(Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Kechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Bertha Dudde, Offenbarung Nr. 2748, erhalten durch das Innere Wort am 21.05.943
Geistige Abhängigkeit ....
Glaubenslehren im Zwang ....
Lohn oder Strafe ....
In geistige Abhängigkeit geraten die
Menschen, so sie sich von Mitmenschen in eine Geistesrichtung
hineindrängen lassen, die von ihnen ein widerspruchsloses Annehmen ihrer
Lehren fordert, die also den Menschen seiner geistigen Freiheit
beraubt. Es soll der Mensch wohl Kenntnis nehmen von ihr, jedoch ohne
Zwang eine jede ihm gebotene Lehre verwerten dürfen, er soll
unbeeinflußt bleiben und sich völlig frei entscheiden für oder gegen
diese Lehre.
Die geistige Freiheit darf nicht angetastet werden, und
in geistiger Freiheit bleibt der Mensch so lange, wie er nach keiner
Richtung hin durch Zwang oder Drohungen beeinflußt wird, sich zu
entscheiden. Sowie ihm zeitliche oder ewige Strafen angedroht werden,
ist seine Entscheidung schon insofern ungünstig beeinflußt, als daß er
sie von Furcht getrieben trifft, und dann ist sie hinfällig vor Gott.
Es soll dem Menschen wohl die Auswirkung des rechten wie
des falschen Erdenwandels vor Augen gestellt werden, doch niemals darf
dafür der Ausdruck Strafe oder Lohn gebraucht werden, sondern es muß ihm
klargemacht werden, daß es in seiner Macht liegt, sich das jenseitige
Leben schön oder unerträglich zu gestalten, daß er selbst also den
Zustand in der Ewigkeit bestimmt durch seinen Lebenswandel, daß er
unvergleichlich Herrliches sich selbst schaffen kann, daß er sich aber
auch selbst ein dürftiges, qualvolles Los bereiten kann durch seinen
Willen, aber niemals sein Los im Jenseits eine von Gott über ihn
verhängte Strafe oder eine Belohnung ist .... denn er soll niemals um
des Lohnes willen zur Höhe streben, wie auch niemals die Furcht vor
Strafe sein Wollen und Handeln bestimmen darf.
Sowie nun aber des Menschen Gedanken so gelenkt werden
durch Glaubenslehren, daß er sein Leben unter einem gewissen Zwang
führt, daß er also vorgeschriebene Handlungen oder auch Liebeswirken nur
ausführt, weil sie ihm gewissermaßen zur Pflicht gemacht werden, weil
deren Unterlassung als Sünde hingestellt wird, die ihm Strafen einträgt
in der Ewigkeit .... wenn er sich durch Ausübung solcher Handlungen
einen Lohn in der Ewigkeit zu erringen sucht, so ist sein Handeln nicht
mehr als freier Wille zu betrachten, es ist der Mensch vielmehr in einer
geistigen Abhängigkeit, die ihn vorschriftsmäßig erfüllen läßt, was aus
eigenem Antrieb, ohne Furcht vor Strafe und ohne Hoffnung auf Lohn
getan werden soll.
Es soll der Mensch immer bedenken, daß er sich in einem
unerlösten Zustand befindet, aus dem er sich frei machen soll und auch
kann, wenn er den Willen dazu hat, daß er selbst sich sein Los in der
Ewigkeit gestaltet, daß niemals aber Gott ihn mit Strafe belegt oder ihn
belohnt für das, was er tun oder lassen soll zu seiner eigenen
Erlösung. Gott läßt dem Menschen vollste Freiheit, und Strafe oder Lohn
wäre schon eine Freiheitsbeschneidung für den Willen des Menschen.
Dieser selbst gestaltet sich sein Los nach seinem Willen, und nur das
soll ihm vor Augen gestellt werden, daß das Erdenleben sich in der
Ewigkeit auswirkt, auf daß er nicht verantwortungslos sein Leben
dahinlebt ....
Wird aber ein geistiger Zwang ausgeübt, dann schaltet
sein freier Wille insofern aus, als daß dieser durch Furcht oder
Hoffnung ersetzt wird und dann die guten Taten nicht als Liebeswirken zu
bewerten sind, denn der völlig freie Wille dazu ist erste Bedingung.
Jede gute Tat soll von Liebe getragen sein, und die Liebe läßt sich
nicht bestimmen weder durch Furcht noch durch Hoffnung auf einen
Vorteil.
Darum soll den Menschen auch nur die Liebe gepredigt
werden, niemals aber Liebeswirken zwangsweise gefordert werden, was aber
der Fall ist, wenn der Mensch durch Androhung von zeitlichen oder
ewigen Strafen bestimmt wird in seinem Handeln und Wollen. Die Liebe ist
nicht durch irgendwelchen Zwang zu erwecken .... sie muß im Herzen sich
entfalten und den Menschen antreiben zu allem, was er denkt und tut,
dann bleibt der Wille frei, und sein Handeln und Denken hat Wert vor
Gott .... Amen

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