DAS 3. TESTAMENT Kapitel 1…
In Erwartung der Wiederkunft Christi
Offenbarungen Jesu Christi ...
Offenbarungen Jesu Christi ...
Einführender Ausblick auf das Heilsgeschehen
Das sagt Der Herr…
Das sagt Der Herr…
1. Im Anfang der Zeiten fehlte es der Welt an Liebe. Die ersten
Menschen waren weit davon entfernt, jene Göttliche Kraft zu fühlen und
zu verstehen – jene Essenz des Geistes, Ursprung alles Geschaffenen.
2. Sie glaubten an Gott, aber sie sprachen Ihm nur Macht und
Gerechtigkeit zu. Die Menschen glaubten die Göttliche Sprache durch die
Elemente der Natur zu begreifen; daher dachten sie, wenn sie diese milde
und friedvoll sahen, dass der Herr mit den Werken der Menschen
einverstanden war; doch wenn die Naturkräfte entfesselt waren, meinten
sie, darin den Zorn Gottes zu erkennen, der sich in dieser Form kundtat.
3. Im Herzen der Menschen hatte sich die Vorstellung eines
furchtbaren Gottes gebildet, welcher Zorn und das Gefühl der Rache in
sich trug. Wenn sie daher glaubten, Gott beleidigt zu haben, boten sie
Ihm Brandopfer und Opfergaben an in der Hoffnung, Ihn zu versöhnen.
4. Ich sage euch, dass jene Opfergaben nicht von der Liebe zu Gott
inspiriert waren: es war die Furcht vor der Göttlichen Gerechtigkeit,
die Angst vor Strafe, die die ersten Völker dazu trieb, ihrem Herrn
Tribute zu entrichten.
5. Den Göttlichen Geist nannten sie einfach Gott, aber niemals Vater oder Meister.
6. Es waren die Patriarchen und ersten Propheten, die dem Menschen
begreiflich zu machen begannen, dass Gott zwar Gerechtigkeit war – ja,
aber vollkommene Gerechtigkeit, dass er vor allem Vater war und als
Vater alle seine Geschöpfe liebte.
7. Schritt für Schritt wanderte die Menschheit langsam auf dem Weg zu
ihrer geistigen Entwicklung und setzte ihre Pilgerreise fort, wechselte
von einem Zeitalter in ein anderes und lernte durch die Offenbarungen,
die Gott seinen Kindern zu allen Zeiten gab, etwas mehr vom Göttlichen
Geheimnis kennen.
8. Dennoch erlangte der Mensch keine volle Erkenntnis der Göttlichen
Liebe; denn er liebte Gott nicht wirklich wie einen Vater, noch
vermochte er in seinem Herzen die Liebe zu fühlen, die sein Herr ihm
allezeit entgegenbrachte
9. Es war notwendig, dass die vollkommene Liebe Mensch wurde, dass
das “Wort” inkarnierte und einen für die Menschen berührbaren und
sichtbaren Körper annahm; damit diese endlich erführen, wie sehr und auf
welche Weise Gott sie liebte.
10. Nicht alle erkannten in Jesus die Gegenwart des Vaters. Wie
sollten sie ihn auch erkennen, da Jesus demütig, mitfühlend und
liebevoll selbst zu denen war, die ihn beleidigten? Sie hielten Gott für
stark und stolz gegenüber seinen Feinden, richtend und furchtbar für
jene, die Ihn beleidigten.
11. Doch ebenso, wie viele jenes Wort ablehnten, glaubten ihm auch
viele – jenem Wort, das bis ins Innerste des Herzens drang. Jene Art,
Leiden und unheilbare Krankheiten nur mit einer Liebkosung, einem Blick
unendlichen Mitleids, mit einem Wort der Hoffnung zu heilen. Jene
Vaterweisung, die die Verheißung einer neuen Welt, eines Lebens voller
Licht und Gerechtigkeit war, konnte aus vielen Herzen nicht mehr
ausgelöscht werden, welche verstanden, dass jener göttliche Mensch die
Wahrheit des Vaters war, die Göttliche Liebe Dessen, den die Menschen
nicht kannten und daher nicht lieben konnten.
12. Der Same jener höchsten Wahrheit war für immer in das Herz der
Menschheit gesät. Christus war der Sämann und er pflegt noch immer seine
Saat. Hernach wird er seine Frucht einbringen und sich immerdar an ihr
erfreuen. Dann wird er in seinem Worte nicht mehr sagen: “Ich habe
Hunger” oder “Ich habe Durst”, denn endlich werden ihn seine Kinder
lieben, wie er sie seit Anbeginn geliebt hat.
13. Wer spricht zu euch über Christus, Jünger? Er selbst.
14. Ich bin es, das “Wort”, das aufs neue zu dir spricht, Menschheit.
Erkennt Mich, zweifelt nicht an meiner Gegenwart wegen der
Unscheinbarkeit, in der Ich Mich zeige. Bei Mir kann es keinen Hochmut
geben.
15. Erkennt Mich an meinem damaligen Lebensweg auf der Welt, erinnert
euch, dass Ich ebenso demütig starb wie Ich geboren worden war und
gelebt hatte. (296, 4 – 16)
Hoffnungen und Erwartungen
16. Nach meinem Scheiden in der “Zweiten Zeit” wurde von Generation
zu Generation meine Wiederkunft erwartet unter denen, die den Glauben an
Mich bewahrten. Von Eltern auf die Kinder wurde die Göttliche
Verheißung weitergegeben, und mein Wort erhielt die Sehnsucht lebendig,
meine Rückkehr zu erleben.
17. Jede Generation glaubte die begnadete zu sein in der Erwartung, dass sich in ihr das Wort ihres Herrn erfüllen würde.
18. So verstrich die Zeit, und auch die Generationen vergingen, und
aus den Herzen wurde meine Verheißung immer mehr verdrängt, und man
vergaß, zu wachen und zu beten. (356,4 – 5)
19. Die Welt ist der Prüfung unterworfen, die Nationen fühlen die
ganze Last meiner Gerechtigkeit, die auf sie fällt, und mein Licht,
meine Stimme, die euch ruft, macht sich in der ganzen Menschheit
fühlbar.
20. Die Menschen fühlen meine Gegenwart, nehmen meinen Universellen
Strahl wahr, der herabfällt und auf ihnen ruht. Sie ahnen Mich, ohne
dies Werk (die Offenbarungen in Mexiko) zu kennen, ohne mein Wort gehört
zu haben, und sie erheben ihre Seelen zu Mir, um Mich zu fragen: “Herr,
in welcher Zeit leben wir? Diese Heimsuchungen und Leiden, die die
Menschen getroffen haben – was bedeuten sie, Vater? Vernimmst Du etwa
nicht das Klagen dieser Welt? Hast Du nicht gesagt, dass Du wiederkommen
würdest? Wann wirst Du denn kommen, o Herr? Und in jeder Glaubensgruppe
und Religionsgemeinschaft erhebt sich der Geist meiner Kinder, und sie
suchen Mich, bitten Mich, fragen Mich und erwarten Mich. (222,29)
21. Die Menschen befragen Mich und sagen Mir: “Herr, wenn Du
existierst, warum offenbarst Du Dich nicht unter uns, obwohl Du zu
andern Zeiten bis in unsere Erdenwelt herabgekommen bist? Warum kommst
Du heute nicht? Ist unsere Gottlosigkeit jetzt so groß, dass sie Dich
hindert, uns zu Hilfe zu kommen? Immer hast Du den Verlorenen, den
“Blinden”, den “Aussätzigen” gesucht – jetzt ist die Welt voll von
ihnen. Erregen wir nicht mehr Dein Mitgefühl?
22. “Du hast zu Deinen Aposteln gesagt, dass Du zu den Menschen
zurückkehren würdest und dass Du Zeichen Deines Kommens geben würdest,
die wir nun zu sehen glauben. Warum zeigst Du uns nicht Dein Angesicht?”
23. Seht, so warten die Menschen auf Mich, ohne zu fühlen, dass Ich
unter ihnen bin. Ich bin vor ihren Augen, und sie sehen Mich nicht; Ich
spreche zu ihnen, und sie hören meine Stimme nicht; und wenn sie Mich
endlich für einen Augenblick schauen, leugnen sie Mich. Aber ich gebe
weiterhin Zeugnis von Mir, und die auf Mich hoffen, werde Ich fernerhin
erwarten.
24. Doch wahrlich, die Zeichen meiner Offenbarung in dieser Zeit sind
groß gewesen, selbst das Blut der Menschen, in Strömen vergossen und
die Erde tränkend, hat die Zeit meiner Gegenwart unter euch als Heiliger
Geist angezeigt. (62,27 – 29)
25. Niemand sollte von meiner Gegenwart überrascht sein. Schon durch
Jesus zeigte Ich euch die Ereignisse an, die meine Kundgebung als Geist
der Wahrheit ankündigen würden. Auch sagte Ich euch, dass mein Kommen im
Geiste geschehen würde, damit niemand materielle Manifestationen
erwarten sollte, die niemals kommen werden.
26. Betrachtet das jüdische Volk, wie es noch immer den Messias
erwartet, ohne dass dieser in der Form kommt, die sie erwarten, weil der
Wahre bereits bei ihnen war und sie Ihn nicht erkannten.
27. Menschheit, willst du meine neue Offenbarung nicht anerkennen, um
Mich weiterhin gemäß deiner Glaubensvorstellung zu erwarten und nicht
dem entsprechend, was Ich dir verhieß? (99,2)
28. Die Welt soll keinen neuen Messias erwarten. So wie Ich
wiederzukommen versprach, habe Ich euch auch wissen lassen, dass mein
Kommen geistig sein würde; doch die Menschen haben sich nie
vorzubereiten verstanden, um Mich zu empfangen.
29. Damals zweifelten die Menschen daran, dass Gott in Jesus
verborgen sein könnte, den sie für einen Menschen wie alle andern
hielten und für so armselig wie nur irgendeinen. Dennoch kamen die
Menschen später in Anbetracht der machtvollen Werke Christi zu der
Überzeugung, dass in jenem Menschen, der auf der Welt geboren wurde,
heranwuchs und starb, das “Wort” Gottes war. Doch in der heutigen Zeit
würden viele Menschen mein Kommen nur dann bejahen, wenn Ich wie in der
Zweiten Zeit als Mensch käme.
30. Die Beweise dafür, dass Ich im Geiste komme und Mich so der
Menschheit kundtue, werden trotz der Zeugnisse nicht von allen anerkannt
werden, denn der Materialismus wird wie eine dunkle Binde vor den Augen
mancher sein.
31. Wie viele möchten Christus noch einmal leiden sehen auf der Welt
und von Ihm ein Wunder empfangen, um an seine Gegenwart oder an sein
Dasein zu glauben. Doch wahrlich, Ich sage euch, auf dieser Erde wird es
keine Krippe mehr geben, die Mich als Menschen geboren werden sieht,
noch ein weiteres Golgatha, das Mich sterben sieht. Nun werden Mich
alle, die zum wahren Leben auferstehen, in ihrem Herzen geboren werden
fühlen, ebenso wie Mich alle, die hartnäckig in der Sünde verharren, in
ihren Herzen werden sterben fühlen. (88,27 – 29)
32. Seht, wie viele Menschen in dieser Zeit die Schriften vergangener
Zeiten erforschen, über die Propheten nachdenken und die Verheißungen
zu erfassen versuchen, die Christus über seine Wiederkunft machte.
33. Hört, wie sie sagen: “Der Meister ist nahe” – “Der Herr ist schon
da”, oder: “Er wird bald kommen”, und hinzufügen: “Die Zeichen seiner
Rückkehr sind klar und offensichtlich.”
34. Die einen suchen und rufen Mich, andere fühlen meine Gegenwart, wieder andere ahnen mein Kommen im Geiste.
35. Ach, wenn doch schon in allen jener Durst nach Erkenntnissen
wäre, wenn doch alle jenes Verlangen nach Kenntnis der höchsten Wahrheit
hätten! (239,68 – 71)
36. Seht, wie die Menschen in allen Konfessionen und Sekten die Zeit,
das Leben und die Geschehnisse durchforschen in der Hoffnung, die
Zeichen zu entdecken, die mein Kommen ankündigen. Es sind Unwissende,
die nicht wissen, dass Ich Mich schon seit langer Zeit kundtue und dass
in Kürze diese Art der Kundgabe enden wird.
37. Aber Ich sage euch auch dies, dass viele von denen, die Mich mit
soviel Sehnsucht erwarten, Mich nicht erkennen würden, wenn sie die Art
und Weise, in der Ich Mich kundtue, miterleben würden, vielmehr würden
sie Mich rundweg ablehnen. (Dies geschiet bereits heute, jeden Tag)
38. Zu ihnen werden nur die Zeugnisse gelangen, und durch diese
werden sie doch noch glauben, dass Ich unter meinen Kindern gewesen bin.
39. Auch ihr habt Mich innerlich mit Ungeduld erwartet; doch ich
wusste, dass ihr Mich erkennen und zu meinen Arbeitern in dieser Zeit
gehören würdet. (255,2 – 4)
Biblische Verheißungen
40. In meiner Offenbarung durch Jesus kündigte Ich euch das Kommen
des Heiligen Geistes an, und die Menschen glaubten, dass es sich um eine
Gottheit handle, die – von ihnen unerkannt – sich in Gott befinde, ohne
begreifen zu können, dass, wenn Ich vom Heiligen Geiste sprach, Ich zu
euch von dem alleinigen Gott sprach, welcher die Zeit vorbereitete, in
der er sich den Menschen über das menschliche Verstandesvermögen kundtun
würde. (8,4)
41. Warum sollte irgend jemand überrascht sein angesichts meiner
neuen Offenbarungen? Wahrlich, Ich sage euch, die Patriarchen der alten
Zeiten hatten bereits Kenntnis vom Kommen dieses Zeitalters, die Seher
anderer Epochen hatten es geschaut und die Propheten kündigten es an. Es
war ein Göttliches Versprechen, das den Menschen gegeben worden war,
lange bevor Ich in Jesus zur Welt kam.
42. Als Ich Meinen Jüngern Mein erneutes Kommen ankündigte und ihnen
die Art und Weise mitteilte, in der Ich Mich den Menschen kundgeben
würde, war schon viel Zeit vergangen, seit euch das Versprechen gegeben
worden war.
43. Jetzt habt ihr den Ablauf jener Zeit vor Augen, hier gehen jene
Prophetien in Erfüllung. Wer kann davon überrascht sein?: Nur die, die
in der Finsternis (Unwissenheit, ohne Erkenntnis) geschlafen oder jene,
die meine Verheißungen in sich ausgelöscht haben. (12,97 – 99)
44. Da Ich wusste, dass ihr euch nur wenig in meine Lehren vertiefen
würdet, und Ich die Irrtümer voraussah, denen ihr bei der Auslegung
meiner Offenbarungen anheimfallen würdet, kündigte Ich euch meine
Rückkehr an, indem Ich euch sagte, dass Ich euch den Geist der Wahrheit
senden würde, damit er viele Geheimnisse aufkläre und euch das
erläutere, was ihr nicht verstanden habt.
45. Denn im Kern meines prophetischen Wortes gab Ich euch bekannt,
dass Ich in dieser Zeit nicht wie auf dem Sinai unter Blitz und Donner
kommen würde, noch dass Ich Mensch würde und meine Liebe und meine Worte
vermenschlichen würde wie in der “Zweiten Zeit”, sondern dass Ich im
Strahl meiner Weisheit zu eurem Geiste kommen würde, euren Verstand mit
dem Lichte der Inspiration überraschen und an den Türen eurer Herzen mit
einer Stimme rufen würde, die euer Geist versteht. Jene Voraussagen und
Verheißungen gehen eben jetzt in Erfüllung.
46. Es genügt, euch ein wenig vorzubereiten, um mein Licht zu schauen
und die Gegenwart meines Geistes zu fühlen – desselben, der euch
ankündigte, dass er kommen würde, euch zu lehren und die Wahrheit zu
enthüllen. (108,22 – 23)
47. Es gibt viele, die aus Furchtsamkeit oder aus Mangel an Fleiß
sich nicht entwickelt haben und nur das Gesetz Moses befolgen, ohne das
Kommen des Messias anzuerkennen, und andere, die, obwohl sie an Jesus
glauben, den verheißenen Tröster-Geist dennoch nicht erwartet haben. Nun
bin Ich zum dritten Mal hernieder gekommen und sie haben Mich nicht
erwartet.
48. Die Engel haben diese Offenbarungen angekündigt, und ihr Ruf hat
den Raum erfüllt. Habt ihr sie erkannt? Es ist die Geistige Welt, die zu
euch gekommen ist, um meine Gegenwart zu bezeugen. Alles, was
geschrieben steht, wird in Erfüllung gehen. Die Zerstörung, die
ausgelöst wurde, wird den Hochmut und die Eitelkeit des Menschen
besiegen, und dieser – demütig geworden – wird Mich suchen und Mich
Vater nennen. (179,38 – 39)
49. Folgendes sagte Ich euch in damaliger Zeit: “Was Ich euch gesagt
habe, ist nicht alles, was Ich euch lehren muss. Damit ihr alles
erfahrt, muss Ich zuerst hinweggehen und euch den Geist der Wahrheit
senden, damit er alles erklärt, was Ich gesagt und getan habe. Ich
verspreche euch den Tröster in den Zeiten der Prüfung.” Doch jener
Tröster, jener Erklärer, bin Ich selbst, der zurückkehrt, um euch zu
erleuchten und euch zu helfen, die vergangenen Unterweisungen und diese
neue zu verstehen, die Ich euch jetzt bringe. (339,26)
50. In der Weisheit ist der Heilbalsam und der Trost, den euer Herz
ersehnt. Deshalb verhieß Ich euch einst den Geist der Wahrheit als Geist
des Trostes. Aber es ist unerlässlich, Glauben zu haben, um nicht auf
dem Wege stehen zu bleiben noch Furcht zu fühlen angesichts der
Prüfungen. (263,10 – 11)
Erfüllte Vorzeichen
51. Wenige sind der Menschen, die die Zeichen dafür erkennen, dass
ein neues Zeitalter angebrochen ist und dass Ich Mich derzeit der
Menschheit geistig offenbare. In ihrer Mehrheit widmen sie ihr Leben und
ihre Bemühungen dem materiellen Fortschritt, und in diesem
rücksichtslosen und zuweilen blutigen Kampfe zur Erlangung ihrer Ziele
leben sie wie Blinde, verlieren sie die Richtung, wissen sie nicht mehr,
was sie erstreben, können sie den hellen Schein der neuen Morgenröte
nicht sehen, nehmen sie die Zeichen nicht wahr und sind weit davon
entfernt, sich die Kenntnis meiner Offenbarungen anzueignen.
52. Diese Menschheit hat mehr an die Lehren und die Worte der
Menschen geglaubt als an die Offenbarungen, die Ich ihr über die Zeiten
hin gewährt habe. Wartet ihr etwa darauf, dass der Vater in seiner
Gerechtigkeit euch noch größere Zeichen schickt als die, die ihr auf
Schritt und Tritt erblickt, damit ihr spürt und glaubt, dass dies die
für meine Kundgebung als Geist der Wahrheit vorausgesagte Zeit ist? Ach
ihr kleingläubigen Menschen! Jetzt werdet ihr begreifen, Jünger, weshalb
Ich euch zuweilen sage, dass meine Stimme in der Wüste ruft, weil es
niemanden gibt, der sie vernimmt und wirklich beachtet. (93, 27 – 28)
53. Damit alle Menschen der Erde der Wahrheit dieser Botschaft
Glauben schenken können, habe Ich bewirkt, dass jene in alten Zeiten
prophezeiten Zeichen auf dem ganzen Erdkreis spürbar waren – Prophetien,
die von meiner Wiederkunft sprachen.
54. Daher werden die Menschen, wenn diese Gute Botschaft zu den
Nationen gelangt, alles erforschen und untersuchen, was in diesen Zeiten
zu ihnen gesprochen wurde, und überrascht und freudig werden sie
entdecken, dass alles, was bezüglich meiner Wiederkunft angekündigt und
verheißen wurde, getreulich in Erfüllung gegangen ist, wie es Jenem
entspricht, der nur einen Willen, ein Wort und ein Gesetz hat. (251,49)
55. In der “Zweiten Zeit” (Zeit Jesu) kündigte Ich meinen Aposteln
meine neue Offenbarung an, und als sie Mich fragten, welche Zeichen jene
Zeit ankündigen würden, kündigte Ich ihnen eines nach dem andern an,
wie auch die Beweise, die Ich ihnen geben würde.
56. Die Vorzeichen sind bis zum letzten erschienen, sie verkündeten,
dass dies die von Jesus vorausgesagte Zeit ist, und nun frage Ich euch:
Wenn diese geistige Kundgebung, an der Ich euch teilhaben lasse, nicht
Wahrheit wäre – warum ist dann Christus nicht (in der von den Gläubigen
erwarteten Form) erschienen, obwohl die Zeichen eintrafen? Oder glaubt
ihr, dass der Versucher auch Macht über die ganze Schöpfung und über die
Naturgewalten hat, um euch zu betrügen?
57. Ich habe euch einst gewarnt, damit ihr nicht der Verführung
falscher Propheten, falscher Christusse und falscher Erlöser erliegt.
Doch heute sage Ich euch, dass der inkarnierte Geist aufgrund seiner
Entwicklung, seiner Erkenntnis und Erfahrung soweit erwacht ist, dass es
nicht leicht ist, ihm Finsternis als Licht anzubieten, soviel Blendwerk
diese auch zur Verfügung hat.
58. Darum habe Ich euch gesagt: Bevor ihr euch diesem Weg in blindem
Glauben überlasst, prüft nach, soviel ihr wollt! Erkennt, dass dies Wort
für alle gegeben worden ist, und dass Ich Mir nie einen Teil davon nur
für bestimmte Menschen vorbehalten habe. Seht, dass es in diesem Werke
keine Bücher gibt, in denen Ich irgendeine Lehre vor euch geheim zu
halten suche.
59. Doch habe Ich euch in jener “Zweiten Zeit” durch den Mund meines
Apostels Johannes auch gesagt: “So jemand meine Stimme hört und die Tür
auftut, werde Ich bei ihm einkehren und das Mahl mit ihm teilen und er
mit Mir.” Ebenso lehrte Ich euch das Gleichnis von den Jungfrauen, damit
ihr es in dieser Zeit beherzigen würdet. (63,79 – 80)
60. Da die Vorzeichen und die Heimsuchungen eingetroffen sind und Ich
weder in der Synagoge noch in irgendeiner Kirche erschienen bin – ahnt
da die Welt nicht, dass Ich Mich gegenwärtig an irgendeinem Ort
offenbaren muss, da Ich nicht gegen mein Wort verstoßen kann? Amen (81,41)

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