Kundgabe Nr.2270 erhalten von Bertha Dudde am 20.03.1942 durch das Innere Wort.
Dem Willen des Stärkeren muß sich
das Schwache fügen und vor seiner Gewalt sich beugen. Doch vor Gott ist
dies nicht recht, denn Er hat keinen der Menschen zum Richten und zum
Herrschen über den Mitmenschen bestimmt außer der Gewalt, die Er über
das Volk als herrschende gesetzt hat, das nicht mehr fähig ist, sich die
göttlichen Gesetze zur Richtschnur zu nehmen. Ein solches Volk benötigt
ein Oberhaupt, das ihm vorschreibt, was es zu tun und zu lassen hat,
und es wird die herrschende Gewalt desto strenger gegen das Volk
vorgehen, je weniger sich dieses an die Gesetze hält, die von Ewigkeit
bestehen und deren Gesetzgeber Gott Selbst ist. Jedoch ist auch dieser
herrschenden Gewalt von Gott aus geboten, in Liebe ihres Amtes zu
walten. Und so sie sich daran hält, wird ihre Regierung gerecht sein und
das Volk so leiten, daß es von selbst wieder zur Zucht und Ordnung
zurückkehrt und eine strenge Regierung nicht mehr benötigt, also auch
von ihr befreit wird. Ist aber das Volk gänzlich lieblos geworden, so
wird es auch eine gänzlich lieblose Oberherrschaft haben, die wieder das
Volk drangsaliert oft bis zur Unerträglichkeit und doch von Gott dies
zugelassen wird, auf daß ein solches Volk noch zum Erkennen komme. Es
ist zwar nicht nach dem göttlichen Willen, daß sich eine Macht
Übergriffe erlaubt, die gegen jegliches Liebesgebot verstoßen. Und
alles, was gegen den göttlichen Willen verstößt, wird auch entsprechend
sich auswirken. Es müssen die Menschen wissen, was recht ist vor Gott,
und sie müssen daher jede Handlung verabscheuen, die deutlich sichtbar
das Wirken einer Gott-gegnerischen Macht erkennen läßt. Sie dürfen nicht
selbst zustimmen oder die Handlungsweise derer gutheißen, sondern sie
müssen dafür Sorge tragen, daß nach Möglichkeit die Lieblosigkeit
verringert wird, sie müssen Sorge tragen, daß der Gott-feindlichen Macht
keine Gelegenheit gegeben wird, ihre Kraft und Macht entfalten zu
können. Also müssen die Menschen sich selbst in der Liebe erziehen, dann
wird auch die strenge Oberherrschaft keine lange Dauer haben, denn Gott
nimmt sie wieder, so sich die Menschen so weit selbst gestalten, daß
sie eine strenge Regierung nicht mehr benötigen. Umgekehrt aber wird der
Druck durch eine irdische Gewalt immer stärker werden, je weniger sich
die Menschen in der Liebe üben, und ein Volk, das gänzlich lieblos
geworden ist, wird schwerlich eine Erleichterung zu erwarten haben. Es
wird sich unter die herrschende Gewalt fügen müssen zu seinem Leidwesen,
denn Lieblosigkeit löst wieder Lieblosigkeit aus, und ein solches Volk
wird schwerlich zur Zucht und Ordnung gelangen....
Amen
Dies ist eine Originalkundgabe von Bertha Dudde
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen