Johannes 16:12 und 25)
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch das würde euch jetzt überfordern.
13 Aber wenn der Helfer kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch anleiten, in der vollen Wahrheit zu leben.3
Was er euch sagen wird, hat er nicht von sich selbst, sondern er wird
euch nur sagen, was er hört. Er wird euch jeweils vorbereiten auf das,
was auf euch zukommt.
25 »Ich habe euch dies alles in Andeutungen gesagt, die euch rätselhaft erscheinen müssen. Die Stunde kommt, dass ich nicht mehr in Rätseln zu euch rede, sondern offen und unverhüllt zu euch über den Vater spreche.
Das Buch Joael, Kap. 3 1 Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch ... Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen. 2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen ... (Damit sind die Tage der Endzeit gemeint in den wir bereits leben).
Aus Liebe zu Gott
Offenbarung vom 09.02. 2013
Die
Ansprache Gottes an den Menschen bzw. durch den Menschen vollzieht
sich, wie alles in der Schöpfung, nach unumstößlichen, geistigen
Gesetzmäßigkeiten. Die unterschiedlichen Schwerpunkte und
Betrachtungsweisen in den Offenbarungen ergeben sich durch die
göttlichen Grundaspekte der Ordnung, des Willens, der Weisheit, des
Ernstes, der Geduld, der Liebe und der Barmherzigkeit, entsprechend
auch der geistigen Mentalität desjenigen, der das Offenbarungswort
aufnimmt. In und über allem aber wirkt die Liebe als Träger aller
Offenbarungen, ohne die ein echtes Gotteswort nicht möglich ist.
Göttliche Offenbarung:
Ich, Christus,
der Ich die Liebe im Vater Bin, richte heute Mein Wort an euch, Meine
geliebten Brüder und Schwestern. Als Jesus von Nazareth war Ich Mensch
unter Meinen Menschenkindern und habe unter den gleichen Bedingungen
gelebt, unter denen auch sie damals lebten und denen die Menschen auch
heute noch unterliegen.
Jedem
Menschen wohnt ein geistiges Wesen inne, das seine ursprüngliche Heimat
in den Himmeln hat, und das war auch bei Mir nicht anders. Doch wenn es
auch die göttliche Liebe war, die in den Knaben Jesus inkarnierte, so
wurden ihm dennoch durch das Leben keine exklusiven Voraussetzungen
geboten. Das konnte schon deshalb nicht sein, weil Mein Leben ein
Vorbild sein sollte, dem nachzufolgen einem jeden, der guten Willens war
– und heute ist –, möglich sein mußte.
So
mußte also auch Ich ringen und kämpfen, Meinen Menschen mit seinen
Fehlern und Schwächen erkennen – die Ich allerdings freiwillig auf Mich
genommen und nicht als Seelenbelastung mit in das Leben gebracht hatte –
und Mich bemühen, die Liebe, die Ich in Mir trug, zu leben und nach und
nach auch im Äußeren zum Ausdruck zu bringen. Das war Meine „Innere
Arbeit“, auch wenn sie diesen Namen nicht trug. Sie wurde genährt aus
Meiner Seelenkraft und dem Wissen darum, daß es galt, Gott durch Mein
Leben zu verherrlichen, den Geist in Mir also hervortreten und
gleichzeitig den Menschen mehr und mehr unwichtig werden zu lassen, bis
Ich nicht nur sagen konnte, sondern dies auch lebte: „Ich für Dich, und
Du durch mich, mein Gott!“ Und das in jedem Augenblick Meines Lebens.
Diesen
Aspekt der Hinwendung und schließlich Hingabe an die allwaltende,
selbstlose und bedingungslose Liebe, die Ich den Menschen als ihren
Lebensquell – ihren Vater – nahegebracht habe, möchte Ich heute mit euch
ein wenig vertiefen.
Ich
führe euch dazu in eine innere Betrachtung, die ihr, so ihr mögt, auch
als Meditation bezeichnen könnt, auf deren Bedeutung Ich aber noch zu
sprechen komme.
Atmet
ruhig, schaltet eure noch vorhandenen weltlichen Gedanken ab und
richtet euer Augenmerk nach innen … So lösen sich nach und nach die
körperlichen Begrenzungen auf, und eure Fähigkeit des Empfindens wächst …
Laßt eure inneren Augen in die Weite gehen … Alles ist licht, alles ist
leicht … Alles ist grenzenlos … Ihr schwebt in einer anderen Welt, in
einer Welt der Freiheit, der Sorglosigkeit, der Zufriedenheit …
Wunderbare Farben umgeben euch … Das Auf und Ab vielfältigen Lebens
durchzieht die Weiten … Bisher nicht bekannte Klänge dringen an euer Ohr
… Ein Hauch von Unendlichkeit umgibt euch ...
In
der Ferne seht ihr lichte Wesen, schwerelos nähern sie sich euch …
Obwohl ihr euch nicht erinnern könnt, sie schon einmal gesehen zu haben,
sind sie euch nicht fremd … Sie strahlen etwas aus, zu dem ihr sofort
Vertrauen faßt … Es ist keine Frage, daß ihr ihnen folgt, nachdem sie
euch darum bitten … Eure Umgebung hat Konturen angenommen … Landschaften
von überirdischer Schönheit tun sich vor euch auf … Mehr und mehr
dieser Lichtwesen gesellen sich zu euch … Sie begrüßen und umarmen euch
wie alte Bekannte – und ihr ahnt, daß ihr selbst und sie wirklich „alte
Bekannte“ seid … Über allem liegt eine tiefe Ruhe, die aber dennoch –
ihr könnt es nicht richtig einordnen – voller Leben ist …
Vorherrschend
aber ist ein Friede, den ihr nicht kennt, gegen den eure bisher
erlebten Augenblicke eines sogenannten Friedens nur ein schwacher
Abglanz sind … Euch fällt auf, wie alle miteinander umgehen, daß es
keine „Oberen“ und keine „Unteren“ gibt, daß sich alle die gleiche
Wertschätzung entgegenbringen: die „Kleinen“ den „Großen“ und ebenso
umgekehrt … Rangunterschiede im weltlichen Sinne gibt es nicht, und wenn
ein Wesen eine größere Lichtkraft ausstrahlt, dann zeugt dies
ausschließlich von seiner Bereitschaft des Dienens und der Demut und der
schon erworbenen Fähigkeit, seinen Geschwistern auf ihrem Weg helfen zu
können …
Ihr
denkt an eure irdischen Begriffe von „Freiheit, Gleichheit und
Brüderlichkeit“ und erkennt doch gleichzeitig, daß dies hier viel, viel
mehr ist und eine ganz andere, tiefergehende Bedeutung hat … Und vor
allem, daß hier ein Aspekt – eine Schwingung – vorherrscht, die ihr als
die Liebe einstuft, auch wenn sie euch in dieser Form bisher in eurem
Leben noch nicht begegnet ist … Alles ist euch irgendwie vertraut,
obwohl es euch doch eigentlich fremd sein müßte … In euch taucht die
Frage auf: Ist mir dies vielleicht deshalb vertraut, weil es in mir alte
Erinnerungen weckt? … Erinnerungen an was? An wen? An welche Zeit? …
Ihr
dreht euch zu einem eurer Begleiter um, und bevor ihr eure Frage
formulieren müßt, antwortet er euch: „Du bist nicht zum ersten Mal hier.
Wir dürfen dir Vergessenes wieder bewußt machen und dir deinen Wunsch
erfüllen, einmal hineinzuschauen und -zuspüren in das, was dich – später
– erwartet. Du hast längst erkannt, daß die Erde nicht dein wahres
Zuhause ist. Dein wirkliches Zuhause sind die Himmel, aus denen du
gekommen bist, und in die du zurückkehren wirst. Dies sind zwar noch
nicht d i e Himmel – also deine ursprüngliche und gleichzeitig
künftige Heimat im Bewußtsein Gottes, weil du das noch nicht erfassen
könntest –, aber es soll dir einen Eindruck davon vermitteln, wohin du
gehörst, und wohin all dein, dir oftmals selbst noch unbekanntes Sehnen
und deine Liebe gehen“ …
Du
kannst dich kaum losreißen von dieser Schönheit und Pracht … von dieser
Harmonie … dem pulsierenden und doch ruhig dahin fließenden Leben … von
der Offenheit und Herzlichkeit … von der Unbeschwertheit und dem
allseitigen Verständnis … von der tiefen Empfindung: Alles ist gut … und
von der alles durchdringenden Liebe, die dir jedes Wesen entgegenbringt
… Du bist eingetaucht in ein neues, bisher nicht gekanntes Leben und
möchtest am liebsten auf Dauer darin verweilen … Du spürst, daß dich
etwas anzieht, dem du ohne zu fragen folgen würdest, wenn es denn jetzt
schon angesagt wäre ...
Aber Ich muß dich daran erinnern, daß du noch im Hier und Jetzt lebst und dich sachte und liebevoll zurückholen.
*
Es
ist gut und wertvoll, wenn ihr euch ab und zu die Zeit nehmt, auf diese
oder ähnliche Weise in die Stille zu gehen. Dabei spielen Worte, die
euer Verstand formuliert, nicht unbedingt eine vorrangige Rolle; sie
sollten lediglich dazu dienen, euch dabei zu helfen, daß ihr besser in
eure Gefühlswelt hinabtauchen könnt, dorthin, wo eure Empfindungen
liegen. Denn die Empfindungen sind es, aus denen sich eure Gedanken
formen und anschließend eure Worte und Handlungen. Ist es euch möglich,
eure Empfindungen wahrzunehmen, dann trefft ihr auf Teile eures Wesens,
auf das, was ihr bisher in eurer Seele erschlossen habt; und wenn diese
Empfindungen positiv sind, dann strömen euch Kräfte der Himmel zu, die
es euch leichter machen, mit Mir durch den Alltag zu gehen.
Eine
Meditation ist also eine Kraftquelle, die euch die nötige Energie geben
kann für die Aufgaben, die euch euer Leben vorsetzt. Sie ist k
e i n E r s a t z für Innere Arbeit, ebensowenig wie der Weg alleine schon das Ziel ist. Der Weg ist nicht das Ziel! Er ist es erst recht nicht für denjenigen, der sein Ziel kennt.
Ich
habe euch deshalb in diese kleine Verinnerlichungs-Übung geführt, damit
euch erneut bewußt wird, wer ihr in Wahrheit seid: Kinder der
unermeßlich großen Liebe, aus der alles ist; einer Liebe, die ihren
Kindern auch dann die Freiheit läßt, wenn sie sich von dieser Liebe
abwenden und ihre eigenen Wege gehen; einer Liebe, die gleichzeitig auch
die Allmacht darstellt und deshalb weiß, daß und wie sie ihre Kinder
wieder zu sich zurückholen wird und kann!
Wer
um die Liebe weiß, die auf ihn wartet, der wird nicht zögern, alles
daranzusetzen, dieser Liebe entgegenzueilen. Weißt du und du und du
schon darum? Weißt du es wirklich – ganz tief in deinem Herzen, auf der
Ebene deiner Empfindungen? Und hast du den Schritt der Hinwendung,
vielleicht sogar der Hingabe bereits vollzogen? Dann hast du dich aus
freier Entscheidung schon auf den Weg gemacht. Und wenn du es noch nicht
sicher weißt, wenn es dein Verstand zwar schon begriffen hat, dein Herz
aber noch zögert, dann laß – und sei es nur versuchsweise – deiner
Sehnsucht freien Lauf, die Ich gerade eben in dir geweckt habe.
Über
das Gesetz der Anziehung habe Ich euch schon wiederholt aufgeklärt. Es
gilt sowohl im kleinen, also in eurem Alltag, als auch im großen, das
heißt als eine Kraft, die euch unweigerlich über kurz oder lang wieder
an Mein Herz, zu eurem wahren Zuhause, ziehen wird. Dieser Anziehung
kann sich kein Wesen widersetzen, und deshalb werde Ich alle Meine
Kinder – ohne Ausnahme – wieder heimführen. Als euer göttlicher Bruder,
als Christus, gesprochen, der die Liebe im Vater ist: Ich werde jeden
Bruder und jede Schwester durch alle Zeiten und Leben hindurch
begleiten, Ich werde auf einen jeden und eine jede warten und alle
wieder in Meine Arme schließen. Gebt euch, so ihr wollt, für einen
Moment der Wahrheit dieses Versprechens hin, und vergeßt damit alles,
was noch an falschen Vorstellungen in euch ist, was euch den Weg schwer
oder gar unmöglich erscheinen läßt, was ihr möglicherweise im Moment an
Not und Leid zu tragen habt. Ich Bin der Garant dafür, daß du wieder zu
deinem Ausgangspunkt, deiner himmlischen Heimat, zurückfindest – egal,
was du zur Zeit machst, wo du gerade bist; egal, welchen Weg du hinter
dir hast, und ebenso egal, welchen Weg du noch vor dir hast.
Ich Bin, der Ich Bin. Wer will Mich daran hindern, die Einheit Meiner Schöpfung wieder herzustellen?
Wenn
also der Weg n i c h t das Ziel ist, sondern das Ziel nur auf
dem W e g erreicht werden kann, dann stellt sich für einen jeden
Willigen die Frage, wie dies zu bewerkstelligen ist, wie er auf dem Weg
vorankommt, und wie die versprochene Hilfe – „der Bruder an deiner
Seite“ – aussieht.
Viele
Menschen haben aufgrund einer falschen Belehrung durch eure Theologen
oder aufgrund ihrer Unkenntnis oder ihres verlorenen Glaubens das
Gefühl, ihr Leben sei ohne Sinn, weil es einem führerlosen Schiff auf
einem tosenden Ozean gleicht. Vor allem verstehen sie nicht die
Abschnitte ihres Lebens, die ihnen Sorgen, Kummer und Elend bringen, und
die es ihnen daher schwermachen, an eine höhere Macht, eine göttliche
Führung oder gar an eine unendliche Liebe zu glauben. Selbst denen, die
an einen himmlischen Vater glauben, fällt es oftmals schwer, in Zeiten
der Not einen Sinn zu sehen. Und dann auch noch zu sagen „Alles ist gut“
– das gelingt nur den allerwenigsten.
Ich
will euch ein Bild geben, das euer Verständnis für die „krummen Wege“
eures Lebens fördern kann, das euch vielleicht dazu bringen kann, diese
Lebensphasen nicht nur ergeben hinzunehmen, sondern sie als notwendig zu
betrachten – aber mit einem positiven Ausblick nach vorn. Denn wenn ihr
sie lediglich in einer passiven Haltung akzeptiert, fehlt euch etwas
Entscheidendes: nämlich die Erkenntnis, der Wunsch und der Wille, durch
eine intensive Zusammenarbeit mit Mir diese Klippen eures Lebens zu
umschiffen und die krummen Wege in gerade Wege umzugestalten. Das ist
mehr, als das Leid nur anzunehmen, den Kopf zu senken und zu denken oder
zu sagen: „Gott will wohl, daß es mir schlecht geht. Was also soll ich
dagegen tun? Dann beuge ich mich halt seinem Willen.“
Falscher
kann eine – deine? – Einstellung zum Leben und zu deinem Weg zu Mir
zurück nicht sein. Denn Ich schicke keinem Kind ein Leid. Leid ist
hausgemacht und rührt aus diesem oder einem früheren Leben her. Es dient
als ein Mittel der Erkenntnis und der Veränderung, welches durch das
Gesetz des Lebens ausgelöst wird. Leid würde sich als überflüssig
erweisen oder zumindest nur in abgeschwächter Form in das Leben eines
Menschen treten, wenn dieser sich zuvor dem Gesetz der Liebe zugewendet
und es in sein tägliches Leben durch sein Bemühen eingebunden hätte.
*
Betrachte
als Luftaufnahme das Bild eines Flusses, vielleicht eines großen
Stromes, der sich seinen Weg durch Berge und Täler gesucht hat, und
dessen Wasser nun auf diesem Weg dem Ziel zustrebt. Du wirst
feststellen, daß der Fluß – ursprünglich, als er begann, sich seinen Weg
zu bahnen – sehr oft seine Richtung gewechselt hat; an einigen Stellen
sind sogar mehr oder weniger große Schleifen zu sehen. War nicht jede
Richtungsänderung erforderlich? Hätte ohne sie das Wasser schließlich zu
seinem Ziel gefunden? Jedes Hindernis hat den Fluß dazu gezwungen, neue
Wege zu suchen; und auch wenn es oftmals den Anschein hatte, als würde
das Wasser jetzt in die falsche Richtung fließen und sein Ziel nie
erreichen, so konnte doch auf keine Wegänderung verzichtet werden, weil
es ohne sie keine Lösung, keine Neuorientierung, keine neue Wegstrecke
und schließlich kein Einmünden in das Meer gegeben hätte. Ohne „Umwege“
kein Weiterkommen bzw. -fließen. Jeder Abschnitt war als ein Teil des
Ganzen unbedingt erforderlich, auch wenn er das Wasser dazu zwang, sich
einen neuen Weg zu suchen. Jede Windung, jeder Bogen, jede Schleife –
alles war gut.
Ist
es schwer, dieses Bild auf das Leben eines Menschen, auf euer Leben zu
übertragen? Wenn und weil das Leben eine Schule ist, die euch
ununterbrochen etwas lehren möchte, wie kann dann in dem vorgesetzten
Lehrstoff – der zwar für jeden unterschiedlich, aber gerade deshalb auf
ihn ganz persönlich zugeschnitten ist – irgend etwas falsch sein? Wie
kann etwas unnütz, überflüssig oder zu zeit- und arbeitsaufwendig
erscheinen, wenn es doch dazu beiträgt, euch eurem Ziel näherzubringen?
Auch
ihr müßt in eurem Leben viele Hindernisse bewältigen, die euch zu
Richtungsänderungen bewegen wollen. Ihr müßt diese Änderungen nicht
vornehmen, denn ihr habt den freien Willen. Doch dann wird das „Faß
irgendwann überlaufen“, und eine Änderung wird durch das Schicksal
eingeleitet werden, und das auf eine Art und Weise – und aus eurer Sicht
auch noch zu einem falschen Zeitpunkt –, die ihr dann, da ihr die
Zeichen eurer Lebenszeit, das heißt die für euch anstehenden Aufgaben,
nicht sehen wolltet, als ungerecht, ja als Fehler Gottes betrachtet. Was
immer euch begegnet, es ist schlußendlich immer eine Konfrontation mit
euren eigenen Fehlern, wobei aber das Wort „Fehler“ weder im Sinne einer
Verurteilung noch Herabsetzung gemeint ist, sondern als eine
Möglichkeit zu sehen ist, etwas zu lernen, was bisher noch nicht gekonnt
wurde.
Wenn
ihr den Sinn eures Erdenlebens erfaßt habt und euch bemüht, den Geboten
der Liebe in eurem täglichen Leben zu folgen, werden zwar Hindernisse,
Windungen, Bogen und Schleifen nicht ausbleiben, aber ihr werdet sie als
wichtigen Lernschritt betrachten, der darauf wartet, angepackt und
bewältigt zu werden. Ohne dieses Hemmnis, das sich euch da in den Weg
stellt, kein Weiterkommen! Ohne die Überwindung einer schwierigen oder
gefährlichen Stelle bei einer Bergwanderung kein Ankommen auf dem
Gipfel! Wenn ihr aber den Gipfel als euer Ziel ausgemacht habt, zu dem
es euch mit jeder Faser eures Herzens zieht, und das es unter allen
Umständen zu erreichen gilt – wie kann dann schlußendlich nicht jede
einzelne Strecke, jede noch so schwierige Passage, gut sein? Denn ohne
dieses Wegstück, das ihr so gerne umgangen oder ausgelassen hättet, das
ihr am liebsten ganz aus eurer Bergwanderung gestrichen hättet, wäre ein
Weiterwandern – und damit das Erreichen des Zieles – nicht möglich
gewesen.
*
Kannst
du, Mein Bruder, Meine Schwester, unter diesem Gesichtspunkt nicht doch
sagen: „Alles ist gut“? Kommt es nicht auf den Grad deiner Sehnsucht
und auf die Größe deiner Liebe an, ob du auch die nicht so erfolgreichen
Zeiten deines Lebens als wichtige, als notwendige Schritte hin zur
seelischen Reifung ansiehst? Wenn du dies bejahen kannst, hat sich in
dir eine Türe geöffnet, die durch dein bisheriges Denken verschlossen
war, und die es dir künftig leichter macht, den Weg ohne Zögern
fortzusetzen.
Wenn
du dies noch nicht kannst, es aber dein Wunsch ist, in dieses Denken,
das mit einem tiefen Vertrauen zu Mir und dem fehlerfreien Wirken
göttlicher Gesetzmäßigkeiten verbunden ist, hineinzuwachsen, dann komme
zu Mir. Laß uns miteinander reden, so, wie es Geschwister tun, die sich
lieben. Ich höre dich, Ich verstehe dich, Ich werde dir alle Hilfe
zuteil werden lassen, die dich tiefer hineinfinden läßt in die
Empfindung, daß alles gut ist – weil alles, was dir begegnet, aus der
Liebe kommt.
Ob
du das, was dir das Leben vorsetzt, als Chance und damit als
Handreichung durch Mich ansiehst, hängt also davon ab, ob du erkannt und
akzeptiert hast, daß Ich der Freund und Bruder an deiner Seite und i
n dir Bin, und daß Ich es Bin, der dir auf deinem Heimweg Hilfen
über Hilfen anbietet und gibt, wenn du Meine Hand nimmst. Dann werden
hohe Berge abgetragen, und scheinbar Unmögliches wird umgewandelt,
verliert seinen Schrecken und erweist sich im Nachhinein als das, was es
in Wirklichkeit war: eine Lernaufgabe, ohne die du nicht weitergekommen
wärst.
Ohne
das Anerkennen dieser Zusammenhänge und ohne die Annahme Meiner Hilfe
wirst du nichts, was dir in deinem Leben widerfährt, als gut ansehen
können. Du wirst Schwierigkeiten als Hürden betrachten, die dir
Menschen, die dir nicht wohlgesonnen sind, oder der sogenannte Zufall in
den Weg legen. Du wirst dich aus deinem Menschlichen heraus bemühen,
ohne jedoch „von der Stelle zu kommen“, und es wird dir trotz aller
Versuche und Anstrengungen schwerfallen, den Sinn in und hinter allem zu
erkennen. Im schlimmsten Fall wirst du Gleiches mit Gleichem vergelten
und damit weitere Hindernisse aufbauen, die dich schließlich vielleicht
dazu bringen, daß du selbst eine Schleife in dein Leben einbaust. Damit
wird zwar dein Weg nicht unterbrochen, aber er wird schwerer zu gehen
sein.
Dies alles möchte Ich dir – euch allen – ersparen, denn ihr seid Meine Brüder und Schwestern, die Ich liebe.
Wenn
Ich nun, sollte dies nicht schon längst der Fall sein, dein Herz
angerührt habe, so könnte sich die Frage stellen, ob das Angehen deiner
Lebensaufgaben nicht eine schwere Aufgabe ist. So mancher formuliert es
sogar so: „Das bedeutet aber schwere Arbeit!“
Wahrlich,
Ich sage dir und euch allen: Ein jeder von euch wird diese Arbeit
angehen müssen. Es ist ein Muß – eines der wenigen, das es trotz des
freien Willens gibt, weil es ein Teil Meines unumstößlichen, göttlichen
Gesetzes ist –, daß Meine Schöpfung wieder geeint wird. Um dieses Ziel
zu erreichen, wird sich alles, was gefallen ist oder aus anderen Gründen
die Himmel verlassen hat, wieder auf den Weg in die Heimat machen. Ohne
Heimweg keine Heimkehr. Und ohne die Heimkehr aller keine Einheit. Die
Einheit aber ist in Meinem Gesetz festgeschrieben – und es gilt Mein
göttlicher Wille!
Wenn
du die notwendige Arbeit der Erkenntnis und der Veränderung also
ohnehin machen mußt: Warum willst du sie nicht mit Mir gemeinsam
angehen? Getan werden muß sie – jetzt oder später, alleine im
Eigenwillen oder mit Meiner Hilfe. Unvergleichlich leichter, das
verspreche Ich dir, geht es, wenn du Mich an deiner Seite hast.
Ich
verweise die Früchte deines Bemühens aber nicht nur auf später,
vertröste dich also nicht lediglich auf ein besseres Leben im Jenseits,
das aufgrund deiner Inneren Arbeit deinem jetzigen Erdenleben folgt.
Sicher wird auch dann das Gesetz der Anziehung wirken und deine Seele,
entsprechend ihrer Kraft und Beschaffenheit, in lichte Spähren
emporziehen, aber Ich sage dir: Dein Leben wird sich schon jetzt
verändern, vieles wird dir erspart bleiben, vieles wird leichter werden,
und alles in allem werden eine Geborgenheit, ein Vertrauen und ein
Friede in dich einziehen, die dir zuvor in diesem Maße nicht vertraut
waren. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
Wenn
wir dann erfolgreich so manchen Schritt getan haben, wenn die eine oder
andere Schleife – die sich schon ankündigte – begradigt wurde oder erst
gar nicht in ihrem ganzen Umfang gegangen werden mußte, dann wird sich
dein Leben verändert haben. Das Gesetz des Ausgleichs, das ohne deine
Liebe zu Mir, zu deinem Nächsten und zu dir selbst auf Heller und
Pfennig abrechnet, kann seine Wirkung an dir nicht mehr entfalten. Dein
Ziel steht dir immer klarer vor Augen, und kein Mensch, keine
Versuchung, keine Angstmacherei und keine intellektuellen Spielereien
können dich mehr von deinem Weg abbringen. Du weißt, wer du bist, du
weißt, was du willst, du spürst die Liebe, die dich in deinem Alltag
trägt, du siehst die Wege, die Ich dir ebne.
Dann
wird der Augenblick kommen, indem auch in dir das Empfinden aufsteigt,
das sich zu einem Versprechen formt und die Hingabe an den Geist der
Liebe darstellt: „Ich für dich, und Du durch mich.“ Was gibt es auf
Erden Größeres und Schöneres, als wenn du, Mein Bruder, Meine Schwester,
an diesem Punkt angekommen bist!
Ich
segne dich, und mit Meinem Segen strömt dir – und allen, die Meinen
Worten folgen – verstärkt Meine Kraft zu. Licht hüllt dich ein, Mein
Schutz umgibt dich. Ein neuer Anfang, den du Tag für Tag immer wieder
aufs neue mit Mir vollziehen kannst, ist gemacht. Amen.

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