Aus Liebe zu Gott ...
Offenbarung vom 11. April 2020
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Meine
Söhne und Töchter, ihr lebt in einer Zeit, die euch vor große Probleme
stellt, so dass Ich Mich nicht darauf beschränke, euch lediglich zu
ermahnen oder euch Hoffnung und Mut zuzusprechen. Ich spreche zu euch
aus Meinem Heiligen Ernst, der, wenn ihr es zulasst, euch in eurem
Inneren nicht nur berühren, sondern wachrütteln wird.
Die
Umstände, die euch im Moment einschränken und viele von euch auf die
verschiedenste Weise ängstigen und leiden lassen, haben so manchen im
Äußeren aufgeschreckt. Das aber ist zu wenig, zumal es nicht lange
dauern wird, bis ein Großteil Meiner Menschenkinder nach dem langsamen
Abklingen dieser ersten großen Katastrophe zur Tagesordnung übergehen
wird. Sie, und damit die Allgemeinheit derer, die sich treiben lassen
und dem Zeitgeist folgen, spreche Ich mit diesem ersten Teil Meiner
Offenbarung an.
Ich rufe euch allen in Erinnerung, was Mein Wort „Ich Bin, der Ich Bin“ bedeutet:
Ich
Bin alles, Ich habe Meine Schöpfung ins Leben gerufen und erhalte sie;
es gibt keine Kraft, die Meiner gleicht, und Ich Bin die Liebe! Nichts
geschieht außerhalb Meines Gesetzes und nichts ohne Meinen Willen!
Wenn
auch oft in der Geschichte der Menschheit der Eindruck entstand, es
gäbe Mich nicht, denn sonst würde Ich eingreifen, so seid dennoch
versichert: Ich habe nicht für einen Augenblick die Kontrolle verloren
oder Mich abgewendet, sondern Mein Gesetz hat mit Bedacht agiert und
reagiert. Euer Unglaube und euer Unverständnis sind die Ursachen dafür,
dass Unsicherheiten und Ängste in euch aufsteigen, und ihr immer öfter
erkennen müsst, wie euer Menschenwerk in Scherben fällt. Denn nichts
anderes ist das, was ihr unter Missachtung Meines Liebesgebotes seit
vielen Jahrhunderten in die Welt gesetzt habt: Menschenwerk, das den
Kern der Lieblosigkeit in sich trägt und deshalb als unfruchtbar
aussortiert wird, wenn der Schnitter mit der Ernte beginnt.
Ihr
könnt euch nicht damit herausreden, dass ihr nicht um die Kausalität,
die Beziehung zwischen einer Ursache und deren Wirkung, gewusst habt.
Ihr braucht nur in die Natur zu schauen oder die Erkenntnisse der
verschiedenen Zweige eurer Wissenschaft oder Philosophie zu bemühen, um
zugeben zu müssen, dass nichts „einfach so“ aus heiterem Himmel in die
Welt kommt oder in der Welt geschieht. Noch einfacher: Ihr gebraucht
euren Verstand, um zu begreifen.
Ich
habe als Jesus von Nazareth eine Lehre verkündet und vorgelebt, die von
allen Menschen zu verstehen ist und praktiziert werden kann. Ein
wichtiger Teil Meiner Belehrungen war dem Gesetz von Saat und Ernte
gewidmet, ohne dessen Kenntnis alles, was euch widerfährt, als Zufall
betrachtet wird. Über die möglichen Hintergründe eines in euren Augen
zufälligen Geschehens nachzudenken, lohnt sich nicht. Es ist halt
passiert. Und wenn ihr es gelegentlich doch versucht, dann findet ihr zu
keinen Antworten, weil euer eingeschränktes Bewusstsein ein Erkennen
nicht zulässt. Warum seid ihr es nicht gewohnt, einem jeglichen
Geschehen eine Ursache zuzuordnen? Von wem habt ihr euer Bewusstsein
einengen und euer Gewissen zum Schweigen bringen lassen?
Gegen
diese Versuchungen und Verführungen stand und steht Mein Gebot der
Gottes- und Nächstenliebe. Liebe ist die alles Böse überwindende Kraft.
Diese Kraft lebt in euch und hat geduldig darauf gewartet, dass ihr sie
anruft, weil sie euch als Erkenntnishilfe dienen und euch unterstützen
will bei eurem Kampf gegen eure Fehler und Schwächen. Oft genug aber wird sie angerufen, weil der Mensch von den Früchten seiner
eigenen, unguten Saat verschont werden will und nicht, weil er sich
entschlossen hat, den Weg der Selbsterkenntnis, Reue und
Wiedergutmachung zu gehen und Mich an seine Seite zu bitten.
Ich Bin die Barmherzigkeit und Liebe, und kein einziges Gebet wird jemals überhört. Ob es im Sinne des Beters erhört
wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab; nicht zuletzt davon, ob noch
ein Prozess des Lernens oder des Abtragens ansteht, ohne den die
Menschheit insgesamt und auch der Einzelne den nächsten
Entwicklungsschritt nicht machen kann. Mein Gesetz ist unbestechlich,
und auch die Zulassung von Wirkungen erfolgt immer innerhalb des Gesetzes.
Dieses
Wissen ist euch ebenso vorenthalten worden wie vieles andere, so dass
ihr jetzt fragend und nicht selten ängstlich und verzweifelt ohne die
richtigen Antworten vor einem Berg von Problemen steht. Beten allein,
Meine Geliebten, ist aber dann kein Allheilmittel, wenn zuvor Selbsterkenntnis und eine Kehrtwende um 180 Grad angesagt sind.
Kein
Gebet setzt Mein Gesetz außer Kraft. Wenn Ich Mich einem betenden Kind
in Liebe zuneige, es an Mein Herz nehme und seine Bitte erfülle,
geschieht dies immer im Rahmen Meiner ewigen Gesetzmäßigkeiten, egal, ob
es sich bei dem Beter um einen kleinen oder großen Sünder handelt. Eine
Gebetserhörung unterliegt daher niemals einem irgendwie gearteten
Willkürakt, der dem einen etwas gibt und dem anderen etwas verweigert.
Auf solche Gedanken kann nur kommen, wer Mir menschliches Verhalten
unterstellt.
Was
meinst du, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, wenn das
Erbetene eintreten soll? Wenn Meine Barmherzigkeit wirksam werden soll,
die nicht abwägt und erst Gutes und Böses gegeneinander aufrechnet?
Gehört nicht die Ehrlichkeit des Beters dazu, der das eigene falsche
Verhalten erkannt und im Bewusstsein seiner mehr oder weniger großen
Schuld um Vergebung bittet? Und der die Bereitschaft hat, sein falsches
Denken und Handeln sofort zu beenden?
Betrachte
unter diesen Gesichtspunkten die Gebete, die seit Menschengedenken
gesprochen werden, und du wirst sehr oft ihre Unehrlichkeit und den
Widerwillen erkennen, den eingeschlagenen Weg zu verlassen. Eure jetzige
Situation bietet für das Erkennen dieser Wahrheit eine gute
Gelegenheit.
Das
Gesetz von Ursache und Wirkung ist ein unabdingbarer Bestandteil Meiner
göttlichen Gesetzgebung und damit Meiner Liebe. Es stellt sicher, dass
alle Meine Kinder wieder zu Mir zurückfinden, also auch diejenigen, die
die Urheber des Falls und damit der Anlass für die Bildung der irdischen
Schöpfung sind und euch in große Bedrängnis geführt haben. Das war
ihnen aber nur möglich, weil ihr ihrem Werben kein klares Nein
entgegengesetzt habt. Ihr wisst seit zweitausend Jahren um das einzig
wirksame Heilmittel gegen alles Egoistische und Unsaubere: die Umsetzung
Meines Liebesgebotes. Und doch hat sich ein großer Teil von euch
einschließlich derer, die sich durch ihren Namen in Meiner Nachfolge
sehen, dafür entschieden, sich dieser Kraft nicht zu bedienen.
Solange
es Menschen auf der Erde gibt, so lange währt das Ringen um jede Seele.
Das Instrument der Finsternis ist Täuschung, Lüge und Verführung, Mein
Instrument ist das Gesetz von Saat und Ernte. Es ist der Garant dafür,
dass Mein Erlösungswerk, das Ich auf Golgatha einleitete, zu einem guten
Ende geführt wird. Nichts und niemand kann Mich daran hindern. Das Ende
der Dunkelheit ist besiegelt, und auch ihr Aufstieg ins Licht kann
durch nichts aufgehalten werden. Wann dies sein wird, liegt allein in
Meinen Händen. Meine Zeit ist nicht eure Zeit.
Noch
sind die Gegensatzkräfte uneinsichtig und kämpfen mit allen ihnen zur
Verfügung stehenden Mitteln darum, diesen Prozess hinauszuschieben.
Viele Meiner Menschenkinder sind ihnen dabei, bewusst oder unbewusst, zu
Diensten gewesen – und sind es noch –, indem sie sich auf ein
gefährliches Spiel eingelassen haben. Dadurch, dass sie Mein Liebesgebot
missachtet haben, wuchs die Sollseite ihres Kontos immer mehr an. Ihr
könnt es auch anders ausdrücken: Das Fass hat begonnen, überzulaufen –
nicht, weil Meine Geduld zu Ende ist, sondern weil das Fass voll ist!
Immer
wieder betrachten viele Menschen die Vergangenheit und auch die
Zukunft, ohne das Gesetz von Saat und Ernte mit in ihre Überlegungen
einzubeziehen. Das ist Unwissenheit pur, führt zu völlig falschen
Schlussfolgerungen und zu Lösungen, die nur oberflächlich betrachtet als
Auswege zu bezeichnen sind. Sie bringen niemals dauerhafte
Erleichterungen oder Verbesserungen mit sich, im Gegenteil. Denn sie
orientieren sich in aller Regel nicht an Meinem Liebesgebot und erzeugen
so durch ungesetzmäßiges Handeln eine neue, schlechte Saat, deren Ernte
schon vorausgesagt werden kann.
Achtet
auf diesen Aspekt, wenn eure Führer, gleich aus welchen Bereichen eures
Lebens, als „Retter“ und „Problemlöser“ auftreten. Wer das Gesetz von
Ursache und Wirkung nicht kennt und daher bei seinen Entscheidungen auch
nicht berücksichtigt, der gerät mit allen, die ihm zustimmen, immer
mehr in den Sumpf. Gleichzeitig sorgen er und die, die ihm wissentlich
und unwissentlich folgen, dafür, dass das Fass über- und überläuft.
Positiv gesehen bedeutet das: Der Umwandlungsprozess hat begonnen.
Wenn
ihr lernt, nach den Ursachen für ein Geschehen in eurem persönlichen
Leben oder in der Welt zu fragen, wird es den Gegensatzkräften nicht
mehr so leicht möglich sein, euch auf falsche Fährten zu locken. Eine
solche besteht unter anderem darin, euch glauben zu machen, eure
derzeitige Situation – ausgelöst durch eine sogenannte Pandemie – sei
der Menschheit geschickt worden, damit sie innehält, überlegt und zur
Erkenntnis kommt. Die Menschen werden dies, von einzelnen abgesehen,
nicht tun.
Muss
Ich euch etwas schicken, damit ihr zum Nachdenken oder zur Einsicht
kommt? Ein aufgeweckter Geist unter Meinen Kindern hat einmal ein
„Schick“-sal richtigerweise als „Mach“-sal bezeichnet. Ich Bin nicht der
Absender eurer Not und eures Leids. Ich Bin der, der euch heilen will
und heilen wird zu einem Zeitpunkt, den ihr selbst bestimmt. Dass in
eurer jetzigen Situation und in allem, was auf euch zukommt, die Aufgabe
des Überdenkens liegt, ist unstrittig. Aber wieder wird der gleiche
Denkfehler gemacht, zurückzuführen auf euer Nichtwissen und eure
Uneinsichtigkeit:
Kein
Übel kommt lediglich als eine Art „Erziehungsmaßnahme“ auf euch zu,
damit ihr endlich nachdenkt. Erst recht nicht von Mir. Nein und nochmals
nein! Das ist niemals der Grund dafür, warum etwas Schweres in euer
Leben tritt. Wer so denkt, der könnte auch jeden Krieg als notwendig
betrachten, weil ohne ihn kein Neuanfang möglich wäre. Eine solche
Sichtweise, Meine Söhne und Töchter, führt euch an der Lösung vorbei und
richtet euren Blick nicht in die erforderliche Tiefe.
Alles
Leid stellt die Ernte eines zuvor ausgesäten Fehlverhaltens dar, das
nicht erkannt, bereut, abgestellt und wiedergutgemacht wurde. In ihrem „Gepäck“ bringt diese Ernte zwar auch die Chancen zur Gewissenserforschung mit sich – was allerdings von den wenigsten praktiziert werden wird –, doch sie darauf zu beschränken und sie nicht als Folge einer gravierenden Missachtung Meiner Gesetze zu sehen, ist ein fataler Fehler.
Auch die Formulierung „Gott lässt das zu“ trifft nicht direkt ins Schwarze. Warum sollte Ich nicht zulassen, was sich als Wirkung auf ein Verhalten zeigt, für das ihr euch freien Willens entschieden
habt? Ich werde niemals in den freien Willen eines Geschöpfes
eingreifen. Aber Ich werde euch immer und immer wieder darauf hinweisen,
dass jede Handlung Spuren hinterlässt – lichte oder dunkle –, die
fehlerfrei dem Verursacher zugeordnet sind. Die
dunklen Spuren solltet ihr rechtzeitig mit Meiner Liebe in lichte
umwandeln, weil euch ansonsten einholen wird, was ihr auf eurem Weg an
Lieblosigkeiten gesät habt.
Auf
einem völlig falschen Weg ihrer Erklärungssuche sind diejenigen, die
annehmen, die Mächte der Finsternis hätten Not und Plagen geschickt. Damit
wäre man fein heraus, eine Selbstbetrachtung scheint nicht nötig zu
sein: Der Schuldige ist gefunden. Nein, Meine geliebten Kinder, macht es
euch nicht zu leicht. Gerade ein solch oberflächliches Denken hat euch
die Schwierigkeiten gebracht, denen ihr jetzt gegenübersteht.
Die Gegensatzkräfte haben, genauso wie ihr, den freien Willen. Wenn sie auf der Erde etwas bewirken wollen, brauchen sie dafür Handlanger, unwissende, leichtgläubige, wankelmütige, leicht beeinflussbare Menschen. Hier ist ihr Spielfeld, hier suchen und finden sie ihre Mitspieler. Ohne die geeigneten Mitspieler wären sie hilflos und müssten ihr böses Treiben einstellen.
So, wie es euer „gutes Recht“ ist, den Gegensatzkräften durch euer Leben zu zeigen, dass die Liebe die stärkere Macht ist, so ist es deren „gutes Recht“, euch mit aller List und Tücke vom Gegenteil zu überzeugen. Ihr
könnt ihren Versuchen jederzeit eine Absage erteilen. Wie das zu
bewerkstelligen ist, habe Ich euch durch Mein Leben als Jesus von
Nazareth gezeigt. Wenn ihr aber ihren Vorgaben folgt, dann übertretet ihr Mein Gesetz, und es ist eure Ernte, die irgendwann eingebracht wird. Es ist eure Waagschale, in der sich mehr und mehr Schweres ansammelt. Es ist euer Krug, der so lange zum Brunnen geht, bis er bricht. Dass sie die Verführer sind, ändert nichts daran, dass ihr ausbaden müsst, wozu ihr euch habt verführen lassen.
Und Prüfungen, angeblich von Mir geschickt,
stellen die vor euch liegenden Zeiten erst recht nicht dar. Muss Ich
euch prüfen? Weiß Ich nicht um die allerkleinste Empfindung in jedem
einzelnen? Ich Bin das Leben in dir. Ich Bin dir näher als deine Arme
und Beine.
Du kannst die Aufgaben, die dir auf deinem Weg zurück zu Mir begegnen, zwar als Prüfungen ansehen, wenn du mehr über dich selbst erfahren willst; aber sie sind nicht durch Mich in dein Leben gekommen. Wenn sie sich für dich als Prüfungen darstellen, dann
gehe diesem Impuls nach. Denke und rede nicht nur darüber, sondern lege
an dein Vertrauen zu Mir, deine Bereitwilligkeit, deinen Mut, deine
bisher erworbene Selbsterkenntnis und deine Liebe zu Mir und deinem Nächsten den Maßstab an, den Ich dir durch Mein Leben gegeben habe.
Wie fällt deine eigene Beurteilung aus? Gibt es Punkte, die verbesserungsfähig sind? Dann entscheide dich, komm‘ in deinem Herzen zu Mir und bitte Mich darum, dir bei deiner Inneren Arbeit zu helfen. Dann haben alle Ereignisse als Prüfungen ihren Sinn
gehabt und ihren Zweck erfüllt und dich ein großes Stück auf deinem Weg
vorangebracht. Ansonsten bewirken sie genau das Gegenteil: dass du Mich für ihren Absender hältst und gar nicht erst ins Auge fasst, dass es sich um Wirkungen auf Ursachen handelt, die der Mensch selbst in die Welt gesetzt hat.
*
Meine
Söhne und Töchter, das war eine Bestandsaufnahme eurer Situation, die
euch durch Meinen Ernst gegeben wurde. Ich habe bewusst euren Blick auf
das Gesetz von Saat und Ernte gelenkt. Weil es der Dreh- und Angelpunkt für das Begreifen und eine daraus resultierende Entscheidung ist, wird es gar nicht oder nur sehr verschwommen dargestellt. So wird verhindert, dass ihr zum eigentlichen Kern der Lösung vordringt, die darin besteht, dass ihr euer Leben ändert. Dass es ohne Erkenntnis zuvor gemachter Fehler und deren Korrektur nicht geht, beweist ein Blick auf die sich immer mehr zuspitzende Weltlage.
Oder glaubt ihr, dass noch mehr Gebete ohne eine rigorose Umkehr etwas an der momentanen Misere ändern? Oder dass euer Zug, der ins Bodenlose rollt, aufgehalten wird durch schöne Worte und Absichtserklärungen? Wer aber soll diese Umkehr in die Wege leiten? Und mit welchen Mitteln? Müsste sich nicht zuvor im Denken der Verantwortlichen, aber auch im Denken eines jeden Einzelnen, entscheidend etwas ändern? Wenn ihr betet, dann betet darum, dass sich Einsicht breitmacht und ihr nicht nur die Bereitschaft, sondern auch die Tat folgt, den Weg der Gottes- und Nächstenliebe einzuschlagen.
Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet besteht das wirksamste Gebet in der Erfüllung Meiner Gebote. Worte sind dabei noch nicht einmal erforderlich. Sie steigen als Empfindungen der Dankbarkeit von alleine in euch auf.
Welche
Ursachen ihr im Einzelnen erkennen könnt oder bereit seid, zu erkennen,
ist eine Frage des Bewusstseins. Sagt man euch die Wahrheit, oder
manipuliert man euch auf eine raffinierte Art und Weise? Ist man auf euer Wohl bedacht, oder stehen eigene, undurchsichtige Interessen im Vordergrund? Wo liegen eure Interessen? Werden sie von Angst diktiert, die sich hervorragend als positive Eigenschaft zu tarnen versteht? Euer Durchblick ist gefragt, und Durchblick entwickelt sich im Verlaufe eures Weges in dem Maße, in dem ihr die Liebe in eurem Alltag lebt.
Geschieht das nur zögernd oder bedingt, besteht immer die Gefahr, dass
euer guter Wille missbraucht wird. Darum, Meine Geliebten, seid wachsam.
Und vergesst auch nicht das Wort eurer Schrift: „Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.“ Viel deutlicher geht es nicht. Wie kann man diese Mahnung übergehen oder übersehen, die eindeutig auf einen Verstoß gegen das Liebesgebot – eine Sünde – als Ursache hinweist?
Es ist in eurer Zeit nicht einfach, mutig zu sein. Euer Schiff befindet sich in einem schweren Sturm. Und weil Meine Liebe auf euer Wohl bedacht ist und euch schützen möchte, bedarf es einerseits nachdrücklicher Mahnungen und klarer Signale, andererseits aber auch Meiner Versicherung, dass Ich an eurer Seite Bin.
Ihr
wisst, dass es niemals Mein Bestreben ist, Angst zu schüren. Das machen
andere, die euch bewegen wollen, Meine Hand loszulassen oder erst gar
nicht zu ergreifen, damit ihr in die von ihnen gewünschte Richtung geht.
Meine Absicht ist es einzig und allein, diejenigen unter euch wachzurütteln, die die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt haben.
Darüber hin rufe Ich denen, die schon an Meiner Hand gehen, zu: „Lasst euch nicht beirren! Lasst euch nicht verunsichern!“ Es ist das erklärte Ziel der Dunkelheit, die auf das Chaos der kommenden Zeit seit langem hinarbeitet, alle ins Schwanken und zu Fall zu bringen. Es wird ihr bei den Menschen gelingen, die nicht an Mich glauben und somit nicht mit Mir leben, sondern die ihr Ego pflegen und ihr weltliches Glück nach ihren Vorstellungen zu erreichen versuchen. Doch auch jene, die Mich zwar kennen, die aber nicht in Mir gefestigt sind, laufen Gefahr, von ihrem Weg abgedrängt zu werden.
Wenn eure Inkarnation mit Hilfe eures Schutzgeistes vorbereitet wurde, hat eure Seele gewusst, auf was sie sich einlässt. Ihr war klar, dass es eine schwere Zeit für sie, für alle Menschen werden kann. Sie
hat auch verstanden, dass sie bei ihrer Geburt den Herrschaftsbereich
der Finsternis betritt. Und doch hat sie diesen Schritt gewagt, weil sie
in den Lernaufgaben eine Chance sah, sich im Sinne der Liebe zu
entwickeln. Die Chance besteht
nach wie vor. In nicht so einfachen Zeiten ist sie sogar größer, weil
die Herausforderungen andere sind, und sich die Möglichkeiten
vervielfachen, seelische Fortschritte machen zu können.
Auch wenn die dunklen Wolken aufgezogen sind, Mein Kind, lass
dies kein Grund sein für Traurigkeit oder Besorgnis. Meine Macht ist
nicht zu brechen, Mein Wille ist nicht zu unterlaufen, und Meine Liebe
kann um keinen Deut geschmälert werden. Es mag sein, dass sich Einschnitte auch in deinem Leben ergeben werden. Doch
wenn du nahe bei Mir bleibst: Wer soll dir schaden können, wenn Ich
Meine Hand auf dich gelegt habe? Der Einzige, der dich schwächen kann,
bist du selbst, und zwar dann, wenn du zulässt, dass die Dunkelheit in
dein Gemüt eindringt und versucht, dich zu ängstigen.
Wenn du einen solchen Verführungsversuch verspürst, dann komm‘ in Windeseile zu Mir. Schmiege dich in Meine Arme, erzähle Mir von deinen Sorgen und lasse zu, dass Meine Vaterliebe dein Inneres erfüllt. Alles Schwere wird sich verflüchtigen, und du wirst wieder das Licht erkennen können, mit dem Ich das Dunkle auf deinem Weg vertreibe. Du
wirst auf diese Weise schließlich selbst zu dem Licht werden, das Ich
Mir wünsche, und das deine Seele schon lange sein möchte: Licht in einer
lichtlosen Zeit, um die Wege auch derjenigen zu erhellen, die deines
Trostes, Beistands und der Stärkung durch dich dringend bedürfen.
Wann immer du dies tust und damit das Band unserer Liebe immer fester schmiedest, erinnere dich an das Wort, das euer Osterfest ausmacht: AUFERSTEHUNG.
Ihr
feiert Meine Auferstehung, mit der Ich den Weg freigemacht habe für
alle Seelen und Menschen. Feiert aber auch eure eigene Auferstehung,
wenn ihr euch entschieden habt, Meinem Vorbild als Jesus von Nazareth zu
folgen.
Amen

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