Freitag, 8. Dezember 2017

Maria spricht über die Zusammenhänge zwischen ihrer gelobten Jungfräulichkeit und ihrer Erwählung zur Mutterschaft ...

Maria Valtorta (1897-1961) wurde in Caserta in der Nähe von Neapel geboren. Sie war das einzige Kind von Giuseppe Valtorta (1862-1935), einem Berufsoffizier der italienischen Armee, der der Familie eine gehobene soziale Stellung sicherte, und seiner Ehefrau Iside Fioranzi (1861-1943), die Französischlehrerin war. Marias Mutter war streng, herrschsüchtig und selbstsüchtig. Sie hinderte ihre Tochter an einer ihren Anlagen gemäßen Ausbildung und vereitelte eine geplante Eheschließung. Alle Herzenswärme hingegen erhielt sie von ihrem Vater, der ihre große Wißbegierde stillte, ihr die Schönheiten der Natur erschloß und mit dem sie eine scharfe Beobachtungsgabe teilte. Die familiären Konflikte belasteten ihn seelisch so sehr, daß er vorzeitig seinen Beruf aufgeben mußte.
Maria Valtorta hat ihr Leben Jesus Christus geschenkt. Sie wollte Sühne leisten für all das was die Menschen Gott antun, durch Missachtung, Verachtung, Verleumdung, Verrat und Undankbarkeit; durch Missachtung der Gottes- und Nächstenliebe oder durch die totale Ignoranz gegenüber von Gott, als den Schöpfer der Menschen, der Welt und des Universums.
Über Jahrzente hat sie unglaublich gesühnt. Sie hat bewusst gelitten wie es ein normaler Mensch nicht aushalten kann. Das hat dazu geführt, dass Jesus sich herabgelassen hat und Maria Valtorta vieles aus seinen letzten 3 Jahren (wie in einem Film) gezeigt hat. - Daraus entstanden 12 Bücher die Maria Valtorta unter Anleitung von Jesus geschrieben hat. Dieses Werk heisst "Der Gottmensch". Alle Christen denen der "Durchblick" durch die Christliche Religion fehlt, bekommen eine Weitsicht und ein Verständnis das viele Theologen, Forscher und vor allem Bibelkritiker nicht haben.

Maria spricht über die Zusammenhänge zwischen ihrer gelobten Jungfräulichkeit und ihrer Erwählung zur Mutterschaft


Kap.25




Als ich die Aufgabe verstand, zu der Gott mich berufen hatte, war ich von Freude erfüllt. Mein Herz öffnete sich wie eine verschlossene Lilie, und aus ihm ergoß sich das Blut, das den Grund und Boden für den Keim des Herrn bildete.

Welch eine Freude, Mutter zu sein!

Ich hatte mich seit frühester Jugend Gott geweiht, denn das Licht des Allerhöchsten hatte mich erleuchtet über den Ursprung des Bösen in der Welt. Daher wollte ich, sofern dies in meiner Macht lag, in mir die Spur Satans auslöschen. Ich wußte nicht, daß ich ohne Makel war. Ich konnte nicht auf den Gedanken kommen, es zu sein. Allein schon der Gedanke daran wäre Anmaßung und Hochmut gewesen; denn, da ich von menschlichen Eltern geboren war, konnte ich mir nicht vorstellen, daß gerade ich die Auserwählte, die "Makellose" sein sollte. Der Geist Gottes hatte mich unterrichtet vom Schmerz Gottvaters über die Verdorbenheit Evas, die sich, obwohl Geschöpf der Gnade, auf das Niveau eines niedrigeren Wesens erniedrigte. Ich hatte die Absicht, diesen Schmerz zu lindern, indem ich mein Fleisch zu engelhafter Reinheit zurückführte und mich unberührt bewahrte vor Gedanken, Wünschen und menschlichen Beziehungen. Nur ihm sollte der Pulsschlag meiner Liebe gelten, nur ihm mein ganzes Wesen angehören. Wenn auch in mir keine Fleischeslust brannte, so war es doch ein Opfer für mich, nicht Mutter zu werden.

Auch Eva hatte der Schöpfervater eine Mutterschaft zugedacht, frei von all dem, was sie heute erniedrigt; eine süße, reine Mutterschaft, ohne die Last des Sinnlichen. Ich habe sie erfahren. Wieviel hat Eva verloren durch den Verzicht auf diesen Reichtum! Es war mehr als der Verzicht auf die Unsterblichkeit. Das soll dir nicht als eine Übertreibung erscheinen. Mein Jesus, und mit ihm ich selbst, seine Mutter: wir haben die Todesnot kennengelernt. Ich die sanfte Mattigkeit der müde Einschlafenden, er die bittere Todesnot nach seiner Verurteilung. Auch an uns ist der Tod herangetreten. Aber die Mutterschaft ohne jegliche Entweihung ist mir, der neuen Eva, allein zuteil geworden, damit ich der Welt sagen konnte, welch süße Freude das Los der Frau gewesen ist, die ohne die Schmerzen des Fleisches Mutter wurde. Das Verlangen nach dieser reinen Mutterschaft durfte auch in der ganz gotthingegebenen Jungfrau bestehen, denn sie ist der Ruhm der Frau.

Wenn ihr nun bedenkt, in welch hohen Ehren die Frau als Mutter bei den Israeliten stand, dann werdet ihr noch besser verstehen, welch ein Opfer ich bringen mußte, als ich diesen Verzicht auf mich nahm. Nun hat die ewige Güte mir dieses Geschenk gegeben, ohne mir den Glanz zu nehmen, mit dem ich bekleidet war, um Blume an seinem Thron zu sein. Darum jubiliere ich in doppelter Freude, Mutter eines Menschen und Mutter eines Gottes zu sein.

Welch eine Freude, daß durch mich der Friede zwischen Himmel und Erde wiederhergestellt wurde.

Oh! Stets hatte ich diesen Frieden aus Liebe zu Gott und dem Nächsten ersehnt, und nun durfte ich wissen, daß er durch mich selbst, der armen Magd des Allmächtigen, der Welt geschenkt wurde! Nun konnte ich sagen: "Oh, ihr Menschen, weint nicht mehr! Ich trage in mir das Geheimnis, das euch glücklich machen wird. Ich kann es euch nicht sagen, denn es ist in mir versiegelt, in meinem Herzen, so wie der Sohn im unversehrten Schoß eingeschlossen ist. Aber schon bringe ich ihn unter euch, und nach jeder verflossenen Stunde ist der Augenblick näher, da ihr ihn sehen und seinen Namen kennenlernen werdet."

Welch eine Freude, Gott glücklich gemacht zu haben: die Freude der Glaubenden an ihrem glücklichgemachten Gott!...

Oh! Vom Herzen Gottes die Bitterkeit über den Ungehorsam Evas genommen zu haben! Die Bitterkeit über ihren Hochmut und ihren Unglauben! Mein Jesus hat mir erklärt, mit welcher Schuld sich das erste Elternpaar befleckte. Ich habe diese Schuld getilgt, indem ich die Stufen ihres Abstieges wieder hinaufstieg.

Der erste Schritt zur Schuld war der Ungehorsam: "Eßt nicht und berührt nichts von diesem Baum!", hatte Gott gesagt. Und der Mann und die Frau, die Könige der Schöpfung, die alles berühren und genießen durften mit dieser Ausnahme, weil Gott wollte, daß lediglich die Engel über ihnen stehen – sie achteten nicht auf dieses Verbot.

Die Pflanze war das Mittel, den Gehorsam der Kinder zu prüfen. Was ist der Gehorsam den göttlichen Gesetzen gegenüber? Etwas Gutes, denn Gott befiehlt nur das Gute. Was ist der Ungehorsam? Er ist böse, denn er versetzt den Geist in den Zustand der Auflehnung, in welchem Satan wirken kann.


Die Verführung Evas

Eva geht zur Pflanze, von der ihr Wohl abhängt: entweder sie geht ihr aus dem Weg oder sie handelt gegen die klare Vorschrift Gottes. Sie läßt sich leiten von der kindlichen Neugierde, sie will sehen, was sie Besonderes auf sich habe; sie läßt sich leiten von ihrer Unklugheit, die ihr das Gebot Gottes unnötig erscheinen läßt, da sie ja stark und rein ist, die Königin des Eden, wo alles ihr gehorcht und ihr nichts Übles zustoßen kann. Ihre Überheblichkeit wird ihr zum Verderben. Überheblichkeit ist schon Sauerteig des Hochmuts.

Bei der Pflanze findet sie den Verführer, der ihrer Unerfahrenheit, ihrer jungfräulichen, so wunderbaren Unerfahrenheit, das Lied der Lüge singt. "Du glaubst, hier sei etwas Schlechtes? Nein! Gott hat dir das gesagt, weil er euch als Sklaven halten will. Glaubt ihr, Könige zu sein? Ihr seid nicht einmal so frei wie das wilde Tier. Ihm ist es erlaubt, sich in wahrer Liebe zu lieben. Euch nicht! Ihm wird es gewährt, Schöpfer zu sein wie Gott. Das Tier kann Junge zeugen und sieht seine Familie beliebig anwachsen. Ihr nicht! Euch wird diese Freude versagt. Wozu also hat er euch als Mann und Frau erschaffen, wenn ihr in dieser Weise leben müßt? Seid Götter! Ihr wißt nicht, welche Freude es ist, wenn zwei im Fleisch eins werden und dadurch einen Dritten zeugen! Glaubt den Versprechungen Gottes nicht; glaubt nicht, daß ihr das Glück der Nachkommenschaft haben werdet und sehen werdet, wie eure Kinder neue Familien gründen und Vater und Mutter um ihretwegen verlassen. Er hat euch nur ein Scheinleben gegeben: das wahre Leben besteht darin, die Gesetze des Lebens zu kennen; das macht euch zu Göttern, und ihr könnt zu Gott sagen: 'Wir sind deinesgleichen'."

Und die Verführung geht weiter; denn es war kein Wille da, sie abzuweisen; vielmehr war der Wille da, ihr weiter zu folgen und das kennenzulernen, was der Mensch nicht wissen sollte. So wird der verbotene Baum für das Menschengeschlecht wirklich todbringend; denn an seinen Zweigen hängt die bittere Frucht des Wissens, das von Satan kommt. Und die Frau wird zum Weib, und mit dem Sauerteig des satanischen Wissens im Herzen geht sie hin, um Adam zu verführen. So ward das Fleisch erniedrigt, der Charakter verdorben, der Geist entehrt. Sie lernten den Schmerz und den Tod des der Gnade beraubten Geistes kennen und den Tod des der Unsterblichkeit beraubten Fleisches. Und die Wunde Evas gebar das Leiden, und sie wird nicht heilen, bevor nicht das letzte Paar auf Erden gestorben ist.

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