Aus Liebe zu Gott
Offenbarung vom 17. August 2022, empfangen durch das Innere Wort.
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Meine geliebten Söhne und Töchter, wer nur ein wenig nachdenkt und nicht mit geschlossenen Augen und Ohren durch den Tag geht, der muss bemerken, dass sich in eurer Welt einiges gravierend verändert hat. Aber allzu schnell wird dennoch darüber hinweggegangen, und das schon alleine deshalb, weil alles dem sogenannten „Zufall‟ zugeschrieben wird und kaum einer sich die Mühe macht, das Prinzip von Saat und Ernte auf alles anzuwenden, was in der Schöpfung geschieht.
Was
wie ein großes Durcheinander, wie Chaos und Zerfall auf allen Gebieten
wirkt und den Anschein erweckt, die guten Kräfte unter Meiner Führung
hätten die Kontrolle verloren, ist in Wirklichkeit eine logische
Aneinanderreihung von Situationen und Geschehnissen, die ihren Ursprung
vor unendlich langer Zeit – vor Äonen – haben. Die Auflehnung eines
Teils der Engel führte zum Engelsturz, auch Fall genannt, und dieser
schließlich zur Bildung der Materie. Um die Rückkehr der Abgefallenen zu
ermöglichen, kam Ich selbst in Jesus von Nazareth in die Welt und
öffnete mit Meinem „Vollbracht‟ auf Golgatha die bis dahin geschlossenen
Himmel wieder. In vielen Offenbarungen habe Ich euch die Einzelheiten
dieses einmaligen Vorgangs nahegebracht.
Obwohl
der Dunkelheit bewusst ist, dass sie aus dieser Auseinandersetzung
nicht als Sieger hervorgehen kann, setzte sie ihre Anstrengungen, die
Menschen zu beeinflussen und zu binden, mit allen Mitteln fort. Damit
verstrickte sie die Menschen mehr und mehr in das Gesetz von Ursache und
Wirkung, und zwar so geschickt und nach einem so raffinierten Plan,
dass kaum einer bemerkte, dass sich die Waagschale mit dem Sündhaften
und Bösen mehr und mehr füllte und senkte.
So
gut wie keiner hat die gut geplanten und aufeinander aufbauenden
Schach- und Winkelzüge der Finsternis durchschaut, weil dahinter eine
Präzisionsarbeit steckt, der eine ungläubige und unwissende Menschheit
nichts entgegenzusetzen hat.
Doch
auch der Himmel plant – und nicht nur das. Er setzt auf der Grundlage
Meiner göttlichen Gesetze, die selbstlose und bedingungslose Liebe sind,
mit Hilfe einer nicht zu überschauenden Anzahl von Geistwesen seine
Pläne auch um. Und da es keine größere Macht und Kraft als die Liebe
gibt und Meine Gesetze fehlerfrei arbeiten, steht der Ausgang dieser
großen Auseinandersetzung schon fest.
Was
es euch schwer bis unmöglich macht, hinter die Kulissen zu schauen und
Zusammenhänge des globalen Geschehens wenigstens in groben Zügen zu
erfassen, ist euer begrenzter Blick auf das Hier und Jetzt. Das gilt
auch im Hinblick auf den Sinn und Zweck eures Erdenlebens; wobei
hinzukommt, dass euer mangelndes Wissen um die Vorgänge bei einer Geburt
und dem, was ihr fälschlicherweise Tod nennt, das Verstehen verhindert.
Und
weil ihr wie Blinde in tiefster Nacht umherirrt, hat es Mein und euer
Gegner so leicht, euch zu gängeln und euch immer tiefer in das Gewirr
von Unsicherheit und Zweifel hineinzuführen, an dessen Ende – wenn
überhaupt – ein oberflächlicher Glaube übrig bleibt, dem schließlich
nicht selten eine Ablehnung alles Göttlich-Geistigen folgt. Auf diese
Weise gelingt es ihm, eure geistige Entwicklung zu unterbinden, was
bedeutet, dass die Seelen bei ihrem Eintritt in die jenseitigen Welten
in Bereichen verbleiben, die noch zum Herrschaftsgebiet Satans und
seinen Dämonen gehören.
Von
Anfang an war es daher das Bestreben der Dunkelmächte, Erkenntnisse
über den Sinn des Erdenlebens und den damit verbundenen Weg zurück ins
Licht zu unterbinden. Dies geschah unter anderem dadurch, dass der
„Wegweiser‟ Meiner Lehre um nur wenige Grade verdreht wurde, was Ich
euch nicht zum ersten Mal offenbare; denn es ist viel einfacher und
effektiver, jemandem einen verdrehten Wegweiser zu präsentieren, der in
die falsche Richtung weist, als zu behaupten: Es gibt keinen Gott!
Die
Verdrehung Meines Lehre-Wegweisers geschah stufenweise in fein
abgestimmten Schritten, und sie war umso effektiver, da sie nicht durch
irgendjemanden erfolgte, sondern durch diejenigen, die sich als
„Stellvertreter Gottes auf Erden‟ bezeichneten und auch heute noch
bezeichnen. Sie konnte unter Androhung ewiger Höllenstrafen in den
Köpfen der Kirchenchristen festgeschrieben werden. Dabei wurde von Mir
ein Bild gezeichnet und nach wie vor aufrechterhalten, das nicht im
Entferntesten etwas mit dem zu tun hat, was Ich in Wirklichkeit Bin:
Allgegenwärtige
und immerwährende Liebe, die eine Schöpfung hervorgebracht hat, die
ewige Entwicklung ist, und die alle Möglichkeiten hat und nutzt, das
wieder in die Einheit zurückzuführen, was durch den Fall vorübergehend
getrennt ist.
Meine
Schöpfung ist unendliche Evolution. Raum und Zeit sind Dimensionen,
sind eure „Wirklichkeiten‟, die nur auf der Materie existieren. Sobald
ihr diese wieder verlasst, wenn und weil sich eure feinstoffliche Seele
von eurem feststofflichen Leib trennt, tretet ihr in Sphären ein, an die
die meisten von euch nicht glauben. Ihr lebt dann außerhalb von Zeit
und Raum. Gemessen an der „Dauer‟, die ihr dort verbringt, ist euer
Dasein auf der Materie nicht mehr als ein Augenaufschlag in der
Ewigkeit. Und doch so unendlich wichtig!
Versucht, als unumstößliche Wahrheit zu erkennen und in eurem Inneren festzuschreiben:
Nichts,
was Ich einmal geschaffen habe und weiterhin ununterbrochen schaffe,
fällt jemals der Vernichtung anheim. Das bedeutet aber auch, dass sich
keine Energie, die durch eine Zuwiderhandlung gegen Mein Liebesgebot
entstanden ist, von alleine wieder auflöst. Und das wiederum heißt:
Alles, ganz egal, wann es „in die Welt‟ gesetzt wurde, existiert noch
und wartet nach einem Rhythmus, den nur Ich kenne und bestimme, darauf,
als Wirkung auszufließen – sofern nicht zuvor durch Erkenntnis, Reue und
Wiedergutmachung eine Umkehr erfolgt ist.
In
Meiner Schöpfung gibt es keinen Stillstand. Alles ist Bewegung, alles
ist Leben aus und in Mir! Nichts anderes lehrte Ich als Jesus von
Nazareth, wenn auch nicht in den Details, die Ich in der Jetztzeit
offenbare, weil das Bewusstsein der Menschen damals für weiter- und
tieferführende Erläuterungen noch nicht reif war.
Nur
mit dem inneren Wissen darum, dass Ich weder etwas zerstöre noch
zunichtemache und auch nicht strafe, kann sich ein Bild in den Herzen
Meiner Menschenkinder verfestigen, das von Meiner bedingungslosen Liebe
kündet. Weil das aber der Finsternis nicht in ihren Plan passte, musste
im Verlaufe der Jahrhunderte ein anderes Bild von Mir gezeichnet und bis
heute aufrechterhalten werden:
Ein
Bild, das zwar einer genaueren Prüfung nicht standhält, weil es in sich
völlig unlogisch ist, das aber dazu diente, den Machtapparat der
Kirchenfürsten einigermaßen zu zementieren. Das gelang unter Androhung
von ewigen Höllenstrafen bei all den Unzähligen, die sich von Meiner
„Nachfolgeorganisation‟ und ihren Ablegern abhängig gemacht hatten und
es heute noch sind – oftmals über viele Inkarnationen, über viele
Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg.
Der alles entscheidende Schritt zur Verfälschung Meiner Lehre war getan, als das Gesetz von Ursache und Wirkung seiner zentralen Rolle beraubt wurde, die es innerhalb des Rückführungsprozesses Meiner Kinder einnimmt.
Zwar steht dieses Grundprinzip heute immer noch in eurer Schrift, aber
es führt ein unbedeutendes Schattendasein und wird ausschließlich in die
Zukunft hinein interpretiert: „Was du heute säst, wirst du morgen
ernten‟ – und das mit Blick auf ein kirchengesetztreues Verhalten, weil
bei gravierenden Verstößen gegen die Kirchenlehren, deren Grundlagen
Meine Wahrheiten sein sollen, nicht endende Höllenqualen die Folge sind.
Die entsprechenden Dogmen sind nach wie vor gültig1), auch heute noch, wenn sie auch aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr in den Vordergrund gestellt werden.
Auf die Idee, wann der Mensch denn das gesät hat, was er heute erntet, kam keiner und kommt keiner mehr …
Die
teuflische Pseudologik funktioniert so: Wenn es keine Ursache für ein
Geschehen gibt, die in der Vergangenheit liegt – was zwangsläufig zu
einer Auffassung führen muss, dass entweder alles zufällig geschieht
oder Ich willkürlich handle –, dann gilt dies auch für den Prozess der
Menschwerdung einschließlich der Seele, ohne die ein Mensch kein Mensch
ist.
Die
Seele, das unsichtbare, feinstoffliche, geistige Wesen, wird also nicht
geleugnet; sie ist im Gegenteil für die Gängelung der Gläubigen äußerst
wichtig, denn von ihrer Beschaffenheit hängt ja das nachtodliche Leben
ab. Die Androhung von Strafen oder Höllenqualen macht daher nur Sinn,
wenn noch „etwas‟ da ist, das die Folgen der Sündhaftigkeit auch
verspüren kann. Das materielle Gebilde, den Menschen, gibt es
schließlich nicht mehr. Es hat seine Aufgabe erfüllt, für eine
Inkarnation der Seele als „Fahrzeug‟ zu dienen. Ohne dieses Fahrzeug
hätte sie keine Möglichkeit, auf und in der Materie zu existieren,
könnte also durch die Erfahrungen, die sie mit einer Inkarnation macht
oder machen sollte, auch nicht in dem erhofften oder gewünschten Maße
reifen.
Eine
Weiterentwicklung im Jenseits ist ohne eine oder mehrere weitere
Inkarnationen nur dann möglich, wenn die Seele nach dem Verlassen ihres
Erdenkörpers in entsprechend lichte und leichte Bereiche im
Feinstofflichen geht, die außerhalb des Machtzugriffs der Finsternis
liegen. Doch selbst dann wählen viele Seelen aus Gründen, auf die Ich
noch zu sprechen komme, erneut einen Weg, der über die Materie führt.
Wie kommt der Mensch nun zu einer, zu seiner Seele? Laut Kirchenlehre wird die Seele bei jeder Zeugung eines Menschen aus dem Nichts von Gott geschaffen.2)
Das bedeutet: Dass zwei Menschen bei einer körperlichen Vereinigung,
die zu einer Schwangerschaft führt, Mich zwingen, eine Seele zu
erschaffen – ob Ich dies nun vorhatte oder wollte oder nicht!
Eure Herzenslogik ist gefragt!
Im
frühen Christentum vertrat einer eurer Kirchenlehrer die Ansicht, dass
die Seele eines Menschen ihre Vergangenheit hat, dass sie bei der Geburt
in den neuen, kleinen Erdenkörper eintritt, diesen einerseits durch
das, was sie mitbringt, prägt und andererseits vom Menschen durch sein
Verhalten ein Leben lang geprägt wird. Beim Sterben verlässt die Seele
den Körper wieder, geht in jenseitige Welten und kann, so dies ihr Wille
und Wunsch ist, nach Rahmenbedingungen, die in Meinem Gesetz festgelegt
sind, bei einer Geburt wieder die Materie betreten.3)
Weil
ein solches Denken und Wissen nicht im Sinne der Gegensatzkräfte war –
denn es hätte die Menschen vieles erkennen lassen und zu einer klaren
Zielsetzung in ihrem Leben geführt –, wurden die Lehren dieses geistigen
Lehrers verurteilt und ihr Glaube daran mit dem Fluch ewiger Verdammnis
belegt.4)
Dass
heute die meisten Angehörigen einer christlichen Kirche nicht an die
körperliche Wiedergeburt glauben, mag euch zeigen, wie effektiv die
Gegenseite arbeitet. Deshalb Meine Frage an diejenigen, die sich
schwertun mit der Anerkennung der Reinkarnation:
Glaubt
ihr deshalb an eine einmalige Inkarnation der Seele, weil die Lehren
eurer Religion dies so vorgeben? Oder seid ihr durch eigenes Nachdenken
zu dieser Ansicht gekommen, weil es euch logischer und gerechter
erscheint als die von Mir vorgesehene Möglichkeit wiederholter
Erdenleben, die in Meiner Gnade und Liebe gegründet ist? Habt ihr die
Stimmigkeit eurer Kirchenlehren überprüft oder sie einfach, wie so
vieles andere, übernommen? Und wenn man euch nun etwas anderes als
Glaubensgut vorgesetzt hätte?
Für
den Fall, dass der eine oder andere bei einer ehrlichen Beantwortung
Meiner Fragen betroffen ist, kann darin ein Zeichen gesehen werden, wie
raffiniert eine Indoktrination vorgenommen werden kann.
Was
vordergründig so aussieht, als ginge es „nur‟ um die Frage:
„Reinkarnation – ja oder nein?‟, hat in Wirklichkeit eine ganz andere,
sehr viel größere Dimension, eine sehr viel weitreichendere Bedeutung,
die kaum geahnt, geschweige denn verstanden wird. Auch daran ist zu
erkennen, wie geschickt und effektiv die Gegensatzkräfte von langer Hand
planen und ihre Pläne auch umsetzen.
Die Situation, in die die Menschheit sich selbst gebracht hat, konnte nur deshalb entstehen, weil a) das Gesetz von Saat und Ernte bei
allem, was gelebt wird, nicht beachtet wurde und wird, und weil b)
nicht bekannt ist, dass und auf welche Weise sowohl die dunkle Seite des
Bösen als auch die helle Seite des Himmels ihre Getreuen immer wieder auf die Erde schicken, um das Verhalten der Menschen und damit verbunden das Schicksal ihres Planeten in ihrem Sinne zu lenken.
Der
Himmel tut dies, indem er den freien Willen der Menschen achtet und mit
Aufklärung, Ermahnung, geistiger Hilfe und durch das Vorbild arbeitet.
Die Dunkelheit geht anders vor: Sie stachelt das Ego der Menschen mit
seinen niederen Instinkten und vielfältigen Facetten an, wobei das
Bedürfnis nach Machtausübung eine wichtige Rolle spielt, und zwar sowohl
in der großen Weltpolitik als auch in den kleinen Parzellen von Ehe,
Familie und Gemeinschaften.
Wenn
ihr anerkennt, dass es den sogenannten Zufall nicht gibt, dann müsst
ihr auch den nächsten sich daraus ergebenden Schritt tun und
akzeptieren, dass jegliches Geschehen eine Aneinanderreihung von
Einzelgeschehnissen und -situationen ist, die das Ganze ausmachen. Das
eine nimmt auf das andere Einfluss, eines baut auf dem anderen auf.
Nichts steht jemals für sich alleine da. Der Anfang, was das Schicksal
der Menschheit betrifft, wurde gemacht durch die Auflehnung gegen Mich,
die zum Engel-sturz und schließlich zur Bildung der Materie führte. Das vorläufige Ende wird die Wiederherstellung der Einheit sein, aber ein wirkliches Ende kann und wird es nicht geben, weil sich in Mir alles ständig weiterentwickelt.
Weil
alles seine Vergangenheit hat, ist es so wichtig, dass ihr lernt, raum-
und zeitübergreifend zu denken. Ansonsten bleibt eure Sicht der Dinge,
die ihr um euch herum wahrnehmt, immer nur bruchstückhaft. Sie können
dann von euch in der Tiefe nicht erfasst werden, was zwangsläufig dazu
führt, dass ihr zu einer vorschnellen und falschen Ansicht oder
Beurteilung kommt. Somit besteht die Gefahr, dass ihr zu einem Spielball
in den Händen eures Gegners werdet.
Das
gilt für alles, was sich vor euren Augen abspielt, und ganz aktuell für
die sich zuspitzende Situation in eurer Welt. Es gilt aber auch
gleichzeitig für die Betrachtung eures Nächsten und dessen Verhalten,
das ihr in aller Regel unüberlegt und falsch interpretiert, weil ihr nur
einen kleinen Ausschnitt eines ewigen Daseins seht ohne die vielen
Stationen, die euren Nächsten mit all seinen Schwächen und Stärken zu
dem haben werden lassen, der er heute ist.
Was für jeden Menschen gilt, auch für euch selbst.
Nicht Ich habe dich so geschaffen, wie du jetzt bist,
sondern du stellst die Summe deiner bisherigen Bemühungen oder
Unterlassungen hinsichtlich Meines Liebesgebotes dar, die sich in der
Regel über mehrere bis viele Inkarnationen erstrecken. Mein Wunsch ist
es, dass du durch deine Entscheidungen und Handlungen und mit Meiner Hilfe diese Inkarnation zu deiner letzten oder zu einer der letzten machst und dann deinen Weg zu Mir im Jenseits fortsetzt, ohne erneut den Planeten Erde zu betreten. Die Bestrebungen Meines und eures Gegenspielers zielen auf genau das Gegenteil ab.
Die
Unterschlagung des Wissens um Mein Heimführungs-Instrument namens „Saat
und Ernte‟ und um die körperliche Wiedergeburt war einer der Schachzüge
des Bösen, der sich in höchstem Maße verheerend auf die geistige
Entwicklung des Menschen und das Wachstum seiner Seele auswirkte. Er hat
maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Waagschale der Menschheit
mit all dem Sündhaften immer mehr füllte und schließlich auf dem Boden
aufschlug. Dabei werden nun – alles im Rahmen Meiner ewigen
Gesetzmäßigkeiten – Abläufe in Gang gesetzt, die einerseits ein bisher
nicht dagewesenes Ausmaß aufweisen werden, die aber dennoch von kaum
jemandem in Verbindung gebracht werden mit einem falschen, weil
lieblosen Verhalten, das seit Menschengedenken praktiziert wird; und
dessen Folgen aus der Vergangenheit nun in die Gegenwart und in die
Zukunft hineinwirken und die vor euch liegende Zeit maßgeblich
gestalten.
Die
vorherrschende Unwissenheit, verbunden mit einer Trägheit im Denken und
der Unwilligkeit, etwas Gewohntes aufzugeben, wird bei den meisten
Menschen Erkenntnisse über Zusammenhänge, die geistiger Natur sind,
nicht zulassen. Die Leugner oder Ignoranten gleichen damit einem
Schüler, der am Ende des Schuljahres fassungslos sein schlechtes Zeugnis
in Händen hält, weil er mangels Aufklärung keine Ahnung davon hatte,
dass er selbst durch unterlassenes Lernen die Saat für die negative
Benotung gelegt hat.
Was,
Meine Söhne und Töchter, war die Absicht der Dunkelheit, als sie diese
Schritte von langer Hand plante und nach und nach durch ihre
Einflussnahme bei Menschen einleitete, die aufgrund ihrer
Seelenbeschaffenheit für ihre Einflüsterungen offen waren? Sie musste
verhindern, dass sich durch das Praktizieren Meiner Liebeslehre die
Seelen so weit entwickeln, dass diese nach ihrem „Tod‟ in
höherschwingenden Sphären ein neues Zuhause finden. Das hätte nach und
nach zu einer Schwächung ihres Machtapparates und schließlich zu seiner
Auflösung bzw. Umwandlung geführt.
Die
Verhinderung, dass das Wissen um das Gesetz von Ursache und Wirkung in
seiner ganzen Bandbreite zum Allgemeingut wurde, brachte es mit sich,
dass die Menschen vor „tausend Fragezeichen‟ standen und stehen. Als
Antworten auf ihre Fragen bekommen sie ein Schulterzucken oder die
lapidare Erklärung, dass keiner in die Geheimnisse Gottes eindringen
kann. Damit war die Türe weit geöffnet für Spekulationen aller Art, für
Wut und Verzweiflung, für eine Abkehr von Mir und die Weigerung, einem
ungerechten Gott Gehorsam zu zollen.
Und
nicht nur das: Wenn eine höhere Macht nicht in der Lage ist, für einen
gerechten Ausgleich zu sorgen und den Täter für sein Tun zur
Rechenschaft zu ziehen, so muss der Mensch selbst Richter spielen, damit
der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Gott schaut ja ganz offensichtlich
tatenlos zu.
Und so verstrickten sich die Menschen immer wieder und immer mehr in ein Gewirr von Schlag und Gegenschlag5),
von Rache und Vergeltung, und setzten – oftmals in gutem Glauben, das
Richtige zu tun – auf eine Zuwiderhandlung gegen Mein Liebesgebot eine
weitere Zuwiderhandlung oben drauf. Und so weiter und so fort ...6)
Wer
nicht oder noch nicht gelernt hat, raum- und zeitübergreifend zu
denken, wird jegliches Geschehen als etwas betrachten, das ohne ein
Davor, also ohne eine Anbindung an irgendwelche Ursachen, für sich
alleine steht.
Meine
Geliebten, keine Energie geht jemals verloren! Nichts renkt sich von
alleine wieder ein! Der Fall ist das beste Beispiel für diese Wahrheit:
Er spielte sich vor unendlich langer Zeit ab, eine Umkehr ist noch nicht
erfolgt, somit ist noch nichts wieder im Reinen. Dieses Prinzip gilt in
Meiner gesamten Schöpfung. Es gilt für jede Auseinandersetzung, für
jede Katastrophe, jedes Unglück, jede schwerwiegende Unstimmigkeit,
einfach für alles.
Ihr
erkennt an Meinen Erklärungen, wie eng und kurz gedacht es ist, wenn
ihr glaubt, das Augenscheinliche richtig beurteilen zu können, was
sowohl für die großen und kleinen Weltgeschehnisse als auch für euren
Nächsten gilt. Die meisten eurer Diskussionen, wer in welcher Situation
Recht oder Unrecht hat, oder wer so oder so reagieren darf oder sollte,
entbehren jeder geistigen Grundlage. Das bedeutet nicht, ein Unrecht als
ein solches nicht erkennen und benennen zu dürfen. Es soll euch jedoch
davor schützen, vorschnell zu glauben, die Wahrheit zu wissen, nur weil
ihr ein Segment, ein winzig kleines von vielen, vor euch habt.
Und
weil Meine Liebe auch die Gerechtigkeit beinhaltet, ergibt sich – auch
wenn es bei nicht wenigen Widerspruch hervorrufen wird –, dass es keine
Ungerechtigkeit geben kann! Es gibt nur Unkenntnis und
Verständnislosigkeit. Es gibt nur Augen und Ohren, die noch gehalten
sind, es gibt offene Fragen, weil euer Bewusstsein in vieles noch nicht
einzudringen vermag, es gibt Antworten, die euch in eurem eigenen
Interesse vorenthalten werden. Aber ein Unrecht in Mir gibt es nicht.
Das
Geschehen auf eurer Erde strebt einem vorläufigen Höhepunkt zu. Dies
wird von den Gegensatzkräften nicht nur abwartend hingenommen, sondern
sie haben alles getan, um einen solchen Prozess zu fördern. Dazu gehört
auch, immer wieder Seelen in die Materie zu schicken, die auf Grund
ihrer charakterlichen Beschaffenheit und ihrer Vergangenheit bestens
dafür geeignet sind, die Interessen des Bösen zu vertreten. Sie sorgen
hier für Unruhe und augenscheinliche Ungerechtigkeit, um auf diese Weise
viele Menschen zum Abfall von ihrem Glauben an Mich und an das Gute zu
bringen und sie aufgrund ihrer Unwissenheit zu einem falschen Verhalten
zu bewegen.
Doch
Ich sprach davon, dass auch der Himmel seine Getreuen auf die Erde
geschickt hat und in eurer jetzigen Zeit verstärkt schickt. In der Regel
ist es so, dass für Seelen, die bereits in lichten feinstofflichen
Bereichen zu Hause sind, keine Notwendigkeit für einen weiteren
Erdengang besteht. Sie können sich auch in ihren Sphären
weiterentwickeln mit dem Ziel, dann schließlich in die Vollkommenheit
der Himmel einzutreten. Und dennoch geschieht es häufig – und zur Zeit
sogar sehr häufig –, dass sich viele Seelen aus Liebe zu ihren
Erdengeschwistern für eine Inkarnation entscheiden, um ihren Beitrag für
den Sieg des Lichtes zu leisten.
Dies
gilt natürlich ebenso für geistige Wesen, die in den reinen Himmeln ihr
Zuhause haben. Sie haben sich, bildlich gesprochen, an die Seite
Christi gestellt, um in der kommenden Zeit mitzuhelfen. Das geschieht
bereits seit langem, nicht erst in eurer Zeit. Sie wissen, sobald sie
inkarniert sind, selbst nicht um ihre Entscheidung und die Heimat, die
sie freiwillig verlassen haben, weil ihre Erinnerung an ihre
Vergangenheit abgedeckt ist. Doch sie tragen neben ihrer Liebe zu Mir
und zu euch ein Licht in sich, das durch Mich immer wieder erneut
angefacht und verstärkt wird.
Die
Anzahl derer, die Mich und euch lieben und aus diesem Grund ins Fleisch
gegangen sind, ist groß, so groß, dass ihr ungläubig staunen würdet,
wenn eure inneren Augen schon schauen könnten.
Sie
sind natürlich der Finsternis ein Dorn im Auge, und sie werden deshalb
besonders oft und geschickt angegriffen mit dem Ziel, ihnen das Leben
schwer zu machen und sie, so das möglich ist, zu Fall zu bringen. Aber
ihnen stehen auf der anderen Seite auch alle Kräfte der Himmel zur
Verfügung.
Ahnst
du es schon, oder weißt du es vielleicht sogar, Mein geliebter Sohn,
Meine geliebte Tochter, was die Beweggründe für deine Inkarnation waren?
Zum
Schluss lege Ich euch noch einmal Meine Bitte ans Herz, die
Bereitschaft zu entwickeln, raum- und zeitübergreifend denken zu lernen.
Dann tun sich neue Horizonte in euch auf, die euch helfen werden,
manches oder vieles künftig in einem anderen Licht zu sehen. Das wird
euer Verstehen fördern und euch davor bewahren, voreilig falsche
Schlüsse zu ziehen oder falsche Entscheidungen zu treffen.... Amen
1) Dogma ist Dogma. Es kann nicht mehr zurückgenommen oder verändert werden, denn es wird als „von Gott geoffenbarter Wille‟ verkündet.
2) Karl Rahner († 30.
3. 1984), einer der führenden Dogmatiker, schrieb dazu: „Grundsätzlich
wird unterstrichen, dass die Seele unmittelbar aus nichts von Gott
geschaffen ist, dass sie daher nicht zur göttlichen Substanz gehört,
auch nie ein vorkörperliches Leben führt ...‟.
3)
Origines, einer der großen Kirchenlehrer (185 – 253): „Jede Seele kommt
in diese Welt gestärkt durch die Siege oder geschwächt durch die
Niederlagen ihres vorangegangenen Lebens. Ihr Platz in dieser Welt ist
bestimmt durch ihre früheren Verdienste oder Versäumnisse.‟
4) Die Lehren des Origines wurde auf dem Konzil von Konstantinopel 553 verurteilt: „„Wer
sagt oder daran festhält, die Menschenseelen hätten ein Vorleben
gehabt, d. h. sie seien zuvor Geister und Gewalten gewesen, sie seien
aber der göttlichen Anschauung satt geworden, hätten sich dem Bösen
zugewandt, seien deswegen in der Liebe Gottes erkaltet, hätten so den
Namen ‚Seelen‘ bekommen und seien zur Strafe dafür in die Körper gebannt
worden, der sei ausgeschlossen.“
5) Jesus
zu Petrus: „Stecke dein Schwert in die Scheide. Denn wer das Schwert
nimmt, der wird durch das Schwert umkommen‟. Nach unserem heutigen
Verstehen: „ … der hält das Rad von Saat und Ernte in Bewegung, indem er
neue Saat legt, die für ihn zu seiner Ernte wird.‟ Unmissverständlicher geht’s nicht.