Kundgabe Nr.1939 erhalten von Bertha Dudde am 04.06.1941 durch das Innere Wort.
Der Gang durch das Erdendasein ist
die einzige Möglichkeit, das Wesen so weit zu gestalten, daß es im
Stadium als Mensch Gott erkennen kann und also fähig ist, sich etwas
Wesenhaftes vorzustellen und sich mit diesem Wesenhaften in Verbindung
zu setzen. Diese Fähigkeit muß das Wesen nun auch nützen, um den
Anschluß an Gott herzustellen. Erkennen können und bejahen wollen....
das ist der Zweck des Aufenthaltes des Wesenhaften auf der Erde. Das
erstere ist ein Gnadengeschenk Gottes. Die Gottheit bejahen wollen aber
muß das Wesen als Mensch selbst. Davon kann Gott ihn nimmermehr
entbinden, da sonst der Erdenzweck verfehlt wäre, der ja in dem
Tätigwerden des Willens besteht. Die Erkenntnis des Ursprungs und des
Zieles aber läßt auch den Willen tätig werden, folglich ist die Gnade
Gottes wohl indirekt dem Menschen behilflich, auch zum Wollen Willen....
der geringste Widerstand dessen aber macht die göttliche Gnade
unwirksam, und Widerstand ist verkehrter Wille. Der Wille wird sich in
der Verkörperung als Mensch immer äußern, nur oft umgekehrt, d.h. in
Gott-entgegengesetztem Sinn, obgleich alles, was den Menschen umgibt,
Zeugnis ablegt vom göttlichen Schöpfer und dies also genügen müßte, auch
den Willen in rechter Weise tätig werden zu lassen. Würde die Gnade
Gottes auch diesen Willen richten in göttlicher Ordnung, dann wäre die
Welt erlöst, denn es gäbe dann wahrlich kein Wesen mehr, dem die
göttliche Liebe diese Gnade nicht zuwenden möchte. Es müßten also alle
Menschen während des Erdendaseins zur Erkenntnis kommen, und es müßten
alle Menschen zu Gott streben.... Oder aber es müßte Gott die übergroße
Liebe und Barmherzigkeit abgesprochen werden, so Er das eine oder das
andere Wesen fallenließe, sie also nicht zum rechten Wollen veranlassen
würde. Es entstehen oft solche irrigen Ansichten unter den Menschen, und
weit schwerer ist es, einen solchen Irrtum aus der Welt zu schaffen,
als ihn in der Welt zu verbreiten. Um aber Gott erkennen zu können, muß
unbedingt die Lüge, der Irrtum, ausgeschieden werden, denn ein
verwirrtes Denken des Menschen trägt nicht dazu bei, den Willen zu Gott
zu richten. Gott muß als unendlich liebevoll, weise und allmächtig
erkannt werden, dann erst ist der Glaube vorhanden, dann erst wird die
Liebe zu diesem höchst vollkommenen Wesen rege und aus dieser Liebe
heraus auch die Liebe zu Dessen Geschöpfen. Dann steht der Mensch im
rechten Erkennen und Willen zu Gott aus eigenem Antrieb, und dann erst
kann er sich restlos erlösen aus der Gebundenheit, die Folge seines
verkehrten Willens war....
Amen
Dies ist eine Originalkundgabe von Bertha Dudde
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