Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich
habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft
erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu
euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3
1 Danach
aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles
Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten
werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen.
2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Aus Liebe zu Gott
Offenbarung vom 15. September 2017
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung
Meine
Söhne und Töchter, wer noch mit geschlossenen Augen durch die Welt
geht, der kann und will nicht erkennen, daß die seit vielen Jahren
gemachte Aussage, daß es „5 vor 12“ ist, nicht mehr stimmt. Wer seine
Augen bereits geöffnet hat – und sei es nur ein wenig –, der ahnt oder
weiß inzwischen, daß der Zeiger die 12 bereits überschritten hat.
Damit haben
die Negativ-Kräfte eines ihrer Teilziele, nämlich den Boden für Chaos,
Unruhen und Katastrophen jeder Art vorzubereiten, erreicht.
Gleichzeitig setzen sie alles daran, den Eindruck zu erwecken, es sei
gar nicht so schlimm, wie es die vielen Mahner immer wieder verkünden.
Und um die Menschen nicht nachdenken zu lassen, bieten sie in eurer
Zeit mehr Ablenkungen, oberflächliches Vergnügen und Zeitvertreib an,
als dies jemals zuvor der Fall war. Sie bedienen sich dafür äußerst
geschickt eures technischen Fortschritts. Da wird es für viele schwer,
die darin oft nur mühsam versteckten Versuchungen zu erkennen und
ihnen zu widerstehen.
Deshalb
laufen Meine Menschenkinder in großer Zahl in die aufgestellten Fallen
und lassen sich nur allzugerne betäuben. So können sie ihre Augen auch
weiterhin geschlossen halten und sich der Illusion hingeben, daß alles
ja gar nicht so tragisch sei, wie es immer dargestellt wird. Und wenn
vielleicht doch etwas daran sein könnte, dann sollte man die Zeit nicht
vertrödeln mit Ängsten und Sorgen, sondern sie bis zur letzten Minute
auskosten.
Wahrlich,
Ich sage euch, wer sich nicht dazu aufraffen kann, die Zeichen der Zeit
richtig zu deuten, der hat – um es mit euren Worten auszudrücken – in
dem „Spiel“, das bereits begonnen hat, „schlechte Karten“. Nur handelt
es sich nicht um ein Spiel, sondern um eine mehr als ernste Situation,
die nicht Ich heraufbeschworen habe, sondern die einzig und allein durch
ein ungesetzmäßiges Verhalten eines Großteils der Menschheit
entstanden ist; und das über einen Zeitraum, der sich über viele
Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg erstreckt.
Wenn Ich euch sage, daß keine Energie jemals verlorengeht1),
so hört ihr dies zwar, aber es veranlaßt euch in den seltensten Fällen
dazu, darüber nachzudenken, was dies in der Praxis sowohl in eurem
persönlichen Leben als auch im Miteinander der Völker bedeutet. Jede
Empfindung, jeder Gedanke, jedes Wort und jede Handlung sind Energie.
Energie aber kann man nicht vernichten, sondern lediglich umformen.
Dies geschah und geschieht nach wie vor – sofern es sich um die
Umwandlung einer höheren Frequenz in eine niedrigere handelt – durch
die Gegensatzkräfte. Die Folgen sind sichtbar und bekannt.
Genausogut
aber kann Energie in ihrer Schwingung angehoben werden, und zwar durch
das Allheilmittel, das sich nicht nur Liebe nennt, sondern in seiner
höchsten und reinsten Form Meine sich ständig verströmende,
lebenserhaltende und alles umwandelnde Kraft ist. Wird ein solcher
Prozeß durch Menschen in Gang gesetzt, so wird er zwar im Äußeren
ausgelöst, er wird aber im Feinstofflichen wirksam und zeigt dann seine
positiven Früchte wiederum im Äußeren.
Über
einen langen Zeitraum hat die Dunkelheit auf den sich jetzt
abzeichnenden Punkt hingearbeitet. Sie hat ihre Vorbereitungen getroffen
und ihren Plan Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt. Viele eurer
Brüder und Schwestern aus den rein-geistigen Himmeln haben versucht,
durch ihre Inkarnationen den Kräften, die das Böse ununterbrochen hat in
die Welt einfließen lassen, gegenzusteuern. Schließlich kam Ich selbst
in die Welt und brachte die Liebe, die Ich lehrte und vorlebte.
Doch
während Ich den freien Willen Meiner Kinder achte und damit in Kauf
nehme, daß Mein Wort nicht umgesetzt wird, handelt die Finsternis
rücksichtslos und raffiniert: Sie verdreht das Geschenk des freien
Willens ins Absurde, indem sie euch anstachelt, alles zu tun, was ihr
wollt, und wozu immer ihr Lust habt – wobei sie euch die schwerwiegende
zweite Seite eurer „Freiheitsmedaille“ verheimlicht, die da lautet: Du mußt die Folgen deines ungesetzmäßigen Handelns tragen. Sie kommen über kurz oder lang auf dich zu.
Die
vor euch liegende Zeit wird euch fordern. Ihr könnt euch so verhalten
wie der Vogel Strauß, der seinen Kopf in den Sand steckt und glaubt, auf
diese Weise unbeschadet davonzukommen. Dies wird euch nur vorübergehend
oder gar nicht helfen. Oder ihr glaubt an die geistigen
Gesetzmäßigkeiten, die Ich euch offenbare, und setzt euch bewußt mit
eurer Zukunft, eurer irdischen und geistigen, auseinander. Wenn du dies
möchtest, dann stelle dir selbst die Frage: Kenne ich schon meinen
Platz? Habe ich ihn schon eingenommen, oder bemühe ich mich zumindest
darum? Oder bin ich noch ein Spielball von Kräften, denen ich wie ein
Vogel hilflos ausgeliefert bin, wenn der Sturm beginnt?
*
Wenn
es also das Falscheste ist, Augen und Ohren zu verschließen, um auf
diese Weise das sich abzeichnende Dunkel am Horizont zu verdrängen: Was
ist dann das Richtigste? Die Antwort kennt ihr, denn sie liegt so
augenscheinlich auf der Hand, daß ihr sie nicht übersehen könnt. Sie
lautet:
Sich
mehr als bisher Meiner Führung anzuvertrauen, und zwar nicht in der
Theorie, sondern in der Praxis; und das euch geschenkte Instrument der
Inneren Arbeit wirklich ernsthaft zu benutzen in den vielen kleinen und
großen Situationen eures Alltags, was zur Folge hat, daß ihr eine
Charakterveränderung vornehmt und damit gleichzeitig die Kräfte eurer
Seele mehrt. Ihr kommt dadurch in eine erhöhte Seelenschwingung; und so
greift das geistige Prinzip, daß Niedrigschwingendes nicht in
Höherschwingendes eindringen kann. Das heißt, daß Mein Gesetz euch
direkter und sicherer führen kann, weil ihr euch durch eure
Entscheidung, Mir bewußt nachzufolgen, schrittweise aus dem Gesetz von
Saat und Ernte hinausbegebt. Ansonsten wird euer Leben mehr oder weniger
bestimmt von dem, was ihr „Schicksal“ nennt.
Aber das ist den meisten von euch bekannt.
Die
Innere Arbeit ist das Herzstück des Weges zu Mir. Jedes Wesen, das die
Himmel einst verlassen hat – sei es aufgrund des Falls oder aus freier,
selbstloser Entscheidung um zu helfen –, wird diesen Weg über kurz oder
lang gehen müssen, was bedeutet: Es muß sich an die „Arbeit“ machen, was
bei allen Uneinsichtigen verpönt ist und selbst den Einsichtigen nicht
immer leichtfällt. Doch es hat keinen Sinn zu verschweigen, daß eine
Veränderung nun einmal Arbeit bedeutet. Wie leicht oder schwer diese dem
einzelnen fällt, hängt zum einen davon ab, wie sehr er sich wünscht,
sein eigenes Verhalten zu verändern, und zum anderen von der Art und
Weise, wie er an den Abbau alter und den Aufbau neuer Verhaltensweisen
herangeht. Und – das Wichtigste –: Ob er Mich in seine Entscheidung und sein Tun mit einbezieht oder nicht.
Wenn
Ich Mein Wort erhebe – nicht nur hier und und nicht nur jetzt –, um mit
der gebotenen Ernsthaftigkeit auf Kommendes hinzuweisen und auf die
Notwendigkeit, sich im Inneren vorzubereiten, so ruft das immer wieder
bei vielen Meiner Kinder Ängste hervor; und das selbst bei denen, die um
ihre ewige Existenz, um ihr unzerstörbares, individuelles Leben wissen.
Aus menschlicher Sicht ist eine solche Reaktion zwar zu begründen, je
mehr ein Mensch aber auf seinem Weg zu Mir voranschreitet, um so mehr
wird er sich als ein geistiges Geschöpf erkennen, das sein Zuhause bei
Mir hat. Entsprechend werden auch seine Sehnsucht und seine Freude nach
seiner wirklichen Freiheit wachsen, die „jenseits des Schleiers“ liegt;
wobei er gleichzeitig die Notwendigkeit seines irdischen Lebens
akzeptiert und die Möglichkeiten des Lernens hier auf Erden nutzt.
Eure
Ängste vor der Zukunft und vor allem Unbekannten werden in dem Maße
schwinden, in dem ihr in eurem Inneren und damit in Mir ruht, indem ihr
Mich, wie Ich es einmal ausdrückte, „den Rhythmus eures Lebens
bestimmen laßt“. Das erleben alle diejenigen, deren Hingabe an Mich
gewachsen ist und weiterhin wächst.
Völlig
falsch wäre es, aus der Angst heraus, später einmal nicht „in den
Himmel zu kommen“, einen Weg einzuschlagen, den euch der Verstand und
ein falsches Sicherheitsdenken diktieren. Was nicht aus der Erkenntnis
heraus entschieden und umgesetzt wird, daß der Weg an Mein Herz aus Liebe zu Mir, zu eurem Nächsten und euch selbst gegangen werden muß,
hat keinen Bestand. Ich gab euch dieses Gebot, die Essenz alles
Geschriebenen und Gesagten, als Jesus von Nazareth. Es gilt für euer
Empfinden, Denken, Reden und Handeln, also für euer gesamtes Leben –
ohne Ausnahme und für jeden. Und nichts anderes als Liebe, und sei sie
zu Anfang auch noch klein, hat als dauerhafte Grundlage für euren Wunsch
zur Veränderung Bestand.
Und
wenn auch zu Beginn eures Weges das Verlangen, der Wille und die
Begeisterung da waren, so besteht doch immer die Gefahr, daß sich „der
Schwung verflacht“, und auf diese Weise eine nicht bemerkte Stagnation
eintritt. Oder aber ihr seid zu zögerlich, ihr bewegt euch auf
eingefahrenen Gleisen, was ebenfalls einem Stillstand gleichkommt.
Eine
tiefe, beiderseitige Beziehung, die nicht angegriffen werden kann, die
beide Herzen untrennbar verbindet, ist immer auf reiner, selbstloser
Liebe aufgebaut. Eine solche Beziehung bestand, von euch bewußt erlebt
und gelebt, als ihr noch bei Mir wart. Da Ich in euch lebe, hat sich
daran – im Prinzip – nichts geändert. Lediglich euer Mensch hat sich
vorübergehend dazwischengeschoben. Ihn nun gilt es davon zu überzeugen,
daß es der bessere, einfachere, problemlosere und schmerzfreiere Weg
ist, unsere Beziehung wieder in dem Maße und auf die Weise zu
aktivieren, daß Ich, der Ich das starke und unbezwingbare Leben in euch
Bin, durch eure freie Entscheidung wieder die Oberhand gewinne und
damit zum Führer eures Menschen und eurer Seele werden kann.
Die
Liebe, die Ich von euch erbitte und ersehne, habe Ich euch gegenüber
immer und immer wieder zum Ausdruck gebracht; in den meisten Fällen habt
ihr dies nicht bemerkt oder nicht beachtet. Und dennoch war es immer Meine
Kraft – denn eine andere lebt nicht in euch –, die euch geholfen oder
vor Schlimmerem bewahrt hat; die euch aber auch in Situationen geführt
hat, die für das Wachstum eures Menschen und die Reifung eurer Seele
notwendig waren. In den meisten Fällen habt ihr allerdings Mein Schalten
und Walten nicht erkannt oder nicht verstanden. Aber ein späterer Blick
zurück hat euch oft gezeigt, daß doch alles gut war, was das Leben
euch als Lernprozeß vorgesetzt hat. Als Lernprozeß und nicht als Prüfung
durch Mich.
Am
tiefsten Punkt des Falls brachte Ich Mich für Meine geliebte Schöpfung
selbst als „Opfer“ dar, wie ihr es in eurem Sprachgebrauch oft
ausdrückt. Es war der Weg der Erlösung, mit dem Ich allen, die die
Himmel verlassen hatten, die Heimkehr ermöglichte: Ich schloß, bildlich
gesprochen, die Tore zu eurer ewigen Heimat wieder auf. Und –
und das ist etwas, was so gut wie nicht bekannt ist und daher auch nur
von den allerwenigsten in ihr tägliches Bemühen einbezogen wird – Ich senkte eine zusätzliche Liebeenergie in euer Herz, Meine Erlösungs- oder Christusenergie, mit der ihr jederzeit in Kontakt treten könnt.
Diese Tatsache, das Wissen darum und vor allem aber das intensive
„Arbeiten“ mit dieser Kraft, die euch bedingungs- und selbstlos allezeit
zur Verfügung steht, ist der zentrale Punkt der Inneren Arbeit
überhaupt.
Wenn
ihr euch nun entschließt oder schon entschlossen habt, den Weg der
Liebe an Meiner Hand zu gehen, so wißt ihr auch, daß es darum geht, eine
Veränderung herbeizuführen; denn wenn man einen anderen Punkt
erreichen möchte als den, auf dem man zur Zeit noch steht, so geht dies
nur, wenn man sich bewegt. Und Bewegung ist Veränderung.
So
ist auch das Wort zu verstehen, das Ich euch als Jesus von Nazareth
gab. Jemanden oder etwas zu lieben, wozu man zuvor noch nicht in der
Lage war, bedeutet immer Entscheidung, Veränderung, Bewegung;
schlußendlich ist es Arbeit, auch wenn dies in einer solchen Klarheit
nicht gerne ausgesprochen und gehört wird.
Wer
dies nicht möchte und glaubt, die Zugehörigkeit zu einer
Religionsgemeinschaft oder die Einhaltung kirchlicher Gebote oder die
Teilnahme an sakralen Handlungen oder das Praktizieren von Techniken
oder das Studium diverser religiöser Schriften seien ausreichend, um
sich dem Himmel zu nähern oder ihn gar zu erlangen, der wird
feststellen müssen, daß er einem Irrtum erlegen ist. Ein solches
Vorgehen ist keine Bewegung im Sinne einer innerlichen
Wesensveränderung, sondern stellt lediglich und im besten Fall eine
„kosmetische Korrektur“ dar.
Echte Bewegung oder Veränderung aber ist unabdingbar, denn wer in den Himmel eintreten möchte, der muß den Himmel in sich tragen. Das besagt das Gesetz der Anziehung. Äußerlichkeiten und Wissensanhäufung erschließen euch den inneren Himmel nicht.
*
Wenn
in einer Seele, ausgelöst durch Meinen Geist, der Wunsch aufbricht,
tiefer schauen und mehr erfahren zu wollen als in der Vergangenheit, so
geht der Mensch auf die Suche. Dabei ist es ganz normal, oftmals sogar
notwendig, daß er mit verschiedenen Glaubensrichtungen und Ideologien
in Kontakt kommt, vieles liest, fragt und diskutiert. Je nach
Beschaffenheit seiner Seele, nicht zuletzt geprägt durch seine Vorleben,
sammelt der Mensch seine Informationen, prüft sie – bewußt oder
unbewußt – auf ihre Stimmigkeit mit dem, was er empfindet, und geht
dann eine kürzere oder längere Strecke den Weg, den er für richtig hält,
der für den Augenblick zu ihm paßt.
Alle
diese Wege sind von Mir zugelassen; jeder Mensch befindet sich dort, wo
er im Moment seinen Platz entsprechend seines Bewußtseins gefunden hat.
Weiß Ich doch, daß schließlich alle Wege an Meinem Herzen enden,
allerdings nicht in der Form, wie sie sich zu Beginn dargestellt haben
und gegangen wurden.
Auch
dein Weg wird bei Mir enden, und zwar deshalb, weil Meine Liebe deine
Liebe unwiderstehlich anzieht. Und weil auf dieser Wegstrecke alles an
eigenen Vorstellungen abfallen wird, so daß schlußendlich nichts
anderes als das einzig wichtige Gebot, das einzig ans Ziel führende
Verhalten übrig bleibt: liebe – und sonst nichts.
Wer zu der tiefen Überzeugung gefunden hat, daß Ich als die einzige Kraft in ihm lebe, und wer Mich darüber hinaus als denjenigen erkannt hat, dem alles
möglich ist, der weiß auch, daß ihm kein anderer Lehrer und keine
andere Lehre mehr geben können als das, was Ich ihm geben kann. Damit
ist nicht gesagt, daß nicht auch viel Gutes anderenorts gelehrt wird.
Es heißt auch nicht, daß es nicht viele Menschen gibt, die den Weg der
Liebe gehen und göttliche Wahrheiten verkünden. Doch es bedeutet: Du
wirst nichts finden, und wenn du noch so lange suchst, noch so weit
reist und noch so viele „heilige“ Männer und Frauen aufsuchst, was du
bei Mir nicht auch finden könntest, oder was Ich dir nicht zu geben
bereit bin. Und zwar auf direktem Wege, das heißt mit direkter
Kommunikation, ohne daß du Umwege über andere Menschen gehen mußt.
Allerdings
mit der kleinen Einschränkung: Du mußt durch dein Ja zu Mir deinen
Anteil an „Arbeit“ leisten, der aber im Verhältnis zu dem, was Ich für
dich tue, verschwindend gering ist.
Wenn
es dich doch hin und wieder zum „Schmiedchen“ zieht, obwohl du den
„Schmied“ in dir hast, dann laß gelegentlich die Frage in dir zu, ob du
Mich wirklich als den erkannt hast, der Ich Bin! Und eine weitere Frage,
warum du bei Mir nicht gefunden hast, was du nun außerhalb von Mir und
dir suchst? Gerade dann aber, wenn ihr sonstwo sucht, werdet ihr das
nicht finden, was eure Seele wirklich braucht.
Ich
Bin kein eifersüchtiger Gott, denn Ich weiß, daß Ich dich nicht
verlieren werde. Du kommst in jedem Fall zu Mir zurück! Meine Mahnung
gilt ausschließlich deinem Wohl, denn Ich möchte nicht, daß du es dir selbst schwermachst und eventuell auf der Stelle trittst.
Ich
halte niemanden davon ab, das zu tun, was er für richtig hält. Nur
erinnere Ich diejenigen unter euch, die glauben, auf Dauer ließen sich
zwei oder mehrere Weg miteinander kombinieren, daran, daß alles in
Meiner Schöpfung auf den beiden Säulen Energie und Kommunikation ruht.
Mit
allem, was ihr tut – angefangen von der Empfindung bis hin zur Handlung
–, geht ihr in Kommunikation mit gleichen oder ähnlichen Energien, die
dann auf euch einwirken. Die höchsten Energien, die ihr empfangen
könnt, kommen aus Meiner unendlichen Liebesquelle. Sie wirken in allen
Menschen und auf alle Menschen ein, die sich entschlossen haben, den
Christusweg zu gehen. Wie stark sie wirken können, hängt von eurer
Ernsthaftigkeit und Hingabe ab.
Alle
anderen Energien, vor allem die der modern gewordenen esoterischen
Richtungen, aber auch die der unzähligen christlichen Gemeinschaften,
haben ein anderes Energiepotential. Es unterscheidet sich von der
erlösenden Christuskraft vor allem dann, wenn – wie unter anderem bei
den östlichen Lehren – Meine Erlösung nicht anerkannt wird; was nichts
aussagt über das redliche und ernsthafte Bemühen solcher Lehrer um die
Liebe zu ihrem Nächsten und zur Schöpfung.
Die
Freiheit, die Ich euch geschenkt habe, läßt euch jeden Weg gehen, den
ihr gehen wollt, ohne daß dies Einfluß auf Meine Liebe zu euch hat. Doch
achtet darauf, daß ihr euch nicht verzettelt; daß ihr euch nicht hier
und da „die Rosinen herauspickt“, so wie es euch gefällt. Ihr gleicht
sonst einem Menschen, der sich zwei oder mehreren Führern anvertraut,
die unterschiedliche Reiserouten bevorzugen. Das mag zu Anfang noch
problemlos sein; es mag euch sogar dazu verhelfen, eine Entscheidung für
den Weg zu treffen, der eurer momentanen Entwicklung entspricht.
Aber
auf Dauer wird es dazu führen, daß ihr auf eurem Weg stagniert. Wobei
es im schlimmsten Fall geschehen kann, daß ihr euren inneren Halt
verliert. Denn ihr könnt nicht gleichzeitig zwei Herren dienen. Wenn
ihr es dennoch versucht, werdet ihr euer Ziel nicht erreichen.
*
Neben
der Nachlässigkeit und dem Abgelenktsein ist die Mehrgleisigkeit eine
der großen Gefahren für diejenigen, die in Meine Nachfolge eingetreten
sind oder dies beabsichtigen: eine nicht bemerkte Stagnation, still und
heimlich dadurch eingetreten, daß die Kräfte nicht gebündelt auf ein
Ziel ausgerichtet sind. Und ohne daß die Gegenseite schwere Geschütze
diverser Versuchungen auffahren muß, verhindert sie auf diese Weise
eine stetig fortschreitende innere Entwicklung.
Wenn
Ich von „stetig fortschreitend“ spreche, so bedeutet das nicht, daß es
an Meiner Hand und unter Meiner Führung keine Ruhepausen gibt, keine
Phasen, die euch aufbauen und keine Freuden, die euch stärken. Ganz im
Gegenteil: Ihr werdet kraftvoll hineinwachsen in ein inneres
Erfülltsein, in eine Sicherheit und Freiheit, die ihr zuvor nicht
gekannt habt.
Weil sich bei vielen, die sich für den Christusweg „liebe – und sonst nichts“
entschieden haben, schon einiges getan hat, besteht immer die Gefahr,
daß sie sich an das neue, leichtere Leben gewöhnen und dann
stillestehen. Schließlich sind ja Ängste dabei, mehr und mehr zu
verblassen, Sorgen haben sich gemildert, die ersten Charakterschwächen
konnten mit Meiner Hilfe in Stärken umgewandelt werden, so mancher
krumme Weg hat sich begradigt, neue Freundschaften wurden geschlossen
und vieles mehr. Es scheint also eine „feine Sache“ zu sein, für die man
sich interessiert hat, und die man nun praktiziert.
Aber das ist erst ein Bruchteil dessen, was Mir – wenn ihr es wollt und zulaßt – in und durch euch möglich ist!
Freut
euch über das, was sich schon zum Positiven hin verändert hat, Meine
Geliebten. Aber seid euch auch darüber im klaren, daß dies erst die
ersten kleinen Erfolge eurer Entscheidung, eurer Schritte sind. Immer
wieder sehe Ich die Kleingläubigkeit in den Herzen Meiner Kinder, die
noch nicht wirklich begriffen haben, welchen Schatz sie in sich tragen,
die die Größe Meiner Liebekraft noch nicht kennen, weil sie noch nicht
den Mut haben, sich ihr voll und ganz anzuvertrauen.
Ihr
wißt noch nicht, wie stark Ich in euch Bin! Ihr wißt noch nicht, wie
stark auch ihr dadurch in Wirklichkeit seid! Durch euer Zögern, eure
Passivität und eure oft mangelnde Beherztheit begrenzt ihr euch selbst!
Wenn
ihr Meinen Worten gegenüber skeptisch seid, dann erinnert euch an das,
was ihr über das Urchristentum wißt: an die Aufbruchstimmung, den Mut,
die Begeisterung, den gelebten Glauben, das liebevolle Miteinander und
an Meine Kraft, mit der Ich die Meinen durchströmen konnte, so daß sich
durch Meine Jünger und Jüngerinnen die einzig wahre Religion, ein Leben in der inneren Verbindung mit Mir, verbreiten konnte, auch wenn diese später durch die Finsternis unterwandert, verändert und gelähmt wurde.
In
einer Sicherheit, in einer Gewißheit, wie sie damals herrschte, die
immer wieder genährt wurde durch die mit Mir gemachten Erfahrungen, war
kein Platz für ängstliche Gedanken, wenn sich dunkle Wolken am Horizont
zeigten. Das gilt heute ebenso wie damals. Aber: Diese Sicherheit,
Meine Söhne und Töchter, will durch eure Entscheidung und das
anschließende Bemühen „erarbeitet“ werden; und doch bekommt ihr sie
geschenkt, was kein Widerspruch ist, weil Meine Liebe euch unendlich
viele Schritte entgegenkommt, wenn ihr die ersten Schritte tut; was
durch euren freien Wille bedingt ist.
Doch
es geht nicht nur darum, sorgenfrei und vertrauensvoll in eine
unbekannte Zukunft zu schauen, sondern auch darum, daß Ich für einen
jeden, der Mir sein Ja gibt und dies durch sein Bemühen auch ausdrückt,
die Weichen so stellen kann, daß der Zug seines Schicksals andere Wege
nimmt als die, die das Gesetz von Ursache und Wirkung ursprünglich
vorgesehen hat.
Ich
sprach einmal davon, daß wahres Christsein mehr ist als ein
Sonntagsspaziergang, bei dem man nur nette Leute trifft und diese
freundlich grüßt. Christsein, ernstgenommen, bedeutet Bewegung,
Veränderung, Arbeit. Das Rüstzeug habe Ich euch in vielen Offenbarungen
an die Hand gegeben, und Ich werde dies immer und immer wieder tun,
bis Ich auch das letzte, noch uneinsichtige und verhärtete Herz
erweicht habe.
Wenn
ihr wollt, wenn eure Liebe zu Mir und euren Brüdern und Schwestern
schon gewachsen ist, und ihr aus Liebe euren Anteil leisten wollt, dann
stellt euch an Meine Seite. Dann beendet Stagnation und Lauheit, und
laßt uns der Welt zeigen und beweisen, daß die Liebe die stärkste Kraft
ist. Unabhängig davon, was sich im Äußeren abzeichnet und geschieht.
Dafür senke Ich in jedes willige und offene Herz Meine Liebekraft als zusätzlichen Ansporn, euer Ja zu erneuern .... Amen
1) Am 26. 12. 2016 registrierten Wissenschaftler eine Gravitationswelle, die von zwei Schwarzen Löchern ausgesandt
wird und bereits 1,4 Milliarden Lichtjahre unterwegs ist – für uns
einfach unvorstellbar. Und das in unserem materiellen Universum, das
nur ein Sandkorn ist in der gesamten Schöpfung ...!

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