Aus
Liebe zu Gott
Offenbarung vom 14. Dezember 2017
Die Ansprache Gottes an den
Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht sich, wie alles in der Schöpfung,
nach unumstößlichen, geistigen Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen
Schwerpunkte und Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des Ernstes,
der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend auch der geistigen
Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort aufnimmt. In und über allem
aber wirkt die Liebe als Träger aller Offenbarungen, ohne die ein echtes
Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Meine
geliebten Söhne und Töchter, es ist so wichtig, daß ihr zu Verstehenden
werdet, zu Menschen, die in der Erkenntnis der Zusammenhänge
eigenverantwortlich handeln, denen die inneren Augen aufgehen, und die somit
nicht mehr manipuliert werden können. Denn ihr seid freie Kinder, denen Ich ein
großes Herz und als dessen Begleiter einen scharfen Verstand mitgegeben habe.
Mein Wunsch und Wille ist es, daß ihr beides immer weiter entwickelt und dann
auch gebraucht.
Mein Offenbarungswort soll euch daher einerseits immer
wieder in Erinnerung rufen, wer ihr seid, warum ihr die Erde betreten habt, wo
euer Ziel liegt, und wie ihr es am schnellstens und mit einem Minimum an
Mühsal erreicht – deshalb auch die oftmals notwendigen Wiederholungen; und es
soll euch andererseits dazu verhelfen, durch immer weiter- und tiefergehende
Aufklärung zu durchschauen, wie die Gegenseite arbeitet, und in welchem Maße
sie die Menschen beeinflußt und beherrscht. Vor allem aber dient Mein Wort
dazu, euch das erforderliche Rüstzeug zu vermitteln, mit dem ihr euch von den
Fesseln befreien könnt, die der eine mehr, der andere weniger trägt.
Immer wieder habe Ich davon gesprochen, daß alles
in Meiner Schöpfung Evolution ist, daß also nichts von einem Augenblick zum
anderen „aus dem Nichts heraus“ entstanden ist und entsteht. Alles braucht
seinen Entwicklungsprozeß; das gilt für das winzige Lebewesen ebenso wie für
die mächtige Galaxie. Und so entstanden über einen „Zeitraum“, der nicht zu
messen ist, die wunderschönsten, unendlichen Bereiche der Himmel. Auch wenn
es für euch und auch für viele, die schon die lichten Sphären betreten haben,
unverständlich ist: Die Schöpfung hat kein Ende, und sie hat keine „zeitlichen“
und „räumlichen“ Grenzen, weder im Mikro- noch im Makrokosmos, also weder im
Kleinsten noch im Größten.
Sie stellt in ihrer
Herrlichkeit und Vollkommenheit ein mit Worten nicht zu beschreibendes Mosaik
dar: eure ewige Heimat.
Durch den Fall bedingt
fehlen nun in diesem Mosaik viele Steine. Daß sie wieder eingesetzt werden,
steht außer Frage, denn durch Meine Erlösertat als Jesus von Nazareth wurde die
Zerstörung des Bildes gestoppt, und schon viele der einst herausgefallenen
Steinchen haben inzwischen ihren Platz wieder eingenommen.
Ihr könnt dieses Gleichnis übertragen auf die
materielle Schöpfung, und hier ganz besonders auf eure Erde. Auch sie stellt
sich als ein Mosaik dar, das schon lange nicht mehr die Schönheit aufweist, die
ihr einmal zu eigen war. Ein harmonisches Ganzes, eine vielfältige
Farbenpracht, eine ständige Evolution durch das von Mir vorgesehene
Ineinandergreifen aller Prozesse und dadurch ein Wachstum nach Meinen
Gesetzmäßigkeiten waren und sind nicht im Sinne der dunklen Kräfte. Die Erde
und die ihr angeschlossenen Astralbereiche sind ihr – vorläufiger –
Herrschaftsbereich, hier tobt sie sich aus, und zwar in dem Maße, wie es ihr
durch die Menschen, die ihr hörig sind, möglich ist. Doch es sind
nicht nur ihre Anhänger, die sie benutzt. Sie verstärkt – oder versucht es
zumindest – bei allen Menschen die negativen Verhaltensmuster, die
ihr als Ganzes „das Ego“ nennt.
Aus jedem Verhalten, das gegen das Liebegebot
gerichtet ist, bezieht sie Energie; und diese benutzt sie dazu, ihren irdischen
Machteinfluß zu vergrößern, ihre Bereiche in den jenseitigen Welten zu halten
oder auszubauen und gleichzeitig aus eurer Welt ein Mosaiksteinchen nach dem
anderen herauszubrechen. Und das seit Menschengedenken, verstärkt in den
letzten Jahrhunderten und mit aller Macht in den letzten Jahrzehnten.
Schaut in eure Welt und erkennt, wie sie sich heute
darstellt. Keiner, der seine rosarote Brille inzwischen abgesetzt hat und um
eine ehrliche Betrachtung bemüht ist, kommt daran vorbei, die verheerend
fortschreitende Beschädigung des Mosaiks zu akzeptieren. Kein Gebiet ist
ausgelassen worden, um eine Veränderung, die zumeist schleichend eingeleitet wurde,
herbeizuführen mit dem Ziel des Zusammenbruchs eures Systems. Überall, das
heißt ohne einen Sektor auszulassen, hat die Finsternis angesetzt und dabei
scheibchenweise eine neue Moral und Ethik, ein „modernes“ Denken und eine
falsche Freiheit propagiert und eingeführt. Dem Zeitgeist zu folgen ist
einfacher geworden, als die alten Werte hochzuhalten.
Und mit jeder Veränderung hin zu einem Denken und
Verhalten, das nicht mehr den Prinzipien eines liebevollen Miteinanders auf der
Grundlage Meiner Gesetze entsprach, wurde ein Mosaiksteinchen aus dem einst
harmonischen Bild herausgebrochen. Nun bemerken die Ersten, daß das Bild viele
dunkle Stellen hat, die die Verursacher zu übertünchen versuchen.
Jeder von euch kann ein „Prophet“ sein, wenn man
darunter versteht, aus der Betrachtung der Vergangenheit die richtigen
Schlüsse zu ziehen und daraus zu folgern, was die Zukunft bringen wird. Dazu
bedarf es keiner hellseherischen oder sonstigen Begabung. In eurer Schrift
findet ihr das Wort, daß derjenige, der Wind sät, Sturm ernten wird. Wo sind
in Politik, Wirtschaft und in den Religionen die Führer, die genügend Weisheit
besitzen, die Wahrheit dieser Gesetzmäßigkeit zu erkennen, und die den Willen
haben und die Kraft aufbringen, durch ein Umdenken und Umschwenken wenigstens
die schlimmsten Auswirkungen des Sturms zu mildern?
Der größte Teil der Menschheit nimmt viel zu oft eine
Wirkung als etwas „Gottgewolltes“ hin, oft genug auch dem Zufall, der Willkür
oder der Ungerechtigkeit Meinerseits zugeschrieben. In jedem Fall aber sind es
für sie einfach Tatsachen, mit denen man nun einmal leben muß, ohne darüber
nachzudenken, wer durch welches Verhalten die Ursachen dafür gesetzt hat. In
eurem persönlichen Leben – eure früheren Leben eingeschlossen – seid ihr selbst
die Verursacher gewesen; im Miteinander – oder besser: Gegeneinander – der
Völker sind es die Führer, denen ihr die Macht für ein ungesetzmäßiges Handeln
gegeben habt.
Gebraucht daher euren Verstand, Meine Söhne und
Töchter, und überlegt, ob provisorisches Überpinseln und noch so raffiniert
gestaltete Ablenkungsmanöver die Wirkungen dessen verhindern können, was
angerichtet wurde. Wenn ihr zu der Ansicht kommt, daß das nicht die Lösung sein
kann – was dann?
Das Gesetz von Saat und Ernte kennt das Verursacherprinzip,
was bedeutet, daß der Schaden, der angerichtet wurde, durch denjenigen wieder
behoben werden muß, der für den Schaden verantwortlich ist. In der Theorie –
und langfristig gesehen natürlich auch in der Praxis – heißt dies: Jedes
ausgebrochene Mosaiksteinchen muß wieder eingesetzt werden, ansonsten bleibt
das Bild unvollkommen. Jede Unordnung muß wieder beseitigt, jede Disharmonie
umgewandelt, jede Häßlichkeit durch Schönheit und jede Unehrlichkeit durch
Ehrlichkeit ersetzt werden. Und das auf allen Gebieten: in der Natur,
dem Miteinander der Völker und Staaten, der Politik, der Religionen und so
fort. Erst dann sind die gesetzten Ursachen aus der Welt geschafft.
Soweit die Theorie. Ist sie in eurer Welt in die
Praxis umzusetzen? Und zwar durch diejenigen, die zur Einsicht ihres falschen
Verhaltens gekommen sind und nun daran gehen, alles wieder gutzumachen? Ich
überlasse euch bewußt die Beantwortung dieser Frage, damit ihr erkennt, was
geschehen ist und eure Augen nicht mehr vor den Wirkungen verschließt, die
ausfließen werden.
Aber die ehrliche Antwort soll euch nicht ängstigen,
sondern sie soll nur euren Blick schärfen für die Realität. Und sie soll euch
helfen, euch nach innen zu wenden, euch an Meine Kraft in euch zu
erinnern, sich ihrer zu bedienen und so euer Schicksal nicht den Unwägbarkeiten
eines Lebens zu überlassen, das von Ursache und Wirkung bestimmt wird, sondern
es als der Schmied eures eigenen Glückes selbst in die Hand zu nehmen.
Ich
möchte euer Augenmerk auf einen anderen, einen weiteren Aspekt lenken, den Ich
euch schon einmal nahegebracht habe; der wichtig ist für den Aufbau einer
zweifelfreien Zuversicht, eines tiefen Vertrauens, und der unabdingbar ist für
eure innere Ruhe, die sich die meisten wünschen.
Gründend auf dem Wissen, daß Ich keinen Fehler mache,
und alles, was Ich tu und zulasse, auf Meiner Liebe beruht, muß alles – auch
wenn es euch unverständlich erscheint – einen Sinn haben und schlußendlich dazu
führen, daß alles wieder in die Einheit gebracht wird, daß alle „verlorenen
Söhne und Töchter“ wieder heimkehren. Es ist eine Sache, das nur zu
glauben, weil Ich es euch sage; eine andere Sache ist, zu erkennen
und zu verinnerlichen, wie die Heimkehr vonstatten geht, wie die einzelnen
Glieder des Plans der Rückführung nahtlos zusammenpassen. Sie müssen
zusammenpassen, weil jeder Schritt, den sowohl der einzelne als auch die
Menschheit insgesamt tun, die Grundlage für den nächsten Schritt bildet. Und
auch dann, wenn in euren Augen der nächste Schritt weiter in den Abgrund zu
führen scheint, ist er doch notwendig, um die Erkenntnis des eigenen
Fehlverhaltens zu fördern – womit die Abwärtsbewegung gestoppt und in eine
Aufwärtsbewegung umgewandelt wird.
Ich verliere nicht, was Ich in Liebe geschaffen habe,
und Ich habe den Willen und die Allmacht, alle und alles wieder in die
Vollkommenheit zu bringen. Um das zu verstehen, stellt euch eine Spirale vor,
die mit ihrem Anfang und ihrem Ende in den Himmeln verankert ist und auf diese
Weise einen großen Kreis bildet. Alles, was die Himmel verlassen hat, befindet
sich – ohne es zu wissen und vielleicht auch ohne es zu wollen – mit dem ersten
Schritt nach draußen schon wieder auf dem Heimweg, denn der große oder kleine
Kreis, auf dem die Seele ihren Weg außerhalb der Himmel geht, endet wieder
dort, wo er begonnen hat: im Licht!
Das ist etwas, was die abgefallenen Engel nicht wußten
oder nicht bedacht haben; es gilt in gleichem Maße für die unwissende
Menschheit. Weil sich kein Wesen außerhalb Meiner Schöpfung aufhalten
kann – es gibt keinen einzigen Punkt außerhalb, alles ist in Mir –, befindet es
sich immer innerhalb der Schöpfung. Es befindet sich immer innerhalb
einer Kreisbahn, die es mit absoluter Sicherheit wieder zu Mir zurückbringt!
Wann dies der Fall sein wird, ist eine andere Frage und bedingt durch den
freien Willen des Geschöpfes. Daß es aber so sein wird, ist in Meinem Gesetz
festgelegt.
Wäre es anders, dann gäbe es eine Kraft, die stärker
ist als die Meinige, und die Meinen Willen alleine dadurch aushebeln könnte,
daß sie sich ihm widersetzt. Mein Wille aber wird alles, ohne Ausnahme, wieder
in die Einheit führen.
Das als Gedanke für eure Theologen, die Mir zwar die
Allmacht zuschreiben, es aber gleichzeitig für möglich halten, daß man diese
Allmacht durch ein kleines, trotziges, menschliches „Nein, Gott, ich will
nicht“ besiegen kann – und Ich Mein Kind dadurch auf ewig an die Finsternis
verliere … Wobei sie mit diesem, ihrem Gedankengut, das sie immer noch als
verbindlich zu glauben vorschreiben, unzählige Menschen in ein seelisches
Dilemma gestürzt haben und weiterhin stürzen.
Auch du, Mein geliebtes Kind, kommst also zu Mir
zurück! Das sagt dir dein himmlischer Vater.
Weil alles Evolution ist, vollzieht sich auch die
Heimführung nicht von heute auf morgen. Denn sie setzt die Erkenntnis einer
Schuld und die Entscheidung zur Wiedergutmachung voraus. In der Phase der
Auflehnung gegen Mich und der Ablehnung Meiner Liebe und Meiner Führung wird es
geschehen, daß sowohl ganze Gruppen als auch der einzelne mit den Wirkungen
zuvor gesetzter Ursachen konfrontiert werden; nicht als Strafe durch Mich,
sondern als Folge früherer Handlungen, als Erziehungshilfe zum Aufwachen. Das
drückt sich dann in Leid, Sorgen, Nöten, Ängsten, Katastrophen und vielem mehr
aus und kann dazu führen, daß sich die Abwärtsbewegung in der Spirale
verstärkt. Irgendwann aber wird die Erkenntnis und die Umkehr erfolgen, und
der nächste Schritt geht schon in Richtung „Licht und Himmel“, auch wenn dies
noch nicht sogleich als Aufstieg erkannt wird.
Wenn Erkenntnis noch nicht gewonnen und die Umkehr
noch nicht eingeleitet wurden, dann stellt sich die Frage nicht, ob die
Bewegung in der Spirale bereits wieder aufwärts oder immer noch abwärts geht. Bedenkt dies, wenn ihr über die Zukunft spekuliert.
Sucht dabei aber nicht nach Antworten, die ein Datum, und sei es nur ein
ungefähres, beinhalten. Zum einen werdet ihr eine seriöse Antwort nicht
erhalten, und zum anderen ist nicht der Zeitpunkt entscheidend, sondern von
Bedeutung ist in allererster Linie, welche innere Entwicklung ihr genommen
habt, ob ihr nur Wissen angesammelt oder dieses Wissen auch praktiziert habt
und damit „auf dem Laufenden“ seid.
Fragt daher lieber danach, wie Ich euer inneres
Wachstum fördern kann, wie sich die Strahlkraft eurer Seele noch weiter
anheben läßt, und was ihr noch erkennen und umsetzen müßt, um den nächsten
Schritt oder die nächsten Schritte auf eurem Weg zu Mir tun zu können; womit
sich gleichzeitig Mein Schutz verstärken wird.
Antworten auf diese Fragen gebe Ich euch
gern. Ich gab sie euch – in dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe – als ein
grundlegendes Gesetz durch Jesus von Nazareth, und Ich gebe sie seit Jahrhunderten
und verstärkt in den letzten Jahrzehnten durch viele Meiner getreuen Jünger und
Jüngerinnen im Detail.
Wenn
ihr die Richtigkeit Meiner Worte anerkennt, dann versteht ihr auch, warum jeder
Schritt – und scheint er noch unsinnig, unverständlich und oft auch ungerecht –
sein muß: weil er als Basis für den nächsten Schritt dient!
Irgendwo in dieser Schleife befindet sich ein jeder
von euch. Jeder macht die Schritte, die seinem Bewußtsein entsprechen. Anders
geht es gar nicht, weil keiner gegen sein Bewußtsein handeln kann. Tut er es
scheinbar doch, weil andere ihm etwas einreden oder vorschreiben, sagt das nur
etwas über sein momentanes, tatsächliches Bewußtsein aus, in dem
Eigenverantwortlichkeit, Freiheit und Selbständigkeit noch nicht in
ausreichendem Maße erschlossen sind.
Jeder Schritt, den ein Mensch oder eine Seele tut,
wird von Mir genutzt, um – darauf aufbauend – den nächsten Schritt
vorzubereiten. Ob es ein kleiner oder großer ist, darauf kommt es nicht an. Es
wird in jedem Fall der nächste Schritt sein, nicht der übernächste,
denn Ich überfordere keinen! Ich biete an, Ich stelle die Weichen, Ich sorge
für die entsprechende Hilfe; aber immer baue Ich auf dem auf, was Mein Kind
bereits kann, wozu es willens und in der Lage ist, und was es sich für diese
Inkarnation vorgenommen hat. Ich kenne den Reifegrad einer jeden Seele, ihre
Möglichkeiten und Fähigkeiten. Für Mich spielt es keine Rolle, wie sich ein
Kind darstellt. Deshalb ist Meine Liebe auch bedingungslos, auch dir gegenüber,
Mein Kind. Ich kann auch nicht getäuscht werden und daher auch nicht
enttäuscht sein – im Gegensatz zu euch.
Nun stellt euch eine Situation vor, in der ihr dabei
seid, aus eurer Abwärtsbewegung endlich in eine stabilere, schon lange
gewünschte Aufwärtsbewegung zu kommen, nachdem es zuvor – wie auf einer
Achterbahn – immer mal wieder ein Auf und Ab gab. Zu dem Umschwung haben
möglicherweise viele kleine und große Geschehnisse in der Vergangenheit
beigetragen, zu der auch eure früheren Leben gehören. Und Ich war derjenige, der
– im Hintergrund und von euch unbemerkt – für die Anstöße gesorgt und die
Gelegenheiten herbeigeführt hat. Es tut sich nun was in euch; das muß nichts
Großartiges sein. Es können erste Überlegungen sein, in diesem oder jenem
Punkt etwas anders machen zu wollen als früher. Vielleicht bemerkt ihr es
selbst auch gar nicht, weil dem keine bewußte Entscheidung zugrundelag, sondern
sich das neue Verhalten sozusagen „durch die Hintertür“ ‘reingeschlichen hat.
Wenn Ich euch jetzt sage, daß ihr in einer solche
Phase dabei seid, euch von alten Gewohnheiten zu trennen und eingefahrene
Gleise zu verlassen, daß ihr – selbst durch kleinste Veränderungen – begonnen
habt, Mein Liebegebot in eurem Leben umzusetzen: Wäre das nicht ein Grund zur
Freude?
Wahrlich, der Himmel freut sich und verstärkt seine
Unterstützung und hofft darauf, daß eure Anstrengungen nicht behindert oder
wieder zunichte gemacht werden durch Kräfte – in erster Linie durch Mitmenschen
–, die noch nicht erkennen, was die in ihren Augen belanglosen Schritte für
euch und eure innere Aufbauarbeit bedeuten; die vorschnell abwertend urteilen,
weil sie in falscher Einschätzung ihres eigenen geistigen Niveaus ihre
Maßstäbe anlegen und nicht die Wichtigkeit auch des kleinsten Bemühens
eurerseits erkennen. Denn sie wissen nicht um eure Seelenentwicklung, um die
Hilfe, die ihr braucht, und sie begreifen nicht, daß dieser, euer neuer Schritt
dazu dient, den nächsten vorzubereiten.
Verändert nun in dem Bild, das Ich euch gegeben habe,
eine Kleinigkeit:
Die Person, von der Ich sprach, stellt nicht euch,
sondern euren Nächsten dar, der entsprechend seines Bewußtseins handelt – auch
er kann nicht anders –, und an und in dessen Seele Ich „arbeite“, um ihm zu
helfen. Und wahrlich, Ich sage euch, jeder Mensch und jede Seele, ohne
Ausnahme, brauchen Meine Hilfe; wobei auch das Gesetz von Saat und Ernte im
weitesten Sinne eine Hilfe darstellt. Auch euer Beistand und euer Verständnis
werden oft gebraucht, doch wie schnell legen die allermeisten von euch ihre
eigene Richtschnur an die Art und das Tun eures Nächsten an!
Wer sich entschlossen hat, seinen Weg an Meiner Hand
zu gehen, der wird nach und nach aufhören, alles, was um ihn herum und in der
Welt geschieht, zu verurteilen. Er wird aufhören, alles und jeden sofort in
gut und böse einzuordnen; denn nicht nur, daß er die Hintergründe nicht kennt
und mit seiner Verurteilung gegen Mein Gesetz verstößt, es steht ihm auch nicht
zu. Es steht keinem zu. Was nicht bedeutet, die Augen und Ohren verschließen
zu müssen. Aber die „Kunst“, die es zu erlernen gilt, besteht darin, zu sehen,
zu hören – und dennoch zu lieben.
Und selbst dann, wenn es in der Welt oder mit eurem
Nächsten ganz offensichtlich weiterhin abwärts geht, ist dies kein Grund, sich
verurteilend, vorwurfsvoll und anklagend zu verhalten. Seid wachsam und
versucht, ein Geschehen, das euch ins Auge fällt, oder einen Menschen, dessen
Verhalten euch mißfällt, unter dem Gesichtspunkt des eben Geschilderten zu
sehen.
Die Fragen zu stellen „Warum handelt der oder die nicht
anders?“ oder „Warum ist er oder sie immer noch so?“ ruft automatisch die
Gegenfrage auf den Plan: „Was geht das dich an?“ Und wenn du in solchen Momenten
ganz stille wärest, würdest du vielleicht eine zweite Frage empfangen: „Und
warum ist dein Bewußtsein noch nicht weiter entwickelt?“ Denn gemessen an dem,
was ihr wart und wieder sein werdet, gibt es noch viel zu tun …
In der nächsten Phase deines seelischen Wachstums
wirst du anders handeln. Du wirst nichts mehr erwarten, du wirst sehen und
segnen und versuchen, Vorbild zu sein. Und wenn du dich von Mir führen läßt,
wird auch in dir die Frage aufsteigen: „Wie kann ich helfen?“ Dann beginnst du,
das Große und Ganze zu sehen. Dann erkennst du dich als eines von unzähligen
Wesen – Lichtpunkten – in einem unüberschaubar großen Netz, die alle gleich
geliebt werden, die alle miteinander verbunden sind, und deren wahres Glück nur
dann vollkommen sein wird, wenn die Einheit wieder hergestellt ist.
Ich
vermittle euch Wissen nicht nur um des Wissens willen. Wenn ihr klug seid, dann
nehmt ihr das euch heute Geoffenbarte und baut es in eure bisherigen
Erkenntnisse, Weltanschauungen, Vorstellungen und Überlegungen ein. Öffnet eure
Herzen und eure Augen und nehmt die Ernsthaftigkeit in Meinen Worten wahr, aber
auch die darin schwingende Liebe. Niemals geht es Mir darum, Ängste oder Sorgen
hervorzurufen. Wenn solche oder ähnliche Gefühle dennoch in euch emporsteigen,
dann seid bereit, auch dort hineinzuschauen.
Was werdet ihr entdecken? Daß es euch helfen wird,
Meine Hand – bildlich gesprochen – noch fester zu halten als in der
Vergangenheit. Das bedeutet: Euch immer wieder an die Liebe zu erinnern, die
Ich in euch Bin. Vor allem aber, noch verstärkter als bisher
daranzugehen, mit dieser Liebekraft zusammenzuarbeiten.
Vieles an Irrlehren ist durch die Gegensatzkräfte in
den letzten zweitausend Jahren in die Welt und damit in das Denken der Menschen
eingeflossen. Unendlich viel Leid haben sie damit über die gebracht, die ihren
Glaubensvorstellungen und -vorschriften blind gefolgt sind. Einer ihrer größten
„Erfolge“ – aus ihrer Sicht – war der, die Menschen in dem Punkt unwissend zu
lassen, daß Ich die Kraft im Menschen Bin, so daß man in den
unendlichen Weiten des Himmels nach einem Gott suchte und sucht, wo man Mich
als ein fernes, nicht faßbares, abstraktes Wesen vermutet, zu dem man zwar
beten kann und darf, das man aber ansonsten nicht jederzeit und unmittelbar in
das eigene Leben integrieren kann. Was glaubt ihr, wie eure Welt heute aussehen
würde, wenn die vielen, vielen Menschen, die guten Willens sind und nur auf
eine weise und liebevolle Führung warten, begonnen hätten, Mich wissend als die
stärkste Kraft in ihren Alltag einzubeziehen?
Sich über den Nächsten zu erheben ist so alltäglich
und verbreitet, daß es so gut wie nicht mehr bemerkt wird. Und doch ist es
eine fatale Fehlhaltung, die unüberschaubare und schwerwiegende Folgen mit sich
bringt. Denn sie trennt, sie wertet, sie streichelt das Ego, sie stellt das
eigene Denken in den Mittelpunkt und bewirkt dadurch, daß Gemeinsamkeiten
zerstört werden und das Mosaik unschöne Flecken bekommt.
Jeder einzelne von euch kann bei sich, in seinem
Umfeld, dazu beitragen, daß zumindest sein kleines Mosaik, für das er
verantwortlich ist, nach und nach wieder im alten Glanz erstrahlt; daß die
herausgefallenen Steinchen wieder eingesetzt werden. Einen Weg von vielen habe
Ich euch aufgezeigt: Sich Meiner Liebekraft zu bedienen, Zusammenhänge zu
erkennen und daraufhin aufzuhören mit allen abwertenden Gedanken und
Handlungen.
Ein solches, neues Verhalten macht euch frei, was
innerlich zu spüren und äußerlich zu erkennen ist. Ihr löst damit eine positive
Kettenreaktion aus, die ausstrahlt, die andere Menschen und Seelen berührt und
erfaßt. Ihr erfüllt damit einen wichtigen Punkt Meines Liebegebotes, nämlich
den Aspekt, der euren Nächsten betrifft. Und, Meine Geliebten, ihr löst auf
diese Weise viele von den Fesseln, die euch noch binden und euch auf der Stelle
treten lassen.
Wer würde das Lösen seiner Fesseln, das einer
Befreiung aus einem unsichtbaren Gefängnis gleichkommt, nicht wollen, wenn Er
sich Mir und Meiner Führung anvertraut hat?
Laßt das vor euch liegende neue Jahr zu einem Jahr des
Aufbruchs werden. Nehmt die Energie, die jetzt in den Weihnachtstagen vermehrt
und verstärkt fließt, um Entscheidungen zu treffen und einzuleiten; denn
gerade diese Zeit ist besonders dafür geeignet, Gutes zu verstärken und
hervorzubringen. Und betrachtet Meine Worte als das, was sie sind: als einen
weiteren Schlüssel, der euch aus Liebe gereicht wird, um das Tor eures
Gefängnisses zu öffnen, auf daß ihr zum Schmied eures eigenen Glückes werdet.
Amen
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