Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
25 »Ich habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Göttliche Offenbarung erhalten durch das Innere Wort am
10 Oktober 2015.
Aus Liebe zu Gott
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung
Meine
geliebten Söhne und Töchter, ihr lebt in einer Zeit, in der es immer
wichtiger wird, eine enge Verbindung zu Mir, eurem himmlischen Vater,
aufzubauen. Habt ihr die ersten Schritte oder schon einige mehr in diese
Richtung getan, dann macht euch bewußt, daß es notwendig ist, unsere
Verbindung zu einem Liebeverhältnis werden zu lassen. Diese
Notwendigkeit besteht zwar seit jeher, aber die beginnenden Wirren
eurer Zeit weisen euch verstärkt darauf hin, Meine Hand nicht nur zu
erfassen und nicht mehr loszulassen, sondern sich sorgenfrei und in Herz
und Seele gestärkt von Mir führen zu lassen.
Ich
habe dies schon immer in Bildern ausgedrückt, um euch das Verstehen in
seiner Tiefe zu erleichtern. Aber ob Ich davon spreche, daß Ich, dein Herr, dein Hirte Bin, und es dir bei Mir an nichts mangelt; oder ob Ich dich bitte, Mich als den Lotsen an Bord deines Lebensschiffes aufzunehmen; oder ob Ich euch zurufe: Schaut, daß ihr rechtzeitig in die Arche kommt:
Stets geht es darum, durch eine entsprechende Hinwendung – wenn
möglich Hingabe – an Mich und durch ein ehrliches Bemühen in euch die
Voraussetzungen für eine immer direkter werdende Führung durch Mich zu
schaffen.
Eine
Führung besteht zwar grundsätzlich und ohne Unterlaß, ob sie aber durch
Mich bzw. eure Schutzengel und geistigen Helfer, die in Meinem Auftrag
stehen, erfolgen kann, oder ob das Gesetz von Ursache und Wirkung noch
mehr oder weniger maßgeblich euer Schicksal bestimmt, hängt – bedingt
durch den freien Willen eines jeden und damit durch seine Entscheidungen
– vom einzelnen ab. Aus dem, was sich in eurer Welt zusammenbraut und
aus Meinen ernsten Worten, die Ich weltweit und nicht nur an dieser
Stelle verkündige, läßt sich unschwer schließen, daß sich die „Zeiten
von Milch und Honig“, an die sich viele gewöhnt haben, ihrem vorläufigen
Ende nähern. Und doch ist es nicht damit getan, sich Meiner lediglich
aus Sorge um die Zukunft zu erinnern.
Ich
Bin kein Buchhalter, habe Ich euch vor nicht allzulanger Zeit gesagt.
Aber, und das sage Ich heute zu denen, die Mich in Meiner Klarheit und
Weisheit noch nicht einschätzen können: Ich Bin auch kein Verkäufer, mit
dem man handeln kann, etwa nach dem Motto: "Wenn du mir dieses oder
jenes gibst oder versprichst, dann würde ich mir überlegen, dir
entgegenzukommen."
Was wäre das für eine Gerechtigkeit, die keine für alle
gleichermaßen geltenden Liebegesetze geschaffen hat, sondern die ihre
Zuneigung oder ihr Entgegenkommen davon abhängig macht, ob und wie gut
einer glaubt, verhandeln zu können? Ich Bin unbestechlich, weil Ich
allumfassend liebend und gerecht Bin.
Der
Weg an Mein Herz, der einer Straße aus Licht gleicht, kann von jedem
beschritten werden. Und das Tor zu dieser Straße, vor dem über kurz oder
lang jede Seele und jeder Mensch stehen wird, öffnet sich für jeden,
der den Wunsch hat, Mir nahezukommen, Mir nachzufolgen. Nichts anderes,
um in diesem Bild zu bleiben, kann eine Toröffnung bewirken: kein lediglich aus der Angst vor eventuellen Höllenstrafen kommendes Flehen,
kein Verhandeln, kein Bitten oder Betteln ohne die Absicht einer
inneren Umkehr, kein Studium, keine Spenden, keine äußere
Kirchenzugehörigkeit, kein Ablaß, kein Praktizieren von Riten und
Äußerlichkeiten, keine noch so hoch angesiedelte Position in einer
religiösen Gemeinschaft und vieles mehr.
Denn Ich Bin die Gerechtigkeit!
Ein
demütiges und sich nach Liebe sehnendes Herz jedoch besitzt den
Schlüssel. Auch ein Hilferuf, der aus einem gequälten Herzen kommt, das
seine Unzulänglichkeit und seine Grenzen erkennt, oder eine Bitte um
Beistand und Erkenntnis, weil der Mensch nicht mehr weiter weiß und nun
den Schritt auf Mich zu wagt, kann das Tor öffnen, hinter dem die Straße
der Freiheit beginnt. Sicher hat damit noch nicht sogleich aller Kummer
und manches Leid ein Ende gefunden, aber es ist ein Anfang gemacht. Das
bisherige Umherirren hat dann aufgehört; der Mensch ist somit nicht
weiterhin Spielball von unsichtbaren Kräften, die ihn in der
Vergangenheit beherrscht haben.
Viele
Meiner Kinder haben keine oder eine falsche Vorstellung davon, was es
heißt, mit Mir zu leben, mit Mir durch den Tag zu gehen, von Meiner
Liebe zu künden. Sie verwechseln Ernsthaftigkeit mit Ernst und Enge,
Humor mit Oberflächlichkeit, Leichtigkeit mit Leichtsinnigkeit; sie
halten es eher mit dem Buchstabengehorsam als mit innerlicher Freiheit
in Eigenverantwortung; sie folgen lieber der Tradition, als diese auf
ihre Wichtigkeit und Richtigkeit hin zu prüfen; sie halten Fröhlichkeit
für nicht gottgefällig und bleiben lieber bei der ihnen anerzogenen
Schwere des Herzens; sie erkennen sich – noch – nicht als strahlende
Söhne und Töchter Meiner Liebe, sondern sehen sich dafür als arme und
kraftlose Sünder; und sie wissen – noch – nicht um die erlösende und
befreiende Kraft Meiner Liebe in ihnen, und bleiben so
oft ein Leben lang passiv und auf Meine Gnade hoffend, die doch nur
darauf wartet, wirksam werden zu können durch ihr tatkräftiges Ja zu
Mir.
Was
glaubt ihr, Meine Söhne und Töchter, wie das Verhältnis war zwischen
Mir und denen, die in den drei Jahren Meiner Lehrtätigkeit um Mich
waren? Glaubt ihr, Ich hätte sie und hunderte und tausende Anhänger
mitreißen und begeistern können, wenn Ich sie zu „armseligen Sündern“
erklärt hätte? Wenn Ich ihnen ihre Unzulänglichkeit vor Augen gehalten
hätte, etwas ändern zu können? Wenn Ich sie angehalten hätte, intensiv
und regelmäßig „die Schriften“ zu studieren? Und wenn ja: welche? Eine
Bibel, wie ihr sie heute kennt, gab es damals und auch in den folgenden
Jahrzehnten noch gar nicht. Es gab im übrigen auch das allermeiste von
dem nicht, was heute vielfach als „heilsnotwendig“ angesehen wird;
heilsnotwendig in dem Sinne, daß der Mensch das Himmelreich nur unter
ganz bestimmten Voraussetzungen, die von Kirchenfürsten erfunden
wurden, erlangen kann.
Was also habe Ich getan? Was habe Ich sie gelehrt?
Ich
habe mit ihnen über ihre himmlische Heimat gesprochen, über ihre wahre
Herkunft und ihr Ziel. Ich habe ihnen den Weg aufgezeigt, auf dem sie
wieder zurückfinden werden. Ich habe die Liebe in den Mittelpunkt
gestellt und ihnen anhand unzähliger Gleichnisse klargemacht, wie sie
diese in ihrem Leben umsetzen können. Ich habe ihnen die Freude und die
Freiheit vermittelt, die sie erfahren werden – auch schon zu Lebzeiten
–, wenn sie sich, wie der verlorene Sohn, auf den Heimweg machen. Ich
habe zu ihnen von der unendlichen Liebe eines ewig verzeihenden Vaters
gesprochen, von der Sehnsucht, mit der der Vater sie erwartet; und von
der Sehnsucht, die, wenn auch noch verborgen, in ihnen ruht. Ich habe
ihnen Mut gemacht, habe sie bestärkt.
Wir
haben miteinander gelacht, wenn es nötig war, auch miteinander geweint.
Aber unser Beisammensein war stets geprägt von dem Wissen, daß eine
göttliche Kraft uns führt und beschützt und mit Kraft und Begeisterung
erfüllt. Sicher, es hat eine Zeit gedauert, bis dieser Same – dieses
Denken, das für sie neu war – in ihnen reifen konnte. Aber dann wurden
sie ergriffen von der Kraft des Geistes, der Liebe. Für
Minderwertigkeit, Trostlosigkeit, mangelnde Aufbruchstimmung und
dergleichen war da kein Platz. Sich als Kind Gottes, als ein Geschöpf
der Liebe, zu erkennen, konnte – und kann – niemals etwas Träges,
Hoffnungsloses oder Antriebsloses nach sich ziehen.
Über das Wort, das Ich als Jesus sprach, nämlich daß ihr werden sollt wie die Kinder,
haben die wenigsten nachgedacht. Ich wiederhole es an dieser Stelle:
Strebt an, euer Gemüt so zu verändern, daß es dem eines Kindes gleicht,
weil dann gute Voraussetzungen gegeben sind, das Reich Gottes zu
erlangen. Dazu gehören in erster Linie eine kindliche Reinheit, ein
kindliches Vertrauen, ein kindliches Im-Hier-und-Jetzt-Leben und ein
kindlicher Glauben an das Gute. Im Laufe der Jahre haben es eure
Lebensumstände geschafft, daß ein Großteil der ursprünglichen
kindlichen Eigenschaften verlorenging. Ihr habt dies zugelassen, wart
nicht selten genug selbst an der Prägung eines Weltbildes beteiligt, das
euch nun beschwert, das euch oft genug ängstlich, negativ, wenig
hoffnungsvoll und auf euch selbst bezogen sein läßt. Wo sind die
Unbeschwertheit, die spielerische Freude, das blinde Vertrauen
geblieben? Wodurch hat sich das Gefühl der Geborgenheit, das ihr in den
Armen des Vaters oder der Mutter erlebt habt, verflüchtigt?
Es
ist völlig normal, daß mit dem Erwachsen-Werden ein neues Weltbild
entsteht. Das ist sogar unvermeidlich, weil es ja darum geht,
Erfahrungen zu sammeln, Lernprozesse anzunehmen und umzusetzen. Aber
dies muß nicht unbedingt heißen, ein „Kind dieser Welt“ zu werden, dem
mit jedem Erleben mehr und mehr von dem abhanden kommt, was sein
Kindsein einmal ausgemacht hat.
Weil
dem jedoch in der Regel so ist – die Einflüsse der Dunkelheit sind
enorm –, wies Ich Meine erwachsenen Zuhörer darauf hin, die positiven
Eigenschaften eines Kindes wieder in sich zu erschließen. Denn es
besteht absolut kein Grund, es bei einem über Jahre hin eingeübten
falschen Denken und Handeln zu belassen; es ist im Gegenteil sehr
nachteilig bis gefährlich im Hinblick auf euren Heimweg. Es gibt auch
keine Macht, die einen Menschen ernst- und dauerhaft daran hindern
könnte, wieder zum Kind zu werden – in dem Sinne, wie Ich es euch
geschildert habe.
Den
Weg dorthin bezeichne Ich als „Innere Arbeit“, bei der ihr das wieder
freilegt, was in vielen Jahren zugeschüttet wurde. Dieses Bemühen
gleicht dem Freilegen eines Brunnens, der von Schutt und Unrat
gesäubert wird. Es geht zwar auch darum, ein altes Verhalten, das in
Vergessenheit geraten ist, wieder einzuüben. Aber es ist ja nichts
grundlegend Neues, was dann – mit Meiner Hilfe – wieder aufgedeckt
wird; denn in gleichem Maße, in dem ihr ein falsches, früheres Verhalten
unterlaßt, steigt ein längst in euch liegendes, bisher noch nicht
wieder voll entwickeltes, liebevolles Verhalten an die Oberfläche eurer
Seele und drückt sich in eurem Menschen und durch euren Menschen aus.
Wenn
ihr in die Geschichte der letzten zweitausend Jahre blickt, so werdet
ihr feststellen müssen, daß Mein Name mißbraucht und Meine Lehre
verändert und so ihres lebendigen Herzstücks – des Bemühens um die
gelebte Liebe – beraubt wurde. Wie hat es sich mit dem Begriff „Christ“
verhalten? Wer ist „Christ“? Der, der Meine Lehre befolgt? Oder der, der
einer christlichen Religionsgemeinschaft angehört? Kann beides der
Fall sein? Sicher, und es sind viele, auf die dies zutrifft.
Ein
großer Teil aber trägt die Bezeichnung, ohne ihr in gleichem Maße
gerecht zu werden, ohne sich je Gedanken darüber gemacht zu haben, daß
man Christ nicht durch eine Taufe oder den Eintritt in eine Kirche
wird, sondern einzig und allein durch ein Leben, das in Meiner Nachfolge
gegründet ist. Christ zu sein kann also nur bedeuten, sich so zu fühlen
und zu verhalten – dies zumindest anzustreben –, wie es die getan
haben, die sich von Mir haben belehren lassen, und diejenigen, die in
den folgenden Jahren und Jahrzehnten Meine einfache Lehre der Liebe
kennengelernt und beschlossen haben, sie nach bestem Können zu befolgen.
Ihr
Blick war nach vorne gerichtet, ihr Herz war über Glaube und Hoffnung
hinaus voller Wissen. Viele erlebten, nachdem Ich in die Himmel
zurückgegangen war, die innere Führung direkt durch Meinen Geist. Sie
strahlten ihre innere Verwandlung aus. Vor allem zeichnete sie ein
unbeirrbares Vertrauen aus, daß ihr Schicksal, ihr jetziges und
künftiges Leben, in der Hand ihres himmlischen Vaters lag und liegt. Das
brachte eine Unbeschwertheit mit sich, ein Sich-geborgen-Fühlen und
einen Mut, alles Eigenschaften, die heutzutage bei nur wenigen
anzutreffen sind. Und gerade das sollte doch einen Christen
auszeichnen, der gelernt hat, daß er – und Ich sage: und mit ihm jeder
Mensch – in Gottes Hand ruht.
Wenn
euch Meine Wort nachdenklich gestimmt haben, dann geht in einer stillen
Stunde in euch mit der Frage: Bin ich schon so, wie es der Herr
geschildert hat? Und wenn ich noch nicht so bin: Will ich dies
anstreben? Strahle ich schon die Freude und Zuversicht aus, die andere
Menschen, die noch auf der Suche sind, bei einem Christen zu finden
hoffen? Kann ich schon durch Mein Leben von Seiner Liebe künden? Will
ich das eigentlich? Oder halte ich es für zu vermessen, bei all meiner
noch vorhandenen Unvollkommenheit diesen Weg überhaupt einzuschlagen?
Ist mir dieses Ziel nicht vielleicht zu hoch gesteckt?
Es
gibt einen Maßstab, den ihr zur Findung eurer eigenen Wirklichkeit an
euch selbst anlegen könnt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen
...“ Freut euch, wenn sich eure Früchte schon darin zeigen, daß ihr
liebevoller, geduldiger, freimütiger, nachsichtiger, offener, weniger
aufdringlich und manches mehr geworden seid. Freut euch, wenn ihr schon –
weitgehend – angstfrei in die Zukunft schauen und gehen könnt. Freut
euch, wenn ihr euren Blick nicht senken müßt, wenn Verleumdung und
Gewalt euch begegnen. Freut euch, wenn ihr für andere schon Vorbild
sein könnt, indem ihr gelassen und vertrauend bleibt, was immer
geschieht – in dem Wissen: Gott macht keinen Fehler!
Wenn
ihr noch nicht ganz so weit seid, wenn ihr aber spürt, daß das auch
euer Weg sein könnte, dann trefft eine Entscheidung und kommt mit eurem
Herzen, ganz gleich, was sich darin befindet, zu Mir. Ich Bin die alles
verstehende und alles verzeihende Liebe im Vater. Es gibt keinen, den
Ich zurückweise, es gibt keinen, dem Ich nicht Meine ganze
Barmherzigkeit zuteil werden lasse, so wie es keinen gibt, den Ich nicht
in Meine Arme nehmen und in Meinen Schutz aufnehmen werde.
Entscheide ...
Für
den Fall, daß du schon weitgehend gelernt hast, deinen Nächsten ohne
ihn zu verurteilen anzuschauen, kann es dir eine Hilfe sein, sein Reden
und Tun oder Schweigen und Unterlassen unter dem Gesichtspunkt zu
betrachten: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen ...“. Dies hat
nichts damit zu tun, den Nächsten zu verunglimpfen oder ihn in die eine
oder andere Ecke zu stellen – immer vorausgesetzt, deine
Betrachtungsweise ist wertfrei. Ansonsten läufst du Gefahr, in den
negativen Strudel dessen hineingezogen zu werden, was du versuchst zu
durchschauen. Damit würdest du dir selbst schaden.
Die
Lösung kann aber auch nicht sein, sich auftürmende Probleme durch
Wegschauen zu ignorieren und zu hoffen, sie auf diese Weise aus der Welt
schaffen zu können. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Mein
Offenbarungswort „Die falsch verstandene Feindesliebe“ *). Wenn du dich
bemühst, unter diesem Gesichtspunkt hören und schauen zu lernen, wirst
du erkennen, was dabei ist, in eurer Welt aus dem Ruder zu laufen bzw.
was schon aus dem Ruder gelaufen ist.
Lege
als eine einfache Übung die Tatsache zugrunde, daß Meine gesamte
Schöpfung auf der Ordnung aufgebaut ist. Wenn die Ordnung infrage
gestellt wird, wenn versucht wird, sie als überflüssig oder überholt
darzustellen, wenn sie – ohne dies groß kundzutun – mehr oder weniger
heimlich ausgehebelt wird, oder wenn man glaubt, mit Hektik und Chaos
dem Zeitgeist gerecht werden zu können, dann darfst du erkennen, daß
keine göttlichen Kräfte als Triebfeder dahinterstehen … Und wenn in
einer Gesellschaft, die sich christlich nennt, Werte wie Ehrlichkeit,
Güte, Gleichheit, Gerechtigkeit, Uneigennutz, Achtung vor der Umwelt –
von Liebe ganz zu schweigen – und vieles mehr keine Priorität mehr
haben: Wie weit ist es dann mit der Christlichkeit her, die Ich, ohne
sie so zu nennen, gelehrt und vorgelebt habe? **)
Dann erinnere dich aber auch daran, was Ich über den Hirten, den Lotsen und die Arche
gesagt habe. In äußere Aktivitäten zu verfallen, ist ebenso der falsche
Weg, wie den Sorgen um die Zukunft Raum zu geben. Es gab zu allen
Zeiten – und das gilt auch jetzt – für diejenigen, die ihr Christsein
leben, die Meinen Worten Glauben schenken, und die sich Mir anvertrauen
wollen, nur einen Weg: Meine Hand zu ergreifen, sie nicht wieder
loszulassen und auf der Straße des Lichtes mit Mir gemeinsam zu gehen.
Voller Zuversicht und in dem unerschütterlichen Wissen: Mein
himmlischer Vater liebt mich!
Seid
gesegnet mit Meiner Liebe, seid gestärkt durch die Kraft, die Ich euch
zufließen lasse, und wisset: Ich warte auf euch ..... Amen
*) 29. 3. 2015
**) Christen gab es zur Zeit Jesu noch nicht. Man belegte Seine Anhänger mit der Bezeichnung „Die Sekte des Nazareners“

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