Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Aus Liebe zu Gott
Offenbarung vom 10. Januar 2016
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung
Meine
geliebten Brüder und Schwestern, da Ich – Christus – als die Liebe in
jedem von euch lebe, und da Ich euch als euer Führer auf dem Weg zurück
ins Vaterhaus begleite, bezeichne Ich Mich als euren Freund; als Freund,
wie es keinen zweiten gibt: voller Innigkeit und Zärtlichkeit, voller
Verständnis und Geduld, voller Wärme und Güte, voller Hilfsbereitschaft
und unendlicher Liebe. Aber ebenso sind in Mir unergründliche Weisheit,
Klarheit, Ordnung, ein unumstößliches Gesetz und göttliche Macht – und
der Wunsch und Wille, alles, was noch außerhalb der rein-geistigen
Himmel lebt, in die Herrlichkeit der ewigen Heimat zurückzuführen.
Deshalb
erhob Ich, sobald Ich die Menschheit mit Meinen Impulsen erreichen
konnte – weil ihr Bewußtsein, das heißt ihre seelische Reife, dies
zuließ – auf verschiedenste Weise Mein Wort. Ich sprach zu
unterschiedlichen Zeiten und zu unterschiedlichen Gruppen. Ich tue dies
auch heute noch, und Ich werde dies so lange tun, bis sich das innere
Verstehen auch des Letzten, der noch nicht ins Licht gefunden hat,
gewandelt hat, und er sich auf den Heimweg macht.
Die
Inhalte Meines göttlichen Wortes habe Ich nach und nach dem Verstehen
Meiner Brüder und Schwestern angepaßt. So Bin Ich von einer
anfänglichen Wissensvermittlung über Ermahnungen, liebevolle
Ermunterungen, mutmachende, tröstende und aufklärende Worte Schritt für
Schritt dazu übergegangen, euch einerseits daran zu erinnern, daß ihr
die Liebe, größtenteils noch verborgen, bereits in euch tragt, und eure
Aufgabe darin besteht, dieser Liebe durch euer Leben wieder Ausdruck zu
verleihen; andererseits gab und gebe Ich euch mehr und mehr konkrete
Hilfestellungen, wie ihr dies bewerkstelligen könnt.
Wenn ihr das Leben als eine Schule betrachtet,
in der es etwas zu lernen gilt – und dem werden die meisten von euch
zustimmen –, dann müßtet ihr auch daran interessiert sein, selbst zu
erkennen und auf diese Weise zu erfahren, welche Lern-Fortschritte ihr
mit Meiner Hilfe schon gemacht habt. Ob diese Fortschritte nun groß oder
noch klein sind, ob es überhaupt Fortschritte im Verlaufe der letzten
Monate und Jahre gegeben hat, das soll für den Moment außerhalb jeder
Einschätzung liegen. In jedem Fall kann euch das, was ihr erkennt,
Ansporn sein, euch über eure nächsten Schritte klarzuwerden: Könnt ihr
aufbauen auf dem, was euch – im Gegensatz zu früher – schon leichter
fällt oder schon gelungen ist, dann habt ihr eine kraftvolle und
wirksame Motivation für die kommende Zeit; ist ein Voranschreiten noch
nicht in dem Maße sichtbar, wie sich das eure Seele wünscht, dann könnt
ihr entscheiden, etwas zu verändern, etwas ernsthafter zu hinterfragen
oder umzusetzen als bisher – so ihr wollt, denn ihr habt den freien
Willen.
In
jedem Fall kann und wird euch eine kleine Bilanz, wie sie sich zu eurem
Jahreswechsel anbietet, eine Hilfe sein. Mein Vorschlag soll aber in
keinster Weise Ängste oder Schuldgefühle in euch hervorrufen. Solltet
ihr so etwas oder Ähnliches empfinden, dann wäre möglicherweise genau
das ein Grund, ein bißchen tiefer zu schauen, um vielleicht noch Reste
eines falschen Gottesbildes zu entdecken. Meine göttliche Liebe droht
nicht, sie straft nicht, sie ängstigt nicht, sie übt keinen Druck aus;
dafür aber ist sie immerwährende Nachsicht und grenzenlose Freiheit.
*
Als
euer Freund Bin Ich derjenige, der euch alle nur erdenkliche Hilfe sein
will, und der dies auch ist, wenn ihr die Hilfe annehmt. Dazu gehört
auch hin und wieder eine nötige Portion Ernst, um euch daran zu
erinnern, daß ihr auf der Erde im Herrschaftsbereich der Finsternis
lebt, die vielerlei Fallen aufgestellt hat, in denen sich die Menschen
verstricken sollen. Wer sich darin verfängt, ohne dies zu bemerken und
daher auch keine Notwendigkeit sieht, sich daraus wieder zu befreien,
dessen Heimweg wird unter Umständen länger dauern, im schlimmsten Fall
sehr lang. Vor dieser Gefahr ist keiner gefeit. Der zuvor erwähnte,
manchmal erforderliche Ernst entspringt aber immer Meiner Sehnsucht nach
euch und Meinem Willen, Meine Brüder und Schwestern möglichst bald
heimzuholen.
Eine
der Fallen nennt sich „Wissen ansammeln ohne das Bemühen, dieses Wissen
in die Tat umzusetzen“. Ich spreche mit Meinen Worten diejenigen an,
die – oftmals über einen langen Zeitraum – sich an Meinen Worten zwar
erfreuen, sie aber nicht oder nur in geringem Maße zum Anlaß nehmen, sie
in ihrem Leben umzusetzen. Was bedeutet: sie in ihr Alltagsgebahren
einzubauen, um so nach und nach ein egoistisches Verhalten, ein falsches
Denken, eine zur Gewohnheit gewordene Lieblosigkeit und vieles mehr im
Sinne der Liebe zu verändern.
Eine
solche Verhaltensweise, Meine Freunde, ist nicht ungefährlich. Sie
zieht auf vielfältige Weise nach und nach eine Veränderung eurer
Seelenschwingung nach sich. Lesen oder Hören ohne das dazugehörende Tun führt auf Dauer zur Stagnation,
und diese gleicht – gemessen an der Weiterentwicklung, die sich eure
Seele vor der Inkarnation vorgenommen hat – einem Rückschritt.
Schließlich wird eine solche Haltung zu einem „gut eingefahrenen“
Programm, dessen Einfluß auf die eigene Handlungsweise kaum noch
wahrgenommen wird, das aber euer ganzes Leben bestimmen kann und oft
genug bestimmt. Nicht selten ersetzen dann Reden und Diskussionen die
Tat, oder es ist keine wahrnehmbare Entwicklung zu erkennen.
Erkennt die Ernsthaftigkeit in Meinen Worten, aber auch die darin schwingende Liebe, euch diesen Fehler vermeiden zu lassen.
Wer
ernsthaft an Aufklärung und Weisheit aus dem Geiste interessiert ist,
der gleicht einem Menschen, der sich bei einer Fahrschule anmeldet mit
dem Ziel, das nötige Wissen und die erforderliche Grundpraxis zu
erwerben, um nach Erhalt seines Führerscheins z. B. ein Auto fahren und
am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Ohne dieses Ziel, ohne ein
Weiterkommen vor Augen zu haben, gleicht er einem Schüler, der zwar
irgendwann die Straßenverkehrsordnung in- und auswendig kennt, von der
Praxis des Fahrens aber noch weit entfernt ist.
Meine
Liebe läßt es selbstverständlich zu, sich mit geistigen
Gesetzmäßigkeiten, mit Meinen Offenbarungsworten zu befassen, auch ohne
die Absicht zu haben, ihre Wahrheiten durch ein eigenes Bemühen zu
erkennen, zu vertiefen und anzuwenden. Was immer jemand tut: Es zieht
niemals eine Bewertung oder gar Beurteilung durch Mich nach sich.
Wer
aber in seiner seelischen Entwicklung vorankommen möchte und sich
möglicherweise wundert, warum ihm dies nicht in dem gewünschten Maße
gelingt, der mag Meinem Vorschlag folgen und eine kleine Rückschau
halten, um auf diese Weise seine Hindernisse und Blockaden zu entdecken,
um dann aus seiner Erkenntnis Nutzen ziehen zu können. Und wenn er bei
sich feststellt, daß Wissensansammlung ohne das Bemühen der Umsetzung
einen Schwachpunkt darstellt, dann kann er überlegen, ob er dies ändern
möchte oder nicht. Vielleicht erinnert er sich dann daran, daß es nicht
zur inneren und äußeren Harmonie beiträgt, wenn auf Dauer „zwei Seelen“
in seiner Brust schlagen: Die eine, die von der Sehnsucht nach größerer
Zweisamkeit mit Mir genährt wird – sonst hätte sich sein Hunger nach
geistigem Wissen nicht bei ihm gemeldet, und er wäre nicht auf die Suche
gegangen –, und die andere, die aufgrund „eingefahrener Geleise der
Vergangenheit“ dies zu verhindern sucht.
Dann ist die Stunde der Entscheidung gekommen.
Ich,
euer Bruder, Freund und Führer durch euer diesseitiges und jenseitiges
Leben, freue Mich über jeden kleinen Schritt, den zu tun ihr euch
entschließt. Ich freue Mich nicht nur darüber, sondern Ich Bin es, der
euch alle Unterstützung zukommen läßt. Es gilt jedoch auch hier – wie
bei allem, was in der Schöpfung wirkt – die Gesetzmäßigkeit: Wer dem Gesetz dient, dem dient das Gesetz. Der erste Schritt muß daher durch euch erfolgen, weil ihr den freien Willen habt. Eine Bitte reicht, um diesen Prozeß in Gang zu setzen. Dann nämlich beginnt das „himmlische Uhrwerk“ verstärkt seine Arbeit und führt euch, euren Möglichkeiten und eurer Entwicklung gemäß, aus eurer momentanen Unfreiheit und Begrenzung heraus.
*
So mancher von euch ist es noch nicht gewohnt, mit Mir, eurem, göttlichen Bruder Jesus Christus – oder mit dem Vater, was keinen Unterschied darstellt – zu sprechen und auch zu leben. Dabei
ist dies gar nicht so schwer. Es ist im Prinzip das gleiche wie in
einer guten Ehe, Partnerschaft oder Freundschaft: Man macht so viel wie
möglich gemeinsam, man tauscht sich aus, man macht Erfahrungen
miteinander, man hat keine Geheimnisse voreinander, man vertraut sich,
man kennt sich, man liebt sich.
Nicht anders verhält es sich mit eurer Beziehung zur Quelle eures Lebens, zur ewigen Liebe. Vielen
von euch ist ein solches Miteinander fremd, weil man es euch entweder
nicht beigebracht oder euch etwas anderes gelehrt hat; oder weil ihr
zwar ahntet oder wußtet, daß man zwar in bisher nicht bekannter und ungewohnter Nähe mit Gott leben kann, ihr euch aber nicht getraut oder es nicht versucht habt.
Ich ermuntere euch erneut: Versucht es!
Wer mit Mir durch den Tag geht, der baut ein immer enger werdendes Verhältnis zu Mir auf, ein Verhältnis, dessen Grundlage Meine göttliche Liebe ist. Wenn du dann mit Meiner unmittelbaren Nähe und Meinem Wirken in deinem Leben etwas besser vertraut bist, wirst du dir auch immer mehr der wunderbaren Sicherheit bewußt, die
sich als Folge unserer Gemeinsamkeit herausbildet. Der Schritt hinein
in die Geborgenheit, die dich durch deinen Tag begleitet, ist dann nicht
mehr groß. Er ergibt sich nahezu von selbst und wird dir eine
Gelassenheit und Leichtigkeit vermitteln, die du zuvor nicht kanntest. Dann gehst du mit Mir durch dein Leben.
Im Zusammensein mit einem geliebten Menschen achtest du darauf, alles zu tun, was dem anderen Freude macht, und alles zu lassen, was ihn betrüben könnte. Warum
sollte es zwischen uns anders sein? Allerdings gibt es da einen kleinen
Unterschied: Ich werde niemals etwas tun oder veranlassen, was deine
Seele betrübt! Daß dein Mensch dies oftmals anders empfindet, hängt
damit zusammen, daß du noch nicht immer alles als gut und hilfreich
erkennen kannst, was auf dich zukommt. Wenn du aber daran denkst, daß
dein selbst gewähltes Erdenleben dir zur Schulung deiner Liebefähigkeit
dient, und daß Ich darüber hinaus keinen Fehler mache – niemals, weder bei dir noch bei jemand anderem –, dann wird es dir immer leichter gelingen, den großen Bogen zu erkennen, der dich vom Himmel auf die Erde und wieder zurückführt.
Dann wird es dir auch nicht mehr schwerfallen, den Wunsch in dir zu entwickeln, dein Leben in den Punkten zu verändern, die du für veränderungsbedürftig hältst, weil du in ihnen eine Blockade auf dem Weg in Meine Arme erkannt hast.
*
Jeder von euch trägt noch mehr oder weniger viele solcher Hindernisse oder Hürden in sich. Sie gleichen Rucksäcken von unterschiedlicher Größe und Schwere, die so manche gute Absicht, die du auf deiner Erdenwanderung eigentlich umsetzen möchtest, vereiteln. Wenn du das, was deinen guten Vorsätzen entgegensteht, nicht kennst, kannst du nichts gegen deine Altlasten unternehmen. Wenn du sie jedoch kennst, kannst du ihren Einfluß auf dich mit Meiner Hilfe immer weniger wirksam werden lassen, bis sie sich schließlich auflösen. Allerdings: Nach deiner Erkenntnis ist deine Entscheidung gefordert!
Eine
nicht zu unterschätzende Hilfe ist dabei die von Mir vorgeschlagene
Rückschau, die aber natürlich nicht nur zum Jahreswechsel angesagt ist,
sondern am besten so oft es dir in den Sinn kommt. Ein bißchen Mut
gehört manchmal schon dazu, aber was kann dir geschehen, wenn Ich – dein
Freund – dir dabei zur Seite stehe?
Unter den Unvollkommenheiten, die du – für den einen „vielleicht“, für den anderen „mit großer Wahrscheinlichkeit“ – entdecken wirst, kann
sich die Charakterschwäche des Nicht-verzeihen-Könnens oder -Wollens
finden. Ihr gilt ein besonderes Augenmerk. Wenn du bei dem, was du bei
deiner inneren Erkundung entdeckst, auf einen solchen Fehler triffst, dann liegt eine sehr große Chance vor dir, einen wirklich schwergewichtigen Stein auf deinem Weg zu Mir an die Seite zu räumen – vorausgesetzt,
du erkennst seinen behindernden und teilweise zerstörerischen Einfluß
und bist bereit, dich der notwendigen Inneren Arbeit zu stellen.
Nichts
kann auf einen Menschen zukommen, das nicht in irgendeiner Weise etwas
mit ihm zu tun hat, wobei Ich die wenigen Ausnahmen der sogenannten
Dulderseelen bei dieser Betrachtung außer Acht lasse. Das Gesetz der Anziehung sorgt mit absoluter Präzision für ein notwendiges und exaktes Aufeinandertreffen von Menschen und ein Zustandekommen entsprechender Situationen. Hast du also das Gefühl oder die Gewißheit, jemand hat dir ein kleines oder großes Übel zugefügt, so kannst du sicher sein, daß damit entweder eine jetzt durch dich zu bewältigende Lernaufgabe verbunden ist, oder daß aus früheren Zeiten etwas in dein Leben tritt, das du selbst verursacht hast. Was die Lernaufgabe, die die Situation dir vorsetzt, nicht weniger nötig, sondern erst recht erforderlich macht.
Daß dir während deines Erdenlebens Verletzungen innerer und äußerer Art zugefügt werden, kann nicht ausbleiben, weil auf der Materie satanische Kräfte wirken und
alles dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterliegt. Ich brachte als
Jesus von Nazareth den Menschen das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe,
das nichts anderes zum Ziel hatte – und haben wird, solange die Welt besteht –, den Kreislauf der falschen Auffassung von „Auge um Auge und Zahn um Zahn“ zu durchbrechen und zu beenden.
Wenn
nicht einer von zwei oder mehreren Kontrahenten damit beginnt, in
Gedanken, Worten oder Taten die Hand zur Versöhnung zu reichen, dann
dreht sich das Rad ununterbrochen weiter und bringt ohne Unterlaß schlechte Früchte hervor. Das
kann sich über viele Generationen, über viele Jahrhunderte und
Jahrtausende erstrecken. Die Dunkelheit freut sich darüber, bekommt sie
doch auf diese Weise die so dringend benötigte Energie und hält diejenigen, die gegen die Liebe und Versöhnung handeln, an sich gebunden.
Unabhängig
aber davon, was mit Generationen und ganzen Völkern geschieht, die
uneinsichtig und unversöhnlich das Zurückschlagen praktizieren, zieht
eine solche Haltung auch im Leben des einzelnen schwerwiegende Folgen nach sich und wirkt sich schädigend auf seine geistig-seelische Entwicklung aus. Selbst wenn es in deinem
persönlichen Leben nicht zum Zurückschlagen kommt, so reicht doch die
Unversöhnlichkeit aus, um einen zielstrebigen Weg in die himmlische
Heimat schwer oder unmöglich zu machen.
Auch jede „nur“ im Seelischen zugefügte Verletzung gleicht einer offenen Wunde, die so lange nicht heilt, bis schließlich der Balsam des Verzeihens und des Um-Verzeihung-Bittens aufgetragen wird. Solange die Wunde nicht geschlossen ist, besteht sie als ein unsichtbares, innerlich und oftmals auch äußerlich krankmachendes Band. Und sie kann euch vergiften über eure Gedanken und die daraus resultierenden Worte und Taten. Und was ihre Heilung betrifft: Die Frage nach dem Verursacher spielt dabei nicht die entscheidende Rolle. Wer von euch kennt schon die für euch im Dunkeln liegenden Hintergründe? Wer weiß schon, welchen Anteil er hat an einem Geschehen, das ihm ungerecht erscheint?
Wenn
ihr eure nahe oder ferne Vergangenheit betrachtet, so kann es sein, daß
Bilder oder Erinnerungen auftauchen, die euch Situationen ins Bewußtsein rufen, in denen ihr euch ungerecht behandelt gefühlt habt. Vielfach haben sich – je nachdem, um was es sich handelt, und ob man euch leicht oder schwer getroffen hat – in euch Gedanken festgesetzt, die noch nicht dem Liebegesetz entsprechen, in das ihr doch hineinzuwachsen
gewillt seid. Auch wenn es keine schwerwiegenden Gedanken der Rache
sind, so sind es doch oft Strömungen, die unterschwellig ablaufen und
euch daran hindern, reinen Tisch zu machen.
Habt ihr daran gedacht, daß ihr euch selbst damit schadet? Daß
ihr eine Wunde offen haltet, die schon längst hätte verheilt sein
können? Daß ihr euch selbst und dem oder den anderen damit ein Hindernis
zur Heilung oder zum Weiterkommen in den Weg legt, das es eigentlich gilt, an die Seite zu räumen? Gebt euch, so ihr wollt, diesen Gedanken in stillen Minuten einmal hin. Versucht euch die Erleichterung vorzustellen, die ihr empfinden werdet, wenn dieser Stein keine Blockade mehr darstellt. Erinnert euch daran, daß Ich es Bin, der auf euren Wunsch oder eure Bitte hin die Weichen stellt, um die Auflösung einer solchen Unversöhnlichkeit in die Wege zu leiten und schließlich durchzuführen.
Ich, der Freund an deiner Seite, dem alles möglich ist!
Keiner
kann in den Himmel wieder eintreten, der nicht den Himmel in sich
trägt. Das bedeutet, daß alles, was noch an Gegensätzlichem vorhanden
ist, auf dem Weg zum Vater irgendwann ohnehin einmal betrachtet,
angegangen und aufgelöst werden muß. Wenn dies nicht in den Erdenjahren
geschieht, die euch als Chance gegeben sind, wird der Versöhnungsprozeß
in den jenseitigen Welten vollzogen werden müssen. Wißt ihr, welche Umstände, vielleicht großen Erschwernissen dort auf euch warten? Ob es euch überhaupt möglich sein wird, eine Aussöhnung herbeizuführen?
Richtet,
wenn ihr zurückschauen wollt, euren Blick aber nicht nur auf das, was
euch angetan wurde, sondern auch darauf, wo ihr andere verletzt habt,
bewußt oder unbewußt. Und dort, wo es nötig ist, geht hin, streckt die
Hand aus und bittet um Verzeihung. Und seid gewiß, daß Ich dabei Bin. Wenn
ihr noch nicht sicher seid, ob zwischen eurem Nächsten und euch schon
alles bereinigt, also alles wirklich verziehen ist, dann stellt euch intensiv eine Situation vor, in der ihr ihm überraschend gegenübersteht. Wie fühlt ihr euch? Was verändert sich in euch, in euren Empfindungen,
Gedanken und körperlichen Reaktionen? Dann habt ihr einen kleinen
Hinweis darauf, ob zwischen euch schon wieder alles oder zumindest das
meiste in Ordnung gebracht ist.
Ich
sage euch noch etwas, auch wenn es nicht alle gleich in seiner wahren
Bedeutung und Tiefe verstehen: Wenn ihr so handelt, wie es das Gesetz
gebietet, dann tragt ihr mit dazu bei, das Negative, das in der Welt
ist, zu erlösen! Und
viele von euch, die ihr Mein Wort lest oder hört und es in eurem Leben
umsetzt, sind ausgegangen in dem Wissen und mit der Absicht, bei der
Heimführung der Gefallenen und der Umwandlung des Bösen zu helfen.
*
Meine geliebten Brüder und Schwestern, erkennt trotz der Ernsthaftigkeit Meiner Worte die darin schwingende Liebe. Sie will euch die Mühen, die eine Inkarnation mit sich bringt, erleichtern oder abnehmen. Sie will euch bei
dem Kampf, den euch die Kräfte des Bösen immer wieder aufdrängen, zur
Seite stehen. Sie will euch herausführen aus den Verstrickungen eures
Schicksals und damit aus dem Gesetz von Ursache und Wirkung, dem ihr
alle – die einen mehr, die anderen weniger – noch unterworfen seid.
Daher
Meine Bitte, euch und eure Vergangenheit ehrlich anzuschauen und dort
im Sinne der verzeihenden Liebe tätig zu werden, wo bisher noch Unfrieden und Streit herrschen. Folgt
ihr Meiner Bitte, dann werden selbst die größten Steine, die noch als
Hindernis auf eurem Weg liegen, an die Seite gerollt; weil nämlich dann
Wissen, das bisher lediglich euren Kopf beherrscht hat, in eurem Herzen
Wurzeln geschlagen und eine gute Ernte hervorgebracht hat.
So
werdet ihr von Hörern und Lesern zu Tätern, die Meinen Worten nicht nur
Glauben schenken, sondern sie in ihrem Leben umsetzen. Und so stellt ihr euch auch in die Reihen der inzwischen unzähligen Verkünder Meiner Liebe, die dies durch ihr Leben – und nicht durch den zum Scheitern verurteilten Versuch des Ansammelns von Wissen – zum Ausdruck bringen.
Für diese Überwindungsarbeit, für die Auseinandersetzung mit eurem Ego, mit euren menschlichen Fehlern und Schwächen, gebe Ich euch Meine Kraft, die gleich einer Flut aus Licht und Liebe über euch strömt und in euch einfließt. .... Amen

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