Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Göttliche Offenbarung erhalten durch das Innere Wort am
12 Mai 2015.
Aus Liebe zu Gott
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung
Meine
geliebten Söhne und Töchter, unter Meinen Menschenkindern herrscht eine
Unwissenheit immensen Ausmaßes über das, was ihr völlig unzureichend
mit dem Begriff „Barmherzigkeit“ verbindet. Es ist nicht entscheidend
für euren Weg zu Mir, ob ihr sie als Wesenheit oder Eigenschaft
bezeichnet, ob ihr das Wort „Gnade“ dafür verwendet oder einen anderen
Ausdruck wählt. Ich Bin die Barmherzigkeit, so wie Ich alles Bin, weil
außer Mir nichts ist!
Das
in seiner Bedeutung, in seiner Tiefe und Größe zu verstehen – zumindest
annähernd, das heißt soweit es euch möglich ist –, kann nicht nur
entscheidend sein für euren Heimweg zu Mir, es ist
entscheidend; denn das Wissen um Meine Barmherzigkeit und ihre
Einbeziehung in euer Verhalten Mir gegenüber verändert das wenig
aufbauende Bild des „Ich bin ein armer Sünder“, das viele aufgrund ihrer
religiösen Erziehung von sich noch haben. Diese Korrektur, wenn ihr sie
wirklich verinnerlicht, wird euch vor euch selbst als „Himmelstürmer“
erscheinen lassen, die voller Mut, Vertrauen und mit neuem Schwung
darangehen, ihr Leben zu verändern.
Nichts
in Meiner gesamten Schöpfung ist dem Zufall überlassen, weil alles auf
der Grundlage Meiner geistig-göttlichen Gesetze geordnet ist. Wer dies
anerkennt, auch wenn er Hintergründe und Einzelheiten kaum wird
erkennen können, der schafft sich damit ein ehernes Fundament für seinen
Glauben an Meine fehlerfrei wirkende Allmacht, die nicht ein einziges –
und sei es noch so winziges – Geschehen sich selbst überläßt. Mein
Heiliger Wille ist der Garant dafür, daß das, was Ich geschaffen habe,
von Mir dauerhaft mit Leben erfüllt wird, daß es von Mir begleitet, auf
ewig geliebt und, so es gefallen ist, in die Einheit zurückgeführt
wird.
Zu
diesem perfekt arbeitenden Schöpfungs-Uhrwerk gehört auch Meine
Barmherzigkeit, die nicht, wie so mancher annimmt, nach
undurchschaubaren Regelabläufen bei dem einen wirksam wird und bei dem
anderen nicht. Würde diese falsche Vermutung stimmen, so wäre Willkür am
Platz, die jenem etwas gibt, was sie einem anderen verweigert. Eure
Herzenslogik kann euch helfen, den Fehler in einer solchen
Betrachtungsweise zu erkennen. Wenn Ich aber Meine Barmherzigkeit nicht
willkürlich ausschütte, dann muß sie – grundsätzlich – bei a l l e n
Anwendung finden, sofern durch ein entsprechendes Verhalten zuvor
„die Weichen gestellt“ worden sind. Das ist die Notwendigkeit, die
Mein Gesetz vorsieht. Diese Voraussetzung, die mancher von euch als
Einschränkung empfinden wird, ist bedingt durch den freien Willen, der
jedem gegeben ist.
Ihr
bezeichnet eure Zeit zu Recht als schnelllebig. Aber sie ist es nicht
nur im Äußeren; auch im Geistigen hat sich etwas verändert: Was früher
oftmals als verborgene Schuld über längere Zeiträume unerkannt blieb,
kommt heutzutage wesentlich rascher an die Oberfläche. Es wird durch das
Gesetz von Ursache und Wirkung „hochgespült“; zum einen, um es als
Ungesetzmäßigkeit schneller offenbar werden zu lassen – eure Medien
beispielsweise kommen mit den entsprechenden Meldungen nicht mehr nach
–, und zum anderen, um den Einsichtigen die Möglichkeit zu geben, das
ohne großen Zeitverlust korrigieren und wiedergutmachen zu können, was
zuvor als Verstoß gegen das Liebegebot verursacht wurde. Das gilt nicht
nur im Großen, es gilt ebenso im Kleinen, was heißt: Auch in eurem
persönlichen Bereich kommt vieles in Bewegung. Manchmal geschieht dies
viel schneller und anscheinend wahllos eingeleitet, als ihr es für
möglich gehalten habt.
Die
Möglichkeit, ein falsches Verhalten in der Vergangenheit und dessen
Folgen zu erkennen, zu bereuen und, sofern möglich, aus der Welt zu
schaffen, wird den Einsichtigen und Willigen als Handreichung des
Himmels geboten, als Chance, sich von Seelenschuld unterschiedlichster
Art zu befreien. Ohne Meine Barmherzigkeit wäre ein solcher
Schuldenschnitt, sei er teilweise oder vollständig, nicht möglich. Ihr
wäret, sofern lediglich die Gerechtigkeit das Sagen hätte, so lange
Schuldner, bis auf Heller und Pfennig beglichen wäre, was sich zuvor an
Last angesammelt hat. Dann erst wäre euer Konto wieder ausgeglichen,
und der Gerechtigkeit wäre Genüge getan.
Doch,
wahrlich, Ich sage euch: Ich Bin kein Buchhalter! Ich Bin ein Gott der
Liebe, des Verstehens, der Vergebung – und der Barmherzigkeit. Ich Bin
ein Vater, der Seinen Kindern uneingeschränkt jegliche Hilfe anbietet,
die sie benötigen. Ich warte mit Meinem Angebot nicht, bis die
Waagschalen eures Lebens wieder den Gleichstand erreicht haben. Ich
biete euch hier und jetzt und immerdar die Möglichkeit an, Meine
Barmherzigkeit zu erfahren; eine Barmherzigkeit, die in ihrem Ausmaß
jenseits jeder menschlichen Vorstellung liegt; eine Barmherzigkeit, die
Meine Zuneigung zu Meinen Geschöpfen in ihrer schönsten, erhabensten
und edelsten Form darstellt, als alles übertreffende Krönung Meiner
göttlichen Liebe.
Um
euch dies zu verdeutlichen, werde Ich euch die Unterschiede zwischen
Meiner Gerechtigkeit, Meiner Liebe und Meiner Barmherzigkeit aufzeigen
und damit die Fragen beantworten, die so mancher von euch schon seit
langem auf dem Herzen hat.
Die Tatsache, daß Ich eine Verfehlung nicht bestrafe, daß aber im Sinne der Gerechtigkeit
ein Ausgleich für ein begangenes Unrecht erforderlich ist, legt den
zwingenden Schluß nahe, daß es eine Instanz geben muß, die diesen
Ausgleich herbeiführt. Dies geschieht durch das Gesetz von Saat und
Ernte, das über alle Grenzen von Raum und Zeit hinweg wirkt, und zwar
fehlerfrei. Zwar ist dieses Gesetz, und wie es arbeitet, den meisten
Menschen unbekannt – wenn überhaupt, kennen sie es nur dem Namen nach,
beziehen es aber nicht auf die Geschehnisse in ihrem Leben – und kann
deshalb auch nicht als das steuernde, ausgleichende und regulierende
Element angesehen werden. Und selbst dort, wo man es kennt, wird es
nicht als ein Instrument Meiner Liebe akzeptiert. Dabei gründet es in
Meiner Liebe; denn gäbe es die Möglichkeit nicht, die Wirkungen selbst
gesetzter Ursachen am eigenen Leib, im eigenen Leben zu erfahren, wäre
auch kein Ausgleich möglich. Ohne diesen Ausgleich wären – als einzige
Alternative – die Folgen, die eine Vielzahl von Glaubensrichtungen als
Irrlehren verkünden: Bestrafung durch Mich bis hin zur ewigen
Verdammung.
Um
Meinen Kindern, falls sie dauerhaft uneinsichtig sind und permanent
gegen das Liebegebot verstoßen, das Schicksal einer zwar gerechten,
aber harten „Abrechnung“ durch das Karmagesetz – nach dem Prinzip „Auge
um Auge, Zahn um Zahn“ – zu ersparen, trat und tritt Meine bedingungs-
und selbstlose Liebe auf den Plan. Sie steht dem
Einsichtigen zur Seite und ermöglicht es ihm, die selbstverschuldeten
Wirkungen mit Mir im Sinne der Liebe zu „bearbeiten“ und auf diese Weise
vieles abzumildern oder aufzulösen. Das kann auch schon im Vorfeld
geschehen, bevor also Wirkungen überhaupt eintreten, oder es geschieht
während des Ausgleich-Prozesses, was dann eine wesentliche Erleichterung
des Schicksalhaften bedeutet, weil Mein Kind so weniger und leichter zu
tragen hat. Und es beschert dem heimkehrwilligen Sohn, der
heimkehrbereiten Tochter gleichzeitig die Erfahrung einer oft
grenzenlosen Erleichterung, verbunden mit einer tiefen Dankbarkeit.
Denn
dafür Bin Ich als Jesus von Nazareth in die Welt gekommen, um die Liebe
zu lehren, sie vorzuleben und sie in Form einer stärkenden,
zusätzlichen Energie in euer Herz zu legen. Dort Bin Ich, dort warte Ich
auf einen jeden mit ausgestreckten Händen, um ihm Führer, Helfer und
Retter sein zu können. Was Ich brauche ist lediglich euer Wunsch, frei
von euren Altlasten zu werden, und die Absicht, künftig anders zu leben
als bisher. Wenn die Selbsterkenntnis, die Reue und die Entscheidung
von euch mitgebracht und in eine Waagschale gelegt werden, dann lege
Ich in die andere Meine göttlich-brüderliche Liebe, die weitaus
schwerer wiegt als das, was ihr Mir gebt.
Im
Verlaufe eurer oft zahlreichen Leben hat sich bei jedem von euch
Zahlreiches angesammelt, was eure Seele belastet. Vieles wurde bereits
abgetragen, vieles wiedergutgemacht, vieles wurde auf der Haben-Seite
eingebracht, und vieles konntet ihr als erfolgreiches Lernen verbuchen;
immer wieder aber wurde auch die Soll-Seite belastet, es gab
Rückschläge, Enttäuschungen, Wiederholungsfehler durch alte Gewohnheiten
und manches mehr. So stellt euer momentaner Seelenzustand, der sich
auch mehr oder weniger deutlich im Äußeren ausdrückt, eine Mischung aus
Gutem und weniger Gutem, aus alten, aber noch wirksamen Belastungen und
aus aktuell erworbener Bürde dar.
Manches,
das sich als Fehler und Schwäche bemerkbar macht, könnt ihr bei
ehrlichem Hinschauen als solches erkennen. Dies gelingt euch um so
besser, je größer eure Bereitschaft zur Erkenntnis ist, und oft auch
deshalb, wenn und weil sich unerfreuliche Auswirkungen in eurem Leben
zeigen. Was aber ist mit dem, das sich eurem Zugriff und eurem Verstehen
entzieht, weil es – vielleicht schon eine ganze Weile – in eurer Seele
verborgen liegt? In diese Tiefe könnt ihr nicht vordringen; auch keinem
anderen Menschen ist dies möglich. Zwar speist auch ihr selbst eure
Seele, ihr kräftigt oder schwächt sie durch entsprechendes Tun und
Lassen; aber eine grundsätzliche, wirksame Veränderung, die eurer Seele
einen regelrechten Schub gibt, die sie in der Kürze der Zeit leichter
und lichter macht, die ihr Auftrieb gibt und sie für den Heimweg
vorbereitet – ein solcher Eingriff ist weder durch einen anderen
Menschen möglich noch durch euch selbst, das heißt durch eigene
Anstrengung. In eurer Seele kann nur eine Kraft etwas verändern: die
Kraft des Christus, die göttliche Liebe und ihre Krönung, die Barmherzigkeit.
Ich
sprach davon, daß Ich kein Buchhalter Bin. Wenn also keine detaillierte
Aufrechnung erforderlich ist, um eine gravierende Veränderung
herbeizuführen, was ist es dann? Was braucht es, um Mir wirklich
nahezukommen, um Meine Barmherzigkeit, die jenseits jeglicher Auflistung
liegt – und sei diese noch so korrekt und gerecht –, erfahren zu
können?
Die
Lösung ist so folgerichtig wie einfach. Viele von euch kennen Mein
Wort: „Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz.“ Folglich wird
derjenige von Meiner Liebe geführt, der dem Gesetz der Liebe dient. Und
er wird darüber hinaus in dem Maße Meine Barmherzigkeit erfahren, wie
er sein ehrliches Bemühen in seine Hingabe an Mich einbettet.
Hingabe an Mich, den Schöpfer, dessen Gesetz Liebe ist!
Ob
sie sich als Folge eines ehrlichen, von Herzen kommenden Bemühens
ergibt, oder ob sie, in Worte gefaßt oder nicht, die bewußte
Entscheidung des Menschen ausdrückt, das spielt nicht die entscheidende
Rolle. Sie drückt in jedem Fall den Wunsch aus, mehr und mehr in Mir
aufgehen zu wollen, was gleichzeitig bedeutet, sein Ego, sein
Verlangen, seine Vorstellungen, seine eigenen Ideen davon, wie das
Leben auszusehen hat, mehr und mehr in den Hintergrund zu stellen. In
einer stillen Stunde eine solche Entscheidung zu treffen, die
möglicherweise immer wieder mal erneuert werden muß, stellt etwas
Besonders im Leben eines Menschen dar. Es ist eine Art Höhepunkt; ihn
anzustreben, setzt eine große Liebe und ein tiefes Vertrauen voraus.
Aber: Es lohnt sich!
Doch
es gibt noch eine weitere Form der Hingabe, die – selbst für
denjenigen, der sie vollzieht – auf den ersten Blick nicht als solche zu
erkennen ist: Es ist die aus der Erkenntnis der Schuld geborene Reue,
das Wissen um das eigene Versagen oder das angerichtete Unheil, das
tiefe, schmerzliche Bedauern über das, was geschehen ist, die
tränenreiche Aufgabe aller Widerstände gegen Mich. Wenn diese Einsicht
verbunden ist mit dem Wunsch, wiedergutmachen zu wollen, was gutzumachen
ist, werde Ich Mich nicht von Meinem Kind abwenden – und sei seine
Schuld noch so groß. Ich Bin die Barmherzigkeit!
Ihr
seht also, Meine geliebten Söhne und Töchter, es gibt viele
Möglichkeiten, Meinem Herzen immer näherzukommen. Sie alle sprechen
nicht nur Meine Liebe, sondern auch Meine Barmherzigkeit an, auf die ein
jeder angewiesen ist. Denn es ist keinem Menschen möglich, seine
Belastungen nacheinander Punkt für Punkt abzuarbeiten. Das geht schon
aus dem Grunde nicht, weil ihr das, was ihr aus früheren Leben mit in
dieses Leben bringt, nicht kennt, auch wenn es sich jetzt auf
verschiedene Weise Ausdruck verschafft.
Viele
Meiner Menschenkinder sehen sich in der Rolle des armseligen Sünders,
dem die Kraft und die Möglichkeiten fehlen, eine Veränderung
herbeizuführen. Sie hoffen auf Meine Gnade, sie suchen Hilfe im Gebet,
in der Erfüllung ihrer religiösen Pflichten und vielem mehr. Auf die
Idee, ihre Situation dadurch verändern zu können, indem sie selbst
etwas tun, indem sie ihr Leben überdenken und ihm eine neue Richtung
geben, können sie nicht kommen, weil man sie so etwas nicht gelehrt hat.
Sie hören von Meiner Liebe und Barmherzigkeit und hoffen darauf, daß
Ich ihnen gnädig Bin, wenn ihre Seele beim sogenannten Tod das Jenseits
betritt. Ich Bin ihnen gnädig, in jedem Fall, aber Meine Gnade könnte
in viel größerem Maße an ihnen wirksam werden, wenn sie schon zu
Lebzeiten einige Weichen gestellt hätten.
Ich
will daher den Blick aller, die sich noch nicht als starke und
strahlende Söhne und Töchter Meiner Liebe erkennen, auf den Weg
richten, der es ihnen möglich macht, ihr Ziel mit weniger Mühen und
Kümmernis zu erreichen. Und all denjenigen, die Mich schon kennen, die
aber noch nicht die Größe Meiner Barmherzigkeit in Meine Hilfe mit
einbezogen haben, will Ich eine Möglichkeit aufzeigen, mit Freude an die
tägliche, Innere Arbeit zu gehen; und das in dem Wissen, daß Mir nichts
unmöglich ist, und daß Mein Beistand, Mein Verständnis und Meine
Vergebung unendlich weit über ihr Vorstellungsvermögen hinausgehen.
Ich gebe euch ein Bild:
Betrachtet
eine Situation, in der die Eltern ihr Kind zur Rede stellen, weil es –
nachweislich – etwas angerichtet hat. Wird die Tat zunächst bestritten
oder schließlich, unter dem Druck der Beweise, doch zugegeben, und
fehlt, bei gleichzeitiger Trotzhaltung, die Einsicht des Kindes, wird es
zu einer wie immer gearteten Erziehungsmaßnahme kommen.
Zeigt
das Kind Bedauern, vielleicht sogar Zerknirschtheit, und ist es bereit,
den Schaden wieder gutzumachen, werden die Eltern ihm dazu Gelegenheit
geben. Und die Sache ist aus der Welt.
Tut
dem Kind sein Verhalten von Herzen leid, kommt es eventuell gar – weil
es eine größere Sache war – zu einer tiefen Erschütterung, zu Weinen,
Tränen und schließlich zur Bitte um Vergebung, dann kommt bei Eltern,
die ihr Kind lieben, die Barmherzigkeit ins Spiel. Dann ist es gut
möglich, daß der Schaden nicht einmal vom kindlichen Taschengeld
beglichen werden muß.
Keiner
kann wirklich glauben, daß Meine Barmherzigkeit die der Eltern nicht um
ein Vielfaches übersteigt. Was aber bedeutet diese Tatsache für Meine
Kinder?
Wenn
ein Kind erkennen läßt – und dieses Erkennen wird nicht an schön
gesetzten Worten gemessen –, daß es eine Änderung in seinem Verhalten
anstrebt, weil sein bisheriges Benehmen in einigen Punkten nicht Meinem
Liebegebot entsprach, dann werde Ich ihm Gelegenheit geben, ein neues
Verhalten zu praktizieren. Ich werde ihm eine neue Chance geben – und
zwar immer wieder, wenn es sein muß –, damit es sich darin üben kann,
die vorgenommenen Vorsätze auch in die Tat umzusetzen. Je nachdem, um
welche Aufgabe, um welchen freiwillig übernommenen Auftrag es sich
handelt, statte Ich Mein Kind mit besonderen Kräften und einem
besonderen Beistand aus. Dies kann sowohl vor einer neuen Inkarnation
geschehen als auch zu Lebzeiten, sofern sich innerhalb seines jetzigen
Lebens ein wirklicher Wandel durch eine grundlegende Entscheidung
vollzieht.
Das
bedeutet aber auch, daß Ich Altlasten aus der Vergangenheit reduziere
oder weitgehend aufhebe, sofern möglich und nötig. Keiner kann mit der
nötigen Willenskraft und Ernsthaftigkeit neue Aufgaben bewältigen, wenn
er noch mit gravierenden Fehlern und Schwächen aus zurückliegender Zeit
belastet ist. Ich werde euch nicht auf den Weg in die Freiheit schicken
und euch gleichzeitig in Fesseln halten!
Wenn
Ich sehe, daß ein Menschenkind aus Liebe zu Mir ernsthaft eine
Veränderung in seinem Leben anstrebt, dann schaffe Ich die
Voraussetzungen dafür, daß sein Bemühen nicht oder nicht zu sehr
beeinträchtigt wird bei seiner Arbeit, den noch vor ihm liegenden
Lebensabschnitt mit seinen Lernaufgaben zu bewältigen. Was bedeutet: Ich
räume alle oder viele der von ihm selbst hingelegten Steine aus dem
Weg.
In
welchem Umfang das geschehen kann, hängt von der
Veränderungsbereitschaft, dem guten Willen und der Liebe des Kindes zu
Mir ab. Je inniger der Wunsch ist, um so intensiver kann Meine stärkende
Liebeenergie fließen. Und sollte – je nach Verhalten in der
Vergangenheit – die Reue notwendig sein, wird sich dies gravierend auf
das Wirksamwerden Meiner Barmherzigkeit auswirken.
Sehe
Ich die aus dem Herzen kommende Umkehr, dann gleicht Meine
Barmherzigkeit einem großen Besen, der die Seelenlandschaft eines jeden
zu Mir Strebenden vollkommen oder weitgehend von dem befreit, was ihn
auf seinem künftigen Weg behindern würde.
Es
muß daher niemand Angst haben, immerzu an dem gemessen zu werden, was
er als Sünder einmal getan hat. Denn Ich Bin kein Buchhalter!
Mit
diesem Wissen, daß entsprechend des Grades eurer Hingabe Meine
Barmherzigkeit an und in euch wirksam werden kann, solltet ihr folgendes
überdenken:
Die
Seele ist der Brunnquell, aus der ihr eure Lebenskraft schöpft. Alles,
was euch an Unpäßlichkeiten und Unwohlsein im Äußeren widerfährt, hat
seinen tieferen Grund im Inneren, in eurer Seele. Ein Energiemangel
kann immer nur erkannt werden an den physischen und psychischen
Auswirkungen. Sie deuten darauf hin, daß eine Beeinträchtigung – gleich
welcher Art – im seelischen Bereich vorliegt; was euch aber nicht
herunterziehen oder entmutigen soll, denn schließlich lebt ihr auf der
Materie und seid ununterbrochen vielen Einflüssen ausgesetzt. Es soll
euch lediglich Zusammenhänge verdeutlichen; denn wenn der Grund für eine
äußere Störung im Seelischen begründet ist, dann ist auch dort der
Ansatzpunkt für eine Korrektur zu suchen und zu finden.
Eine
Veränderung in der Seele vorzunehmen – und zwar eine Veränderung, die
als einzige dauerhaft eine Stärkung oder Heilung verspricht – ist aber,
wie erwähnt, nur Mir möglich. Wenn eine tiefe Hinwendung zu Mir und ein
Verhalten, das sich mehr und mehr an Meinem Liebegebot orientiert,
Meine Barmherzigkeit „aktiviert“ und als Folge eine Durchlichtung eurer
Seele und die Aufhebung früherer Bindungen und Belastungen mit sich
bringt, dann kann der einzig wahre und richtige Weg nur der Weg einer
noch liebevolleren, ernsthafteren und innigeren Beziehung zu Mir sein.
Das
bedeutet nicht, der Welt den Rücken zuzukehren, auch nicht, die Suche
nach Hilfen im Äußeren zu unterlassen. Aber es könnte heißen, den
Schwerpunkt eurer Anstrengungen verstärkt auf das Seelische zu legen,
weil der Stärkung eurer Seele auch – wenn auch nicht immer sofort und in
dem von euch ersehnten Maße – eine Harmonisierung von Körper und
Psyche folgt. Wenn euch dann Meine Barmherzigkeit einhüllt, ist so
manches für immer „aus der Welt“, was euch zuvor Beschwerden verursacht
hat. Euer Brunnquell beginnt dann wieder in dem Maße zu sprudeln, das
Ich für euch vorgesehen habe.
Laßt
euch Meine Worte Trost und Ansporn sein. Schöpft daraus den Mut, einen
Neubeginn anzustreben, sofern dies nötig sein sollte. Freut euch, wenn
ihr einen entsprechenden Entschluß faßt, auf die vor euch liegende Zeit,
die unsere gemeinsame Zeit sein wird. Die Schatten der Vergangenheit
laßt ihr auf diese Weise hinter euch. Sie werden kleiner und kleiner,
Zuversicht und Lebensfreude werden eure Begleiter sein – und natürlich
Ich, der Ich als die Liebe in euch wohne, der Ich neben euch gehe auf
allen Wegen. Ich Bin der, den ihr in dieser Stunde als die
Barmherzigkeit erkannt habt – die Ich schon immer war und immer sein
werde. .... Amen

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