Johanne Agerskov,
Wortträgerin in Kopenhagen, Dänemark, um 1900 in einem Gebetskreis unter der
Betreuung von Pastor R. Malling-Hansen. – Vandrer Mod Lysets Forlag Aps,
Kopenhagen 1981. „Dem Licht entgegen“. ISBN 87-87871-72-6.
Wie schon bei Jakob Lorber,
ausführlich bei Bertha Dudde und anderen Boten wird auch hier auf einige
bedeutsame Missverständnisse der Theologen eingegangen. Wegen der
Wichtigkeit sollen hier einige wenige Christusworte von damals zitiert werden.
Jesus Christus:
„Ich spreche zu Dir, der du Gottes und Christi Statthalter auf Erden genannt wirst: Höre Mich! Denn wisse, dass dein und deiner Vorgänger Amt und eure Macht auf falschen Worten beruht! Niemals habe Ich Simon Petrus die ‚Schlüssel zum Himmelreich’ gegeben. Niemals habe Ich ihm gestattet, nach seinem eigenen Ermessen und Gutdünken zu lösen, noch weniger zu binden. Dies sage Ich dir, damit du wissest, dass du nicht der Erbe Simon Petri bist, wie auch keiner deiner Vorgänger es gewesen ist.
Ferner wisse, dass du die
Vergebung der Sünden nicht im Namen unseres Vaters erteilen kannst. Denn was
Menschen wider Gott den Allmächtigen gesündigt haben, kann nur ER allein
vergeben. Und was die Menschen wider einander gesündigt haben, müssen sie
einander selbst zu verzeihen suchen. Daher ist deine Sündenvergebung tot und
machtlos. Auch wisse, dass unser Vater niemals einen Menschen verflucht hat,
noch irgendwann einen Menschen verfluchen wird, wie viel die Menschen auch
wider die göttlichen und die irdischen Gesetze sündigen mögen. Und wenn Gott
nicht verfluchen kann und nicht verfluchen will, wie könnten dann diejenigen,
die Seine Statthalter genannt werden, es tun? Ja, du sollt nicht verfluchen,
weder im Namen Gottes noch im Namen des Simon Petrus! Denn tust du das, so
wirst du das Schicksal vieler deiner Vorgänger teilen, denn sie haben unter den
mächtigen Bannflüchen, die sie ausgeschleudert haben, sehr gelitten! Wahrlich,
Ich sage dir: Du sollst nicht verfluchen, sondern im Namen unseres Vaters
segnen. Und wenn du segnest, so vergiss niemals, unseren Vater von Herzen zu
bitten, den Segen zu bestätigen, auf dass er denjenigen, die Seiner bedürfen,
zum Nutzen gereichen kann. Denn du vermagst die Würdigen von den Unwürdigen
nicht zu unterscheiden. ... ... Umgib dich bei den kirchlichen Festen nicht mit
zu viel Glanz und Pracht, solange es in deiner Gemeinde Männer, Frauen und
Kinder gibt, die ständig um das tägliche Brot betteln müssen und deren Kleider
Schmutz und Lumpen sind. Trachte dagegen, durch die reichen Mittel der Kirche
die tiefe Not und Erbärmlichkeit etwas zu lindern. ... Lehre
die Diener deiner Kirche und alle in deiner Gemeinde, dass es niemandem nützt,
sich in engen Klöstern, hinter dicken Mauern, fern den Versuchungen, vor dem
Kampf und der Mühe des Lebens zu verbergen. Lehre sie, dass alle, die als
Mönche oder Nonnen leben, dass alle, die sich verbergen, und alle, die für
Jahre oder für das Leben in die Einsamkeit fliehen, gesetzwidrig handeln. Denn
alle, die so handeln, befolgen nicht, sondern verstoßen gegen die Gesetze, die
unser Vater für den Aufstieg der Menschheit zum Licht gegeben hat. Denn die
Menschen werden nicht zur Erde gesandt, um der Finsternis zu entfliehen,
sondern um dem Bösen in den unzähligen Formen des Lebens gegenüberzutreten, um
Sünde und Laster zu überwinden und um über die vielen Versuchungen zu s i e g e n.
Lehre sie, dass Gott nicht
fordert und niemals gefordert hat, dass weder Mann noch Frau im ledigen Stande
leben sollen. Denn unser Vater fordert keine widernatürlichen Gelübde von
irgendeinem Menschen....
Ferner lehre sie, dass die
vielen sakramentalen Handlungen eurer Kirche allesamt unnötig und nutzlos sind.
Lehre, dass nur in der tiefen, inbrünstigen Hingabe des Gebetes die Menschen
dem göttlichen Gedanken und Willen begegnen. ...“ Amen

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