nehmen kann. Du schließt die
Augen in der einen Welt und öffnest sie im nächsten Moment in der
anderen Welt. Mal bist du länger hier, mal länger dort, bis du aus
diesem Kreislauf heraustrittst und das Ende deiner Reise abzusehen ist.
Wo liegt das Ende? Bei Mir, der Ich dein Leben war, Bin und sein werde.
Kann
es mit diesem Wissen, wenn du es denn verinnerlichst, noch Angst vor
dem „Tod“ geben? Lass zu, dass Ich alle deine Ängste durch ein tiefes,
unerschütterliches Vertrauen ersetze. Dass wir wieder zu Liebenden
werden, die sich austauschen, die sich gegenseitig Freude bereiten, die
ohne Herzensleid nicht lange voneinander getrennt leben können.
Ich
Bin Liebe, und du bist Liebe, auch wenn es dir so scheint, als lägen
Welten zwischen uns. Lass dich nicht täuschen. Ich Bin dir näher als
alles andere. Jetzt und für alle Zeit.
Amen