Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Bertha Dudde, Offenbarung Nr. 3528, erhalten durch das Innere Wort am 28.08.1945
Ungenützte Erdentage .... Reue .... Gotteskindschaft ....
Unwiederbringlich verloren sind die Tage, die der Mensch
ungenützt läßt auf Erden für seine geistige Höherentwicklung, denn sowie
das Erdenleben vorüber ist, sind ihm die Gelegenheiten genommen, Werke
der Liebe zu verrichten aus eigener Kraft. Er kann zwar im Jenseits
gleichfalls streben nach oben, doch er empfängt erst Kraft in einem
gewissen Reifegrad. Hat die Seele aber diesen nicht erreicht, dann ist
sie völlig kraftlos, während auf Erden auch der unvollkommenste Mensch
über Kraft verfügt, die er nützen kann zum Wirken in Liebe. Und
wenngleich er im Jenseits auch die Möglichkeit hat, geistig zu reifen
.... die ungenützte Zeit auf Erden geht ihm verloren, die er zur
Erreichung des höchsten Zieles verwenden konnte .... der
Gotteskindschaft, die einen Reifegrad erfordert, der niemals im Jenseits
nachgeholt werden kann. Es muß der Mensch mit ganzer Kraft dieses Ziel
anstreben, er muß sich voll und ganz Gott hingeben und nach Seinem
Willen leben, dann aber nützet er auch jeden Tag auf Erden aus, er lebt
sein Erdenleben bewußt immer mit dem Blick nach oben, er führt ein
geistiges Leben, das das irdische Leben überstimmt. Wer aber lau und
träge ist, wessen Herz sich teilet zwischen Gott und der irdischen Welt,
der wird Tage verleben, wo er nur rein irdisch gesinnt ist, und diese
Tage gehen ihm verloren für die Ewigkeit. Denn die Welt weckt irdische
Begierden, sie weckt Triebe im Herzen des Menschen, die der Liebe
entbehren, und die Seele wird ihrer Fesseln nicht ledig, die Hülle wird
nicht gesprengt, sondern eher verdickt, und der Geist wird in seiner
eigentlichen Tätigkeit gehindert, er kann nicht wirken, und der Mensch
ist den Kräften preisgegeben, die ihn durch die Welt zu gewinnen
trachten. Eine Höherentwicklung auf Erden bedingt aber die Freigabe des
Geistes, denn erst, so dieser wirken kann in ihm, schreitet der Mensch
aufwärts, getrieben vom Geist, der seinen Untergang verhütet und die
Seele ins geistige Reich einführt. Ist der Geist im Menschen einmal
erwacht, dann versinkt er nicht mehr in den Schlaf, dann ist er
unentwegt tätig .... dann nützet der Mensch auch jeden Tag für sein
geistiges Wohl. Doch solange er schlummert, bleibt die Seele auf
gleicher Stufe stehen, sie lebt dann nur auf der irdischen, nicht aber
in der geistigen Welt. Und diese Tage gehen ihr verloren. Zur Erreichung
der Gotteskindschaft gehört ein voll ausgenütztes Erdenleben, ein
Leben, wo der Wille stets Gott zugewandt ist, wenngleich der Mensch
großen Versuchungen ausgesetzt ist, die seinen Willen erproben sollen.
Solange sich der Wille des Menschen noch nicht entschieden hat für Gott,
kann sich die Seele auch nicht aufwärtsentwickeln, vielmehr ist die
Gefahr des Rückschrittes groß, weil der Gegner Gottes kein Mittel
unversucht läßt, die Seele zu gewinnen. Und sein Mittel ist die Welt mit
ihren Lockungen und ihrem Scheinglanz, der die Seele zu leicht
verfällt. Es gehört also der Mensch erst dann Gott an, wenn er die Welt
überwunden hat, dann erst schreitet er zur Höhe, und dann darf kein Tag
ungenützt bleiben, soll voller Erfolg erzielt werden. Im Jenseits gibt
es für die Seele wohl auch eine Höherentwicklung, so sie den Willen dazu
hat, doch bis sie den Lichtgrad erreicht hat, ist es äußerst mühevoll
und erfordert lange Zeit .... sie muß sich erst die Schätze erwerben,
die sie auf Erden leicht erringen kann und die ihr nachfolgen in das
geistige Reich. Und darum wird selig sein, wer die Zeit nützet auf Erden
und sich geistige Schätze sammelt, die ihm den Eintritt in das
Lichtreich gestatten, wo er nun ständig aufwärtsstrebt .... doch
schmerzlich bereuen werden es die Seelen, die im Jenseits zum Erkennen
kommen und der ungenützten Erdenzeit gedenken, die sie nimmermehr
ausgleichen können, wenn auch ihnen noch ein geistiger Aufstieg möglich
ist .... Amen

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