1884-1950
"58. Diese Menschheit, die sich auf einigen Gebieten entwickelt hat, lebt geistig in einer tiefen Lethargie, weil sie ihr Inneres nicht zu erforschen vermochte, wo sich der wahre Tempel befindet. Dieses Heiligtum steht verlassen, seine Lampe brennt nicht, sein Altar ist ohne Opfergabe; doch Ich frage euch: Worauf ist all dies zurückzuführen? — Darauf, dass der Mensch sich schon seit langem von äußerlichen Kulten nährt und damit das ersetzt, was vollkommen geistig sein sollte.59. Er hat versucht, die Bedürfnisse seiner Seele mit Zeremonien, Traditionen, Festmählern und materiellen Opfergaben zu befriedigen. Hierzu sage Ich euch, dass nur die Werke, welche Erhebung und Spiritualität enthalten, eure Seele wahrhaft zu stärken und zu nähren vermögen. 60. Zwar empfange Ich alle Opfergaben und lege in alle meine Liebe hinein; doch glaubt ihr nicht, dass es sowohl für den Vater als auch für euch richtiger und angenehmer wäre, wenn ihr Mir etwas anbieten würdet, das Meiner und eurer selbst würdig ist? 61.Viele Menschen und Völker glauben noch, Mir angenehm zu sein, indem sie Mir materielle Opfergaben darbringen; sie denken, je größer der Glanz und die Prachtentfaltung ihrer Liturgien ist, desto größer werde die Freude bei dem Herrn sein und desto größer die Wohltaten, die sie von Ihmerlangen; und dies, weil sie vergessen haben, dass - wenn Ich als Mensch alles mied, was eitel und gehaltlos war - Ich jetzt, da Ich Mich euch im Geiste kundgetan habe, von den Menschen noch weniger materielle Dinge und Zeremonien annehmen werde. 62. Wann werdet ihr soweit sein, mein Gesetz wahr auszulegen? Wann wird diese Menschheit aufhören, meine Gebote zu verletzen und zu verfälschen? 63. Ich gewähre euch diese Zeit, damit ihr über die geistigen Lehren nachdenkt, die euch schon in früheren Zeiten offenbart worden sind. 64. Macht euch frei von Gewohnheiten, Lastern, Aberglauben, Überlieferungen, Fanatismus und Abgötterei. Ich will euch rein sehen, damit ihr euch vergeistigen könnt, Ich will euch demütig sehen, damit mein Licht in euch zum Leuchten kommen kann. 65. So, wie in den vergangenen Zeiten die Orte Jerusalem und Rom für die Menschen Stätten der Verheißung und Quellen der Gnade waren, in denen der Herr sich kundgab, so habe Ich dieser bedürftigen und gedemütigten Nation eine hohe Mission für diese Zeit zugewiesen. Sie muss vorbereitet sein; denn sowohl das Echo meiner Kundgebung, als auch die Nachricht über meine Wundertaten und die Inbrunst der Zeugen werden die Aufmerksamkeit der Menschen auf sie lenken. 66. Zuerst werden es die Armen sein, die Unwissenden, die Bedürftigen, die Arglosen, die Knechte, die nach Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden, die kommen, und später werden die Zweifler, die Herren, die Wissenschaftler herbeikommen. 67. Wachet und betet, seid bereit für die Ankunft der großen Scharen. Seid wachsam in euren Werken, betet in der Stille eurer Schlafkammer oder wo immer euch der Augenblick eurer Verbindung mit Mir überrascht, und dort werde Ich bei euch sein. 68. Ich habe euch nicht gesagt, dass ihr euch von euren Pflichten in der Welt trennen sollt, sondern dass ihr euch von dem, was nicht im Gesetze ist, abwendet, das heißt, dass ihr aus eurem Leben das Unnötige, das Unnütze entfernt und von dem, was erlaubt ist, maßvollen Gebrauch macht. 69. Was hat euch eure Willensfreiheit eingebracht, wenn ihr sie angewendet habt, um irdischen Vergnügungen nachzulaufen und sie zu suchen? — Nur Schmerz und Enttäuschungen" ....

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