Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
25 »Ich habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Göttliche Offenbarung erhalten durch das Innere Wort am
14 Juni 2015.
Aus Liebe zu Gott
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Meine
geliebten Brüder und Schwestern, als Ich vor rund zweitausend Jahren
dem jüdischen Volk Meine Lehre verkündete, mußte Ich Mich dem Bewußtsein
der Menschen, Meinen Zuhörern, anpassen. Das ist heute nicht anders.
Daraus zu schließen, der Geist Gottes habe den Menschen nicht mehr zu
sagen als das, was Er bisher geoffenbart hat, ist ein verhängnisvoller
Trugschluß, dem diejenigen erliegen, die glauben, mit ihrer eingeengten,
menschlichen Sicht die unbegrenzten Möglichkeiten des ewigen, zeitlosen
Geistes beurteilen zu können.
Wissen,
Erkenntnisse und Weisheit in ungeahnter Fülle liegen bereits in jeder
Seele und jedem Menschen und werden sich ihnen nach und nach
erschließen, so sie den Weg des Inneren Christentums gehen, den Weg der
gelebten Liebe. Die Bezeichnung „Inneres“ weist schon darauf hin, daß es
auch ein äußeres Christentum gibt, das vergleichbar ist mit der
passiven Mitgliedschaft in einer Vereinigung.
Am
Beispiel des „Glaubens“ läßt sich leicht herausarbeiten, wo die
Unterschiede liegen; und auf diese Weise kann jeder selbst erkennen – so
er mag –, ob er die Beziehung zu Mir, ob er das Leben mit Mir ernsthaft
anstrebt oder bereits gestaltet. „Ich glaube an Gott“ ist eine
Äußerung, oft nicht mehr als eine Floskel, die überall und immer wieder
auf der Welt gebraucht wird. Sie ist und bleibt dann eine Worthülse,
wenn ihr nicht die Konsequenz, die diese Aussage beinhaltet, im
persönlichen Verhalten folgt.
Der
Glaube an Mich beinhaltet auch die Anerkennung Meines Willens, auch
wenn der Mensch mit dem, was ihm das Leben vorsetzt, und was er als
Meinen Willen zu erkennen glaubt, sehr oft nicht einverstanden ist.
Dennoch ist beides untrennbar miteinander verbunden. Unzählige Male wird
täglich auf der Welt das VATER UNSER und damit „Dein Wille geschehe“
gebetet, in den allermeisten Fällen, ohne um die tiefe Bedeutung dieses
Wortes zu wissen oder auf sie achten. Wer macht sich Gedanken über das,
was er dort ausspricht?
Der
Mensch bittet Mich darum, daß Mein Wille geschehen möge. Wahrlich, Ich
sage euch, Mein Wille geschieht ohnehin, seit Ewigkeiten und in
Ewigkeiten, denn nichts steht über Meinem Willen. Allerdings ist es
möglich, durch ein ungesetzmäßiges Verhalten im Eigenwillen Meinen
Willen kurzzeitig zu unterlaufen, aber auch ein solches Tun steht nicht
außerhalb Meiner göttlichen Gesetzmäßigkeit, sondern ist und bleibt in
Meinen Willen eingebunden. Er setzt lediglich das Gesetz von Ursache und
Wirkung in Kraft, das aus Meiner Liebe ist und Meinem Willen
unterliegt.
Wenn
ihr also betet „Dein Wille geschehe“, dann verbindet doch einmal damit
die Vorstellung, die nur ein klein wenig anders formuliert ist, es aber
„in sich hat“. Gebt ihr die Bedeutung, ja drückt damit den Wunsch aus:
„Dein Wille geschehe an mir“. Und dann spürt in euch
hinein, was für Empfindungen in euch aufsteigen, vorausgesetzt, eure
Bitte, euer Wunsch an Mich kommt aus einem hingebungsvollen Herzen und
entspricht einer tiefen Liebe. Was empfindet ihr? Freude darüber, daß
ihr Mir ohne Wenn und Aber euer Leben in die Hand gegeben habt? Verspürt
ihr schon die Freiheit, die auf euch wartet? Macht sich schon das
Wissen breit, daß jetzt alles nur noch gut werden kann? Oder kommen
Ängste in euch hoch, was nun wohl geschehen wird? Was Ich euch nehmen
oder künftig verweigern werde? Welche Wege Ich euch schicken werde, die
möglicherweise euren eigenen Ideen entgegenstehen?
Allein
dieses kleine Gedankenspiel, bestehend aus den Worten „Glaube“ und
„Wille“, kann euch einiges über euch selbst sagen. Es kann euch darüber
Auskunft geben, ob ihr schon mit dem Inneren Christus lebt oder noch
einem äußeren Christentum den Vorzug gebt. Oder vielleicht gerade dabei
seid, Meine Liebe in euch zu entdecken, sich ihr zu nähern und beginnt, euch in unsere Liebebeziehung mehr und mehr hineinzufinden.
Wer
die erwähnte VATER UNSER-Bitte nicht nur mit den Lippen formuliert,
sondern sie, wie zuvor vorgeschlagen, mit dem Herzen laut oder leise
ausspricht und vor allem so empfindet, den nehme Ich an die Hand, auf
dessen Lebensschiff übernehme Ich als Lotse das Kommando. Und Ich sage
euch – für den einen oder anderen als hilfreiche Wiederholung –, daß damit die göttliche Liebe „an Bord“ gekommen ist! Kann es für einen Christen etwas Wünschenswerteres und Erstrebenswerteres geben als die Tatsache, daß sein Leben nun nicht mehr den unberechenbaren Widrigkeiten des Schicksals ausgeliefert ist, weil Ich – der große Weichensteller – künftig das Sagen habe?
Ich
sorge dann dafür, daß ihr auf das Gleis kommt, das euch in die von Mir
vorgesehene Richtung bringt. Es ist die gleiche Richtung, in die auch
eure Seele fahren möchte, die mit großer Wahrscheinlichkeit schon seit langem einen Kampf gegen ihren Menschen führt; die
sich dabei unglücklich und unfrei fühlt, trägt sie doch die Sehnsucht
in sich, sich mehr und mehr zum Licht hin entwickeln zu wollen.
Eure Ängste, daß Ich euch etwas nehmen werde, was
ihr Mir nicht freiwillig gebt, sind völlig unbegründet, denn der freie
Wille des Menschen ist Mir unter allen Umständen heilig. Was ihr also
noch behalten möchtet, weil sich euer Mensch so daran gewöhnt hat –
obwohl er schon weiß, daß er es irgendwann doch einmal lassen wird –,
das lasse auch Ich euch. Aber
Ich werde euch dabei helfen, durch eine innere Veränderung nach und nach
andere Prioritäten in eurem Leben zu setzen. Und was ihr dann als
„Ersatz“ dafür bekommt, ist unvergleichlich wertvoller als das, was ihr
in Unkenntnis noch halten wolltet. So arbeitet die Liebe in euch.
Meinen
Willen an euch geschehen zu lassen läuft schlußendlich auf die von Mir
schon oft angesprochene Hingabe hinaus. Habt ihr Mir euer Ja gegeben,
dann wird im Geistigen vieles vorbereitet; auch deshalb bezeichne Ich
Mich als den „großen Weichensteller“. Ich kann und werde euch dann als der göttliche Bruder an eurer Seite schrittweise – so, wie es eurem Vermögen, eurem Willen und den Umständen, in denen ihr lebt, entspricht – an die Aufgaben heranführen, die es noch zu bewältigen gilt. Dabei braucht ihr nicht zu befürchten, daß ihr den richtigen Zeitpunkt verpaßt oder das, was zu tun ist, nicht erkennt. Fanatismus oder hektisches Suchen im Äußeren, um nun auch ganz schnell eurer erklärten Bereitschaft Taten folgen zu lassen, wären völlig fehl am Platz. Das würde euch nur schaden und euch auf der Stelle treten lassen, wenn nicht gar zurückwerfen.
Ich habe viele Möglichkeiten: Ich rufe euch zum Beispiel in eurem Inneren, wenn Mir dies aufgrund eurer Hingabefähigkeit und Liebe schon gelingt. In jedem Fall aber erreiche Ich euch! Und sei es durch Menschen, Impulse des täglichen Lebens, durch
die sogenannten „Zufälle“ und vieles mehr. Die Frage ist also nicht, ob
I c h euch rufe, sondern ob i h r e u c h r u f e
n l a ß t. Das ist euer Anteil; damit ist die Hand gemeint, die sich Mir mit einem freiwilligen Ja entgegenstreckt.
Wer mit dem Wort „Dein Wille geschehe an mir“ mehr und mehr einiggeht, in
dem wird es schließlich zur festen Überzeugung werden, daß alles, was
in seinem Leben geschieht, gut und richtig ist. Zwar kann es bis dahin ein langer Prozeß sein, aber für einen Christen, in dem Erkenntnis und Weisheit aufgebrochen sind, ist dies keine grundsätzliche Frage mehr. Dies setzt allerdings voraus, daß er nicht nur Wissen angehäuft hat, sondern daß dieses Wissen in ihm fest verankert und somit zu einem Teil seiner engen und liebenden Beziehung zu Mir geworden ist.
Es erfordert schon eine gehörige Portion an Vertrauen, daß ein Mensch sagen kann: „Alles ist gut für mich, was aus der Hand meines Vaters kommt“. Doch kann auch dieses Beispiel dafür herhalten, mit der Herzenslogik, die Ich euch lehre, zu ergründen, was es mit der Richtigkeit dieser Aussage
auf sich hat. Und ob es Aufschluß darüber geben kann, inwieweit der
einzelne Mein seit langem gegebenes Offenbarungswort schon verinnerlicht
hat.
In wenigen Sätzen zur Erinnerung: Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Körper. Der Geist ist das ewige, unzerstörbare, unvergängliche Leben aus Gott in ihm. So ist er geschaffen, und so wird er einst wieder sein. Die Seele mit ihren verschiedenen Hüllen hat sich beim Verlassen der himmlischen Bereiche um den reinen Geist gelegt und stellt sich als ein mehr oder weniger lichter Energiekörper dar. Bei der Geburt tritt die Seele in den Menschen ein und verläßt diesen wieder beim sogenannten „Tod“. Sie geht dann, dem Gesetz der Anziehung gemäß, in d i e feinstofflichen Bereiche, die ihrem eigenen Zustand gleichen. Dort geht das Lernen und die Erweiterung ihres Bewußtseins ähnlich
vonstatten, wie dies auf der Erde war bzw. auf der Erde hätte
angestrebt werden sollen. Falls der Wunsch der Seele besteht, ihren
Lernprozeß zu „beschleunigen“, hat sie die Möglichkeit, erneut zu
inkarnieren: Ein Mensch wird geboren, der in sich eine – seine – Seele trägt, in der nach wie vor der ewige Geist – die Kindschaft Gottes – lebt. Wenn
sich der Mensch um ein Leben in Sinne der Gottes- und Nächstenliebe
bemüht, lichtet sich seine Seele, ihre Strukturen werden feiner und
reiner, und sie geht, wenn sie die Erde wieder verläßt, in helle,
hochschwingende Bereiche, von denen aus eine Weiterentwicklung bis zum Wiedereintritt in die Himmel möglich ist, ohne daß noch einmal eine Inkarnation notwendig wird.
Mein Bestreben, der Ich als Jesus Christus die Liebe im Vater Bin, ist es, jede Seele – sei sie nun gefallen oder aus freien Stücken ausgegangen – in die ewige Heimat zurückzuführen, und zwar nicht irgendwann, sondern nach Möglichkeit so rasch wie möglich. Zwar gibt es im Geistigen keine Zeit in eurem Sinne, aber Ich möchte jeder Seele und jedem Menschen einen oftmals langen Weg, nicht selten einen Leidensweg, ersparen. Denn Ich liebe alle. Ich liebe alle, ohne Ausnahme, mit der gleichen brüderlichen Innigkeit, Herzlichkeit und Wärme.
Die Erde ist die Schule, die die Seelen besuchen, um dort zu lernen. Was soll gelernt werden? Alle die menschlichen Schwachheiten und Unzulänglichkeiten, die im Laufe eines Lebens dem Menschen bewußt werden, sollen in Festigkeit und Stärken im Sinne der Liebe umgewandelt werden. Wird dieser Lernprozeß freiwillig, vielleicht sogar freudig angegangen, stehen dem Menschen alle Kräfte der Himmel zur Seite. Werden die Lernaufgaben dagegen nicht erkannt oder
bewußt ignoriert, dann tritt das Gesetz von Ursache und Wirkung auf den
Plan, nicht um den Menschen zu ärgern oder gar zu züchtigen, sondern um
ihn dazu zu bewegen, sein Verhalten zu überdenken und zu ändern.
Wer diese Zusammenhänge kennt, der
weiß auch darum, daß seine irdische Inkarnation nur ein „Zwischenspiel“
ist, daß seine menschliche Hülle nur eine zeitlich begrenzte
Erscheinungsform darstellt, die lediglich die Aufgabe hat, der Seele –
dem wichtigeren Teil – eine vorübergehende Wohnung zu bieten. Denn
die Seele ist das, was übrig bleibt. Ihr Zustand, ihre Entwicklung
bestimmen das künftige Leben im Jenseits, sobald der Körper abgelegt
ist.
Das
Ziel eines jeden Menschen sollte es daher sein, sich so zu verhalten,
daß sich seine Seele von ihren Verschattungen nach und nach befreit, so daß sie mit jeder erfolgreich bewältigten Aufgabe gemäß dem Gebot der Gottes- und Nächstenliebe höherschwingt.
Auf diese Weise gewinnt sie an Kraft und Ausstrahlung und entwickelt
Schritt für Schritt die in ihr angelegten göttlichen Eigenschaften von
der Ordnung bis hin zur Barmherzigkeit.
Alles, was nun im Laufe eines Lebens auf einen Menschen zukommt, sind Lernaufgaben, die für das Wohl seiner Seele bestimmt sind, und,
wenn er sie erkennt und annimmt, nicht selten auch dem Wohl des
Menschen dienen. Ohne diese Lernaufgaben – seien sie nun durch das
Gesetz von Ursache und Wirkung in des Menschen Leben getreten oder von
ihm angenommen worden in
der Erkenntnis, daß sie eine Hilfe aus dem Geiste darstellen – ist ein
Vorwärtsschreiten im Sinne einer Nach-und-nach-Vervollkommnung nicht
möglich.
Bemüht eure Herzenslogik, Meine geliebten Brüder und Schwestern: Wenn ihr zugrundelegt, daß die göttliche Allmacht keinen Fehler macht, und daß sie in ihrer Liebe in erster Linie die Entwicklung der Seele im Auge hat – wie kann dann jemals auf einen Menschen etwas zukommen, das nicht gut und richtig für ihn wäre? Menschen
ohne geistiges Wissen, ohne die Kenntnis dieser Zusammenhänge verstehen
ihr Leben nicht; nicht selten klagen sie Gott an für das, was ihnen widerfährt.
Wie
aber sieht es mit denen aus, die um diese Dinge wissen? Wissen alleine
reicht nicht aus, um an einen gnädigen und gütigen Vater zu glauben und Ihm bedingungslos zu vertrauen. Dazu bedarf es mehr. Es braucht die Verinnerlichung – die mehr ist als nur zu glauben –, daß es eine fehlerfreie, göttliche Führung gibt, deren Liebe dir und dir und dir, die allen ohne irgendeine Einschränkung gilt.
Kannst du dich schon als ein geistiges Wesen erkennen, das nur Gast auf Erden ist? Kannst du aus dieser Sicht schon einordnen, was für einen Wert das hat, was auf dich, auf deinen Mensch zukommt? Wenn dir dies gelingt, wenn du dich in erster Linie als ein unsterbliches Wesen siehst, als ein von Gott geliebtes Geschöpf, dann wirst du auch dem folgen können, was Ich dir soeben nahegebracht habe. Dann wirst du auch sagen können: „Alles ist gut“, weil es der Stärkung und Entwicklung deines wahren Wesens dient; auch wenn es dazu möglicherweise noch einiger Übung bedarf, bis dies tief in dir verankert ist. Ich helfe dir dabei, wenn du Mich darum bittest.
Kannst du dies trotz geistigen Wissens noch nicht so annehmen, so bietet dir das Gesagte eine Möglichkeit zur Selbsterkenntnis. Möchtest du es in freier Entscheidung aber gerne zu deinem Empfinden und Denken machen, so komm ebenfalls zu Mir. Dann „arbeiten“ wir gemeinsam an dieser Aufgabe.
Zur
Entwicklung von Seele und Mensch gehört auch, daß diejenigen, die Mir
in der Tat – und nicht nur dem Worte nach – nachfolgen, in ein eigenständiges Denken und Handeln hineinwachsen; daß sie in Eigenverantwortung erkennen können und entscheiden lernen, ob etwas Meinen ewigen Gesetzmäßigkeiten entspricht oder nicht.
Es ist seit jeher üblich – weil einfacher –, sich an geistige oder politische Obrigkeiten und Führer zu wenden, um Gewißheit bei strittigen Fragen zu bekommen. Dabei mißt man die Richtigkeit oder Gültigkeit ihrer Antworten oder Argumentationen nicht daran, ob sie aus einem Bewußtsein kommen, das durch eine Nachfolge in Meinem Geiste gewachsen ist, sondern an ihrem Intellekt, ihrem Studium, ihren Titeln, ihrer Weltgewandtheit, ihrem Redevermögen. Nicht selten aber ist die Grundlage des Denkens eurer Oberen die Anpassung an den Zeitgeist oder an das Verhalten anderer, womit sie denjenigen, auf deren Zustimmung sie angewiesen sind, entgegenkommen. Oder sie beharren auf Dogmen,
Lehrmeinungen und Grundsätzen, die sie nicht bereit sind zu
hinterfragen, und das aus Angst, ihre Machtstrukturen würden zu bröckeln
beginnen. Was ohnehin der Fall ist.
Aber auch allzuschnell wird die Möglichkeit erwogen, doch bei der geistigen Welt – bei Gott, Jesus Christus, Engeln und im bedenklichsten Fall bei sogenannten Meistern – um eine Antwort nachzusuchen. Der Himmel gibt denen, die sich redlich mühen, alle Hilfen zur Erkenntnis, was nicht bedeutet, daß der Fragende gleich eine klare Antwort bekommt, die dann in etwa so lautet: „Tu dies oder das, oder laß es bleiben“ oder „Dies ist richtig, und das ist falsch“.
Warum das so ist, liegt für denjenigen, der eigenverantwortlich um seine innere Entwicklung bemüht ist, auf der Hand. Einerseits:
Wer vorschnell Entscheidungen kritiklos anderen überläßt, läuft Gefahr,
in eine Richtung geführt zu werden, die mit göttlichen
Gesetzmäßigkeiten nicht vereinbar ist; die aber kaum hinterfragt wird, weil sowohl der Frager als auch der Antwortgeber um Meine Gesetzmäßigkeiten nicht wissen bzw. sie ihren Entscheidungen nicht zugrundelegen. Andererseits: Das
eigene Ringen, das Bemühen, mit Meiner Hilfe im Inneren Antworten zu
finden, wird oftmals vorschnell unterbunden. Was nicht bedeutet, daß kein gegenseitiger Austausch stattfinden soll; daß keine Hilfe beim Nächsten erbeten werden darf; oder auch mal ein direktes Wort aus dem Geiste möglich ist oder angebracht sein kann.
Wer
sich dagegen bemüht, die 10 Gebote, das Gesetz der Gottes- und
Nächstenliebe und die Bergpredigt zum Maßstab seiner eigenen Antworten
zu machen, der wird an der Auseinandersetzung mit entsprechenden Fragen
innerlich wachsen, weil sein Blick immer klarer wird für die vielen Fallen, die die Finsternis aufgestellt hat; und in die immer mehr Menschen hineingeraten, weil sie das Denken anderen überlassen.
Ich führe euch seit Monaten in das ein, was Ich „Herzenslogik“ nenne. Damit habt ihr ein Instrument an die Hand bekommen, das euch hilft, auch dort Antworten zu finden, wo sie augenscheinlich nicht zu finden sind, weil die anstehenden Fragen in dieser Ausführlichkeit und Deutlichkeit noch nicht behandelt worden sind. Ich betone diesen Punkt so nachdrücklich, weil ihr in der Zukunft immer mehr und immer öfter darauf angewiesen sein werdet, euren „gottgegebenen Verstand“ in Verbindung mit einem tieferschauenden Herzen zu benutzen.
Aktuell schlägt die Frage, ob Menschen gleichen Geschlechts heiraten dürfen oder nicht, nicht nur in eurem Land hohe Wellen. Soll man dies befürworten oder nicht? Ist daran etwas „sündhaft“ oder nicht? – falls diese Frage überhaupt gestellt wird. Viele Menschen wüßten gerne, was Ich dazu sage. Und darum schneide Ich diesen Punkt an, obwohl Ich weiß, daß Meine Antwort sie nicht voll zufriedenstellen wird. Denn sie werden nach wie vor auf ihr eigenes Empfinden, Denken und Verhalten verwiesen.
Vorab und grundsätzlich: Es ist nicht im Gesetz Gottes, über einen anderen Menschen zu urteilen oder ihn für das, was er tut, zu verurteilen. Was aber andererseits nicht bedeutet, nur deshalb alles als „dem Gesetz Gottes entsprechend“ anzusehen, weil darüber kein Urteil gefällt werden darf. Ich erinnere euch an eine Offenbarung, in der es darum ging, „zu sehen und dennoch zu lieben.“ „Ich“, so sprach Ich, „sehe und höre zwar alles, aber Ich verurteile nichts. Ich liebe bedingungslos.“
Heißt
das nun aber, daß ihr bei aller Liebe nicht unterscheiden könnt oder
dürft, ob ein solches Verhalten Meinem Gesetz entspricht oder nicht? Daß
ihr den Verstand ausschalten und alles als richtig und im Sinne Meiner
göttlichen Gesetze akzeptieren müßt? Damit würdet ihr den
Gegensatzkräften Türen und Tore öffnen, so daß sie ihr Gedankengut
raffiniert in kleinsten Dosen unters Volk bringen könnten. Was sie,
nicht nur jetzt, sondern schon seit tausenden von Jahren, versuchen.
Nicht ohne Erfolg.
Bemüht
euer Herzensdenken und überlegt: Die Schöpfung ist auf der Dualität
aufgebaut, was bedeutet, daß es ein gebendes und ein empfangendes
Prinzip gibt, auch als schaffendes und bewahrendes bezeichnet. Beide
ergänzen sich auf eine so vollkommene Weise, die euch Menschen nicht
bekannt ist. Beide sind eigenständig, aber gemeinsam bilden sie „eine
Flamme vor Gottes Thron“. Ohne die Dualität gäbe es die Schöpfung nicht,
es gäbe kein Wachstum, keine ununterbrochene Evolution, weil die Zelle,
die dies bewirkt, nicht vorhanden wäre.
Um
es direkt und unmißverständlich auszudrücken: Im Himmel gibt es keine
gleichgeschlechtliche Dualität! Für eine irdische Inkarnation kann dies
unter Umständen eine Option sein, die alleinig der Entscheidung des
einzelnen, seiner Vergangenheit und seiner Lernaufgabe unterliegt. Wenn
das der Fall ist, geschieht dies zwar innerhalb Meines allumfassenden
Gesetzes, ist aber nicht die Norm, sondern bedingt durch ganz
persönliche, individuelle Voraussetzungen. Wer daraus ableitet, eine
solche Vereinigung sei gottgewollt – zugelassen ja, wenn es die
besonderen Umstände erfordern – oder sie gar zu einer allgemein gültigen
Regel macht, kann sich nicht auf Mein Gesetz berufen.
Die
Schlußfolgerung daraus ist nicht schwer zu ziehen: Außerhalb der
rein-geistigen Bereiche werden solche Gemeinschaften zwar gepflegt, ob
sie jedoch vor Meinem ewig gültigen Gesetz Bestand haben, könnt ihr nun
in Eigenverantwortung selbst entscheiden. Von euren Politikern könnt ihr
eine kompetente Beantwortung der Frage, ob ja oder nein, nicht
erwarten.
Daß
sie auch in diesem Punkt dazu tendieren, sich dem Zeitgeist zu
unterwerfen, darf euch nicht verwundern. Der Zeitgeist, hinter dem Mein
und euer Widersacher agiert, versucht ununterbrochen, auf allen Gebieten
ein neues Denken und neue Verhaltensweisen einzuführen, was dann – nach
einer gewissen Zeit der Eingewöhnung – zu einer allgemein akzeptierten
Tatsache wird, weil sie inzwischen gang und gäbe geworden ist. Darauf
baut dann die nächste, häufig kaum wahrnehmbare Verdrehung Meines
Gesetzes auf, die all jene gutheißen, die – obwohl sie sich oftmals
Christen nennen – von der inneren Wahrheit, vom Inneren Christentum weit
entfernt sind. Und damit auch von Erkenntnis, Einsicht und Weisheit.
Denn ein Christ, also ein Mensch, der sich bemüht, Meinem Beispiel in
seinem Leben zu folgen, orientiert sich an Meinen Geboten, an Meiner
Liebelehre. Das bedeutet, daß er nicht heuchlerisch taktiert, nicht
lügt, keine Intrigen spinnt, keine faulen Kompromisse um des eigenen
Vorteils willen eingeht und vieles mehr. Ein Christ – wenn er diese
Bezeichnung für sich in Anspruch nimmt – erfüllt Meinen Willen,
zumindest bemüht er sich nach Kräften darum.
Bewahrt
euch eure innere Klarheit. So ihr wollt, prüft eure Obrigkeiten und
diejenigen, die weltliche Gesetze erlassen und damit weitreichende
Entscheidungen treffen, daran, ob sie mit ihrem Tun und Lassen auf dem
Boden Meiner Lehre stehen. Aber tut dies erst, nachdem ihr euch zuvor
selbst geprüft habt …! Und unterlaßt es, andere abzuwerten, nur weil sie
noch nicht in der Lage sind, Mein Gesetz besser verstehen und befolgen
zu können!
Fragt
euch im Zweifelsfall – vor allem, wenn es um euer eigenes Verhalten
geht –, wie Jesus von Nazareth gehandelt hätte. Sicher wird es euch
nicht immer gelingen, ebenso zu handeln, aber ihr habt dann zumindest
einen Maßstab, an dem ihr euch ausrichten könnt. Je öfter euch dies
gelingt, um so inniger wird unsere Beziehung werden. Aber um so
deutlicher werdet ihr auch erkennen, daß wahres Christsein kein
Sonntagsspaziergang ist, bei dem man nur netten Menschen begegnet und
sich freundlich grüßt. Das Innere Christentum fordert den ganzen
Menschen, es umfaßt und verändert ihn grundlegend.
Und
es huldigt nicht dem Zeitgeist, sondern orientiert sich einzig und
allein an den unumstößlichen Gesetzen Meiner alles einschließenden
Liebe.
Ich
segne alle Meine Brüder und Schwestern, besonders diejenigen, die diese
Meine Worte lesen, auf daß sie sie in ihrem Herzen bewegen und
bewahren. .... Amen.

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