Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Kechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Bertha Dudde, Offenbarung Nr. 0577, erhalten durch das Innere Wort am 10.09.1938
Seele wählt ihren Aufenthaltsort als Mensch selbst .... Menschen als schaffende Macht ....
Endlos lang ist der Weg, den die Seele zu gehen hat, bevor
sie im Reifezustand der Nähe des Herrn würdig ist. Ungeachtet dessen
aber nimmt die Seele doch dieses Los auf sich, zuerst zwar ohne eigenen
Willen, nur dem Willen Gottes gehorchend, doch vor der Geburt des
Menschen wählt sie sich doch ihren Aufenthaltsort aus in freier und
klarer Erkenntnis, in welcher Umgebung sie ihren Reifezustand am ehesten
erreichen kann. Es ist zwar dies auch eine Anordnung von Gott, der sie
sich aber mit vollem Willen unterzieht, und ohne Zögern sie nun den Weg
beschreitet, der ihr endgültige Befreiung aus der starren Form, der
Materie, bringt, und das in einer Zeit, die sie selbst bestimmen kann
.... je nachdem sie ihre Erdenaufgabe erfüllt. In unbeschreiblichem
Ausmaß bietet sich ihr nun die Gelegenheit, nur der Befreiung von ihrer
letzten Hülle zu leben .... Sie braucht nur zu wollen und sich den
Anordnungen Gottes zu fügen, denen sie sich auch kraft ihres freien
Willens widersetzen kann. Und ihr Zustand wird immer lichter und reiner
und geht der Vergeistigung entgegen. Wo sich nun der Seele ein
Widerstand entgegensetzt, bleibt die Hilfe Gottes nicht aus, indem ihr
Wille gestärkt wird, der nach oben verlangt. Nur völlig Unwilligen ....
die nicht den geringsten Willen haben, nach oben zu gelangen .... kann
diese Kraft nicht zugehen, da diese aus der Liebe zu Gott entspringt
.... die Liebe zu Gott aber auch den Willen auslöst, Ihm näherzukommen
.... So braucht nur immer der Mensch die Größe, Allmacht und Güte Gottes
erkennen, dann wird auch die Liebe in ihm wurzeln und diese wieder den
festen Willen erzeugen, emporzugelangen in die Nähe des himmlischen
Vaters. So werden alle Bemühungen der jenseitigen Welt immer zuerst
dahin gehen, daß dem Erdenkind das Wunder der Schöpfung anschaulich wird
.... und es durch diese in lebendige Fühlungnahme mit dem Schöpfer
tritt, dann wird eine tiefe Ehrfurcht den Menschen erfassen, und immer
eingehender wird ihn die Schöpfung belehren .... Denn alles in der Welt
geschieht nur des Menschen wegen und ist nur des Menschen wegen da ....
So ist auch die ewige Gottheit jederzeit bereit, das Erdenkind am
Schöpfungswerk teilnehmen zu lassen, denn Sie gab dem Menschen in
kleinem Maß ebenfalls die Macht, zu schaffen auf Erden und Dinge
entstehen zu lassen .... und diese Macht sollte den unwissenden Menschen
schon erkennen lassen, in welchem Verhältnis er zu dem göttlichen
Schöpfer steht, daß er im Kleinsten das gleiche ist wie die ewige
Urkraft, von Der er ausgegangen ist. Die Schaffenskraft ist einem jeden
Menschen eigen, auch dem nicht Erkennenden. Ein jeder verfügt über ein
anderes Können und kann sich so auf der Erde völlig selbständig
betätigen, teils selbst erzeugend .... teils Ursache und Wirkung
ergründend und dem Schaffenden sein Wissen nutzbar machend. So wohnt in
jedem Menschen die göttliche Kraft, nur wie er sie nützet, liegt ihm
selbst ob. Das Vorhandensein der Gotteskraft im Menschen sollte zur
Erkenntnis führen, wessen Schöpfung er eigentlich ist. Doch wer blind an
allem Wunderbaren vorübergeht und in Selbstüberhebung glaubt, sich
selbst auf die Stufe im Erdendasein gestellt zu haben durch eigene
Kraft, dessen Seele muß den Weg der Verkörperung oder der Unfreiheit
noch lange gehen, denn die Materie wird sie gefangenhalten, bis sie
erkannt hat. Gott stellt den Menschen immer vor neue Fragen, Ereignisse
und Entscheidungen, und unzählige Möglichkeiten sind ihm gegeben, wo er
den Anschluß finden kann an die Ewigkeit, an den himmlischen Vater. Wenn
er in seiner Schwäche erkennen muß, daß seine Macht allein nicht mehr
genügt .... Aller Widerstand müßte dann gebrochen sein, wenn der Mensch
seinen Willen demütig beugen möchte vor Dem, Dem alle Macht zusteht ....
Die grenzenlose Selbstliebe der Menschen ist es, die den Weg zum Vater
so schwer finden läßt .... immer will der Mensch sich selbst zum
Mittelpunkt machen, und alles um ihn soll ihm dienen zur Erfüllung
seiner Wünsche. Anstatt daß er dienet mit allem, was sein ist, dem Herrn
und Schöpfer des Himmels und der Erde .... Solches wird ihm höheren
Lohn eintragen dereinst, als er je mit aller Anstrengung auf Erden
erringen kann, und wird ihn wieder in den Urzustand versetzen, der ihn
frei macht und unendlich glücklich bis in alle Ewigkeit .... Amen

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