Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in denen wir bereits leben).
Bertha Dudde, Offenbarung Nr. 3272, erhalten durch das Innere Wort am 27.09.1944
Gebot der Nächstenliebe .... Eigenliebe ....
Durch das Gebot der Nächstenliebe soll der Eigenliebe
Einhalt geboten werden, denn diese ist der Seele Tod. Sich selbst lieben
darf der Mensch nur in geringen Graden, d.h., er soll mit dem
Gnadengeschenk Gottes wohl insofern achtsam umgehen, als daß er sein
Leben schützet vor mutwilligem Schaden und alles tut, was dieses Leben
erhält, weil es ihm nicht zwecklos gegeben ist. Sowie er jedoch sich
selbst im Übermaß liebt, erfüllet er nicht seinen eigentlichen
Erdenlebenszweck, denn Eigenliebe veredelt den Menschen nicht, sondern
sie zieht ihn herab. Die Nächstenliebe aber muß unweigerlich die
Eigenliebe verringern, und zwar im gleichen Maß, wie die Liebe am
Nächsten ausgeübt wird. Und da der Mensch die Möglichkeit hat, in
umfangreichster Weise die Nächstenliebe zu üben, wird er die Eigenliebe
bald ums Vielfache übertreffen können, jedoch immer gehört eine
Überwindung dazu, dem Nächsten Gutes zu tun, wenn die Liebe im Herzen
des Menschen noch nicht zur hellen Flamme entfacht ist. Und darum hat
Gott das Gebot der Nächstenliebe gegeben, denn der Mensch, der die Liebe
in sich hat, bedarf des Gebotes nicht. Wo aber die Eigenliebe noch
überwiegt, muß der Mensch durch die Gebote angeregt werden, gegen
erstere anzukämpfen, er muß gewissermaßen erst daran gewöhnt werden,
sich selbst weniger zu beachten um der Mitmenschen willen. Zwingt er
sich selbst zu werktätiger Nächstenliebe, wenn auch anfangs ohne inneren
Trieb, so wird doch bald die Liebe in ihm sich entzünden, und er
verrichtet dann die Werke der Liebe aus innerem Antrieb, zu helfen und
zu erfreuen .... Und dann verringert sich die Eigenliebe, und doch tut
er an sich das größte Liebeswerk, denn er rettet seine Seele doch ohne
eigennützige Gedanken, denn er übt die Liebe um der Liebe und des Guten
willen .... Und also wächst auch in ihm die Liebe zu Gott, die in der
Liebe zum Nächsten zum Ausdruck kommt .... Denn Gott lieben aus ganzem
Herzen heißt Seine Gebote halten, und Seine Gebote fordern Liebe ....
Liebe zu allem, was Gott geschaffen hat, jedoch in uneigennütziger
Weise, denn die Ichliebe suchet nur den Eigennutzen und ist sonach keine
göttliche Liebe. Und so der Mensch die Ichliebe nicht bekämpfet, wird
er ständig rückwärtsgehen in der Entwicklung, denn die göttliche Liebe
bleibt ihm dann fremd, diese allein aber bringt ihm Erlösung. Die
Ichliebe will alles besitzen, jedoch sie suchet nur irdische Güter und
hindert sonach die seelische Entwicklung, denn nur der Gebende wird auch
empfangen dürfen. Wer sich selbst aber mehr liebt als den Nächsten, der
wird nichts austeilen wollen und daher auch nichts empfangen können. Da
aber Gott ausmesset dem Gebewillen des Menschen entsprechend, so muß
dieser durch Gebote vorerst angehalten werden zum Geben, und wie er nun
den Geboten nachkommt, so wird er auch bedacht von Gott. Und dadurch
wird er langsam erzogen zur Liebetätigkeit, die dann auch immer
uneigennütziger werden kann, je mehr der Mensch die Eigenliebe bekämpft.
Und dann erst erkennt er auch den Segen der Nächstenliebe, weil sie ihn
desto mehr beglückt, je mehr sie Herzenstrieb ist. Und desto mehr
erwachet der Mensch zum Leben, während die Eigenliebe ihn dem geistigen
Tode verfallen läßt .... Die Liebe muß geübt werden, soll der Geist im
Menschen lebendig werden. Und darum gab Gott ihm die Gebote, denn der
Mensch ist ständig in Gefahr, sich zu verlieren an die Gegenkraft, so
die Liebe zu sich überwiegt, während er Gott immer näherkommt, je mehr
er sich selbst aufgibt, also die Eigenliebe überwindet, denn die Liebe
zum Nächsten trägt ihm die ungeteilte Liebe Gottes ein, die ihn erfaßt
und sich mit ihm verbindet und ihn zum seligsten Wesen macht auf Erden
und dereinst in der Ewigkeit .... Amen

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