Mittwoch, 31. März 2021

Das Erlösungswerk Jesu war einmalig....


Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 7649 vom 17.07.1960 ... erhalten durch das Innere Wort.

Das Erlösungswerk Jesu war einmalig....

Das ist Meiner Liebe größtes Werk gewesen, daß Ich für euch am Kreuz gestorben bin. Meine Liebe ist unendlich, und also gilt sie Meinen Geschöpfen immer und ewig, auch wenn sie sich noch von Mir in weitester Entfernung befinden.... Sie verfolgt auch das zutiefst Gesunkene und hilft ihm immer wieder empor zur Höhe. Und sie wird nicht eher ruhen, als bis das Rückführungswerk vollendet ist. Doch die größte Liebe Meinerseits hätte euch nicht wieder annehmen können, wenn ihr nicht zuvor eurer Sündenschuld ledig geworden wäret.... Denn auch die Liebe kann nicht die Gerechtigkeit ausschalten, und es mußte die Schuld zuvor getilgt sein, es mußte dafür Sühne geleistet werden.... eine Sühne, die zu leisten aber das sündig-gewordene Geschöpf nicht fähig war, und wenn Ewigkeiten darüber vergangen wären.... Darum hat Meine Liebe Selbst die Schuld getilgt, indem Sie das Erlösungswerk vollbrachte, zu leiden und zu sterben am Kreuz für die Sünden der Menschheit. Meine Liebe Selbst vollbrachte das Werk und verkörperte Sich dazu in einem Menschen, Der diese Verkörperung in Sich zuließ, weil die Liebe zu Mir und zu Seinen Mitmenschen so stark war, daß Er für sie leiden und sterben wollte.... Ich Selbst, als die "Ewige Liebe", also war in Ihm, in dem Menschen Jesus, Der Sein Blut vergoß für Seine Brüder, um ihre große Sündenschuld zu tilgen.... Es war dies ein einmaliges Erlösungswerk, das in seiner Größe nie zuvor und nicht nachher übertroffen werden kann, denn Ich habe wahrlich den bittersten Tod gewählt, weil die Größe der Schuld unermeßlich war und der größten Leiden und Schmerzen bedurfte, um einen Ausgleich für diese Schuld der Gerechtigkeit gegenüber herzustellen.... Denn wenngleich die Hülle Jesu menschlich war, so war doch die Seele Jesu von oben, was auch erklärt, daß sie im Reiche der Finsternis weit mehr gelitten hat, als ein Mensch sich ausdenken kann, der inmitten der Sünde lebt. Aber Er wollte leiden für Seine gefallenen Brüder, und Ich nahm dieses Opfer an, weil die Liebe in Ihm es bringen wollte und weil Ich niemals der Liebe wehre, wenn sie sich äußern will. Denn die Liebe ist Mein Urelement, und so befand Ich Selbst Mich in dem Menschen Jesus und opferte Mich auf für die Menschheit. Es ist dieses Erbarmungswerk so gewaltig, daß es auch für euch Menschen unfaßbar bleiben wird, solange ihr noch durch das Erdenleben geht, aber ihr werdet es einmal erkennen, was sich durch dieses Erlösungswerk abgespielt hat im geistigen Reich.... ihr werdet es erkennen, wenn ihr selbst werdet in jenes Reich eingegangen sein und wenn ihr dann den Vorgang der Kreuzigung Jesu selbst werdet erleben dürfen, der euch dann überwältigen wird und Lob und Dank singen lässet.... Und jede ausgereifte Seele wird ihn erleben dürfen im geistigen Reich und nun erst erkennen, welche Liebe und Gnade gewaltet hat, daß Ich Selbst in dem Menschen Jesus über die Erde ging. Denn es wurde nun eine Brücke geschlagen von den Menschen zu Mir, die jede Seele betreten darf, die zu Mir kommen will.... Es gibt einen Weg aus dem lichtlosen Reich in das Reich des Lichtes und der Seligkeit.... Und diesen Weg konnte und kann jeder gehen, der zu Mir in Mein Reich gelangen will. Es ist der Weg, den Jesus vorangegangen ist und dem ihr alle nur zu folgen brauchet, um wieder mit Mir vereint zu sein. Es ist also die Sündenschuld getilgt.... Und es wurde dieses Erlösungswerk für alle Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft vollbracht, ein jeder kann Erlösung finden, der ernstlich das letzte Ziel, die Vereinigung mit Mir, anstrebt, denn er wird Vergebung seiner Schuld finden durch Jesus Christus, Der für ihn Sein Leben hingegeben hat, Der mit Seinem Blut den Kaufpreis gezahlt hat für alle Seelen.... Und eine jede "erlöste" Seele wird selbst das Kreuzesopfer erleben dürfen.... Aber niemals wird sich ein solches Erlösungswerk wiederholen.... Denn Jesus starb für alle Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, und das heißt soviel, als daß Meine Liebe sich genügen ließ an diesem Erbarmungswerk.... daß aber der Mensch selbst nun seine eigene Erlösung auch wollen muß, ansonsten für ihn Jesus vergeblich am Kreuz gestorben ist.... Wer nicht zu Jesus Christus findet, der nimmt niemals die Erlösung an, denn sie kann ihm nur durch Ihn gebracht werden.... wer Jesus Christus ablehnet, der lehnt auch Mich ab, und er wird sich nimmermehr mit Mir vereinigen können.... wer Jesus Christus nicht annimmt, der bleibt weiter mit seiner großen Sündenschuld belastet, und ihm sind die Pforten zum Lichtreich verschlossen.... (17.7.1960) Und ihr Menschen der Jetztzeit lebt in der Erlösungsperiode, in der Ich Selbst in Jesus zur Erde gestiegen bin, um eure Schuld zu tilgen, um das große Barmherzigkeitswerk zu vollbringen, das einmalig ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit. Ihr also habt die Gnaden des Erlösungswerkes auswerten können während eures Erdenlebens, und ihr habt noch immer die Möglichkeit, dies zu tun, wenn ihr noch nicht erlöst seid, also Jesus Christus noch nicht um die Vergebung eurer Sünden angegangen seid.... Denn noch bleibt euch kurze Zeit bis zum Ende. Aber unweigerlich müsset ihr Ihn suchen und finden noch in dieser Zeit, wenn ihr nicht verlorengehen wollet für ewige Zeiten, denn es gibt für euch keine andere Erlösung, als daß ihr Ihn anerkennet und Mich Selbst also in Ihm, daß ihr durch euren Willen frei werdet von eurer Urschuld, die einen jeden Menschen belastet, der noch nicht zu Jesus Christus seinen Weg genommen hat. Und darum wird mit vermehrtem Eifer Mein Name in aller Welt gepredigt. Jesus Christus wird verkündet in aller Welt, und wahrlich, die Kraft Seines Namens wird jeder Mensch erfahren dürfen, der an Ihn glaubt und sich Ihm hingibt in diesem Glauben.... Dann wird er leben in Ewigkeit, wenngleich er sein irdisches Leben verlieren wird noch vor dem Ende. Aber der Glaube an Jesus Christus schützet ihn vor dem Untergang, denn keiner kann verlorengehen, der Ihn anerkennt, weil Er für alle Menschen Sein Blut vergossen hat.... für die Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.... Das lasset euch gesagt sein, daß Sein Erlösungswerk ein einmaliges gewesen ist, wie es nie zuvor und niemals nachher stattfinden wird.... Denn Ich Selbst habe Mich im Menschen Jesus am Kreuz geopfert, und Mein Liebewerk ist wahrlich von einer solchen Wirkung gewesen, daß eine Tilgung aller Schuld der Menschheit garantiert ist, und ob diese noch so groß war und ist. Aber die Menschen müssen es wollen, daß sie erlöst werden.... Wider seinen Willen wird kein Mensch gezwungen, die Gnaden Meines Erlösungswerkes anzunehmen.... wider seinen Willen kann keines Menschen Sündenschuld getilgt werden.... Und darum kann auch nicht den Menschen das Los der Neubannung erspart bleiben, die sich nicht freiwillig unter das Kreuz Christi stellen, die nicht Jesus Christus annehmen, die keinen Glauben haben an Mich und Meine übergroße Liebe, die allen Menschen helfen möchte, die in geistiger Not sind. Ich muß sie ihren Weg gehen lassen, der aber einmal gewißlich zum Ziel führen wird.... Ich lasse ihnen volle Freiheit, wie sie aber ihre Freiheit nützen, das ist bestimmend für den Zustand, der sie erwartet, sowie das Ende der Erde gekommen ist. Und Zeit und Stunde dieses Endes ist bestimmt seit Ewigkeit, und es kann auch nicht mehr aufgehalten werden, weil die göttliche Ordnung wiederhergestellt werden muß, die nicht mehr auf dieser Erde herrscht. Aber Ich kann euch nur immer hinweisen auf dieses Ende und euch zu äußerster Seelenarbeit ermahnen.... Und diese besteht in vermehrtem Liebewirken.... Und dann werdet ihr auch Jesus Christus erkennen können als euren Retter und Erlöser, und ihr werdet den Weg nehmen zum Kreuz, und dann könnet ihr auch nicht mehr verlorengehen....

Amen

Kraftzuwendung durch Jesus Christus...


Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 7197 vom 30.10.1958 ... erhalten durch das Innere Wort.

Kraftzuwendung durch Jesus Christus....

Noch traget ihr das Erdenkleid, und das bedeutet auch Kampf, Finsternis und Schwäche, denn erst wenn ihr das Erdenkleid abgelegt habt, könnt ihr von Freiheit sprechen.... sowie ihr überwunden habt, d.h. aus dem Kampf siegreich hervorgegangen seid. Darum wird das Leben für euch ein Kampf bleiben bis zum Ende, nur könnet ihr euch von Mir mehr oder weniger Kraft erbitten, die euch um Jesu Christi willen auch zugeht. Und so wisset ihr, daß ihr selbst euch Stärke und Kraft verschaffen könnt, wenn ihr nur in aller Innigkeit Ihn anrufet, Der als Mensch am Kreuz für euch gestorben ist, um euch die Gnade der Kraftzuwendung zu erwerben. In Ihm bin Ich Selbst zur Erde gekommen, und in Ihm habe Ich Selbst das Erlösungswerk vollbracht.... Ihr bittet also Mich Selbst um Kraft und werdet daher niemals zu versagen brauchen im Kampf gegen die Finsternis. Darum brauchet ihr euch auch nicht zu fürchten, und wenn noch so große Mutlosigkeit euch überfällt. Wenn ihr Mich Selbst anrufet in Jesus Christus, wird der Feind eurer Seele von euch abgedrängt, denn dieser ist es, der in euch die Furcht legen will, der euch abwenden möchte von Mir, um selbst die Gewalt zu behalten über euch. Darum also müsset ihr kämpfen wider ihn, aber dieser Kampf kann schon siegreich ausgefochten sein durch einen Anruf zu Mir im Geist und in der Wahrheit.... Nur innig an Mich zu denken brauchet ihr, nur euch innig Mir zu verbinden und Mir eure innere Not vorzutragen, daß ihr euch schwach fühlet und von Mir Stärkung erbittet.... Und jegliche Schwäche wird von euch abfallen, denn ihr könnet nicht mehr schwach euch fühlen in Meiner Nähe, und Meine Gegenwart ziehet ihr heran eben durch jenen innigen Anruf im Geist und in der Wahrheit. Und mag es nur ein Gedanke sein, aber er wird nicht an Wirkung verfehlen, und bald wird das Schwächegefühl einer inneren Ruhe und Sicherheit weichen, weil Meine Gegenwart nichts Bedrückendes zuläßt, weil ein Sieg sicher ist in jedem Kampf, der mit Mir zusammen ausgefochten wird. Und solange ihr kämpfen müsset, will Ich, daß ihr Mich als Mitstreiter anrufet.... dann aber ist jede Furcht unnötig, jede Schwäche wird behoben sein, und ihr werdet als Sieger hervorgehen, denn Ich Selbst streite mit euch wahrlich siegreich gegen den Feind....

Amen

Sonntag, 28. März 2021

Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes....

 

Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 4484 vom 11.11.1948 ... erhalten durch das Innere Wort.

Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes....

Ihr habt die Gabe, euren Verstand gebrauchen zu können, und sollet diese Gabe auch nützen. In irdischer Beziehung zwingt euch das Leben dazu, und ihr kommt diesem Zwang ohne Widerstreben nach. Es ist für euch eine Selbstverständlichkeit, daß ihr über alles nachdenkt, was in Berührung tritt mit euch, daß ihr forschet und grübelt und also verstandesmäßig euch bereichert an irdischem Wissen. Wenig oder gar nicht aber nützet ihr den Verstand, um geistiges Wissen euch anzueignen aus eigenem innerem Antrieb. Ihr lasset euch wohl solches zutragen von außen und nehmet es an, ohne euren Verstand in Tätigkeit gesetzt zu haben, ohne zu prüfen oder darüber nachzudenken. Ihr verarbeitet es nicht mit dem Verstand, und also nützet ihr diesen nicht, oder ihr mißbrauchet ihn, indem ihr ihn tätig werden lasset zu gänzlich falschen Folgerungen, weil ihr empfangenes Geistesgut annehmet ohne Prüfung. Der euch den Verstand gab, fordert auch Rechenschaft darüber, wie ihr ihn genützt habt. Zahllose Menschen wandeln im Irrtum dahin, weil sie nicht nachdenken über Lehren, die ihnen Anlaß geben sollten zur Prüfung, weil sie einfach unannehmbar sind in der Form, wie sie den Menschen dargeboten werden....

Ihr weiset zwar jede Prüfung mit dem Hinweis zurück, daß ihr als Mensch nicht fähig seid, ein richtiges Urteil zu fällen, und habt auch insofern recht, daß euer Verstand allein dazu nicht ausreichet. Doch immer wieder muß entgegengesetzt werden, daß die Erleuchtung durch den Geist jederzeit angefordert werden kann und auch angefordert werden muß, um schwerste Probleme wahrheitsgemäß zu lösen, und daß Gott dem Ernstlich-Wollenden niemals Seinen Beistand versagen wird. Und so ist es auch dem Menschen möglich, sich Aufklärung zu verschaffen auf Fragen, die der Verstand allein nicht beantworten kann. Desto nötiger aber ist es, Gott dann um Unterstützung zu bitten, wenn der Mensch sich selbst unfähig fühlt, recht zu urteilen. Es ist dies ratsamer, als Lehren anzunehmen, die dem Menschen schwer annehmbar erscheinen, denn was ein Mensch vertreten will als Wahrheit, das muß ihm selbst auch voll und ganz erläutert werden, weshalb die Belehrungen von oben fortgesetzt zur Erde geleitet werden, die Licht bringen in die Dunkelheit des Geistes. Und dunkel ist es überall, wo die Wahrheit verdrängt oder verschleiert wird, wo Irrlehren verbreitet sind und von den Menschen als Wahrheit vertreten werden. Und diese Dunkelheit soll durchbrochen werden vom Licht.... Lüge und Irrtum soll von der Wahrheit verdrängt werden, es soll aufgedeckt werden, wo die Menschen falsch unterrichtet sind, weil nur die Wahrheit zum ewigen Leben führt und weil nur die Wahrheit göttlich, Irrlehren aber Gott-gegnerisch sind....

Und so gilt es, eine Lehre zu beleuchten, die vom Feind der Seelen verworren und gänzlich verbildet sich Eingang verschafft hat unter den Menschen, und zwar deshalb, weil diese die Gabe des Verstandes nicht nützten und ohne Prüfung annahmen, was ihnen dargeboten wurde: die Lehre der Dreieinigkeit Gottes.... Es ist diese Lehre völlig unverständlich, d.h., verstandesmäßig nicht zu fassen und zu begreifen, es ist eine Erklärung der ewigen Gottheit, die darum unannehmbar ist, weil sie widersinnig ist, also der Mensch, so er sich dazu bekennt, nicht mehr nachdenken darf, oder, so er darüber nachdenkt, sich nicht dazu bekennen kann.... (12.11.1948) Die ewige Gottheit in eine engbegrenzte Form bringen zu wollen ist ein Zeichen der Unvollkommenheit der Menschen, die diese Lehre annehmen. Jede Form ist ein engbegrenzter Begriff, das Wesen Gottes aber ist unbegrenzt, weil es etwas überaus Vollkommenes ist. So ist auch etwas höchst Vollkommenes nicht teilbar, denn Vollkommenheit ist ein Zustand des Geistigen, niemals aber kann etwas Geistiges eine Dreiteilung erfahren.... es kann also niemals von einem dreipersönlichen Gott gesprochen werden, weil das ein undenkbarer Begriff ist, der zu völlig falschen Ansichten über das Wesen der Gottheit führt. Gott Vater.... Gott Sohn.... und Gott hl. Geist.... diese Begriffe berechtigen nicht zu der Annahme, daß drei Personen sich als ewige Gottheit zusammenschließen, also diese drei einen Gott bilden, wohingegen die Wesenheit Gottes durch diese drei Begriffe den Menschen verständlich gemacht werden kann, wenn "Vater" als Liebe,  "Sohn" als Weisheit und "Geist" als Kraft erklärt werden.... Und es ist dies auch die allein rechte Erklärung, die der Lehre der Dreieinigkeit Gottes zugrunde liegt, jedoch im Unverständnis dessen in falscher Auslegung die irrige Lehre entstehen ließ, daß drei Personen in einer Gottheit enthalten sind. Der Geist Gottes, der Teilbegriff der Wesenheit Gottes, ist niemals zu personifizieren, er ist nicht in eine Form zu bringen nach menschlichem Begriff, er ist eine unendliche Fülle von Licht und Kraft, die von einem überstarken Liebewillen gelenkt und genützet wird. Das Licht ist Gott.... die Kraft ist Gott.... und der Liebewille ist Gott.... es ist nicht eines ohne das andere, es schließt alles Göttliche diese Dreiheit in Sich; es ist das Zeichen der Vollkommenheit, so Liebe, Weisheit und Kraft einem Wesen innewohnen, und es ist dann zum Ebenbild Gottes geworden. Doch immer ist es nur ein Wesen.... keine Form, sondern etwas Unendliches, Geistiges, das keiner Form bedarf, um zu sein, und das alle Formen sprengen würde, so diese sich nicht vorher vergeistigt hätten, daß sie Liebe, Weisheit und Kraft in Fülle fassen kann, ohne zu vergehen.

Eine solche Form war der Mensch Jesus, Der von Gott ausersehen war, Träger der ganzen Fülle von Liebe, Weisheit und Kraft zu sein, um den Menschen als vorstellbare Gottheit zu dienen, damit sie glauben können an ein Wesen, Das, in höchster Vollkommenheit stehend, doch mit den unvollkommenen Menschen, Seinen Geschöpfen, in Zusammenhang steht. Diese Form war aber nur irdisch, sie stand gewissermaßen nur den mit leiblichen Augen Sehenden zu Gebote, weil der Geist keiner Form bedarf, um doch geschaut werden zu können.... die Vorstellung: Vater, Sohn und hl. Geist als drei getrennte Wessen.... wenn auch unter dem Zusatz: sie sind eins.... ist irreführend, weil dann die Menschen in Gefahr stehen, eine Trennung vorzunehmen, indem sie jede Person einzeln anrufen und dadurch das Bewußtsein von drei Personen verstärken, also das rechte, wahrheitsgemäße Empfinden für einen Gott verlieren, an Den allein sie sich wenden sollen in jeder irdischen und geistigen Not. Selbst der Mensch Jesus, Der auf Erden als Einzelwesen wandelte, um Gott in aller Fülle in Sich aufzunehmen, wurde eins mit Ihm, was Seine Himmelfahrt bezeugte, weil der Körper sich völlig vergeistigt hatte und alle Substanzen sich der ewigen Gottheit angliedern konnten und sonach nicht mehr zwei getrennte Wesen, die vollkommen waren, (12.11.1948) existierten, sondern es war nur eine Gottheit, Die Liebe, Weisheit und Kraft in höchster Vollendung war. Gott Vater, Gott Sohn und Sein Geist, der die ganze Unendlichkeit erfüllt, durch den alles zur Ausführung kommt, was Sein Wille bestimmt. Es ist das Wesen der ewigen Gottheit, das durch diese Begriffe Vater, Sohn und hl. Geist gekennzeichnet wird. Es geht die Weisheit.... der Sohn.... vom Vater der Liebe aus, die alles durchströmende Kraft wirket, was der Vater und der Sohn beschließen. Gott ist allmächtig und überaus weise und liebevoll.... Dieser Begriff ist verständlicher und löst das Problem der dreieinigen Gottheit auf das einfachste, und nur geistig blinde Menschen können diese einfache Lösung nicht fassen oder anerkennen, weil sie irregeleitet sind durch geistig blinde Führer, die unerleuchtet sind und sich auch nicht belehren lassen....  Amen

Kleine Gemeinde am Ende.... Trübsal - Treue....

 

Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 4690 vom 15.07.1949 ... erhalten durch das Innere Wort.

Kleine Gemeinde am Ende.... Trübsal - Treue....

Meine kleine Gemeinde wird Mir treu bleiben bis zum Ende, denn sie umfaßt die rechten Kinder des Vaters, es sind die Meinen, die durch ihre innige Verbindung mit Mir fortgesetzt Kraft empfangen, um auszuharren auch in größter irdischer Not. Es werden die Meinen wohl arg bedrängt werden von den Kindern der Welt, die Meinem Gegner angehören und für ihn gegen die Meinen kämpfen, wie Ich aber auch stets als Streiter neben den Meinen einhergehe und ihnen außergewöhnlich Kraft verleihe, so daß sie nicht besiegt werden können, wenngleich der Kampf überaus schwer ist. Sie haben ein unzerstörbares Schild, das ihnen sicherster Schutz ist.... das Schild des Glaubens, gegen das alle Angriffe erfolglos sind.... Je härter die irdische Not wird, desto zuversichtlicher erwarten sie Meine Hilfe, Mein Kommen von oben und die Errettung aus irdischer Not durch Mich.... sie haben irdisch keinen Schutz mehr und sind allein nur auf Mich, auf ihren Glauben angewiesen, ansonsten sie Mich völlig aufgeben und sich den irdischen Feinden ergeben müßten. Doch nun wird es erkennbar sein, was ein starker Glaube vermag.... In der größten Not werde Ich offensichtlich Hilfe bringen, weil die Meinen fest daran glauben, daß Ich ihnen helfe. Und diesen Glauben lasse Ich nimmermehr zuschanden werden. Und wenngleich die Gegner irdisch hoch im Ansehen stehen, an materiellen Gütern in Fülle haben und macht- und kraftvoll scheinen, es werden die Meinen nicht nach deren Gütern verlangen, sie streben nur noch nach oben, sie verlangen nach Mir und nach geistigen Gütern, sie haben restlos die Materie überwunden und sind daher auch reif für den Aufenthalt im Paradies auf der neuen Erde, der sie entschädigen wird für alles Leid in der letzten Zeit vor dem Ende. Sie haben wahrlich eine Probe zu bestehen, die ihnen reichen Lohn eintragen soll, denn nicht um ihrer selbst willen müssen sie das schwere Leid und die Trübsal am Ende erfahren, sondern um der Mitmenschen willen, die an der Kraft des Glaubens erkennen sollen, welche Einstellung die allein rechte ist, und die noch eine letzte Gelegenheit haben, sich für Mich zu bekennen angesichts des offensichtlichen Wirkens Meinerseits, das ihnen zu denken gibt. Also ist auch die große Trübsal vor dem Ende als ein Erlösungsmittel der irrenden Seelen anzusehen, und darum gilt Meine besondere Liebe denen, die um ihrer Mitmenschen willen ein Kreuz auf sich nehmen und dennoch fest zu Mir halten. Doch daß es für die Meinen erträglich ist, das sei ihnen fest zugesichert, sie werden durchhalten und Mir die Treue bewahren, bis Ich Selbst komme in den Wolken und sie heimhole in Mein Reich.... und alle Not wird beendet sein....  Amen

Freitag, 26. März 2021

"Vergib uns unsere Schuld...."


Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 5428 vom 04.07.1952 ... erhalten durch das Innere Wort.

"Vergib uns unsere Schuld...."

Vergebet einander, wie Ich euch vergebe.... Ihr Menschen lasset noch zu oft Feindschaft walten, ihr könnet noch nicht euren Feinden Liebe geben und ihnen die Schuld vergeben, ihr seid noch erfüllt von Zorn gegen sie, ihr wünschet ihnen nichts Gutes, selbst wenn ihr euch böser Wünsche enthaltet, ihr übet nicht die nötige Geduld und brauset auf, so ihr beleidigt werdet.... und lebt daher noch lange nicht in der Nachfolge Jesu.... Die Liebe ist in euch noch nicht so mächtig geworden, daß sie für einen feindlichen Gedanken keinen Raum mehr lässet.... Ihr sehet nicht den Bruder in eurem Nächsten, ansonsten ihr ihm vergeben würdet und eine Kränkung nicht so schwer empfändet. Und doch soll Ich euch eure Schuld vergeben.... die ihr doch Mir gegenüber ebensofeindselig handelt, ansonsten ihr ohne Schuld wäret.... Meine Liebe zu euch ist übergroß, und die ernste Bitte um Vergebung eurer Schuld lässet euch eurer Schuld ledig werden. Und dennoch muß Ich eine Bedingung daran stellen, daß ihr auch euren Schuldnern vergebet, so ihr Meine Vergebung erlangen wollet.... Ich muß es deshalb tun, weil ihr doch den festen Vorsatz fassen sollet, die Sünde nicht mehr zu tun.... und weil zu diesem Vorsatz auch die Liebe zum Nächsten in euch sein muß, der gegen euch schuldig geworden ist.... Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.... Du sollst ihm keine Sündenschuld nachtragen, denn jeder feindselige Gedanke ist nicht geeignet, Gegenliebe zu erwecken, wohingegen die Liebe, die du deinem Feind erweisest, auch in ihm Regungen erweckt, die positiv zu werten sind.... Jeder ungute Gedanke an einen Menschen wird von bösen Kräften aufgenommen und übertragen auf jenen, und er kann keine gute Wirkung haben, weil Böses nur Böses gebärt und darum stets nur böse erwidert wird, was die Kraft des Bösen rasch vermehrt und darum also negativ wirket. Ihr aber sollet dem Bösen Gutes entgegensetzen, um abzuschwächen und zu wandeln zum Guten, was böse ist.... Ihr sollet gute Gedanken hinaussenden und auch euren Feinden nur Gutes wünschen, weil ihr dadurch die schlechten Kräfte verjaget, weil sich die guten Gedanken erlösend auswirken, also Groll und Haß sänftigen, wieder gute Regungen erwecken und sogar den Feind zum Freund zu wandeln vermögen, weil die Liebekraft stets eine gute Wirkung hat. Darum sollet ihr dann erst Vergebung finden bei Mir, wenn ihr auch euren Schuldnern vergeben habet, denn wie kann Ich milde sein zu euch, die ihr noch streng urteilet und Feinde habet, weil ihr selbst die Feindschaft aufrechterhaltet? Wenn Meine Liebe euch die Schuld vergibt, so lasset auch eure Liebe Nachsicht walten.... Denket im Guten an eure Feinde, vergebet denen, die euch beleidigt haben, lasset immer die Liebe in euch urteilen, und diese wird sicher vergeben wollen, denn wo Liebe ist, kann Haß- und Rachegefühl nicht bestehen, wo Liebe ist, bin Ich Selbst, und Ich urteile wahrlich nicht lieblos, Ich vergebe euch eure Schuld, wie ihr vergebet euren Schuldigern....

Amen

Mittwoch, 24. März 2021

Kraft des Gebetes ...

Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 2919 vom 11.10.1943 ... erhalten durch das Innere Wort.

Kraft des Gebetes ...

Wollet ihr die Erdenlebensprobe bestehen, so nehmet Anteil an allen Nöten und Sorgen eurer Mitmenschen, und verharret im Gebet.... d.h., fordert stets und ständig die Kraft an von oben, ohne die ihr unfähig seid, auch nur das Kleinste zu vollbringen zum Wohlgefallen Gottes.... denn ihr seid schwache Geschöpfe, solange euch die Seelenreife mangelt, ihr verfüget nicht über eigene Kraft, sondern ihr müsset sie erbitten von Gott, Der sie euch wohl anfänglich zugedacht hat, euch aber auch nicht hinderte, als ihr euch selbst dieser Kraft beraubtet. Ihr habt ein Geschenk zurückgewiesen, das euch überaus selig machte, und müsset nun ringen darum, dieses Geschenk wieder zu erhalten. Und darum müsset ihr beten und die Liebe üben, und beides trägt euch Kraft ein, je nach der Innigkeit eures Gebetes und der Tiefe und Uneigennützigkeit eurer Liebe zum Nächsten. Lasset ihr dieses außer acht, so ist euer Ringen auf Erden unsagbar schwer, so ihr nach oben verlangt, oder euch wird die Kraft von dem Gegner Gottes zugeführt, die euch nun zwar ein leichteres Erdenleben einträgt, aber nimmermehr zur Höhe führen kann, sondern unweigerlich dem Abgrund entgegentreibt. Nützet die Kraft des Gebetes.... Bleibet dadurch Gott-verbunden, und öffnet euch Seiner Kraftausstrahlung. Es ist dies von so großer Wichtigkeit und wird doch von den Menschen so wenig erkannt und befolgt. Nur geistige Güter sollt ihr erbitten; die Kraft aus Gott aber ist geistiges Gut, und daher dürfet ihr sie anfordern stets und ständig; und Gott wird euer Gebet nicht unerhört lassen, denn Seine Sorge gilt eurer Vollendung, zu der ihr unbedingt die Kraft benötigt, weil ihr ohne diese schwache Geschöpfe seid, die sich allein nicht helfen können. Und dann werdet ihr auch fähig sein, Werke der Nächstenliebe zu verrichten, ihr werdet getrieben werden von innen, unentwegt Gutes zu tun, euer Herz wird Anteil nehmen an dem Geschick des Nächsten, es wird weich und empfindsam sein für die Not des anderen, und ihr werdet immer hilfsbereit sein und die Not zu lindern versuchen. Geistig und irdisch werdet ihr ihnen Hilfe bringen wollen und es auch können, so ihr die Kraft aus Gott anfordert, die Er euch nicht versagen wird. Denn nur durch Liebeswirken könnt ihr reifen und eure Erdenaufgabe erfüllen. Darum lasset nicht nach im Gebet, bleibet mit Gott in ständiger Verbindung, flehet um Kraft und Stärke für euren Erdenlebenswandel, und übergebet euch vertrauensvoll dem Vater im Himmel, Der Seine Kinder führet durch Leid und Not dem Licht entgegen....

Amen

Gleichgültigkeit der Menschen erfordert härtere Schläge ....

 

Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 6030 vom 21.08.1954 ... erhalten durch das Innere Wort.

Gleichgültigkeit der Menschen erfordert härtere Schläge....

Wie hoffnungslos ist der Zustand zahlloser Menschen auf Erden, weil sie nichts tun, um ihre Seelen zur Reife zu bringen. Ihre Gedanken sind immer nur irdisch gerichtet, und sie erheben sich niemals zur Höhe. Niemals betreten sie das geistige Gebiet, niemals fragen sie sich, weshalb sie auf Erden weilen. Und jeder Unterhaltung darüber weichen sie aus, weil sie nichts wissen wollen als nur das, was ihrem körperlichen Leben nutzbringend erscheint. Und so sind die meisten Menschen auf der Erde gesinnt trotz eifriger Arbeit der Diener Gottes, sie aufzurütteln aus ihrem verkehrten Denken. Überallhin wird das Wort Gottes geleitet, überall ertönen Mahn- und Warnrufe, doch die Menschen verschließen ihre Ohren, denn der Klang aus der Welt berührt sie stärker, und ihm folgen sie willig.... Die stärksten Weltereignisse berühren sie kaum noch, das plötzliche Hinscheiden von Menschen ist ihnen keine Veranlassung zum Nachdenken über die Vergänglichkeit des Irdischen.... Sie hören es und gehen darüber hinweg.... Katastrophen von größtem Ausmaß bringen sie nicht aus ihrer Ruhe, solange sie nicht selbst davon betroffen werden, und die Not der Mitmenschen berührt kaum ihr Herz, daß ihr Hilfswille angeregt würde.... Und es ist dies ein furchtbarer und trostloser Zustand, weil er sich geistig auswirkt.... weil die Seelen der Menschen sich in größter Dunkelheit befinden und schwerlich zum Licht gelangen können, solange sich die Menschen befriedigt fühlen von irdischen Gütern und Genüssen.... Es hat der Satan wahrlich die Macht auf dieser Erde, denn die Menschen selbst haben sie ihm gegeben. Jeder Gedanke gilt nur dem Erreichen weltlicher Ziele, und von früh bis spät schaffen sie für ihren Leib, der aber vergeht. Und ob der Tod auch reiche Ernte hält in ihrer Umgebung.... nur wenige sind davon berührt, weil sie betroffen werden. Und also können die Menschen durch nichts mehr erschreckt und zu einer Willenswandlung bewogen werden, weil alles an ihnen abprallt und keinen Eindruck hinterläßt. Immer leidvoller müssen daher die Ereignisse anstürmen gegen die Menschheit.... immer deutlicher müssen die Hinweise auf die Vergänglichkeit von Leben und Besitz gegeben werden.... immer gewaltiger die Naturelemente aus ihrer Ordnung treten, auf daß die Menschenherzen erschrecken und um den Zweck und die Ursachen dessen fragen, was die Welt in Aufregung stürzt. Und es wird Gott auch solches zulassen, Er wird den Menschen Zeichen senden.... Doch ob sie derer achten, bleibt ihnen selbst überlassen. Er will retten, doch Er wird keinen bestimmen zur Änderung seines Willens.... doch immer wieder eine deutliche Sprache reden, die ein jeder verstehen kann. Es geht die Erde ihrem Ende entgegen, und auch das Wissen darum wird in der Welt verbreitet werden.... Und die der Zeichen achten, werden sich diesem Hinweis nicht verschließen.... sie werden glauben und sich vorbereiten.... Wo aber Finsternis ist, da nützen auch die Zeichen und Hinweise nichts, und die Menschen gehen dem leiblichen und geistigen Tode entgegen aus eigener Schuld....

Amen

Sonntag, 21. März 2021

Der Mensch muß sich entscheiden, wem er folgen will ...

 Aus Liebe zu Gott

Offenbarung vom 21. März 2021

Die Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die göttli­chen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes, der Geduld, der Lie­be und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller Offen­barungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.

Göttliche Offenbarung:

Meine geliebten Söhne und Töchter, es gibt eine Art Zauberformel, an die die meisten von euch aber nicht glauben, oder die sie weit von sich weisen. Sie übertrifft dennoch in ihrer positiven, zum Guten wendenden Wirkung alles, was ihr euch ausdenken könnt, und ihre Umsetzung stellt die Lösung aller Probleme dar. Die einzige Lösung!

Ihr seid gespannt, weil ihr euch so etwas nicht vorstellen könnt? Dann lasst euch überraschen. Es handelt sich um drei einfache Worte: „Ich bin bereit.“

Ich will euch tiefer in das „Geheimnis“ dieser Worte führen, und so ihr Mir folgt, werden nicht weni­ge von euch den Kopf schütteln und sich fragen, warum sie nicht selbst die große Bedeutung erkannt ha­ben, die verankert ist in der Bitte „Dein Wille geschehe“, die im Vaterunser, dem Gebet der Christenheit, täglich Millionen Mal auf der Welt gesprochen wird.

Der fatale Fehler ist: Sie wird nicht aus dem Herzen gesprochen – und ist somit kraftlos –, und vor allem wird das, was aufgrund dieser Bitte dann geschieht, nicht als Mein Wille erkannt, und es wird nicht entsprechend gehandelt. Die höchste Form der geistigen Verwirrung besteht darin, für das Ge­schehen Meines Willens zu beten, und gleichzeitig gegen Meinen Willen zu handeln. Damit ist der Tiefpunkt der seelischen Entwicklung erreicht, nachdem das Bewusstsein zuvor Schritt für Schritt eingeschränkt wurde, was der größte Teil der Menschheit widerstandslos hat geschehen lassen. Auch diejenigen, die sich Christen nennen, oder die das „C“ auf die Fahne ihrer Partei, Gemein­schaft, Kirche oder ihres Vereins geschrieben haben.

Eure Vorstellung von Mir umfasst die Bandbreite von „der liebe Gott“ über „der nicht zu verstehen­de Gott“ bis hin zu der vielfach immer noch vorherrschenden Auffassung vom „strafenden Gott“. Ich aber sage euch: Ich Bin nicht nur ein Gott der Liebe. Ich Bin die Liebe!

Wer in der Lage ist, es zu fassen, der fasse es.

Die Größe Meiner allumfassenden Liebe kann kein Geschöpf jemals erfassen, weder ein himmli­sches Wesen und erst recht nicht ein Mensch. In ihrer unbegreiflichen Weite, Geduld und Toleranz hat Meine Liebe allen Kindern das Geschenk des freien Willens gemacht, sehr wohl wissend, dass damit auch die Gefahr bestand, Missbrauch damit zu treiben. Aber ein Geschenk, das mit Bedingungen ver­knüpft ist, ist kein Geschenk der Freiheit. Dennoch musste Ich eine „Sicherung“ einbauen, um zu ver­hindern, dass ein Wesen – das je nach Entwicklung und geistiger Potenz für euch unvorstellbare Schöp­fungskräfte besitzt –, dem, was Ich geschaffen habe und in alle Ewigkeit schaffen werde, ernsthaften Schaden zufügt.

So schuf Ich das Prinzip von Ursache und Wirkung oder von Saat und Ernte, wie Ich es als Jesus von Nazareth auch nannte, das sicherstellt, dass jede Handlung, die gegen das Gesetz der Liebe gerichtet ist, früher oder später auf den Verursacher zurückfällt. Da alles Energie ist – natürlich auch das im Sinne der Liebe ungesetzmäßige Tun –, und Energie nicht vernichtet werden kann, sondern bis zu ihrer Umwand­lung ihre böse, zerstörerische Kraft behält, harrt alles noch ungesühnte Negative darauf, auszufließen. Zeit und Raum spielen dabei keine Rolle! Der Zeitpunkt, wann die Wirkungen verspürt werden, wann das Ausfließen beginnt, hängt davon ab, wann „das Fass voll ist und überläuft“.

Noch einmal für diejenigen, die Meinen Worten nur schwer Glauben schenken können, weil sie kei­nen unmittelbaren, zeitlichen Zusammenhang sehen zwischen einer einmal ausgebrachten Saat und der darauf folgenden Ernte: Zeit und Raum spielen dabei keine Rolle! Es können zigtausend von Jahren, ja viele Äonen vergehen, bis die Ernte reift. Was ungesühnt ist, das heißt, was noch nicht erkannt, be­reut, wiedergutgemacht oder abgetragen wurde, besteht noch. Wäre es anders, und würde jeder Ur­sache sofort die Wirkung folgen, so entspräche das nicht Meiner Geduld, die in Meiner Liebe gegründet ist und jedem Sünder die Chance zur Selbsterkenntnis und Umkehr einräumt. Bei einer umgehend eintretenden Wirkung würde diese Gnadenzeit der Besinnung fehlen.

So aber warte Ich ab. Ich mahne jedoch, kläre auf, biete Meine Hilfe an, lass Mich als ungerecht be­schimpfen und nehme in Kauf, dass sich Meine Kinder von Mir abwenden – und das alles deshalb, weil es Meinem und eurem Widersacher gelungen ist, Meine Lehre zu verfälschen und das entscheidende Zahnrädchen namens „Saat und Ernte“ aus Meinem reibungslos funktionierenden Schöpfungsuhrwerk herauszunehmen. Damit wurde auch das Wissen von wiederholten Einverleibungen unterdrückt.

Deshalb können die Menschen auch keine grundsätzlichen Zusammenhänge mehr erkennen: Dass näm­lich dann, wenn etwas eintritt, sei es Angenehmes oder Unangenehmes, es zuvor immer etwas gegeben haben muss, das das nun aktuelle Geschehen ausgelöst hat. Details darum zu wissen ist nicht erfor­derlich, es würde euch unter Umständen nur belasten. Es reicht völlig aus zu akzeptieren, dass nichts ohne Grund geschieht, es also keine sogenannten Zufälle gibt. Und dass Ich keinen Fehler mache!

Auf dieser Basis kann ein nicht zu erschütterndes Vertrauensverhältnis zwischen Mir und dir entstehen.

Wahre Liebe ist ohne Gerechtigkeit nicht denkbar. Sie hat stets das Wohl des anderen im Auge. Eltern legen in vielen Fällen, da sie um geistige Gesetze und um die Seele ihres Kindes nicht wissen, den Schwerpunkt ausschließlich auf das äußere Wohl des Kindes. Für Mich bist du ein geistiges Geschöpf Meiner Liebe, das sein Zuhause bei Mir hat und nur vorübergehend in einem menschlichen Körper lebt, den du wieder ablegst, wenn du den letzten Atemzug getan hast. Meine ganze Liebe gilt also der Ent­wicklung deiner Seele, die den „Tod“ überdauert, mit dem Ziel, dich möglichst bald wieder bei Mir zu haben.

Wahre Liebe beinhaltet auch Konsequenzen. Wem diese klare Sprache nicht passt, der setze dafür Folgerichtigkeit oder Schlussfolgerung. Das Ergebnis ist das gleiche. Ohne Konsequenz hätte eine Füh­rung, die die schrittweise Vervollkommnung der Seele zum Ziel hat, keinen Sinn. Da der Mensch es ist, der ein Leben lang lernt – ob er es weiß oder nicht, denn dazu ist eine Inkarnation da –, lernt die Seele indirekt durch die Erfahrungen, die der Mensch macht, und durch die Entscheidungen, die er trifft. Den Maßstab dafür habe Ich euch durch Mein Leben als Jesus gegeben: Gottes- und Nächstenliebe, was die Liebe zu sich selbst einschließt.

Mit eurem Willen und dem daraus resultierenden Tun sagt ihr also ununterbrochen Ja oder Nein zu Meinem Gesetz der Liebe. Das heißt, ihr erfüllt es – so gut es euch schon möglich ist – durch euer Be­mühen, oder ihr ignoriert es und lebt euer eigenes Gesetz. In eure freie Entscheidung greife Ich niemals ein. Wenn ihr das Gefühl habt, nicht mehr frei in eurer Wahl zu sein, weil innere oder äußere Umstände dies nicht zulassen, so deutet dies lediglich darauf hin, dass euer ehemals freier Wille Einschränkungen erfahren hat durch euer Tun oder Lassen in der Vergangenheit; niemals aber durch Mich. Wann immer dies gewesen sein mag, möglicher­weise auch vor langer, langer Zeit.

Trotz der selbst verursachten Reduzierung eurer Willensfreiheit aber steht euch eine Möglichkeit immer offen, auch dann, wenn ihr selbst aus eigener Kraft eine Situation nicht zu ändern vermögt: um Hilfe zu bitten, falls nötig auch mit ei­nem Schrei aus tiefstem Herzen. Einen solchen Schritt kann auch der schlimmste und aggressivste Feind nicht verhindern, der euch natürlich nicht in Richtung Meines Lichtes ziehen lassen will, weil er weiß, dass er dann seinen Einfluss, den er bisher auf euch ausgeübt hat, verlieren wird.

Schreibt es daher, Meine Geliebten, mit Großbuchstaben tief in eure Seele ein: Nichts und niemand kann es dir verwehren, dass du dich an die größte Macht der Schöpfung wendest und darum bit­test, Hilfe zu bekommen; und zwar ganz gleich, wer du bist, wie groß dein Sündenregister auch sein mag, und wie sehr dich Schuldgefühle – oftmals völlig unberechtigt – auch belasten mögen. Es gibt nichts, was Meine Liebe und Barmherzigkeit nicht einzuschließen vermögen. Absolut nichts!

Die Frage ist also nicht, ob du zu Mir kommen kannst, sondern immer nur, ob du es tust!

Was bedeutet dies nun für dich und das, was du daraufhin in deinem Leben erfahren wirst? Und da­mit komme Ich zurück auf die „Zauberformel“, von der Ich zu Anfang sprach.

Zu Mir zu kommen und mit Mir zu reden in der Erkenntnis, in der Situation eines Kindes zu sein, das sich an seinen Vater – oder auch seine Mutter – wendet, heißt nicht mehr und nicht weniger als:

Ich erkenne Dich als die Quelle meines Lebens an, und ich bin bereit, mein künftiges Denken, Reden und Handeln nach Deinem Gesetz der Liebe auszurichten, soweit mir das bei gutem Willen und mit Dei­ner Unterstützung, die ich dann erfahren werde, schon möglich ist.

Das, was dann geschehen wird, hängt von der Ehrlichkeit deiner Hinwendung ab und von der Ernst­haftigkeit deines Wunsches, in deinem Leben etwas im Sinne Meines Liebesgebotes verändern zu wol­len. Worte spielen dabei keine entscheidende Rolle. Tränen und ein Gestotter sind Mir lieber als schön gesetzte Formulierungen. Ich schaue ohnehin auf und in dein Herz. Ich brauche auch keinen Lobpreis und keine Ehrerbietungen. Ich wünsche Mir dich als ein Kind, das Ich künftig in Meinem Gesetz der Liebe führen kann, was bedeutet: nach Meinem heiligen Willen.

Und Mein Wille ist es, dass sich Meine Menschenkinder an Mein Gesetz halten, auch in der harten Realität ihres Alltags; zumindest, dass sie sich ernsthaft darum bemühen. Was nicht immer ganz leicht, manchmal sogar sehr schwer ist. Zu einem scheinbar unbeschwerten Sonntagsspaziergang wurde das Christsein erst, als sich Staat und Kirche vor Jahrhunderten einigten und die Regeln neu schrieben ...

Ihr werdet unschwer festgestellt haben, dass eine solche innere Einstellung etwas anderes ist als ein dahingesprochenes „Dein Wille geschehe“, dem das Herzblut fehlt. Außerdem – und das wird so manchen überraschen – geschieht Mein Wille ohnehin immer und überall, denn er ist nicht auszuhe­beln. Er ist dort im Positiven, im Aufbauenden, im Heilsein oder Heilwerden, im Trost und in der Er­mutigung wirksam, wo Menschen Meinen Willen leben. Wo dies nicht der Fall ist, scheint es oberfläch­lich gesehen oft so, als hätte die Finsternis einen Sieg errungen. Das mag zeitweilig auch im Äußeren so sein; aber da über allem Mein Wille steht, wird Mein Gesetz von Saat und Ernte das bestimmen, was in der Folgezeit dort geschehen wird, wo Mein Liebesgebot mit Füßen getreten wurde.

Die geistige Sicht auf jegliches Geschehen ist immer maßgeblich und schlussendlich die entscheidende, auch wenn es oft auf den ersten Blick anders erscheint. Dieser Schein, Meine Geliebten, trügt.

Die „Großen“ dieser Welt glauben dies nicht. Sie sind die wirklich Unwissenden, die sich in ihrem Hochmut über Mich stellen und sich an dem messen, was sie in ihren Augen als Erfolge und Früchte ihres Intellekts und ihrer Raffinesse einfahren, und mit denen sie einen Großteil Meiner unaufgeklärten Kinder vorübergehend blenden können. Für sie wird es ein böses Erwachen geben. Diejenigen, die sie aus den tiefsten Astralbereichen beeinflussen und führen, leben noch unangefochten und ungefährdet im Schutze ihrer Dunkelheit. Noch – weil Raum und Zeit bei Mir keine Rolle spielen.

Vertrauen zu Mir ist die Grundlage für ein glückliches und sorgenfreies Leben mit Mir. Wenn ihr wissen möchtet, wie es um euer Vertrauen zu Mir bestellt ist, wie groß eure Bereitschaft schon ist, Mich als den Lenker eures Schicksals anzuerkennen und anzunehmen, und – um in einem Bild zu sprechen – ob ihr schon in der Lage seid, in Meinen Zug einzusteigen, ohne Details der Fahrt zu kennen, dann könnt ihr dies auf eine einfache Art und Weise selbst prüfen.

Ich gebe euch dazu einen Hinweis, einen Gedanken, den Ich euch schon früher einmal nahegebracht habe. Und natürlich steht es euch frei, diese kleine Übung zu machen oder nicht. An Meiner Liebe und an Meiner Bereitschaft, euch jederzeit beizustehen, ändert sich durch eure Entscheidung nichts. Es erfordert allerdings eurerseits ein klein wenig Mut, zumindest dann, wenn ihr ehrlich zu euch sein wollt.

Erweitert die Bitte des Vaterunsers um zwei Worte, und ihr lernt – als Momentaufnahme – euch, eu­rer Verhältnis zu Mir, euren Glauben an Mich und euer Vertrauen in Mich richtig einzuschätzen. Schließt die Augen und betet:

„Dein Wille geschehe an mir.“

 ….. Wie auch immer das Ergebnis ausfallen wird oder ausgefallen ist: Seht es positiv und freut euch – vorausgesetzt, ihr seid grundsätzlich bereit, daraus zu lernen. Bei den wenigsten wird ein spontanes Ja ohne Wenn und Aber emporgestiegen sein. Dazu trifft diese Bitte vielleicht doch zu sehr oder zu direkt den Nerv. Wenn euch etwas hat zögern lassen, und wenn ihr wissen möchtet, was es war, dann schaut hinein. Es kann euch nichts geschehen dabei, außer dass ihr durch diese Analyse entdeckt, woran es euch noch mangelt. Und dass ihr vielleicht der einen oder anderen Illusion über euch selbst beraubt werdet. Dann habt ihr die Freiheit zu entscheiden, die erkannten Punkte zu bearbeiten oder nicht.

Wer nicht die Entwicklung seiner selbstlosen Liebe anstrebt, der wird diese Übung nicht machen. Er wird darüber hinweggehen, denn das Resultat würde ja bedeuten, den Eigenwillen, der gegen Meinen Willen steht, aufgeben zu müssen. Es steht jedem frei, so oder so zu handeln. Nur, Meine Söhne und Töchter: Gegen das kompromisslose Gesetz Meiner Liebe zu handeln – egal, ob man das „C“ öffentlich trägt oder auf andere Weise zum Ausdruck bringt – und gleichzeitig zu beten, dass Mein Wille gesche­hen möge, stellt die anfangs erwähnte höchste Form der geistigen Verwirrung dar.

Jede Veränderung, ob im Großen oder im Kleinen, beginnt im Menschen selbst. Da ihr den freien Willen habt, muss Ich – denn Ich handle nicht gegen Mein eigenes Gesetz – mit einer intensiveren Füh­rung warten, die euch schrittweise und weniger leidvoll als bisher wachsen lässt. Hier kommt die Zau­berformel ins Spiel. Wer nach ehrlicher Prüfung seiner Motivation zu Mir sagen kann: „Ich bin bereit“, der übergibt sich Meinem Willen.

Und Mein Wille ist die Lösung für alle Probleme. Ohne Ausnahme. Die Lösung wird nicht immer ohne Schmerzen und Leid vollzogen werden können, nicht für euch als Person und erst recht nicht für die Gesamtheit der Menschen. Alles hängt davon ab, wie tief der Irrweg der Lieblosigkeit den einzelnen oder ganze Gruppen und Völker über Jahrhunderte und Jahrtausende in den Morast der Sünd­haftigkeit hineingezogen hat. Da aber alles wieder zurückfinden muss, gibt es keinen anderen Weg als den, den selbstgeschaffenen Sumpf unter Aufgabe des bisherigen Verhaltens Schritt für Schritt zu verlas­sen; was durch Chaos und Umwälzungen verschiedenster Art eingeleitet und große Verluste mit sich bringen wird. Die Anfänge sind für diejenigen, die sich noch ein klares Denken bewahrt haben, sichtbar.

Sie verstehen auch die Aufforderung: „Begebt euch zu rechten Zeit in die Arche ...“

Wer in dieser Phase noch Meine ausgestreckte Hand ergreift, den werde Ich führen können, auch wenn niemand ganz ohne Blessuren davonkommen wird. Aber diese Beeinträchtigungen werden nichts sein im Verhältnis zu der Schwere, die jene zu tragen haben, die weiterhin uneinsichtig sind und wider Mich, die Liebe, kämpfen.

Der Himmel kennt keine Wartezeiten. Ein Ja zu Mir und Meiner Liebe setzt im gleichen Augenblick un­zählige Zahnrädchen in Meinem Schöpfungsuhrwerk in Bewegung, die sofort alle ineinandergreifend zu arbeiten beginnen. Von nun an Bin Ich der Weichensteller in deinem Leben, das künftig anders verlaufen wird als in der Vergangenheit und nur noch in dem Maße – einem Mindestmaß – vom Gesetz von Saat und Ernte bestimmt wird, wie es als Anstoß zur Erkenntnis und Veränderung zum Guten hin erfor­derlich ist. Wobei Ich bei dem dann folgenden Lernprozess der Freund an deiner Seite bin.

Hast du den Mut, Mir zu sagen: „Ich bin bereit“?

Meine geliebten Söhne und Töchter, es gehört schon ein wenig Mut dazu, diese Entscheidung zu tref­fen. Denn sie rüttelt an einem Grundverständnis: nämlich an der herkömmlichen Auffassung, was Christ­sein wirklich bedeutet. Damit ihr nicht weiter auf dem Weg einer falschen Vorstellung bleibt, der euch stagnieren lässt und vielen gleichzeitig das Gefühl vermittelt, trotzdem alles richtig zu machen und alles zu tun, was einen Christen ausmacht, werde Ich euch mit einer Wahrheit konfrontieren, die bei vielen vehement Widerspruch hervorrufen wird.

Ich sage euch nicht zum ersten Mal, dass Christsein nicht mit einem Sonntagsspaziergang zu vergleichen ist, bei dem man nur nette Menschen trifft, die man freundlich grüßt. Diejenigen, die sich Mir als Jesus von Nazareth anschlossen, weil sie in Mir und in dem, was Ich vorlebte, die Liebe erkannten, wurden verächtlich als die „Sekte des Nazareners“ bezeichnet. Es folgten viele Jahrzehnte der Verfolgung, weil die Finsternis in der kompromisslosen Haltung der Anhänger Meiner Lehre eine große Gefahr erkannte. Nicht zu Unrecht, denn wäre das Liebesgebot so praktiziert worden, wie Ich es lehrte, wäre das gleich­bedeutend mit dem Ende des Bösen gewesen; denn die gelebte Liebe hätte alles Gegensätzliche über kurz oder lang zur Erkenntnis und Reue und damit zur Umkehr veranlasst.

Nachdem Leiden und Tod Meiner Anhänger nicht den gewünschten Erfolg zeitigten, verfiel man auf die Idee, ein Leben als „Christ“ salonfähig zu machen. So konnte jeder der wollte, sein Christsein ein­bauen in sein tägliches Leben, ohne dieses groß Meinem Liebesgebot anpassen zu müssen. Dieser Pro­zess der Verwässerung dauerte Jahrhunderte, und schließlich kam kaum noch einer auf die Idee zu über­legen, ob sein Verhalten auch wirklich Meinem Gebot der Nächstenliebe – das auch die Feindesliebe einschließt – entspricht.

Um die Wahrheit in Meinen Worten zu erkennen, ist es lediglich vonnöten, das Wort „Christ“ durch die viel ehrlichere und aussagekräftigere Bezeichnung „Nachfolger“ zu ersetzen. Wer sich dem innerlich nicht widersetzt und sich noch seine Ehrlichkeit bewahrt hat, kann nur zu einem einzigen Ergebnis kom­men: Jesus Christus nachzufolgen ist etwas anderes, als sich als Christ zu bezeichnen. Beides gleichzei­tig zu tun ist zwar möglich und wurde und wird auch heute noch von Menschen, die Mich wahrhaft lieben und Mir treu sind, gelebt; aber es ist nicht die Regel.

Mir nachzufolgen, so lehrte Ich es als Jesus von Nazareth, bedeutet, den Willen des himmlischen Vaters zu erfüllen. Und dieser Wille lautet: liebe – und sonst nichts. Nachfolge im Alltag kann also gelebt werden, auch ohne dass du Mir einen Namen gibst oder einer der vielen Kirchen oder Religionsgemeinschaften angehörst. Dein Tun ist entscheidend.

Mir nachzufolgen bedeutet, sein Kreuz auf sich zu nehmen, so wie Ich das Kreuz für alle Menschen getragen habe. Die Bibelkundigen unter euch werden dieses Wort sehr wohl kennen. Ob sie sich Gedan­ken darüber gemacht haben, was damit gemeint ist? Und auch über das Wort, dass sie euch verfolgen werden, so wie sie Mich verfolgt haben, geht die Christenheit der westlichen Welt hinweg. Warum? Weil es bei euch keine Christenverfolgung mehr gibt?

Wieder unterschätzt ihr das raffinierte Vorgehen der Gegensatzkräfte. Viel wirksamer als eine offen­sichtliche Unterdrückung ist es, die Gläubigen auf eine Fährte zu locken, auf der sie auch ohne äußere Maßnahmen von dem Weg der Nachfolge abgebracht werden. Das Ergebnis ist entscheidend, der Weg dorthin, die Methode, ist zweitrangig.

Was heißt es, in Meine Nachfolge einzutreten? In erster Linie bedeutet es, seinen Eigenwillen in den Willen des himmlischen Vaters zu legen, indem man sich bemüht, sein Verhalten dem Meinen gleichzusetzen und sich immer wieder hinterfragt, ob das eigene Tun in diesem oder jenem Punkt Meiner Lehre und Meinem Vorbild entspricht. So etwas ernsthaft zu praktizieren ist etwas anderes, als sich „mit der Welt zu arrangieren“ und zu schauen, möglichst ohne anzuecken durch den Tag, durch das Leben zu kommen.

Es geht nicht darum, Meine Geliebten, aufmüpfig zu sein oder gar lauthals Widerstand zu leisten. Es reicht vollkommen aus, in den Punkten, die nicht mit Meiner Liebeslehre übereinstimmen – legt ruhig einen strengen Maßstab an –, nein zu sagen. Und das in dem vollen Bewusstsein, daraufhin mit Nach­teilen, möglicherweise sogar gravierenden, rechnen zu müssen.

In eurer Schrift, die für viele die Grundlage ihres Glaubens ist, findet ihr einen Bericht, in dem es heißt, dass man Gott mehr gehorchen soll als den Menschen. Wer nicht zu schnell über diese Aussage hinweggeht, dem müsste an dieser Stelle eigentlich immer ein großes Ausrufungszeichen vor Augen stehen. Oder auch ein Fragezeichen? Er müsste zumindest gedanklich für einen Moment innehalten – vielleicht wird er auch erschrecken ob der Klarheit des Wortes – und sich fragen, ob er bereit ist, ebenso zu denken, zu reden und zu handeln, wie die Apostel und Jünger es getan haben. Denn das ist ein hoher Anspruch, der höchste überhaupt.

Sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen, bringt dir – egal wie die Antwort ausfällt – in jedem Fall einen großen Gewinn hinsichtlich der Erkenntnis, wie du denkst, wozu du bereit bist und wozu nicht. Ich erwarte nichts von dir. Und ob du anstrebst, diesen Glaubensgrundsatz in deinem Leben schrittweise umzusetzen, oder ob du die Umsetzung für realitätsfremd hältst: Es ändert nichts daran, dass Ich dich unendlich liebe und dich in jeder Beziehung unterstütze, um dir dein Heimkommen zu erleichtern.

Die Hürden, die man aufgebaut hat, um dir zu vermitteln, dass ein solches Handeln nicht zu praktizieren ist, sind sehr hoch. Doch ihre Logik ist eine Pseudo-Logik, die die überlegene Stärke Meiner Hilfe und Führung nicht kennt. Wenn die Scheinargumente Meines Gegners ihre Berechtigung hätten, dann hätte Ich etwas Falsches gelehrt. Wem du Glauben schenkst, liegt in deiner freien Entscheidung.

Wer Mir nachzufolgen versucht, wird nicht umhinkommen, auch in schwierige Situationen zu kommen. Das ist der Preis, den Nachfolger zah­len müssen. Nicht alle, nicht immer, nicht immer in gleichem Maße! Aber dass es nicht möglich ist, Mir so ehrlich wie möglich zu folgen und dennoch unangefochten und oft auch unbeschadet durch die Welt der Finsternis gehen zu können – denn um nichts anderes handelt es sich auf eurer Erde –, haben schon viele erkennen müssen, die Mir ihre Hand gereicht haben und Mir treu geblieben sind.

Es ist der Verlust des Liebgewonnenen, mit dem man euch droht. Oder indem ihr vor Augen gehalten bekommt, was es heißt, lang gepflegte Gewohnheiten aufgeben zu müssen. Es sind Ängste, die man in euch her­aufbeschwört, um eure Entscheidung, in Meiner Nachfolge zu leben, ins Wanken zu bringen.

Seid euch dessen bewusst, Meine Söhne und Töchter. Es war noch nie einfach, Meinem Vorbild zu folgen. Denn es konnte und kann bedeuten, dass man seine Freunde verliert, seine Arbeit, dass sich die Familie entzweit, dass das Leben in Gefahr gerät und vieles mehr. Der Verzicht auf etwas, was nach vielen Jahren einfach zum Leben gehört, wird als eine schwierige, oft unlösbare Aufgabe angesehen. Dabei vergessen viele, dass das, auf was sie verzichten sollen, ihnen zuvor erst schmackhaft gemacht wurde, obwohl es nicht unbedingt für ein glückliches Dasein, bei dem das seelische Voranschreiten im Vordergrund steht, erforderlich ist. So entsteht Bindung, die zu lösen vielen sehr schwerfällt oder unmöglich erscheint.

Wenn ihr wollt, dann macht euch über diesen Aspekt des Christseins Gedanken. Ich sage euch das nicht, um Ängste hervorzurufen, sondern um diejenigen, die Mir aus Liebe nachfolgen wollen, auf die Steine auf­merksam zu machen, die man ihnen, gut vorbereitet und oft von langer Hand geplant, in den Weg zu le­gen versucht. Mit einer immer wieder erneuten Entscheidung, Mir und Meinen Prinzipien dennoch treu zu bleiben, wächst aber auch Meine Kraft in euch. Ihr entwickelt immer mehr ein tiefes Vertrauen in Meine Führung, das schließlich so stark wird, dass euch keine drohenden Nachteile auf Dauer unruhig machen können. Aber ihr solltet wissen, dass beabsichtigt ist, euch solche Nachteile aufzubürden. Wie ihr euch verhalten werdet, hängt unter anderem davon ab, ob ihr den Schwerpunkt auf den Erhalt eures irdischen Lebens legt, oder ob ihr Entscheidungen trefft, bei denen ihr auch euer späteres Leben als geistiges Wesen im Auge habt.

Gekämpft wird immer gegen die, die aus Sicht des Bösen eine Gefahr für sie darstellen. Die Lauen, die Mitläufer, die das „C“ nicht wirklich leben im Sinne einer Nachfolge, bleiben vielfach unbehelligt, weil die Dunkelheit davon ausgeht, dass sie keine ernsthaften Anstrengungen unternehmen und deshalb keine seelisch-großen Sprünge machen werden. Überlegt in diesem Zusammenhang auch – sofern es auf euch zutrifft –, warum ihr so schnell und oft unüberlegt bereit seid, weltlichen Führern zu vertrauen, die durch ihr Handeln oft genug bewiesen haben, dass sie Mein Liebesgebot missachten und somit unter dem Gesetz von Saat und Ernte stehen; dass ihr aber kaum oder wenig in der Lage seid, Mir, der Ich das Leben in euch Bin und euch selbstlos und bedingungslos liebe, das gleiche Vertrauen entgegenzubringen ...

Die Augen zu verschließen und die Worte und Taten derer, die zur Zeit noch das Sagen haben, unge­prüft als Wahrheit anzunehmen, kann euch als Mensch und später eure Seele in Bedrängnis bringen. Es mag sein, dass ein solches Denken in dem Wunsch gegründet ist, dass doch möglichst bald alles wieder gut und so werden möge, wie es zuvor war. Und wenn es so wäre? Würde dann nicht der „alte Trott“ weitergehen wie zuvor? Wäre damit ein Prozess eingeleitet und vollzogen worden, der für eine Aufwärtsentwicklung unabdingbare Voraussetzung ist?

Diejenigen unter euch, die die Schrift in- und auswendig kennen, erinnere Ich an ein weiteres Jesu Wort: „Keiner kommt zum Vater denn durch Mich!“ Es besagt, dass der menschliche Wille in den Willen des Schöpfers gelegt werden muss, wenn die Seele in den Himmel eingehen will. Wie kann dies sicherer und einfacher geschehen als durch die Hingabe: Vater, ich bin bereit!?

Wer sich dazu durchringen kann, der wird nicht wissen wollen, was ihn auf seiner weiteren Reise, bei der Ich sein Führer sein werde, erwartet. Das spielt für ihn kaum eine oder keine Rolle, denn die Liebe hat die Regie in seinem Leben übernommen. Dann werde Ich, wie schon gesagt, für dich der große Weichen­steller. Denn Ich allein weiß, was gut für dich ist – auch für deinen Menschen! –, und was deine Seele sich wünscht und braucht.

Ich erinnere dich an ein Wort, das ihr gebraucht. Es lautet: 

„Gott kann dir deine Hände nur füllen, wenn sie leer sind.“

Du musst also bereit sein, Mir das zu geben, was dein Mensch am liebsten noch halten möchte weil du glaubst, dass davon dein Glück abhängt. Es ist nicht ge­sagt, dass es dir genommen wird. Doch wenn dies der Fall ist, dann geschieht dies so schmerzfrei wie möglich. Du weißt dann auch, dass Größeres und Schö­neres auf dich wartet; etwas, das dir Freude macht und dich entsprechend deinen Fähigkeiten voll zufrie­denstellen wird, ja das dich glücklich sein lässt.

Denn es ist Mein Ziel, dich glücklich zu sehen. Nur so kannst du zu dem Leuchtturm werden, den Ich Mir wünsche, und der auch dem Bild entspricht, das in deiner Seele eingraviert ist. Die einzige Voraus­setzung, damit dies auch gelingen kann, ist die: dass deine Entscheidung in Freiheit und aus Liebe zu Mir getroffen wird. Eine andere Motivation trägt keine Früchte, besonders dann nicht, wenn sie die Angst als Beweggrund hat, äußerlich möglichst unbeschadet durch die sich schon abzeichnenden Wirren der vor euch liegenden Zeit zu kommen.

Kannst du dich aber dafür entscheiden, Mir aus Liebe nachzufolgen, ganz gleich, was das für dich bedeu­ten wird, dann wirst du seelisch wachsen und selbst mehr und mehr zur Liebe werden. Ist dies nicht auch dein Wunsch, Mein geliebter Sohn, Meine geliebte Tochter?

Amen

Weisheit ist geistiges Wissen....

 

Bertha Dudde,  Offenbarung Nr. 3140 vom 30 Mai 1944 ... erhalten durch das Innere Wort.

Weisheit ist geistiges Wissen, das voll und ganz der Wahrheit entspricht. Weisheit ist ein Wissen, das, in seiner ganzen Tiefe erschöpft, die Menschen unsagbar beglückt; sie ist ein Wissen, das nimmermehr widerlegt werden kann, denn der Weisheit hält kein Gegenwissen stand. Und darum muß die Weisheit göttlichen Ursprungs sein, weil nur von Gott allein etwas ausgehen kann, was vollkommen ist und daher nicht bemängelt werden kann. Gott allein kann ein Wissen austeilen, das diesen Anspruch auf Vollkommenheit hat, weil Sein Wesen Selbst Weisheit ist. Menschliches Wissen aber wird immer ein Streitobjekt sein und auch bleiben, denn es wird niemals unantastbar sein, sondern es wird sich ändern, wie sich die Menschen ändern, die das Wissen verstandesmäßig erworben haben. Der Mensch glaubt sich wissend, sowie er seine Forschungen auf einem Gebiete abgeschlossen hat; ob es aber nun das rechte Wissen ist, das der Wahrheit entspricht, ist nicht bewiesen. Irdischerseits kann für weltliches Wissen auch der Beweis gefordert und erbracht werden, dann ist es nicht grundlos, und der Mensch glaubt nun auch mit Recht, wissend zu sein.... Jedoch ist dieses Wissen noch keine Weisheit.... Irdisches Wissen kann durch Forschung erworben werden, geistiges Wissen aber.... die Weisheit.... wird vom Geist Gottes dem Menschen vermittelt, von einer wissenden Kraft, die nicht irren kann und auch niemals irriges Gedankengut weiterleitet. Also es ist die Weisheit die von Gott übermittelte Wahrheit in reinster Form.... Wer die Weisheit von Gott entgegengenommen hat, dem wird das irdische Wissen nicht mehr begehrenswert erscheinen, denn die Weisheit aus Gott steigert ständig sein Verlangen danach, und sie ist dem Menschen nun das köstlichste Gut, das er nicht mehr hingeben mag und das er auch nicht durch irdisches Wissen ersetzen will. Denn der weise Mensch weiß, daß das irdische Wissen keinen Ewigkeitswert hat und daß es auch nicht unwiderlegbar ist; er weiß, daß der Erfolg irdischen Wissens wieder nur irdische Güter, Ehre und Ruhm sind, während die göttliche Weisheit dem Menschen das letzte Ziel ermöglicht.... vollkommen zu werden auf Erden und als Lichtwesen einzugehen in das geistige Reich.... Denn die göttliche Weisheit trägt Kraft in sich, sie erleuchtet den Menschen und macht ihn fähig für eine Arbeit auf Erden, die er im Dienst des Herrn verrichtet.... sie macht ihn fähig, wieder geistiges Wissen auszuteilen und zahllose Seelen zur Erkenntnis zu führen und ihnen den Weg zu weisen zu Gott. Die Weisheit geht von Gott aus und leitet alle Wesen wieder zu Ihm hin, Der die Weisheit Selbst ist....

Amen