Kundgabe Nr.2852 erhalten von Bertha Dudde am 16.08.1943 durch das Innere Wort.
Unbeschreiblich qualvoll ist der
Zustand, den das Geistige in der festen Form ertragen muß, und er ist
auch von endlos langer Dauer. Es ist ein Stadium des Gebundenseins, das
mit Willen kein Wesen auf sich nehmen würde. Doch ihm ist der freie
Wille genommen, und sein Entwicklungsgang ist ihm von Gott bestimmt,
d.h., es ist ein gewisser Mußzustand, gegen den sich das Geistige nicht
auflehnen kann. Und da es ursprünglich frei geschaffen war, empfindet es
jeden Zwang als Qual. Es war vordem ungehindert, es konnte wollen und
ausführen, weil es durch den Willen Dessen, Der es entstehen ließ,
Kraftempfänger war, die es aber in Gott-widrigem Sinne anwandte, also
sie nützte zu Schöpfungen wieder mit Gott entgegengesetztem Willen. Es
sind diese Schöpfungen keine materiellen Dinge, sondern geistige
Schöpfungen, die Gedanken-gleich das geistige Reich durchströmen und
sich Gott-widrig auswirken. Den Einfluß dieser Strömungen spüren wieder
die Wesenheiten, die Gott zustreben, und darum wird das Geistige daran
gehindert, und gleichzeitig wird ihm die Möglichkeit gegeben, seinen
Gott-widrigen Willen zu wandeln. Es wird durch Gottes Willen gebunden in
der festen Form, in einer Hülle, die es nicht durchdringen kann, weil
diese Hülle wieder besteht aus noch härterer geistiger Substanz, die dem
in ihr sich bergenden Geistigen jedes Entfliehen unmöglich macht. Immer
fester umschließt die äußere Hülle nun das ursprünglich freie Geistige
und bedrängt es ungemein, jegliche Kraft ist ihm entzogen, es ist
machtlos diesem Bedrängen preisgegeben, und ob es sich noch so sehr
dagegen aufbäumt.... Unter diesen Qualen beginnt es also seinen
Entwicklungsgang auf Erden, nachdem es zuvor entweder auf Erden einen
solchen erfolglos zurückgelegt hat oder es sich als Schädling im
geistigen Reich erwiesen hat, daß es also das frei über sich bestimmen
sollende Geistige zu beeinflussen suchte zum Abfall von Gott. Dann muß
diesem Geistigen jegliche Willensfreiheit genommen werden, denn jeder
offene Kampf gegen Gott ist eine Sünde, die ihm nun Unfreiheit einträgt.
Sein Wille wird gebunden auf lange Zeit, auf daß es sich langsam Gott
wieder zuwendet, was aber wieder nur die Folge ist von Qualen, denen es
nur entfliehen kann durch einen gewandelten Willen.... durch ein
Unterwerfen unter den göttlichen Willen, indem das Geistige sich bereit
erklärt zu dienen, also seinen Widerstand gegen Gott aufzugeben beginnt.
Nur übergroße Qualen bewirken dieses, und darum ist auch die
qualvollste Außenform noch als ein Gnadenmittel anzusehen, denn sie ist
ein Mittel zur Erlösung, zur aufsteigenden Entwicklung, wenn dies auch
oft lange Zeiten dauert, da alle Perioden eine bestimmte Zeit benötigen,
um das Geistige in ständiger Wandlung bis zum letzten Stadium
fortzubilden, das dann die Verkörperung als Mensch zuläßt, wo der freie
Wille dem Geistigen wieder zurückgegeben wird, den der Mensch nun recht
nützen muß, um jeglicher Außenform ledig zu werden und also auch der
damit verbundenen Qualen.
Amen
Dies ist eine Originalkundgabe von Bertha Dudde
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