Aus Liebe zu Gott
Offenbarung vom 13. November 2017
Die Ansprache Gottes an den
Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung,
nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen
Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes,
der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen
Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem
aber wirkt die Liebe als Träger aller Offenbarungen, ohne die ein echtes
Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Meine
Söhne und Töchter, es sind zwei Aspekte, die Ich heute vertiefen werde. Sie
sind euch nicht unbekannt, aber wenn ihr sie mit Meiner Hilfe näher betrachtet,
werdet ihr verwundert sein, was sich hinter den Begriffen Freiheit und Glück
wirklich verbirgt; und welche einfachen Schritte, notwendig und durchaus
realisierbar, ihr an Meiner Hand tun könnt, um beides dauerhaft euer eigen
nennen zu können.
Alle Wesen in den rein-geistigen Himmeln tragen die absolute
Freiheit in sich. Sie ist Mein Geschenk an jedes einzelne Kind. Sie ergibt
sich daraus, daß der freie Wille eingesetzt wird, um im Rahmen Meiner
Gesetzmäßigkeiten, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind, zu handeln und zu
schöpfen. Meine „himmlischen“ Kinder vermissen nichts, alles steht ihnen im
Übermaß zur Verfügung. Darauf beruht unter anderem ihr Glück, das keinen
Verlust und keinen Verzicht und somit als Folge auch keine Traurigkeit und
keinen Kummer kennt.
Ängste, die sich aus befürchtetem oder tatsächlichem
Verlust und Verzicht ergeben, sind Erscheinungen, die nur außerhalb der
Himmel anzutreffen sind. Sie entstehen dann, wenn das Ego einer Seele oder
eines Menschen meint, Seligkeit und Zufriedenheit nur dann erreichen zu können,
wenn die bisherigen Anstrengungen und Bemühungen, die oftmals gegen Mein Gesetz
gerichtet sind, auch weiterhin praktiziert werden – nur um feststellen zu müssen,
daß das sogenannte Schicksal ihnen schließlich doch das nimmt, was sie unter
allen Umständen halten wollten.
Alles in Meiner Schöpfung ist Leben, alles „fließt“,
wie ihr es ausdrückt. Niemals und nirgendwo gab und gibt es einen Stillstand.
Dieses ununterbrochen strömende Leben ist der Garant für eine stetige
Aufwärtsentwicklung. Davon ist jedes Wesen betroffen, auch wenn es für euch oft
den Anschein hat, als würde es rückwärts gehen, oder eine Abwärtsspirale würde
euer derzeitiges Dasein bestimmen. Doch auch diese Phasen eures ewigen Lebens
gehören zu den notwendigen Lernprozessen, ohne die das Ziel – die
Vollendung in Mir – nicht erreicht werden kann.
Die vielen Schritte der sich ständig vollziehenden
geistigen Evolution deines Wesens gleichen gewissermaßen den Gliedern einer
langen Kette, deren unterstes Glied irgendwo in den Tiefen deiner Vergangenheit
liegt, während das oberste die Himmel berührt. Dazwischen bist du als Mensch,
hier und jetzt. Wo du also heute stehst, und was und wie du bist,
ist das Resultat deiner Vergangenheit. Wo du morgen stehen wirst,
und was und wie du sein wirst, ergibt sich aus deiner Gegenwart. Genauer: aus
dem, was du heute denkst, redest und tust.
Alles steht in Kommunikation miteinander, das eine
wirkt auf das andere ein. Dabei sind die lichten Kräfte bemüht, Menschen und
Seelen anzuregen, sich dem Guten und Selbstlosen zuzuwenden; die dunklen Kräfte
sind bestrebt, die Bemühungen des Lichtes zu unterbinden. In diesem Spannungsfeld
lebt ihr. Welche Seite, kurz- oder auch längerfristig, den Sieg davontragen
wird, bestimmt ihr selbst durch euren freien Willen.
„Ich möchte schon, aber ich kann nicht“, höre Ich euch
sagen. „Freier Wille schön und gut, aber er nützt mir nichts, wenn ich ihn
nicht einsetzen kann, weil stärkere Kräfte dagegen stehen.“
Viele von euch kennen Meine Antwort: „Wie schwach oder
stark du in deinem Inneren bist, ist eine Frage deiner Seelenbeschaffenheit.
Und die ist nicht einfach so aus dem Nichts heraus entstanden, oder
weil Ich dich so erschaffen habe, sondern sie ist das Resultat deiner
Vergangenheit, auch über viele Leben hinweg. Es ist deine
Vergangenheit, die dich zu dem hat werden lassen, was du jetzt bist, kannst und
tust. Deinen freien Willen habe Ich nie angetastet. Andere aber, die deine
Freiheit nicht achten, auch wenn sie dies vorgeben, haben – auf geschickte
Weise und unter Aufwertung deines Egos – mit mehr oder weniger Erfolg versucht,
dich zu Handlungen gegen das Liebegebot zu bewegen. Und haben dich dabei
gebunden.“
Eine solche ehrliche Bestandsaufnahme darf nie dazu
führen, sich nun klein, schwach und ungeliebt zu fühlen; denkt an das
Zauberwort „noch“1). Sie ist manchmal notwendig, trägt aber auch
schon die Lösung in sich für denjenigen, der sich von den Fesseln befreien
möchte, die er sich unbemerkt und meistens auch ungewollt hat anlegen lassen.
So, wie nach Regen auch immer wieder die Sonne scheint, folgt auf Phasen des
Betrübtseins und der Resignation auch immer wieder die Zeit des Aufbruchs und
der Zielstrebigkeit, sofern dies euer Wunsch ist, und ihr Mich in euren Prozess
der positiven Veränderung mit einbezieht.
Mein Wunsch
ist dies allemal; denn dafür Bin Ich in die Welt gekommen, um euch zu
belehren, um die Sehnsucht und Liebe in euch zu wecken, um euch als euer
Schöpfer, Gott und Vater auch gleichzeitig in Christus Bruder und Freund zu
sein, der euch begleitet, schützt und stärkt.
Das
angebliche Glück, mit dem euch die Finsternis immer wieder zu verführen
versucht, bietet sie euch in den unterschiedlichsten Formen und mit den
schillerndsten Ausschmückungen an. Das Prinzip ist seit Menschengedenken das
gleiche, und weil es sich aus ihrer Sicht bewährt hat, gibt es keinen Grund,
hier etwas zu ändern. Die Methoden sind verfeinert worden, die Angebote wurden
den Möglichkeiten der jeweiligen Zeitepochen angepaßt, die Vorgehensweise ist
geblieben.
Jedes Wesen ist darauf bedacht, einen Zustand der
Erfüllung anzustreben und zu erhalten. In den Himmeln geschieht dies dadurch,
daß die selbstlose Liebe gelebt wird, was „automatisch“ eine mit euren Worten
nicht zu beschreibende Fülle und Freiheit mit sich bringt. Fülle und Freiheit
könnten auch auf Erden schon erreicht worden sein – wenn auch nur bedingt, weil
hier die Gesetze der Materie wirken –, wenn Meine Lehre, die Ich als
Jesus von Nazareth brachte, umgesetzt und Meinem Vorbild nachgeeifert worden
wäre. Diese Erde könnte „ein kleines Paradies“ sein, in dem Frieden, Harmonie
und Heil auf allen Gebieten herrschen, weil ein liebevolles Miteinander
praktiziert wird.
Daran könnten jedoch die Gegensatzkräfte nicht
teilhaben, weil ihnen diese Kraft der Liebe aufgrund ihres Verhaltens nicht zur
Verfügung steht. Sie bekommen ihre Energie, die sie brauchen, ausschließlich
von Menschen, die sie zu Handlungen verleiten, die gegen Mein Gesetz
gerichtet sind. Eine andere Energie – außer der, die ihnen als ein Minimum für
die Aufrechterhaltung ihrer Existenz von Mir gegeben wird – gibt es für sie
nicht.
Die Herzenslogik hilft euch weiter, selbst dahinter zu
kommen, auf welche Weise der Energieraub eingeleitet und durchgeführt wird:
Die Tatsache, dass negative Kräfte äußerst real sind,
ist weitgehend unbekannt; ihre unmittelbare Präsenz ebenso. Zwar wird vom
Teufel geredet, der die Menschen verführt, aber diese abstrakte Formulierung
erkennt so gut wie keiner als eine permanente Bedrohung.
Das ist die Situation. Bietet es sich nicht an, aus
dieser Anonymität heraus, die einen hervorragenden Schutz bietet, Angriffe
jeglicher Art zu starten? Kann man sich gegen einen Feind, an den man nicht
wirklich glaubt, den man nicht sieht, und den man nicht kennt, überhaupt
wehren? Wenn ihr Böses beabsichtigen würdet, dann hättet ihr mit einer
solchen Tarnkappe die besten Voraussetzungen, um unbemerkt an eure Opfer
heranzukommen, sie zu verführen, sie zu binden und ihnen Energie zu rauben.
Glaubt ihr, daß die Dunkelheit – die selbst dann
unterschätzt wird, wenn man um sie weiß – solche Möglichkeiten nicht nutzt? Was
ergibt sich daraus?
Was ergibt sich für euch persönlich daraus?
Denn allein das ist wichtig und entscheidend.
Wenn davon die Rede ist, dass das Böse überall auf der
Welt auf dem Vormarsch ist, dass die Dämonen und ihr Anhang Chaos schaffen und
Aggressionen und Gewalt fördern, und dass kriminelle Auswüchse auf allen Ebenen
nie gekannte Ausmaße angenommen haben, so hat dies mit euch und eurem
familiären und sozialen Umfeld in der Regel nicht direkt etwas zu tun. Heißt
dies aber gleichzeitig, dass die Finsternis nicht darum bemüht ist, sich auch
dort Energie zu verschaffen, wo sie nicht gleich Kriege anzetteln und für
Unruhen größeren Ausmaßes sorgen kann? Beim „kleinen Mann“, bei der „kleinen
Frau“, bei all den Unwissenden, bei den vielen, die in den Tag hinein leben,
und bei allen, die das Gesetz von Ursache und Wirkung nicht kennen oder nicht
beachten?
Gebraucht euren Verstand ...
Wenn die Gegensatzkräfte also flächendeckend und „rund
um die Uhr“ darauf aus sind, Energie zu bekommen, taucht dann nicht für
denjenigen, der sich schützen und stark werden möchte, die Frage auf: „Wie
gehen diese Kräfte vor? Wo sind die Schwachstellen – meine
Schwachstellen –, die es ihnen ermöglichen, trotz guten Willens und bester
Absicht meinerseits bei mir einzudringen?“
Ein großer Teil der geraubten Energie fließt der
Finsternis über die Angst zu. Angst zu erzeugen ist dann relativ
einfach, wenn der Mensch nur auf die Welt ausgerichtet ist, und sich
seine Glücksgefühle und seine Zufriedenheit lediglich aus dem Besitz äußerer
Werte – materieller wie nicht-materieller – ergeben. Doch auch diejenigen,
die an Mich glauben und Mich kennen, sind nicht davor gefeit, in Situationen
gebracht zu werden, die sie ängstigen. Und Angst tritt immer dann auf, wenn
die Gefahr besteht, etwas zu verlieren. Oder wenn dies tatsächlich
geschieht.
Angst und das Gefühl, unglücklich zu sein, gehen oft
Hand in Hand. Und sie sind immer die Folge eines wirklichen oder auch nur eines
vermeintlichen Verlustes. Das Glück, das ihr euch doch so sehr ersehnt habt und
halten wolltet, rückt dann in weite Ferne. Man hat euch etwas genommen, ihr
habt etwas verloren, oder ihr müßt auf etwas verzichten – und das Glück
vergangener Tage verwandelt sich in ein Unglück mehr oder weniger großen
Ausmaßes.
Wenn dies geschieht, stellt sich dann nicht die Frage:
Was für eine Art von Glück war es eigentlich? Du hast etwas nicht mehr, was du
als Dein betrachtet hast, als deinen Besitz. Was war es
wirklich wert, wenn man – wer auch immer – es dir nehmen konnte?
Es
gibt eine Möglichkeit, die euch mit jedem Mal, wenn ihr sie übend anwendet, von
euren Verlustängsten nach und nach befreit. Ihr kennt sie, habt aber ihren
tiefen Sinn selten beachtet. Ich gab euch diese Weisheit als Jesus von Nazareth,
als Ich davon sprach, dass ihr keine Schätze auf Erden sammeln sollt, wo sie
von Motten und Rost gefressen und von Dieben gestohlen werden können. Dafür
sollt ihr so leben, dass ihr euch durch euer Verhalten Schätze im Himmel
anlegt.
Alles, was dir jemand nehmen kann, wird dich
unglücklich machen, sofern du noch nicht erkannt hast, dass du dich – in
unterschiedlichem Maße – abhängig machst von dem, an den oder an das du dein
Herz hängst. So arbeitet der Widersacher: Dir vorzugaukeln, dass du
glücklich wärst, wenn du dieses oder jenes hättest. Dafür regt er deine
Wünsche an, streichelt dein Ego, verstärkt unbemerkt deine Abhängigkeit
– und wenn es dir aus unterschiedlichen Gründen und auf vielerlei Art und Weise
wieder genommen wird, dann profitiert er von deiner Angst, Wut und
Enttäuschung, vielleicht auch von deinen Vorwürfen an Mich.
Das Geheimnis wahren Glücklichseins besteht daher
nicht darin, etwas zu bekommen oder zu nehmen, sondern etwas zu geben. Auf die Liebe bezogen heißt das: selbst
zu lieben beschert dauerhaftes Glück, und nicht, geliebt zu werden.
Das ist ein Lernprozeß, der nicht ganz einfach
ist. Wer aber die Wahrheit darin erkannt hat, wird sich daran machen, langsam
aber stetig in diese selbstlose Form der Liebe hineinzuwachsen. Der
„Lohn“ ergibt sich von allein, denn „Wer dem Gesetz dient, dem dient das
Gesetz“! Und es gibt dir ein Vielfaches von dem zurück, was du
gegeben hast. Nicht im Äußeren – obwohl das Gesetz auch im Äußeren für ein
angemessenes Wohlergehen sorgt –, sondern im Inneren, wo dir keiner etwas
nehmen kann.
Wenn du damit beginnst, Schätze im Himmel zu sammeln,
verwahrst du sie gewissermaßen wie in einem Safe, an den keiner herankommt, und
den keiner aufbrechen kann. Den Schlüssel haben nur wir zwei, Ich und du, und
dieser Schlüssel trägt den Namen Liebe.
Alles, was ihr in eurer Welt schafft, besitzt und
halten wollt, wird eines Tages vergehen.
Das gilt für dein Leben ebenso wie für deine Gesundheit, Schönheit,
Intelligenz, für Ansehen, Ruhm und Ehre, für Macht, Talent und jede Form von
Besitz. Es loszulassen bedeutet nicht, sich davon trennen zu müssen. Es
bedeutet eine weise Verwaltung der Schätze, die Ich dir habe zukommen
lassen, und die Bereitschaft, sich innerlich und äußerlich davon zu lösen, wenn
die Zeit gekommen ist.
Auf diese Weise wird dich keine Furcht bedrängen, wenn
du etwas lassen mußt, und du wirst nicht dazu verführt werden können, aus einer
Position ängstlicher Schwäche heraus falsche Entscheidungen zu treffen, die
dich möglicherweise noch fester binden an den, der nur ein Ziel hat: von dir
Energie zu bekommen.
Du wirst so nach und nach „dein eigener Herr“, Mein
starkes, großes, strahlendes und eigenverantwortlich handelndes Kind, Mein
Sohn, Meine Tochter göttlichen Ursprungs. Negative Kräfte können dich immer
weniger und schließlich gar nicht mehr manipulieren. Du hast die ersten
Schritte in die Freiheit – in die wahre, innere Freiheit – getan.
Um
die Fesseln deines Schicksals zu lösen, bedarf es deiner Hinwendung nach innen,
deines Gespräches mit Mir, der Ich in dir lebe. Wie dies geschehen kann, habe
Ich euch offenbart, indem Ich euch das Prinzip, die Praxis und die Wirkung der
Inneren Arbeit im Detail beschrieben habe.2)
Heute will Ich euch auf einen weiteren Aspekt der
Inneren Arbeit aufmerksam machen, der oft übersehen wird, der aber für euer
Verständnis von entscheidender Bedeutung sein kann. Es geht darum, euch die
Bedenken und manchmal auch Befürchtungen zu nehmen, der Prozeß eurer inneren
Wandlung – eurer Wesensveredelung – und der Veränderung eures
Bewußtseins sei sehr langwierig und schwierig; was für so manchen nicht selten
ein Hindernis darstellt, mit seiner „Arbeit“ anzufangen oder zügig
weiterzumachen.
Die Schritte der Selbsterkenntnis, wenn nötig der
Reue, die Entscheidung, etwas ändern zu wollen und die Bitte an Mich, euch
dabei zu helfen, sind notwendig, weil
ihr den freien Willen habt, und Ich nicht über euch bestimme oder über euren
Kopf hinweg entscheide. Tut ihr aber diese Schritte, dann setzt ihr eine
Maschinerie in Gang, die ungleich komplizierter ist als alles, was je von
Menschenhand geschaffen und von Menschenhirn erdacht wurde, und die dennoch
fehlerfrei arbeitet. Es ist ein riesiges, geistiges Räderwerk, das eure
Vergangenheit und eure Zukunft mit einbezieht und ebenso die Seelen und
Menschen, mit denen ihr im Verlaufe eurer Leben Kontakt hattet, und bei denen
noch etwas zur Aufarbeitung ansteht.
Meine Barmherzigkeit wird dann in und an euch
wirksam; und das in einem Maße, das eure Vorstellungen weit, weit übersteigt.
Ohne Meine Gnade wäre der Mensch darauf angewiesen, alles auf Heller und
Pfennig wieder gutmachen zu müssen, was durch ihn an Negativem in die Welt
gebracht wurde. Damit würde zwar der Gerechtigkeit Genüge getan, aber die zu
tragende Last wäre für euch sehr schwer. Sie würde euch oft die letzte Kraft
und das letzte Fünkchen Mut rauben, an eurem Aufstieg ins Licht
weiterzuarbeiten.
Ein solches abwartendes Verhalten entspricht nicht
Meiner Liebe! Ich Bin kein Gott des „Auge-um-Auge-und-Zahn-um-Zahn“,
wie Mich die Menschen in ihrer Unkenntnis früher dargestellt haben; und wie
Mich viele, in gleicher Unkenntnis, auch heute noch sehen.
Ich Bin ein Gott der Liebe, und dennoch nicht nur ein Gott, sondern der
Gott, weil es außer Mir keine Kraft gibt, aus der alles hervorgegangen ist.
Meine Gnade drückt sich aus in dem Wort, das Ich euch
schon so oft verkündet habe: „Wenn ihr Mir nur einen Schritt entgegenkommt,
dann komme Ich euch viele Schritte entgegen.“ Meine Liebe kann nicht
anders, denn Ich sehne Mich nach jedem einzelnen.
Ja, auch nach dir, der du diese Worte mit einem
ungläubigen Staunen liest, weil du ein anderes Bild von Mir hast!
Ich sagte euch einmal, dass Ich kein Buchhalter Bin.3)
Das bedeutet, daß du deine Fehler und Schwächen nicht alle wie auf einer Liste
abhaken mußt, um sie Mir nach und nach zu bringen, damit Ich sie umwandle.
Gewiß gibt es auch in deinem Leben Ereignisse, die ihre Spuren hinterlassen
haben, und die angeschaut werden müssen. Ob es viele oder wenige sind, das
weißt du selbst, wenn du dich ehrlich anschaust. Aufgrund einer solchen
Selbstbetrachtung aber nun hinzugehen und voller Ängstlichkeit und kleinkariert
eine Art Inventur deiner Fehler und Schwächen zu machen, entspricht nicht dem
Geist und dem Sinn dessen, was Ich euch über die Innere Arbeit nahe bringe.
Wenn du dich entscheidest, Mir dein Ja und damit deine
Hand zu geben, oder auch wenn du dich entschließt, den Weg der gelebten
Liebe beharrlicher und zielstrebiger als bisher zu gehen, dann tritt Meine
Gnade auf den Plan, was heißt: Ich nehme in dem Maße, wie du es zuläßt, dein
Leben in Meine Hand; Ich komme dann als Lotse an Bord deines Lebensschiffes;
Ich Bin dann der einzig Kompetente in der Führerkabine deines Zuges, auch wenn
du noch nicht oder nicht im Detail weißt, wie nun die Reise verlaufen wird.
Ich werde dich wachsam sein lassen, damit du das
rechtzeitig erkennst, was an Anfechtungen auf dich zukommt. Dann helfe Ich dir
bei deinen Entscheidungen, denn mit deinem Ja hast du die Kraft in dir
aktiviert, die dich anders handeln läßt als bisher.
Damit verändert sich die Landschaft deiner Seele.
Stelle dir eine Landkarte vor, deine Seele, die große und kleine Punkte
aufweist. Nun kommst du zu Mir, bittest Mich um Hilfe, Erkanntes künftig zu
lassen, Bindungen zu lösen und Ängste abzubauen. Ich werde nicht nur deine
Bitte um Unterstützung und Befreiung deines konkreten Anliegens erhören,
sondern Ich werde deine Seelenlandschaft lichter machen, auch an den
Punkten, die du Mir noch nicht ausdrücklich hingelegt hast – vorausgesetzt, Ich
sehe in deinem Herzen deinen aufrichtigen Willen, eine Charakteränderung
herbeiführen zu wollen, schrittweise weg vom ichbezogenen Menschlichen hin zur
selbstlosen Liebe.
Und was ist eine Veredelung deines Charakters –
der ja die Summe deiner Gedanken, Worte und Handlungen darstellt –
anderes als das, was Ich die Menschen als Jesus mit dem Gebot der Gottes- und
Nächstenliebe gelehrt habe. In deiner Liebe drückt sich dein Charakter in
seiner schönsten Form aus.
Damit wird es heller und leichter in dir, etwas
verändert sich, zuerst unmerklich, dann für dich selbst und deine Umwelt spür-
und sichtbar. Das ist Mein Wirken in dir, das ist Meine Barmherzigkeit, die dir
nicht nur die erkannte, gegenwärtige Last abnimmt, sondern die dein Leben
grundsätzlich zum Positiven, zum Glücklichsein und zur Freiheit hin umgestalten
wird.
Wenn
du Mich bereits als die Liebe erkannt hast, dann werden dich Meine Worte
über die Verführungsarbeit der Dunkelheit nicht ängstigen. Du wirst sie als
eine notwendige Information dankbar annehmen, weil du nun Zusammenhänge kennst
und dich wappnen kannst. Es macht keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken,
vor allem dann nicht, wenn du um das beste Gegenmittel weißt, das dir die
Schöpfung zur Verfügung stellt: um Meine Liebe in Jesus Christus.
Das Wissen darum, wie die Gegensatzkräfte die Menschen
binden, sie energiearm machen und an ihrer seelischen Entwicklung hindern, ist
die eine Seite; die Möglichkeit der Befreiung von diesen Fesseln ist
die andere, die wichtigere Seite. Wenn es dir gelingt,
auf einen Verlust oder Verzicht eines falschen Glücks mit Gelassenheit und im
Vertrauen auf Mich zu reagieren, befreist du dich von den in der Vergangenheit
zwangsläufig aufgetretenen Ängsten, Sorgen, Unsicherheiten und Zweifeln.
Es fällt ab von dir, was dich bisher in
unterschiedlichem Maße unfrei gemacht hat. Vor dir liegt dann das Land der
Freiheit, von dem Ich schon so oft gesprochen habe, und das Ich mit dir
gemeinsam so gerne betreten möchte. Freiheit bedeutet weit mehr, als sich
ungehindert bewegen zu können. Freiheit bedeutet auch nicht, tun und lassen zu
können, was einem beliebt. Wahre Freiheit drückt sich darin aus, ohne
große Anstrengung das lassen zu können, was der Mensch in der Vergangenheit als
nötig, schön und zu ihm passend empfunden hat, auch wenn ihn sein Gewissen
schon längst eines Besseren belehrt hatte.
Auf dem Boden einer solchen Freiheit wächst dann das
Glück, das dir keiner mehr nehmen kann. Wer sich solches erarbeitet – mit
einem hohen Geschenkanteil Meinerseits –, von dem fällt vieles ab, das nicht
zur Freiheit gehört.
Wer frei wird oder geworden ist, der braucht nicht
mehr zu lügen und Intrigen zu spinnen; den wird auch keine Eifersucht, kein
Neid und vieles andere mehr quälen; den wird die Angst nicht mehr in ihre
Krallen nehmen können. Und was ihm früher als Ungerechtigkeit oder
„unglücklicher Zufall“ erschien, wird erkannt als ein Baustein, den Ich, der
große Weichensteller, zum Wohle der Seele und oft genug auch zum Heil des
Menschen in das bunte Lebensmosaik eingefügt habe.
Ist es nicht das, was sich deine Seele wünscht: von
einer unerschütterlichen Kraft und einer unbezwingbaren Macht sicher durch die
Stürme deines Lebens geleitet zu werden? … Du hast die von deiner Seele ersehnte Kraft
und Macht, Meine göttliche Liebe, in dir!
… Bitte sie, und die Tore in die Freiheit öffnen sich. Amen

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